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Der aktuelle Pressespiegel zeigt die ganze Spannbreite des Kryptomarkts: Eine gravierende Coldcard-Sicherheitslücke bedroht offenbar Bitcoin-Bestände, während Uniswap im Juli 2026 die Kursgewinner anführt. Zugleich stehen Bitcoin und Gold unter Druck, langfristige Kursziele bis 1,5 Millionen US-Dollar sorgen für Diskussionen – und das Quantenrisiko wirft bereits die nächste Sicherheitsfrage auf.
Coldcard-Sicherheitslücke: Hunderte Bitcoin aus Wallets bewegt
Quelle: Blocktrainer
Der Hersteller Coinkite warnt vor einer schweren Schwachstelle bei der Erzeugung privater Schlüssel mehrerer Coldcard-Modelle. Besonders betroffen sind laut Bericht die Coldcard Mk2 und Mk3; technische Analysen von Sicherheitsforschern beziehen außerdem Mk4, Q und Mk5 ein.
Auslöser der Debatte waren Berichte über vollständig geleerte Wallets, deren Seeds nach Angaben eines Nutzers ausschließlich auf einer Coldcard erzeugt worden waren. Die Seedphrase sei weder auf einem Computer noch auf einer Webseite eingegeben worden; als Wallet-Software kam Sparrow zum Einsatz.
Für Aufsehen sorgte eine Serie von Transaktionen, bei der innerhalb von etwa 25 Minuten rund 594 BTC aus ungefähr 500 Wallets bewegt wurden. Eine technische Analyse beschreibt 1.324 UTXOs, die in 500 Transaktionen innerhalb eines Zeitfensters von drei Blöcken ausgegeben wurden; insgesamt waren es 594,48 BTC.
Anschließend wurden 562 BTC an eine neue Adresse übertragen, von der die Coins laut Bericht seitdem nicht weiterbewegt wurden. Die betroffenen UTXOs stammen aus dem Zeitraum von 2021 bis 2026; alle betroffenen Adressen waren Single-Sig-Adressen, keine davon war eine Taproot-Adresse.
Als mögliche Ursache nennt der Bericht eine fehlerhafte oder unzureichende Entropie bei der Wallet-Erstellung. Die Firmware habe offenbar nicht die vorgesehene Hardware-Zufallsquelle verwendet, sondern unter bestimmten Bedingungen auf einen vorhersehbaren Software-Fallback zurückgegriffen.
Coinkite nennt zunächst Nutzer, die einen Seed mit einer Coldcard Mk3 unter Firmware 4.0.1 oder einer späteren Version erzeugt haben. Zusätzlich warnt der Hersteller vor Seeds, die mit älteren Firmwareständen auf Mk4, Mk5 oder Coldcard Q erzeugt wurden; dort sei die Auswirkung weniger gravierend, aber weiterhin ernst. Coinkite spricht von ungefähr 72 Bit Entropie anstelle der erwarteten 128 Bit.
Entscheidend ist laut Blocktrainer nicht, welche Coldcard heute verwendet wird, sondern auf welchem Gerät und mit welcher Firmware der Seed ursprünglich erzeugt wurde. Ein Firmware-Update, ein Zurücksetzen des Geräts oder der Import desselben Seeds auf eine andere Hardware-Wallet machen einen bereits schwach erzeugten Seed nicht nachträglich sicher.
Für Mk4 und Mk5 gilt laut Bericht die Firmware 5.6.0 als sicher, für die Coldcard Q mindestens Version 1.5.0Q. Bei einer betroffenen Mk3 sollte der neue Seed auf einem anderen aktuellen Gerät erzeugt werden, da Coinkite voraussichtlich kein Update für die Mk3 veröffentlichen will.
Der fehlerhafte Zufallsmechanismus wurde laut Bericht nicht nur für normale Wallet-Seeds eingesetzt. Genannt werden unter anderem temporäre Wallet-Seeds, Paper-Wallet-Schlüssel, Seed-XOR-Masken, bestimmte Schlüssel für Device Cloning, Schlüsselmaterial für USB-Verschlüsselung, Web2FA und Passwörter für Secure Notes.
Eine starke BIP39-Passphrase kann nach Darstellung des Berichts eine zusätzliche Schutzschicht bilden, wenn sie lang, zufällig, einzigartig und dem Angreifer unbekannt ist. Sie repariert die fehlerhafte Seed-Erzeugung jedoch nicht; langfristig soll auch in diesem Fall auf einen vollständig neuen und sicher erzeugten Seed gewechselt werden.
