3 wichtige & aktuelle IOTA Blockchain Insights für 2019

IOTA vs Blockchain – Unterschiede, Vor- und Nachteile

IOTA vs Blockchain

Kaum eine andere Kryptowährung wird so heiß diskutiert IOTA. Das beruht auf IOTAs einzigartigem „Tangle“. Aufgrund seiner Eigenschaften unterscheidet er sich in vielerlei Hinsicht von den gängigen Blockchains von Bitcoin, Ethereum und Co. Wir erklären, was es zur IOTA Blockchain zu wissen gibt.

IOTA vs Blockchain – Die Unterschiede

Zunächst zur Blockchain. Sie besteht, wie der Name schon vermuten lässt, aus einer Kette aus Blöcken. Es handelt sich um eine große Datenbank. Jeder einzelne Block enthält alle Daten der vorigen Chain. Diese wird chronologisch linear mit neuen Blöcken erweitert, welche die letzten Transaktionen enthalten. Bei einer Blockchain wie Bitcoin geht es in erster Linie um das Versenden der jeweiligen Coin.

Der Hauptzweck der Blockchains ist das Aufzeichnen der Transaktionshistorie auf eine Weise, die nur äußerst schwer zu manipulieren ist. Letztlich handelt es sich um ein öffentlich einsehbares Hauptbuch. Denn im Gegensatz der Bezeichnung sind nicht alle Informationen einer Kryptowährung wirklich verschlüsselt.

Wer eine Blockchain Info haben möchte, zum Beispiel wie viele Coins sich auf einer Adresse befinden, der kann diese Information jederzeit einsehen. Was nicht sofort ersichtlich ist, sind die Sender und Empfänger der Transaktionen. Bei den Transaktionen von einer Blockchain-Wallet zur anderen müssen keine privaten Angaben gemacht werden.

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Ein wichtiger Aspekt ist die dezentrale Natur. Darum spricht man auch von einem „Distributed Ledger“. Diese Datenbank befindet sich nicht auf einem zentralen Server, sondern verteilt sich auf verschiedenste Rechner und Server, den sogenannten „Nodes“. Sie synchronisieren sich miteinander. Jeder Node speichert eine Version der Blockchain ab.

Ein wichtiger Aspekt ist das Blockchain-Mining. Dabei muss ein Arbeitsnachweis („Proof-of-Work“) erbracht werden. Dies dient dazu, das Netzwerk vor Angriffen zu schützen. Die Miner setzen ihre Hardware dafür ein, den Arbeitsnachweis zu erbringen, indem sie einen verschlüsselten Wert innerhalb der Blockchain finden.

  • Damit bestätigen sie neue Transaktionen und erschaffen neue Blöcke. Nicht alle Blockchains führen das Mining aus. Es haben sich auch andere Methoden entwickelt, neue Blöcke zu verifizieren, wie Proof-of-Stake.

 

Nun zu IOTAs Tangle. Auch bei IOTA handelt es sich um einen „Distributed Ledger“, welches von einem Netzwerk aus Nodes am Laufen gehalten wird. Im Gegensatz zu Bitcoin und Co. wird jedoch keine komplette Datenbank von diesen Nodes heruntergeladen. Jeder einzelne Teilnehmer, jede dieser Nodes verfügt über seine eigene Wallet.

Wenn ein Teilnehmer eine Transaktion durchführen möchte, dann muss er zuerst andere Transaktion-Anfragen bestätigen. Daher verzichtet man bei IOTA auf ein Mining. Die Nodes validieren sich gegenseitig und verdächtige Teilnehmer bekommen ihre eigenen Transaktionen nicht bestätigt. Der Tangle reguliert sich selbst und ist nicht auf externe Teilnehmer, wie die Miner beim Proof-of-Work, angewiesen.

Die Daten zu den Transaktionen werden auf den einzelnen Nodes gespeichert. Es ist nicht notwendig, das ein Node alle Daten speichert. „Tangle“ bedeutet auf Deutsch: „Durcheinander, Gewirr“ und bezieht sich auf die Verflechtung der sich gegenseitig verifizierten Nodes.

Unterschiede bestehen auch in dem Zweck. Bei IOTA geht es um ein Zahlungsmittel für das Internet der Dinge. Der ganze Aufbau des Tangles ist darauf ausgelegt, dass Maschinen und Computer sich gegenseitig bezahlen können. Bitcoin und andere Coins sind alternative Zahlungsmittel für die Menschen.

Bei Ethereum geht es mehr um die Plattformen, die sich mithilfe der Ethereum-Blockchain aufbauen lassen, um Smart Contracts und dezentrale Applikationen (dApps). Mithilfe von dApps und Smart Contracts lässt sich auf der Blockchain-Handel treiben und noch vieles mehr.

Die Ripple-Blockchain dient dazu, den Zahlungsverkehr günstiger und schneller zu gestalten. So soll auf Ripple’ Kaufen und Verkaufen über Ländergrenzen hinweg wesentlich einfacher werden.

  • Dazu kommt noch, dass die IOTA Technologie nicht auf einem binären System aufbaut, sondern auf einem Ternärsystem. Es kommen also nicht nur die Ziffern 0 und 1 vor, sondern noch eine weitere Ziffer.

IOTA vs Blockchain – Vor- und Nachteile

Viele halten IOTAs Tangle für die „Blockchain 3.0“, die Weiterentwicklung der bisherigen Blockchain-Technologien. Die erste Generation stellt Bitcoin dar, die zweite hingegen Ethereum. Der Tangle verfügt über einige Vorteile gegenüber den althergebrachten Blockchains.

