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Tokenisierte Börsengänge, Ethereum auf dem Weg zur Quantenresistenz und die geplante Abschaltung von Harmony zeigen die Spannweite der aktuellen Blockchain-Entwicklung. Der Pressespiegel beleuchtet außerdem neue Sprachdatenmärkte, Südkoreas Tokenisierungspläne, DeFi-Sicherheitsrisiken, KI-Rechenzentren und die wachsende Verbindung von Blockchain, Finanzwesen und künstlicher Intelligenz.
Blockchain-Pressespiegel: Tokenisierte Märkte, Quantenresistenz und das Ende von Harmony
Changpeng Zhao erwartet IPOs auf der Blockchain
Binance-Gründer Changpeng Zhao erwartet, dass Börsengänge künftig auf der Blockchain abgewickelt werden. Laut BeInCrypto nannte Zhao weder einen Zeitrahmen noch weitere Details, doch die dafür notwendige Technologie sei bereits auf einer funktionierenden, regulierten Infrastruktur im Einsatz.
Für Investoren könnten sich durch tokenisierte Börsengänge mehrere Änderungen ergeben. Angebote könnten ab dem ersten Tag für Retail-Käufer geöffnet werden, während der Zugang bei traditionellen Zuteilungen weiterhin über Institutionen und zugelassene Kunden läuft. Zudem wäre ein Handel rund um die Uhr möglich, sodass eine Notierung nicht mehr auf eine Eröffnungsglocke warten müsste. Anteile könnten außerdem nativ in kleine Bruchteile geteilt werden.
Auch die Kostenstruktur könnte sich verändern. Bei klassischen Börsengängen verdienen Underwriter, Anwälte und Prüfer mit, während durch Automatisierung ein Teil dieser Kette entfallen könnte.
Nach Angaben von rwa.xyz halten tokenisierte Aktien inzwischen etwa 2,9 Milliarden USD auf der Blockchain. Das entspricht einem Anstieg von etwa 14% im Vergleich zum Vormonat. Grayscale zählt die BNB Chain zu den führenden Blockchain-Plattformen für tokenisierte Aktien.
Die regulatorischen Pflichten bleiben laut BeInCrypto jedoch bestehen. Die SEC erklärte im Januar, dass bei der Tokenisierung einer Aktie weiterhin Registrierungs- und Offenlegungspflichten gelten. Außerdem bilden einige gelistete Produkte lediglich den Aktienkurs ab, ohne Stimm- oder Aktionärsrechte zu gewähren.
Auch etablierte Börsen arbeiten an entsprechenden Angeboten. Die New Yorker Börse reichte im April eine Regeländerung ein, die sofort in Kraft trat. Tokenisierte Versionen von Standardaktien können seitdem neben klassischen Aktien gehandelt werden und werden am nächsten Tag abgerechnet. In Europa fand im selben Monat ein Börsengang auf der Blockchain bei einer unter der europäischen Pilotregelung für Blockchain lizenzierten Börse statt.
Offen bleibt die Liquidität. Token können zwar rund um die Uhr gehandelt werden, doch bei geringem Angebot und geringer Nachfrage können die Kurse deutlich schwanken.
„IPOs will move on chain.“ – Changpeng Zhao
Zusammenfassung: Laut BeInCrypto ist die Blockchain-Infrastruktur für tokenisierte Börsengänge bereits vorhanden. Zugang, Handelszeiten, Teilbarkeit und Kosten könnten sich verändern, während Registrierungs- und Offenlegungspflichten bestehen bleiben.
Ethereum bewertet 62 Vorschläge für das Hegotá-Upgrade
Die Ethereum Foundation hat 62 Verbesserungsvorschläge für das kommende Hegotá-Upgrade bewertet und zwei davon als zwingend eingestuft. Bis Dezember 2029 soll die Ethereum-Blockchain vollständig quantensicher sein, berichtet das Crypto Valley Journal.
Die Bewertung wurde von rund 60 Forschern und Ingenieuren aus neun Teams sowie einzelnen Fachexperten erarbeitet. Insgesamt kamen 397 Tier-Bewertungen zustande, im Durchschnitt 6.4 pro Vorschlag. Bei den umstrittensten Vorschlägen gab es bis zu neun Bewertungen.