Der Vorfall stellt außerdem die Annahme infrage, dass eine „airgapped“ Wallet automatisch besonders sicher oder unhackbar sei. Blocktrainer betont, dass eine Hardware-Wallet unter anderem Zufälligkeit, Speicherung privater Schlüssel, Transaktionsanzeige, Firmware-Prüfung, kryptografische Implementierung, physische Angriffe, Fehlerzustände und Lieferkette sicher beherrschen müsse.
Die zeitliche Einordnung verschärft die Bedeutung des Falls: Der problematische Codepfad gelangte im März 2021 in die reguläre Firmware. Eine mögliche Verbindung zu einem größeren Firmware-Umbau im Zusammenhang mit dem Lizenzstreit mit Foundation Devices wird diskutiert, ist laut Bericht aber bislang nicht nachgewiesen.
Zusammenfassung: Die Quelle berichtet über eine mögliche Schwachstelle bei der Zufallserzeugung von Seeds auf mehreren Coldcard-Modellen. Betroffene Nutzer sollen einen vollständig neuen Seed erzeugen und ihre Bitcoin auf daraus abgeleitete Adressen übertragen.
Juli-Ranking 2026: Uniswap führt die Gewinner an
Quelle: Finanzen.net
Finanzen.net hat die Kursentwicklung ausgewählter Kryptowährungen im Zeitraum vom 01.07.2026 bis zum 31.07.2026 verglichen. Stand des Rankings ist der 31.07.2026; zugrunde gelegt wurden Kurswerte zum US-Dollar.
| Platz | Kryptowährung | Entwicklung im Juli 2026 |
|---|---|---|
| 30 | Worldcoin | -16,17 Prozent |
| 29 | Stellar | -12,89 Prozent |
| 28 | Toncoin | -11,24 Prozent |
| 27 | Polkadot | -8,73 Prozent |
| 26 | Solana | -5,68 Prozent |
| 25 | Ethereum Classic | -5,65 Prozent |
| 24 | Neo | -4,66 Prozent |
| 23 | Dogecoin | -4,59 Prozent |
| 22 | Avalanche | -4,14 Prozent |
| 21 | Tezos | -3,86 Prozent |
| 20 | Bitcoin Cash | -1,51 Prozent |
| 19 | Tether | -0,03 Prozent |
| 18 | Dai | 0,00 Prozent |
| 17 | USD Coin | 0,00 Prozent |
| 16 | Ripple | 0,65 Prozent |
| 15 | Wrapped TRON | 3,15 Prozent |
| 14 | Tron | 3,19 Prozent |
| 13 | Wrapped Bitcoin | 4,20 Prozent |
| 12 | Bitcoin | 4,42 Prozent |
| 11 | Litecoin | 5,20 Prozent |
| 10 | Binance Coin | 6,25 Prozent |
| 9 | VeChain | 7,08 Prozent |
| 8 | Cardano | 9,08 Prozent |
| 7 | SHIBA INU | 9,18 Prozent |
| 6 | Chainlink | 10,17 Prozent |
| 5 | Monero | 13,99 Prozent |
| 4 | Ethereum | 15,64 Prozent |
| 3 | Lido stETH | 15,72 Prozent |
| 2 | Uniswap | 51,97 Prozent |
In der von Finanzen.net wiedergegebenen Rangliste wird Uniswap mit 51,97 Prozent als stärkster Wert ausgewiesen. Dahinter folgen Lido stETH mit 15,72 Prozent, Ethereum mit 15,64 Prozent, Monero mit 13,99 Prozent und Chainlink mit 10,17 Prozent.
Bitcoin erreichte den 12. Platz und legte im betrachteten Zeitraum 4,42 Prozent zu. Wrapped Bitcoin kam auf 4,20 Prozent, während Litecoin mit 5,20 Prozent und Binance Coin mit 6,25 Prozent höhere Zuwächse verzeichneten.
Auf der Verliererseite steht Worldcoin mit einem Minus von 16,17 Prozent. Stellar verlor 12,89 Prozent, Toncoin 11,24 Prozent und Polkadot 8,73 Prozent.
Zusammenfassung: Im Juli 2026 reichte die Entwicklung der ausgewählten Kryptowährungen von -16,17 Prozent bei Worldcoin bis zu 51,97 Prozent bei Uniswap. Bitcoin lag mit 4,42 Prozent im positiven Bereich und belegte Platz 12.
