Bitcoin (BTC) und S&P500 Korrelation erreicht Rekordhoch

Bitcoin (BTC) und S&P500 Korrelation erreicht Rekordhoch

Der Bitcoin (BTC)-Preis scheint immer mehr vom aktuellen Marktzustand des S&P500 abhängig zu sein. Wie Daten zeigen, hat die Korrelation der beiden ein neues Rekordhoch erreicht.

Bitcoin und S&P500

Seit seiner Einführung wird der Bitcoin (BTC) als digitales Gold bezeichnet, da er haltbar, fungibel, teilbar und selten wie das Edelmetall ist.

Kaum haben die traditionellen Märkte Probleme, kann Gold eine starke Erfolgsbilanz aufweisen. Hier hat Bitcoin allerdings noch seinen Ruf als sicheren Hafen aufzubauen.

Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P500 hat in den letzten Monaten immer mehr zugenommen. Daten unterstützten diese Annahme, dass diese Beziehung stärker als je zuvor ist, was wahrscheinlich die Attraktivität als digitales Gold beeinträchtigt.

Die einmonatige Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P500 stieg am 30 Juni auf ein Rekordhoch von 66,2 Prozent und lag am Donnerstag bei 65,8 Prozent.

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Seit April 2018 verfolgt das Krypto-Derivate-Forschungsunternehmen diese Verbindung. Wayne Chen, CEO und Direktor von Interlapse Technologies, einem Fintech-Unternehmen sagt dazu:

„Die Korrelation zwischen Bitcoin und S & P 500 ist zwar immer ein sehr guter Indikator für die Marktbewegung, behält jedoch nie wirklich eine konsistente Position bei. Bitcoin verhält sich eher wie eine hoch verschuldete Position und folgt den Markttrends in volatileren, dramatischeren Auf- und Abschwüngen.“

Der einmonatige Wert schwankte 12 Monate lang weitgehend im Bereich von -30 Prozent bis 50 Prozent, bevor dieser am 30. Juni auf einen Rekord von über 60 Prozent stieg. Andererseits zeigen die Daten, dass die Korrelation von Bitcoin mit dem S&P500 etwas inkonsistent sind.

Die einjährige Korrelation ist laut Skew ebenfalls auf ein Lebenszeithoch von über 37 Prozent gestiegen. Allerdings muss beachtet werden, dass Messwerte zwischen 30 Prozent und 50 Prozent eine relativ schwache Korrelation zwischen Variablen implizieren.

Matthew Dibb, Mitgründer von Stack sagte dazu:

“Bitcoin ist nach wie vor ein Risiko. Trotz derer, die seine fundamentalen Ähnlichkeiten mit Gold anpreisen, hat es sich in Zeiten der Risikostimmung noch nicht als ausreichende Absicherung oder Flucht in die Sicherheit erwiesen.”

Risikoaktiva sind Vermögen, die an den Zustand der Weltwirtschaft gebunden sind. Beispielsweise steigen die Preise für Aktien und Industriemetalle wie Kupfer tendenziell, wenn erwartet wird, dass das globale Wirtschaftswachstum während einer wirtschaftlichen Abkühlung an Fahrt gewinnt und ins Stocken gerät.

Bitcoin hat sich in diesem Jahr mehr oder weniger wie ein Risikoobjekt verhalten. Der Preis der Krytowährung fiel in der ersten Märzhälfte von 10.000 USD auf 3.867 USD, als die Corona-Pandemie die traditionellen Märkte getroffen hat. In den folgenden zwei Monaten stieg er wieder auf 10.000 USD, als der S&P500 seine schnellste Erholung des Bärenmarktes seit Bestehen verzeichnete.

Die Behandlung als Risikoaktiva kann aber auch ein Segen für Bitcoin sein.

“Angesichts der nach wie vor so hohen Korrelation zwischen BTC und Aktien erwarten wir, dass dies kurzfristig nur für den Bitcoin-Preis positiv ist, da die globalen Märkte von einem beispiellosen monetären Anreiz profitieren.”

Die US-Notenbank (Fed) und andere Zentralbanken pumpen gerade massiv Fiat-Liquidität in die Märkte, um der Verlangsamung entgegenzuwirken. Nach Angaben der St. Louis Federal Reserve belief sich die Bilanzgröße der Fed letzte Woche auf 7,01 Billionen USD, was einem Anstieg um 67 Prozent gegenüber 4,24 Billionen USD Anfang März.

Obwohl der Bitcoin weiterhin Schwierigkeiten hat, sich als sicherer Hafen zu etablieren, sind einige Anleger weiterhin unbeeindruckt davon.

Chen sagte:

„HODLer“ oder langfristige Inhaber von Bitcoin, gemessen an der Anzahl der Adressen, an denen Bitcoin mindestens 12 Monate lang gespeichert war, stiegen im Juni auf ein Lebenshoch von 20,3 Millionen. Dies übertraf laut IntoTheBlock, einem Blockchain-Geheimdienstunternehmen, das bisherige Hoch von 19,52 Millionen im Mai.

Nach der erst kürzlich abgeschlossenen Halbierung glauben viele Inhaber, dass der Durchschnittspreis von Bitcoin viel höher sein sollte als der aktuelle Wert. Dies führt eher zu einem Hodl-Verhalten, bis der Markt wieder Dampf aufbaut.”

Die Metrik stellte im Juni einen neuen Rekord für den 12. Monat in Folge auf. Insbesondere ist die Zahl der Inhaber gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent gestiegen, obwohl der Bitcoin-Preis im gleichen Zeitraum um 25 Prozent gesunken ist.

©Bild via Pixabay / Lizenz

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