Die beiden Vorschläge im höchsten S-Tier sind EIP-7805, bekannt als FOCIL, und EIP-8141, die sogenannten Frame Transactions. FOCIL soll auf der Consensus-Ebene sicherstellen, dass gültige Transaktionen aus dem öffentlichen Mempool in den nächsten Block aufgenommen werden. Ein Komitee aus Validatoren soll dadurch verhindern, dass ein dominanter Block-Builder Transaktionen aussortiert.
Frame Transactions verankern Account Abstraction nativ im Protokoll. Eine Transaktion wird dabei in programmierbare Frames für Validierung, Gas-Zahlung und Ausführung aufgeteilt. Wallets könnten eigene Signaturverfahren einsetzen, Gas-Zahlungen sponsern lassen und Aktionen bündeln, ohne auf Off-Chain-Betreiber angewiesen zu sein.
Der freie Austausch von Signaturverfahren ist laut Crypto Valley Journal auch für die Quantenresistenz relevant. Er schafft einen Migrationspfad zu quantensicheren Verfahren. Zu FOCIL gehört EIP-8369, während bei Frame Transactions EIP-8250 zu Keyed Nonces und EIP-8272 zu Recent Roots als Begleitvorschläge im A-Tier genannt werden.
| Bewertung | Anzahl der Vorschläge |
|---|---|
| S-Tier | 2 |
| A-Tier | 15 |
| B-Tier | 8 |
| C-Tier | 7 |
| Abgelehnt | 28 |
| Nicht bewertet | 2 |
Die Ethereum Foundation verfolgt für die vollständige Quantenresistenz der Execution-, Consensus- und Data-Ebene einen engen Zeitplan. Für die Planung wird ein möglicher „Q-Day“ ab 2030 angenommen. Mindestens bis Januar 2027 gilt die Frist intern als nicht verhandelbar; anschließend soll der Stand mit externen Fachleuten neu bewertet werden.
Glamsterdam ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Danach bleiben bis Dezember 2029 durchschnittlich 7.2 Monate pro Fork. Ein verschobener Fork würde laut Crypto Valley Journal rund sieben Monate kosten.
Der Protocol Cluster orientiert sich bei der Frist an Migrationszielen von Google, Cloudflare und Microsoft. Neben der Quantenresistenz verfolgt Ethereum außerdem Arbeiten an schnellerer Finalität, Privatsphäre, State-Wachstum und der zkEVM.
„Die frühzeitige Umsetzung von Post-Quanten-Sicherheit ist das sichere Vorgehen. Es ist das strategisch verantwortungsvolle Vorgehen. Es ist das klarste Signal, das wir senden können, dass Ethereum vorhat, in 50, 100 und 1'000 Jahren noch zu existieren.“ – EF Protocol, Ethereum Foundation Protocol Cluster
Zusammenfassung: Das Hegotá-Upgrade soll mit FOCIL und Frame Transactions zwei zentrale Vorschläge umsetzen. Ethereum peilt bis Dezember 2029 eine vollständig quantensichere Blockchain an, wobei bis Januar 2027 eine Neubewertung vorgesehen ist.
Harmony schlägt Abschaltung und Migration von ONE auf Ethereum vor
Harmony plant laut CoinDesk die Abschaltung seiner seit sieben Jahren bestehenden Blockchain. Die Entwickler begründen den unverbindlichen Vorschlag mit steigenden Kosten und der zunehmenden Schwierigkeit, das Netzwerk gegen staatliche Akteure und KI-Agenten zu schützen.
Vorgesehen ist ein finaler Snapshot der ONE-Bestände. Anschließend sollen entsprechende ERC-20-Token an dieselben Wallet-Adressen auf Ethereum ausgegeben werden. Der Snapshot soll ONE in Wallets, im Staking, bei Validator-Belohnungen und auf zentralisierten Börsen berücksichtigen.
Inhaber müssten die neuen Token nach dem Vorschlag nicht selbst beanspruchen. Harmony kündigte an, den Ethereum-Vertrag, die Snapshot-Berechnungen und die Airdrop-Skripte öffentlich prüfen zu lassen. Ob die Abschaltung einem Governance-Prozess unterzogen wird, wurde laut CoinDesk nicht mitgeteilt.