Bitcoin und Gold zeigen sich im Sommer schwach
Quelle: Wallstreet Online
Wallstreet Online beschreibt Bitcoin und Gold im Sommer als vergleichsweise unattraktiv. Während der Nasdaq 100 seit Jahresbeginn seine Bestmarke mehrfach verbessert habe und rund 20 Prozent im Plus liege, sei Bitcoin zuletzt auf den tiefsten Stand seit 2024 gefallen und habe rund ein Viertel an Wert verloren.
Auch physisches Gold habe seine gesamten Gewinne seit Jahresbeginn wieder abgegeben. Als Hauptauslöser nennt der Bericht steigende Renditen, die wiederum mit aufflammenden Inflationssorgen wegen anziehender Energiepreise in Verbindung gebracht werden.
Steigende Renditen erhöhen laut Wallstreet Online die Attraktivität verzinslicher Anlagen. Dadurch werde Liquidität aus renditestarken, aber zinslosen Vermögenswerten wie Gold und Bitcoin abgezogen.
Der Mechanismus habe in den vergangenen Monaten jedoch selektiv gewirkt. Amerikanische Tech-Aktien mit KI-Bezug seien lange stark gefragt geblieben, obwohl Wachstumsunternehmen grundsätzlich stärker unter steigenden Renditen leiden können.
„Bei Anlegern beliebte Highflyer wie SK Hynix haben vom Top trotzdem ein Drittel ihres Wertes verloren“, merkt Thomas Soltau vom Smartbroker an.
Der Bericht sieht in der fehlenden fundamental gerechtfertigten Bewertung und einem nicht greifbaren fairen Wert eine Achillesferse von Bitcoin. Die Nachfrage beruhe vor allem auf dem Glauben, dass die begrenzte Stückzahl dauerhaft begehrt bleibe und Bitcoin als Inflationsschutz diene; in der Realwirtschaft spiele die Kryptowährung nach wie vor keine Rolle.
Zusätzlichen Druck habe eine Kapitalrotation ausgelöst. In den vergangenen Wochen sei massiv Kapital aus Bitcoin-ETFs abgeflossen, während der KI-Sektor durch erwartete Börsengänge von OpenAI und Anthropic sowie den IPO von SpaceX enorme Mittel binde.
Wallstreet Online beschreibt diese Entwicklung als Liquiditätswechsel innerhalb des Risiko-Segments. Krypto werde nicht grundsätzlich verlassen, biete den Marktteilnehmern derzeit aber offenbar nicht ausreichend Fantasie und Volatilität.
Gleichzeitig sieht der Bericht im antizyklischen Ansatz eine mögliche Chance. Als Beispiel wird CMC Markets genannt, deren Bitcoin-Indextracker mit einem Cent Spread die Preisführerschaft übernommen habe; zudem werden erhebliche Preisunterschiede beim Kauf und Verkauf von Bitcoin bei verschiedenen Anbietern thematisiert.
Zusammenfassung: Laut Wallstreet Online stehen Bitcoin und Gold unter dem Druck steigender Renditen, Inflationssorgen und einer Kapitalrotation in KI-Themen. Gleichzeitig wird die schwache Marktphase als Umfeld beschrieben, in dem antizyklische Anleger Chancen suchen könnten.
Bitcoin 2030: Kursziele zwischen 300.000 und 1,5 Millionen US-Dollar
Quelle: Merkur
Der Merkur berichtet über die zunehmende Diskussion an der Wall Street, ob Bitcoin bis 2030 eine Million US-Dollar erreichen könnte. Neben Krypto-Anhängern beschäftigen sich demnach auch Banken und Vermögensverwalter mit der Frage, wie sich ein begrenztes Angebot bei steigender Kapitalnachfrage auf den Wert von Bitcoin auswirken könnte.
Zu den optimistischsten Prognosen zählt laut Bericht ARK Invest. Die Investmentgesellschaft von Cathie Wood hat für 2030 drei Szenarien berechnet: Im pessimistischsten Szenario könnte Bitcoin bei rund 300.000 US-Dollar stehen, im Basisszenario bei 710.000 Dollar und im Best-Case bei 1,5 Millionen Dollar.
Für die höchsten Kursziele müssten vor allem Vermögensverwalter, Unternehmen und möglicherweise auch Staaten deutlich stärker in Bitcoin investieren. Etwas vorsichtiger ist Standard Chartered, das bis 2030 dennoch einen Kurs von rund 500.000 Dollar für möglich hält.
Zusätzliche Nachfrage soll nach Darstellung des Merkur vor allem durch börsengehandelte Bitcoin-Fonds entstehen. Seit der Zulassung der US-Spot-ETFs können Anleger über klassische Wertpapierdepots investieren, ohne die Kryptowährung selbst verwahren zu müssen.
