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Der Kryptomarkt steht zwischen politischem Gegenwind und überraschend robuster Nachfrage: Während die gescheiterte Clarity-Act-Abstimmung die Kurse belastet, kaufen Ethereum-Wale und ETFs weiter zu. Welche Signale nun von der Fed, dem Optionsverfall und Unternehmen wie Canaan ausgehen, zeigt dieser Pressespiegel.
Kryptomarkt unter Druck nach gescheiterter Clarity-Act-Abstimmung
Der US-Senat hat die Verfahrensabstimmung zum Digital Asset Market Clarity Act verfehlt. Laut finanzen.net kam das Votum auf 49 zu 50 Stimmen, obwohl 60 Stimmen erforderlich gewesen wären, um die Debatte über den Gesetzentwurf formal zu beginnen.
Die Abstimmung bedeutete damit noch nicht die endgültige Ablehnung des Gesetzes. Der Entwurf liegt zunächst auf Eis. Zuvor hatte eine frühere Fassung im Juli 2025 das Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen passiert. Im Mai 2026 stimmte der Bankenausschuss des Senats mit 15 zu 9 Stimmen für den Entwurf.
Der Rückschlag setzte den gesamten Kryptomarkt unter Druck. Der Bitcoin notierte laut „CoinMarketCap“ am Mittwochmorgen zeitweise bei rund 75.840 US-Dollar und damit rund 2 Prozent niedriger als am Vortag. Ethereum gab um 3,7 Prozent auf 2.396 US-Dollar nach, während Solana innerhalb von 24 Stunden rund 4 Prozent verlor.
Besonders stark fiel XRP zurück. Der Ripple-Token sank zeitweise um 7,9 Prozent auf 1,29 US-Dollar. Hintergrund ist laut finanzen.net, dass der Gesetzentwurf die Zuständigkeiten von SEC und CFTC klarer hätte abgrenzen sollen. Für XRP wäre dies wegen der langjährigen Rechtsstreitigkeiten zwischen Ripple und der SEC von besonderer Bedeutung gewesen.
„Dies war eine Chance, die weit über Ripple oder ein einzelnes Unternehmen hinausging [...]. Letztlich blieben jedoch die Verbraucher und die Wettbewerbsfähigkeit der USA auf der Strecke“, erklärte Ripple-Chef Brad Garlinghouse laut finanzen.net.
Garlinghouse forderte außerdem eine Aufarbeitung der Gründe für das Scheitern. Gleichzeitig verwies er auf die weiterhin bestehende Möglichkeit, dass SEC und CFTC unter Chair Atkins und Chair Selig Regeln zur Überbrückung der Gesetzeslücke ausarbeiten.
Als Streitpunkte nennt finanzen.net insbesondere die Veräußerungspflichten für Amtsträger mit Krypto-Beteiligungen sowie die Reichweite der Ethikregeln. Der republikanische Entwurf sah Vorgaben für hochrangige gewählte Amtsträger, Bundesrichter und deren Ehepartner vor. Demokraten wollten die Regelungen auch auf Kinder ausweiten.
Zusammenfassung: Die Clarity-Act-Verfahrensabstimmung scheiterte mit 49 zu 50 Stimmen. Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP gerieten anschließend unter Druck, wobei XRP auf 1,29 US-Dollar fiel.
Fed-Entscheidung und Optionsverfall als nächste Markttreiber
Nach Einschätzung von finanzen.net richtet sich der kurzfristige Blick auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte gilt am Markt bereits weitgehend als sicher und eingepreist.
Entscheidend dürfte daher der Ton der Fed sein. Eine unerwartet straffe Kommunikation könnte Bitcoin und insbesondere die bereits stark gefallenen Altcoins weiter belasten. Sollte Fed-Chef Kevin Warsh dagegen signalisieren, dass der Zinsschritt eine Ausnahme bleiben könnte, könnte dies den Risikoappetit der Anleger stabilisieren.