Der Vorschlag steht im Zusammenhang mit mehreren Sicherheitsvorfällen. Die Horizon-Brücke wurde 2022 um fast 100 Millionen US-Dollar erleichtert. Das FBI schrieb den Angriff später der nordkoreanischen Lazarus-Gruppe und APT38 zu.
Im August nutzte ein Angreifer eine Schwachstelle bei der Verifizierung von Transaktionen zwischen Shards aus. Dabei wurden in sechs Transaktionen mehr als drei Billionen unautorisierte ONE geprägt. Harmony rollte die Chain auf einen Zeitpunkt vor dem Diebstahl zurück und entfernte dauerhaft mehr als 109.000 Transaktionen aus der Netzwerkhistorie.
Harmony war ursprünglich als schneller und günstiger Ethereum-Wettbewerber positioniert. Der ONE-Token erreichte im Oktober 2021 etwa 38 Cent. Bis Januar 2022 hielt das Netzwerk mehr als eine Milliarde Dollar an Nutzereinlagen, wobei auf das Spiel DeFi Kingdoms 747 Millionen Dollar entfielen.
Die künftigen Emissionen sollen nach dem Plan in eine „Remix Economy für KI-Video“ umgeleitet werden. Kreative sollen Eingabeaufforderungen und andere Vermögenswerte veröffentlichen können, die von Menschen und KI-Agenten zur Erstellung neuer Videoclips wiederverwendet werden.
Validatoren können laut CoinDesk ab 7 Uhr Pazifikzeit am 10. September mit dem Herunterfahren ihrer Nodes beginnen. Harmony hat 1,372 Millionen US-Dollar bereitgestellt, um Validatoren zu entschädigen, die rechtzeitig abschalten, eine Vereinbarung unterzeichnen, ihren Einsatz behalten und Governance-Rollen im neuen Unternehmen übernehmen.
ONE wurde am Montag bei etwa 0,00073 USD gehandelt und verzeichnete innerhalb von 24 Stunden einen Rückgang von fast 4%.
Zusammenfassung: Harmony schlägt die Stilllegung seiner Blockchain und die Migration von ONE auf Ethereum vor. Der Plan ist unverbindlich und folgt auf mehrere Sicherheitsvorfälle, darunter einen Brückendiebstahl von fast 100 Millionen US-Dollar und die Prägung von mehr als drei Billionen unautorisierten ONE.
Silencio meldet Sprachdatenverträge über 250.000 US-Dollar
Das Portfoliounternehmen Silencio der Advanced Blockchain AG hat einen Vertrag über 250.000 US-Dollar mit einem führenden Sprach-KI-Unternehmen unterzeichnet. Nach Angaben von MarketScreener Deutschland betrifft der Vertrag Ein- und Mehrsprecher-Sprachdaten in Tagalog und Cebuano und ist der größte in der Unternehmensgeschichte.
Dem Vertrag ging ein etwa sechsmonatiger Vertriebsprozess im Unternehmenskundensegment voraus. Dabei wurden Einkauf, Rechtsabteilung und IT-Sicherheit einbezogen; außerdem wurden Beispieldaten evaluiert.
Zusätzlich schloss Silencio eine Datenlizenzierungsvereinbarung mit einem führenden KI-Entwickler für afrikanische Sprachdaten. Zunächst umfasst die Vereinbarung Swahili mit mehr als 200 Mio. Sprechern, Amharisch mit rund 35 bis 40 Mio. Sprechern, Hausa mit rund 80 bis 90 Mio. Sprechern, Wolof mit rund 10 bis 15 Mio. Sprechern sowie Yoruba mit rund 45 bis 50 Mio. Sprechern.
Vorgesehen sind wöchentliche USDC-Auszahlungen an Mitwirkende sowie bezahlte Transkriptionsaufgaben. Weitere Sprachen sollen folgen. Laut der Mitteilung hätten die beiden Datensätze nicht aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt werden können.
Das Netzwerk umfasst mittlerweile mehr als 2,5 Millionen Mitwirkende in über 185 Ländern und deckt mehr als 1.000 Sprachen und Dialekte ab. Bislang wurden mehr als 500.000 Stunden Sprachdaten gesammelt, davon sind über 250.000 Stunden lizenzierungsbereit. Täglich kommen bis zu rund 1.000 neue Stunden hinzu.
