Arthur Hayes: Kapitalflucht nach China könnte das Makroklima durcheinander bringen - wird sich das auf Bitcoin auswirken?

22.09.2023 15:22 961 mal gelesen Lesezeit: 2 Minuten 0 Kommentare

Arthur Hayes, der umstrittene BitMEX-Gründer und erfahrene Krypto-Experte, weist auf einen bedeutenden Trend hin, den es zu beobachten gilt: eine mögliche Kapitalflucht aus China. Laut Daten von Google Finance hat der chinesische Yuan (CNY) seit Anfang 2023 gegenüber dem US-Dollar um über 5% abgewertet.

Hayes, der mit seinen 394.100 Followern auf der Social-Media-Plattform X kommuniziert, hat diese Angelegenheit kürzlich mit Andrew Collier, einem China-Analysten und Geschäftsführer von Orient Capital Research, besprochen.

Berichten zufolge schlug Collier eine Methode vor, um diesen potenziellen Trend zu verfolgen: durch Messung der Abweichung zwischen Chinas Nettoexporterlösen (Exporterlöse abzüglich Importkosten) und den Devisenreserven des Landes (von der chinesischen Zentralbank gehaltene Devisenvermögenswerte).

Laut Bloomberg-Daten sind Chinas Devisenreserven seit Anfang 2023 um etwa 32 Milliarden US-Dollar gestiegen. Zusätzliche Daten von Trading Economics deuten darauf hin, dass Chinas Handelsüberschuss seit Jahresbeginn etwa 553 Milliarden US-Dollar beträgt.

Aus diesen Zahlen schließt Hayes, dass etwa 520 Milliarden US-Dollar "China aus irgendeinem Grund verlassen haben".

Der Krypto-Veteran spekuliert über mehrere Möglichkeiten:

1. China könnte erhebliche Mengen Gold anhäufen.
2. China zahlt möglicherweise Offshore-USD-Schulden seiner Banken und Unternehmen zurück.
3. Wohlhabende Personen könnten aus dem Land fliehen.

Bemerkenswert ist, dass China nicht mehr US-Staatsanleihen kauft. Hayes betont, dass, solange der japanische Yen (JPY) schwach bleibt, auch der chinesische Yuan (CNY) schwächer werden muss, um sicherzustellen, dass chinesische Exporte im Vergleich zu Japan wettbewerbsfähig bleiben. Wohin auch immer dieses chinesische Kapital fließt, es scheint an Volumen zuzunehmen. Hayes bringt spielerisch die Hoffnung zum Ausdruck, dass ein Teil davon seinen Weg zu Satoshi Nakamoto und Bitcoin (BTC) findet.

Im Wesentlichen deuten die Erkenntnisse von Arthur Hayes darauf hin, dass die sich verändernde Finanzdynamik in China, einschließlich einer möglichen Kapitalabwanderung und Diversifizierung von Vermögenswerten, Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft haben und möglicherweise Auswirkungen auf den Kryptowährungsmarkt, insbesondere Bitcoin, haben könnte. Da sich die Situation weiter weiterentwickelt, bleibt dies ein wichtiger Trend, den sowohl Anleger als auch Beobachter der Finanzwelt im Auge behalten sollten.

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