Auch BlackRock-Chef Larry Fink bezeichnet Bitcoin laut Bericht inzwischen als ein „internationales Asset“. Für die hohen Prognosen spielt die Knappheit eine zentrale Rolle: Mehr als 21 Millionen Bitcoin werde es nie geben. Trifft weiter steigende Nachfrage auf dieses begrenzte Angebot, könne der Kurs entsprechend stark reagieren.
Der Merkur weist zugleich darauf hin, dass die Kursziele auf Annahmen beruhen. Pensionsfonds und Versicherungen könnten Bitcoin wegen der starken Schwankungen weiterhin meiden, während strengere Regeln den Zugang für Banken und andere Großanleger erschweren könnten.
Jamie Dimon bezeichnete Bitcoin laut Merkur als weitgehend wertlos und stellt den langfristigen Nutzen der Kryptowährung infrage.
Der Bericht betont, dass JPMorgan trotz der persönlichen Skepsis des Vorstandschefs Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte anbietet. Die Bank bediene damit die Nachfrage ihrer Kunden.
Auch der Ökonom Kenneth Rogoff warnt laut Merkur vor einfachen Vergleichen mit Gold. Bitcoin fehle die lange Geschichte als Wertaufbewahrungsmittel und müsse sich in größeren Krisen erst noch beweisen; bei wachsender Unsicherheit habe Bitcoin bislang nicht automatisch wie ein sicherer Hafen reagiert.
Ob Bitcoin im Jahr 2030 bei 300.000, 500.000 oder mehr als einer Million US-Dollar steht, lasse sich nicht seriös beantworten. Die Debatte selbst zeige jedoch, dass Bitcoin heute eine größere Bedeutung beigemessen werde als in den Anfangsjahren, als zunächst die dauerhafte Existenz der Kryptowährung infrage stand.
Zusammenfassung: Die im Merkur dargestellten Szenarien reichen für 2030 von rund 300.000 US-Dollar bis zu 1,5 Millionen Dollar. Entscheidend wären eine anhaltend hohe institutionelle Nachfrage, der Zugang über Bitcoin-Fonds und die Annahme, dass das begrenzte Angebot den Kurs bei steigender Nachfrage stark beeinflusst.
Quantenrisiko für Bitcoin und IBMs Frist 2028
Quelle: Yahoo Finanzen Deutschland
Yahoo Finanzen Deutschland führt eine Meldung zum Quantenrisiko für Bitcoin mit einem Umfang von 437 Milliarden US-Dollar und einer Frist von IBM im Jahr 2028. Der übermittelte Quelltext enthält jedoch lediglich die Überschrift sowie einen Hinweis auf einen Fehler; nutzbare weitere Angaben zum Inhalt liegen nicht vor.
Einschätzung der Redaktion
Die Meldungen zeigen ein Spannungsfeld zwischen wachsender institutioneller Aufmerksamkeit und weiterhin erheblichen technischen sowie marktbezogenen Risiken. Besonders schwer wiegt, dass selbst eine „airgapped“ Hardware-Wallet keine Sicherheit garantiert, wenn die Seed-Erzeugung fehlerhaft ist. Für Anleger sollte deshalb nicht allein die mögliche Kursentwicklung entscheidend sein, sondern ebenso die überprüfbare Qualität von Firmware, Zufallsquelle und Sicherheitsprozessen.
Die starken monatlichen Kursunterschiede und weit auseinanderliegenden Langfristprognosen unterstreichen zudem die hohe Unsicherheit des Marktes. Bitcoin bleibt damit ein spekulatives Risiko-Asset, dessen langfristige Akzeptanz, technische Widerstandsfähigkeit und Verwahrungssicherheit noch nicht abschließend bewiesen sind.
Infobox: Die zentrale Konsequenz lautet: Technische Selbstverwahrung erfordert aktive Sicherheitsprüfung, während Kursziele bis 2030 keinesfalls als verlässliche Erwartungen gelten können.
Quellen:
- Schwere Sicherheitslücke bei Coldcard: Hunderte Bitcoin gestohlen!?
- Bitcoin, Ethereum & Co.: Gewinner und Verlierer - Die Top Flop Kryptowährungen im Juli 2026
- Gold und Bitcoin unsexy im Sommer
- Bitcoin 2030: Wie realistisch ist eine Million US-Dollar?
- Bitcoins 437-Milliarden-USD-Quantenrisiko trifft auf IBMs Frist 2028
- SRF-Sport-Moderatorin war unerlaubt in Bitcoin-Podcast



