Die Sprach-KI-Sparte steigerte ihren Umsatz laut MarketScreener Deutschland von rund 100.000 US-Dollar im ersten Quartal 2026 auf rund 300.000 US-Dollar im zweiten Quartal 2026. Diese Umsätze wurden innerhalb der ersten sechs Monate der Kommerzialisierung durch ein 14-köpfiges Team erzielt.
Die Datenerhebung begann im November 2025, die Kommerzialisierung im Januar 2026. Die kombinierten Umsätze des ersten und zweiten Quartals entsprechen rund 40 Prozent der kumulierten Umsatzschwelle aus der Umsatzbeteiligungsvereinbarung mit der Blocksound Foundation.
Zusammenfassung: Silencio meldet einen Rekordvertrag über 250.000 US-Dollar und eine weitere Vereinbarung für afrikanische Sprachdaten. Das Netzwerk verfügt über mehr als 2,5 Millionen Mitwirkende, mehr als 500.000 Stunden Sprachdaten sowie eine Abdeckung von mehr als 1.000 Sprachen und Dialekten.
Südkorea plant tokenisierte Wertpapiere ab Februar 2027
Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde FSC plant eine schrittweise Tokenisierung von Wertpapieren. Laut AD HOC NEWS soll langfristig ein Marktvolumen von 5,36 Billionen US-Dollar auf die Blockchain migriert werden.
Die erste Phase soll am 4. Februar 2027 beginnen. Sie umfasst institutionelle Geldmarktfonds, Privatanleihen und nicht börsennotierte Aktien, die über Treuhandstrukturen verwaltet werden. Außerdem sollen Bruchteils-Investmentpapiere in tokenisierter Form zugelassen werden.
Für Phase 2 ist eine Ausweitung auf öffentliche Wertpapiere vorgesehen. Konkrete Termine für die folgenden Phasen wurden noch nicht festgelegt. Die dritte Phase soll Transaktionen mittels Stablecoins ermöglichen und ist an die Verabschiedung des Digital Asset Basic Act, kurz DABA, geknüpft.
Für Bruchteilspapiere gilt eine Einzelzeichnungsgrenze von 30 Millionen Won, entsprechend etwa 22.000 US-Dollar, oder alternativ maximal 5% des gesamten Emissionsvolumens pro Zeichnung. Privatanleger unterliegen beim außerbörslichen Handel mit tokenisierten Wertpapieren einer jährlichen Gesamtobergrenze von 100 Millionen Won, etwa 74.000 US-Dollar.
Emittenten müssen über ein Eigenkapital von mindestens 3 Millionen US-Dollar verfügen. Für Kontoführer ist ein Kapitalnachweis von 4 Milliarden Won erforderlich.
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Geplanter Start | 4. Februar 2027 |
| Langfristig zu migrierendes Volumen | 5,36 Billionen US-Dollar |
| Einzelzeichnungsgrenze | 30 Millionen Won oder maximal 5% |
| Jährliche Obergrenze für Privatanleger | 100 Millionen Won |
| Mindesteigenkapital für Emittenten | 3 Millionen US-Dollar |
| Kapitalnachweis für Kontoführer | 4 Milliarden Won |
Samsung SDS entwickelt die Plattform für das tokenisierte Wertpapierregister der staatlichen Wertpapierverwahrung Korea Securities Depository. Koscom arbeitet gleichzeitig an der Handelsplattform KoSTO. Berichten zufolge haben bereits 12 Unternehmen Vereinbarungen für den Anschluss an das Ökosystem unterzeichnet.
Die KSD bereitet außerdem eine Infrastruktur für die Anbindung an Hyperledger Besu, Hyperledger Fabric und Avalanche vor. Hanwha Investment & Securities meldete die Fertigstellung einer Plattform für Token-Wertpapiere auf Basis der Avalanche-Blockchain.
In diesem Zusammenhang verzeichnete AVAX zeitweise einen Kursanstieg von 8%. Avalanche wird im offiziellen Fahrplan der Finanzaufsicht jedoch nicht namentlich als bevorzugte Technologie genannt.
Zusammenfassung: Südkorea plant ab dem 4. Februar 2027 die erste Phase eines Tokenisierungsprogramms. Langfristig sollen Wertpapiere im Umfang von 5,36 Billionen US-Dollar auf die Blockchain migriert werden.
