Österreich: Krypto-Unternehmen müssen sich bei der FMA registrieren, andernfalls folgen harte Strafen
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Österreich: Krypto-Unternehmen müssen sich bei der FMA registrieren, andernfalls folgen harte Strafen

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) wird ab sofort von Krypto-Unternehmen eine Registrierung einfordern, deren Anforderungen für viele kleine Unternehmen gar nicht so einfach zu erfüllen sind.

Österreich greift härter durch

Österreich gilt für Krypto-Trading als sehr liberales Land. Wie jetzt bekannt wurde, wird das Land von allen Betreibern eine Registrierung bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) einfordern. Die Lizenzbeantrager müssen nachweisen, dass das Unternehmen über ausreichende Liquidität und Ressourcen verfügt, und ebenso Due Diligence-Prüfung durchführen, andernfalls folgen heftige Strafen.

Die österreichische FMA hat Regeln in einer kürzlichen rechtlichen Bekanntmachung durchgesetzt. Die neuen Vorschriften werden sich auf Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Ausgabe und dem Verkauf virtueller Währungen sowie auf deren Übertragung, dem Handel, dem Tausch und auf Trading-Plattformen auswirken, ganz unabhängig davon, wo virtuelle Währungen miteinander oder für Zahlungsinstrumente mit gesetzlichem Zahlungsmittel oder umgekehrt umgetauscht werden können, wie auch Verwahrungs-Wallets.

Die Anforderungen können für kleine Börsen und Broker im Land sehr teuer werden. Österreicher haben Zugang zu einigen der führenden europäischen Börsen, darunter Kraken und Bitstamp, die bereits den höchsten Grad an Compliance erreicht haben. Bitpanda, das Broker-Unternehmen verfügt ebenfalls eine Lizenz.

Die genaue Anzahl der Kryptooperationen in Österreich ist nicht bekannt, da es seit Jahren kleine Broker gibt. Internationale Börsen, die für EU-Händler offen sind, müssen möglicherweise auch einem neuen Regelwerk entsprechen und sich sowohl bei den lokalen länderspezifischen Behörden als auch auf EU weiter Ebene registrieren lassen.

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Der Grund für die strengeren Anforderungen für Kryptowährungs-Dienstleister ist die Einhaltung der als AMLD5 bezeichneten Maßnahmen. Die EU-weiten Vorschriften treten am 10. Januar 2020 in Kraft und erfordern eine wesentlich detailliertere Berichterstattung. Das Hauptziel damit ist es, Terrorismusfinanzierung zu vermeiden und das Verschleiern von persönlichem Reichtum zu vermeiden.

Börsen führen bereits einige der erforderlichen Vorgänge durch, wie Kunden-Screening oder Know-your-Customer. Andere Anforderungen sind transparente Angaben zum Unternehmenseigentum. Unternehmen müssen beweisen, dass sie nicht mit sanktionierten Gebieten arbeiten und das sie bereit sind, Transaktions- und Geldschecks vorzulegen.

Die AMLD5-Anforderungen sind eine Antwort auf die Vorschläge der Financial Action Task Force. Man erwartet, dass die FATF-Richtlinien den Kryptoraum im Laufe des Jahres 2020 weiter formen und Börsen weltweit beeinflussen werden.

Die geänderten Anforderungen der EU bedeuten auch zusätzliche Meldepflichten für Börsen aus Malta, wo unter anderem Binance sitzt.

Bildquelle: Pixabay

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