Auch laut Wallstreet Online stehen mehrere Termine im Mittelpunkt. Ethereum notierte am 15. September bei rund 2.482 US-Dollar und damit etwa 1,4 Prozent über dem Vortag. Der Kurs hielt sich über dem EMA20 bei 2.443 US-Dollar, verlor kurzfristig jedoch an Kraft.
Der Derivatemarkt stellt laut Wallstreet Online einen weiteren Belastungsfaktor dar. Bitcoin- und Ethereum-Optionen im Volumen von rund 16,6 Milliarden Dollar laufen auf den Quartalsverfall am 25. September zu. Auf Ethereum entfallen davon etwa 1,92 Milliarden Dollar bei 756.100 offenen Kontrakten und einem Put-Call-Verhältnis von 0,57.
| Ethereum-Kurs am 15. September | rund 2.482 US-Dollar |
| EMA20 | 2.443 US-Dollar |
| Optionen insgesamt | rund 16,6 Milliarden Dollar |
| Ethereum-Optionen | etwa 1,92 Milliarden Dollar |
| Offene Ethereum-Kontrakte | 756.100 |
| Put-Call-Verhältnis | 0,57 |
| Quartalsverfall | 25. September |
Für September nennt die von Wallstreet Online zitierte Ethereum-Prognose von CoinDCX ein Ziel von 2.800 US-Dollar. Die angegebene Spanne reicht von 2.405 bis 2.950 US-Dollar. Bei einer freundlichen Reaktion auf die politischen und geldpolitischen Termine könnten zunächst 2.494 US-Dollar und anschließend 2.800 US-Dollar in den Fokus rücken.
Zusammenfassung: Die Fed-Entscheidung und der Optionsverfall am 25. September gelten als zentrale Termine. Für Ethereum werden ein Ziel von 2.800 US-Dollar sowie eine Spanne von 2.405 bis 2.950 US-Dollar genannt.
Ethereum fällt, während Wale und ETFs weiter kaufen
FXStreet Deutschland berichtet, dass Ethereum am Mittwoch auf 2.400 US-Dollar gefallen ist, nachdem der Clarity Act im US-Senat nicht vorangekommen war. Trotz des Rückgangs und der am Markt nahezu sicheren Erwartung einer Zinserhöhung zieht der Altcoin demnach weiterhin Kapital an.
Daten zu den Nettoflüssen an Börsen zeigen laut FXStreet Deutschland, dass Abhebungen in den vergangenen fünf Tagen die Einzahlungen übertrafen. Dadurch sanken die Börsenreserven um 159.000 ETH. Sinkende Reserven können darauf hindeuten, dass Anleger ihre Bestände in private Wallets verschieben und damit weniger Coins kurzfristig für Verkäufe verfügbar sind.
Wallets mit Beständen zwischen 10.000 und 100.000 ETH erhöhten ihren gemeinsamen Bestand in der vergangenen Woche um rund 200.000 ETH. Privatanleger-Wallets mit Beständen zwischen 100 und 1.000 ETH sowie zwischen 1.000 und 10.000 ETH gaben dagegen rund 192.000 ETH ab.
Auch institutionelle Anleger sorgten laut FXStreet Deutschland für Nachfrage. US-Spot-ETFs auf ETH verzeichneten am Montag den zweiten Tag in Folge Nettozuflüsse von 121 Millionen US-Dollar. Am Freitag hatten die Produkte trotz Abflüssen bei Bitcoin-ETFs 216,4 Millionen US-Dollar eingesammelt.
| Rückgang der Ethereum-Börsenreserven | 159.000 ETH |
| Zuwachs bei Wallets mit 10.000 bis 100.000 ETH | rund 200.000 ETH |
| Abgaben bei Wallets mit 100 bis 1.000 ETH sowie 1.000 bis 10.000 ETH | rund 192.000 ETH |
| ETH-ETF-Nettozuflüsse am Montag | 121 Millionen US-Dollar |
| ETH-ETF-Zuflüsse am Freitag | 216,4 Millionen US-Dollar |
| Erwarteter Zinsschritt | 25 Basispunkte |
| Wahrscheinlichkeit laut CME FedWatch Tool | 92,3 Prozent |
Die institutionelle Nachfrage steht damit einem schwierigen makroökonomischen Umfeld gegenüber. Laut CME FedWatch Tool lag die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt um 25 Basispunkte zum Zeitpunkt der Erstellung bei 92,3 Prozent.