Cozy Finance verliert bei erneutem Exploit ungefähr 170.000 USD
Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen Blockaid meldete laut BeInCrypto einen Exploit bei Cozy Finance auf Optimism. Der Angreifer entwendete ungefähr 170.000 USD und transferierte die Gelder innerhalb von 13 Minuten über eine Blockchain-Bridge auf eine andere Blockchain.
Laut Daten des OP Mainnet Explorers erfolgte die Exploit-Transaktion am Montag um 05:43 Uhr UTC. Der Angreifer bewegte ungefähr 163.326 USDC.e aus dem Protokoll, verteilt auf 63 Token-Transfers. In derselben Transaktion wurden zudem etwa 1,6 Millionen Cozy PToken, kurz CPT, verbrannt.
Um 05:56 Uhr UTC genehmigte der Angreifer einen Token und schickte die Gelder durch eine Bridge auf eine andere Blockchain. Dies geschah vor der Veröffentlichung der Warnung durch Blockaid. Danach gab es laut Explorer-Aufzeichnungen keine weiteren Bewegungen von der Wallet.
Der Angriffs-Contract war bereits am 2. September live geschaltet worden, fünf Tage vor dem Diebstahl. Der verwendete Contract war weiterhin nicht verifiziert und hielt noch etwa 4.168 USD in USDC.e.
Es war nicht der erste Verlust von Cozy Finance auf Optimism. Im August 2025 verursachte ein Angriff laut BeInCrypto einen Schaden von etwa 427.000 USD. Die damalige Schwachstelle lag im Auszahlungscode, der nicht überprüfte, wer eine Rücklösung durchführte.
Cozy Finance steht inzwischen auf Platz fünf unter den Versicherungsprotokollen auf DefiLlama und verwaltet rund 1,3 Millionen USD. Auf der Optimism-Blockchain wurden etwa 172.000 USD ausgewiesen, weshalb der Angreifer dort nahezu das gesamte Deployment abräumte.
Zusammenfassung: Cozy Finance verlor bei einem erneuten Angriff ungefähr 170.000 USD. Der Angreifer bewegte 163.326 USDC.e in 63 Transfers und transferierte die Gelder innerhalb von 13 Minuten über eine Bridge.
Riot Blockchain soll freie Kapazitäten für KI-Rechenzentren nutzen
Morgan Stanley und Bernstein haben ihre positiven Einschätzungen zu Riot Blockchain laut Börse Global bestätigt. Im Mittelpunkt steht neben dem Bitcoin-Mining zunehmend die Nutzung freier Strom- und Rechenzentrumskapazitäten für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz.
Am Standort Corsicana stehen 1.000 Megawatt zur Verfügung, Rockdale umfasst 700 Megawatt. Davon sind bereits 200 Megawatt für AMD-Systeme vorgesehen. Ein weiterer Standort in Kentucky steuert 300 Megawatt bei.
Auf das Bitcoin-Mining entfallen derzeit 1,2 Gigawatt. Rund 750 Megawatt sind bislang ungenutzt. Diese Reserve soll Riot beim Aufbau von Hochleistungsrechenzentren für KI-Modelle unterstützen.
Morgan Stanley bewertet die Infrastruktur mit einem Unternehmenswert von etwa 9 US-Dollar pro Watt. Die Aktie schloss am Freitag bei 18,65 Euro und verzeichnete ein Tagesplus von 2,6%.
Morgan Stanley startete die Abdeckung mit der Einstufung „Overweight“ und einem Kursziel von 36 US-Dollar. Bernstein bestätigte die Kaufempfehlung „Buy“ und setzte das Kursziel auf 35 US-Dollar. Der Analystenkonsens liegt bei einem durchschnittlichen Zielpreis von 33,86 US-Dollar.
Die Aktie verzeichnete innerhalb der letzten sieben Tage einen Kurszuwachs von 14%. Seit Jahresbeginn legte sie um 65% zu. Als Risiken für das bullische Szenario nennt Börse Global einen Rückfall des Bitcoin-Kurses unter 80.000 US-Dollar oder einen unerwartet starken Zinsanstieg im September.
Zusammenfassung: Morgan Stanley nennt für Riot Blockchain ein Kursziel von 36 US-Dollar, Bernstein von 35 US-Dollar. Im Zentrum der Bewertung stehen 750 Megawatt ungenutzter Kapazität und deren mögliche Nutzung für KI-Datenzentren.
