SEC möchte die abgelehnten Bitcoin-ETF-Anträge überprüfen

Entscheidet die SEC über Bitcoin-ETFs früher als gedacht?

Die Securities Exchange Commission (SEC), die Finanzmarktaufsicht der USA, hat angekündigt, erneut über 9 der im August abgelehnten ETF-Anträge zu entscheiden. Es handelt sich dabei um Anträge von drei Instituten. Diese strebten die Änderung eines Gesetzes an, welche die Einführung von Exchange-Traded-Funds (ETF) an regulären Börsen ermöglicht. Die Behörde hat nun Dokumente vorgelegt, welche eine erneute Überprüfung der abgelehnten Anträge veranlassen.

Kommt der ETF für Bitcoin früher als gedacht?

Die SEC hat Dokumente veröffentlicht, welche die erneute Überprüfung von neun abgelehnten Versuchen, einen ETF für Bitcoin zu starten, ermöglicht. Zitat aus den veröffentlichten Dokumenten:

„Gemäß der Verfahrensrichtlinie 431 der Kommission besteht für jede Partei die Möglichkeit bis zum 26. Oktober 2018 ein Statement für oder gegen die ergriffenen Maßnahmen abzugeben.“

Diese Ankündigung steht im Einklang mit der im August, die einen Tag nach der Ablehnung der neun Anträge folgte. Schon damals erklärte die Regulierungsbehörde, die Entscheidungen von der Leitung der Behörde überprüfen zu wollen.

Diese Ankündigung bezieht sich auf die ETF-Anträge von ProShares, Direxion und Granite Shares. Während ProShares zwei Anträge zur Errichtung eines Bitcoin ETF an der New York Stock Exchange (NYSE) gestellt hat, reichte Direxion gleich fünf ähnliche Anträge ein, um deren ETF an derselben Börse zu listen.

Die übrigen zwei Anträge hatte Granit Shares gestellt. Deren Bitcoin-ETF sollten für die Listung an der CBOE BZX-Börse gelten. Die Regulierungsbehörde hatte im August festgestellt, dass die Produkte nicht den Bestimmungen des Börsengesetzes § 6(b) (5) entsprachen. Darin steht geschrieben, dass die Regeln einer nationalen Wertpapierbörse so konzipiert sein müssen, dass sie betrügerische und manipulative Handlungen verhindern.

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Prozess dauert länger als erwartet

Laut Eduardo Aleman, dem stellvertretenden Sekretär, heißt es:

„Es wird ferner veranlasst, dass die Anordnung, welche die vorgeschlagene Änderung der Regelung nicht zulässt, bis zur Überprüfung der Kommission in Kraft bleibt soll.“ 

Bisher hat die SEC noch keinen ETF für Bitcoin genehmigt. Mit der erneuten Überprüfung der Anträge wird die Arbeitsbelastung der Behörde deutlich erhöht. Zeitgleich muss sie auch eine Entscheidung über die ETF-Anträge des Krypto-Start-Ups SolidX und der Vermögensverwaltungsgesellschaft VanEck treffen. Auch hier zieht sich der Prozess hin. Der ursprüngliche Stichtag, welcher auf den 30. September 2018 festgelegt war, wurde verschoben.

Eine Entscheidung über die Errichtung der ETFs wird nun bis Ende Dezember diesen Jahres erwartet. Jedoch behält sich die Behörde die Möglichkeit vor, die Frist erneut auf Anfang 2019 zu verschieben.

Es wird erwartet, dass die SEC kurz nach Ablauf der Frist für die Abgabe der Erklärung am 26. Oktober eine Entscheidung über den Prüfungsprozess treffen wird.

Die Chancen für einen ETF stehen also gut. Ist es nur eine Frage der Zeit oder wird sich die Finanzmarktaufsicht der USA letztlich doch dagegen entscheiden?

Quellenangaben: Crypto Economy
Bildquelle: Pixabay

 

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