Zusammenfassung: Ethereum fiel in Richtung 2.400 US-Dollar, während die Börsenreserven um 159.000 ETH sanken. Wale erhöhten ihre Bestände um rund 200.000 ETH, und ETH-Spot-ETFs verbuchten am Montag Zuflüsse von 121 Millionen US-Dollar.
Canaan verkauft Ethereum und kauft eigene Aktien
Der Mining-Konzern Canaan hat laut BTC-ECHO seinen gesamten Ethereum-Bestand verkauft. Im August trennte sich das Unternehmen von 3.952 ETH und nahm dabei 10,4 Millionen US-Dollar ein.
Zusätzlich verkaufte Canaan 54 BTC und erzielte damit weitere 3,5 Millionen US-Dollar. Bitcoin blieb jedoch weiterhin Bestandteil der Unternehmensbilanz. Nach den Verkäufen hielt der Miner noch 1.868 BTC, deren Gegenwert beim aktuellen Kurs etwa 145 Millionen US-Dollar betrug.
Ein Teil der Einnahmen floss in den Rückkauf eigener Aktien. Canaan kaufte im August insgesamt 13,6 Millionen American Depositary Shares für 5,4 Millionen US-Dollar zurück. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 0,40 US-Dollar je Anteilsschein.
| Verkaufte Ethereum | 3.952 ETH |
| Erlös aus Ethereum-Verkäufen | 10,4 Millionen US-Dollar |
| Verkaufte Bitcoin | 54 BTC |
| Erlös aus Bitcoin-Verkäufen | 3,5 Millionen US-Dollar |
| Verbleibender Bitcoin-Bestand | 1.868 BTC |
| Gegenwert des verbleibenden Bitcoin-Bestands | etwa 145 Millionen US-Dollar |
| Zurückgekaufte American Depositary Shares | 13,6 Millionen |
| Ausgaben für Aktienrückkäufe | 5,4 Millionen US-Dollar |
| Durchschnittlicher Kaufpreis je Anteilsschein | 0,40 US-Dollar |
BTC-ECHO ordnet den Verkauf nicht als grundsätzliche Abkehr von digitalen Vermögenswerten ein. Canaan wolle auch künftig Kryptowährungen in der Bilanz halten und setze auf unterschiedliche Strategien, wobei Bitcoin mit mehr als 1.800 BTC ein wichtiger Bestandteil der Reserve bleibe.
Zusammenfassung: Canaan verkaufte 3.952 ETH für 10,4 Millionen US-Dollar und 54 BTC für 3,5 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig kaufte das Unternehmen 13,6 Millionen eigene American Depositary Shares für 5,4 Millionen US-Dollar zurück.
Pepeto-Presale mit Cross-Chain-Bridge und Risk Scorer
Wallstreet Online stellt neben der Ethereum-Prognose den Presale-Token Pepeto vor. Nach Angaben des Artikels verfügt das Projekt über eine Cross-Chain-Bridge, die Werte zwischen Blockchains bewegt, sowie über einen Risk Scorer, der Token vor einem Handel auf Sicherheitssignale prüft.
Ein Audit von SolidProof habe den Programmcode vor dem Start des Presales geprüft und bestätigt, dass der Smart Contract keine versteckten Funktionen enthalte. Der Presale habe laut Wallstreet Online mehr als 10 Millionen Dollar eingesammelt. Der Einstieg liege derzeit bei 0,000000188 Dollar je Token.