Zunächst wäre da die Skalierbarkeit. Da IOTA auf das Internet der Dinge ausgerichtet ist, muss es unendlich wachsen können. Die schiere Anzahl an Maschinen und Rechnern, die bei der Totalvernetzung unterschiedlichster Geräte zusammenkommen würde, würde jede normale Blockchain komplett überlasten.

Aufgrund des Konzepts des „Directed Acyclic Graph“ kann das Tangle-Netzwerk wachsen, ohne dass es das gesamte System belasten würde. Transaktionen würden sogar noch schneller werden, da mit einer erhöhten Anzahl an Teilnehmern auch die Zahl der Verifizierungen steigen würde. Außerdem werden Informationen immer lokal gespeichert, das heißt auf den betreffenden Nodes.

Durch den „Snapshot“ bereinigt sich das System in Abständen von unnötigen Daten. Die Bitcoin-Blockchain-Size hingegen wächst immer weiter, je länger Bitcoin genutzt werden. Auch bei der Ethereum-Blockchain-Size sieht das nicht anders aus. Ein Node der beiden Kryptowährungen muss immer mehr Daten herunterladen.

Der IOTA Tangle ist nicht auf das Mining angewiesen. Wie bereits erklärt, verifizieren sich die Nodes gegenseitig. Es gibt einen geringen Proof-of-Work, der das System gegen Angreifer schützen soll. Dieser Arbeitsnachweis steht in keinem Verhältnis zu dem Energieverbrauch, der durch das Mining erzielt wird. Die Belohnung für die Miner entfällt ebenfalls und auch die Gebühren für die Transaktionen.

Als Nachteil muss man sagen, dass im Gegensatz zu IOTA Blockchain kein allzu neues Konzept mehr ist. Auch wenn die Technologie schon ein paar Schwächen aufweist, so kennt man sich mit ihr aus, hat sie getestet und nutzt sie bereits. Die Tangle-Entwicklung befindet sich hingegen in einer recht frühen Phase. Ob das IOTA-Netzwerk den Anforderungen gerecht wird, muss sich erst noch zeigen.

  • Ein häufiger Kritikpunkt des Tangles ist, dass er gar nicht richtig dezentral ist. Die IOTA-Stiftung selbst kümmert sich mithilfe eines zentralen „Coordinators“ darum, dass das Netzwerk richtig läuft. Dieser Coordinator bestätigt regelmäßig in sogenannten „Milestones“ alle bisher getätigten Transaktionen.

Kritische Stimmen meinen auch, dass der Tangle weniger sicher ist. Zwar bringt das Proof-of-Work-Verfahren auch ein paar Nachteile mit sich, wie die enormen Stromkosten. Doch ist es gerade dieser Energiebedarf, der es sehr schwer macht, die Blockchain anzugreifen. Beim Tangle hingegen sind die Anforderungen an solche eventuellen Angriffe geringer.

IOTA Blockchain – IOTA finanziert Blockchain-Startups

Die IOTA Stiftung baut nicht nur an ihrer eigenen Technologie, sie fördert auch Startups im Umfeld der Distributed Ledger-Technologien. Die Stiftung fördert die Startups nicht nur finanziell, sondern engagiert sich auch als Mentor.

Dafür ging die Stiftung eine Partnerschaft mit „Nova“ ein. Das in Liverpool ansässige Unternehmen berät junge Startups und Gründer bei der Finanzierung und der Verwirklichung im Bereich der Technologien. Sich selbst beschreibt Nova als „Co Foundry“, als Mitbegründer, welcher die jungen Startups neben einer finanziellen Förderung auch berät.

Und nun ist die IOTA Stiftung bei der Förderung von Tech-Startups involviert, speziell jene, welche Distributed Ledger-Technologien einsetzen wollen. Konkret sollen die Startups in der Frühphase mit einem Seed-Fond unterstützt werden. Die Kandidaten erhalten ebenfalls Zugang zum IOTA-Testlabor. Damit stehen ihnen Krypto-Experten und verschiedene Fortbildungsmittel zur Verfügung.

Ziel ist es, junge Unternehmen zu unterstützen, die am Internet der Dinge arbeiten und IOTA nutzen, um Machine-to-Machine-Transaktionen zu ermöglichen. Durch den Tangle sollen die Geschäftsideen der Teilnehmer skalierbarer, tragbarer und nachhaltiger gestaltet werden.

Wird der IOTA Tangle die Blockchain ersetzen?

Die IOTA Blockchain Alternative, der Tangle, hat das Potential, viele gängige Probleme des Distributed Ledgers zu lösen, wie etwa die stetig wachsende Datenmenge, die Skalierbarkeit oder die Gebühren für die Transaktionen. Doch wird durch IOTAs Tangle die Blockchain auch gänzlich obsolet? 2018 hat die Welthandelsorganisation (WTO) einen Bericht veröffentlicht, der von verschiedenen zukunftsweisenden Technologien handelt.

Diese Technologien werden den Welthandel nachhaltig beeinflussen. Der Bericht nennt dabei die Blockchains und hebt hervor, wie diese gerade kleinen und mittleren Unternehmen helfen können. In demselben Bericht wird auch IOTA genannt und der Tangle als eine äußerst fortschrittliche Technologie bezeichnet. Nach der WTO wird vor allem der Tangle in Zukunft intensiv von Unternehmen genutzt werden.

Als Grund nennt die WTO, dass der Tangle alle Vorteile der Blockchain in sich vereint, jedoch das Problem der Skalierung lösen kann. Ob das „Gewirr“ sprich der IOTA Tangle es tatsächlich schaffen wird, die Blockchain komplett abzulösen, entscheidet sich erst in der Zukunft.

 

Bildquelle: © thommas68 / Pixabay

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