DeFi, TradFi und KI sollen stärker zusammenwachsen
Die Verbindung von dezentraler Finanzierung, traditionellem Finanzwesen und Künstlicher Intelligenz verändert laut Vietnam.vn die Funktionsweise des Finanzsystems. Auf dem Ho-Chi-Minh-Stadt-Technologiefestival „Conviction 2026“ stellte Justin Sun eine Abhandlung mit dem Titel „TRON und die Zukunft des Finanzwesens: Von DeFi über TradFi bis hin zu KI“ vor.
Sun beschreibt DeFi und TradFi nicht als zwangsläufig gegensätzliche Systeme. Mit der weiteren Verbreitung der Blockchain-Technologie könne das Potenzial wachsen, traditionelle Finanzsysteme und blockchainbasierte Finanzaktivitäten miteinander zu verbinden.
Stablecoins dienen laut Sun als mögliche Brücke zwischen Blockchain-basierten Finanzaktivitäten und der traditionellen Wirtschaft. Die Blockchain könne dadurch nicht nur als alternatives Finanzsystem, sondern auch als Infrastrukturschicht für die Interaktion verschiedener Finanzstrukturen fungieren.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle der KI. KI entwickle sich von einem Werkzeug zur Unterstützung der Informationsverarbeitung zu einem System, das Aufgaben automatisieren kann. Künftig könnten KI-Systeme Transaktionen und Zahlungen direkt ausführen, Smart Contracts umsetzen und mit Finanzsystemen interagieren.
Wenn KI-Systeme einen wachsenden Teil wirtschaftlicher Aktivitäten initiieren und ausführen, müsse die Finanzinfrastruktur Transaktionen kontinuierlich und automatisch durch Maschinen verarbeiten können. Sun schlägt vor, Blockchain, On-Chain-Mechanismen und Smart Contracts für die Erfassung, Verifizierung und Ausführung solcher Vorgänge einzusetzen.
Vietnam.vn beschreibt TradFi, DeFi und KI als zunehmend ergänzende Bereiche: TradFi bleibt Teil des bestehenden Finanzsystems, DeFi erweitert Finanzaktivitäten auf der Blockchain, und KI ermöglicht Automatisierung und Ausführung. Die Blockchain soll dabei als Bindeglied zwischen Menschen, Organisationen und KI-Systemen fungieren.
Zusammenfassung: Die bei „Conviction 2026“ vorgestellte Perspektive sieht Stablecoins, Smart Contracts und KI-Agenten als Verbindungselemente zwischen traditionellen, dezentralen und automatisierten Finanzsystemen.
Einschätzung der Redaktion
Die Meldungen markieren einen Übergang von isolierten Blockchain-Projekten zu regulierten Finanzmärkten, spezialisierten Infrastrukturen und realen Datenanwendungen. Besonders relevant ist, dass Tokenisierung, Quantenresistenz und KI-Rechenkapazitäten zunehmend als langfristige Infrastrukturthemen behandelt werden.
Gleichzeitig zeigt das Beispiel Harmony, dass technologische Ambitionen ohne nachhaltige Sicherheit, Governance und wirtschaftliche Tragfähigkeit nicht ausreichen. Die zentrale Bewährungsprobe bleibt daher weniger die technische Machbarkeit als die verlässliche Umsetzung unter regulatorischen, sicherheitsbezogenen und wirtschaftlichen Bedingungen.
Infobox: Die Entwicklung ist strategisch bedeutsam, aber ihr Erfolg hängt von Sicherheit, Liquidität, klaren Rechten und belastbaren Geschäftsmodellen ab.
Quellen:
- Werden IPOs künftig auf der Blockchain abgewickelt? CZ ist überzeugt, Infrastruktur ist bereits vorhanden
- Quantum-Computing: Ethereum peilt sichere Blockchain bis 2029 an
- Harmony will seine eigene Blockchain abschaffen und ONE in einen KI-Video-Token verwandeln
- Advanced Blockchain AG-Tochter sichert sich zwei neue Sprachdatenverträge
- Südkorea: 5,36 Billionen Dollar auf Blockchain ab Februar 2027
- Harmony stoppt Blockchain: ONE soll zu Ethereum migrieren



