Das Token-Angebot umfasst 420 Billionen Token. Der Artikel verweist außerdem auf ein erwartetes Binance-Listing und zieht einen Vergleich zum ursprünglichen PEPE Coin, der eine Marktkapitalisierung von 11 Milliarden Dollar erreicht habe.
| Presale-Erlös | mehr als 10 Millionen Dollar |
| Aktueller Einstiegspreis | 0,000000188 Dollar je Token |
| Token-Angebot | 420 Billionen Token |
| Marktkapitalisierung des ursprünglichen PEPE Coin laut Artikel | 11 Milliarden Dollar |
Wallstreet Online beschreibt Pepeto als Presale-Projekt, bei dem der Preis noch durch den Presale bestimmt werde. Gleichzeitig wird auf die Risiken und Unsicherheiten hingewiesen, die mit der Entwicklung und dem späteren Handel eines solchen Tokens verbunden sind.
Zusammenfassung: Pepeto wird als Presale-Token mit Cross-Chain-Bridge und Risk Scorer vorgestellt. Der Einstiegspreis liegt laut Quelle bei 0,000000188 Dollar je Token, das Angebot bei 420 Billionen Token.
Einordnung des Pressespiegels
Die Berichte zeichnen ein uneinheitliches Bild des Kryptomarktes. Die gescheiterte Clarity-Act-Abstimmung belastete Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP, während bei Ethereum gleichzeitig sinkende Börsenreserven, steigende Wal-Bestände und Zuflüsse in Spot-ETFs auf anhaltende Nachfrage hindeuten.
Als nächste zentrale Einflussfaktoren nennen die Quellen die Fed-Entscheidung und den Optionsverfall am 25. September. Parallel zeigt das Beispiel Canaan, dass einzelne Unternehmen ihre Krypto-Bestände umschichten und Kapital stattdessen für Aktienrückkäufe einsetzen.
Zusammenfassung: Politische Unsicherheit und geldpolitische Erwartungen belasten den Markt, während On-Chain-Daten und ETF-Zuflüsse bei Ethereum weiterhin Kaufinteresse zeigen.
Einschätzung der Redaktion
Der Rückschlag beim Clarity Act erhöht kurzfristig die Unsicherheit und dürfte vor allem Altcoins mit regulatorischer Abhängigkeit weiter belasten. Entscheidend ist jedoch, dass die Abstimmung keine endgültige Ablehnung darstellt. Damit bleibt eine spätere politische Lösung möglich, während die Märkte bis dahin stärker auf Fed-Kommunikation, Liquidität und den Optionsverfall reagieren dürften.
Für Ethereum ergibt sich ein gemischtes Bild: Die Kursbelastung steht einer erkennbaren Akkumulation durch größere Wallets und institutionelle Anleger gegenüber. Das spricht eher für solides mittelfristiges Interesse als für eine unmittelbar bevorstehende Trendwende. Canaan zeigt zugleich, dass Unternehmen ihre Krypto-Positionen zunehmend taktisch steuern, anstatt digitale Vermögenswerte pauschal auszubauen.
Besonders spekulative Presale-Projekte bleiben trotz technischer Versprechen und hoher Nachfrage mit erheblichen Ausführungs-, Liquiditäts- und Verlustrisiken verbunden. Ihre Vermarktung kann die Aufmerksamkeit vom regulatorischen und makroökonomischen Kernrisiko des Gesamtmarktes ablenken.
Infobox: Kurzfristig überwiegen Unsicherheit und Volatilitätsrisiken. Mittelfristig bleibt Ethereum vergleichsweise konstruktiv unterstützt, während regulatorisch exponierte Altcoins und spekulative Presale-Token besonders anfällig bleiben.
Quellen:
- Kryptos nach Clarity-Act-Scheitern im Sinkflug: Einstiegschance bei Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co.?
- Ethereum Prognose am 15. September 2026 vor dem Optionsverfall über 16,6 Milliarden Dollar
- Canaan verkauft alle Ether: Ist die eigene Aktie jetzt attraktiver?
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