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Der Blockchain-Sektor bewegt sich zwischen Expansion, Innovation und neuen Risiken: Cardano stärkt seine Position in Japan, Robinhood meldet Rekordumsätze trotz eines Netzwerkausfalls und OpenReserve plant eine Blockchain-Bank. Zugleich treiben UN, Swift und QuFi die Regulierung, tokenisierte Finanzinfrastruktur und Post-Quanten-Sicherheit voran. Der Pressespiegel zeigt, wie rasant sich Märkte, Technologien und Governance im Jahr 2026 verändern.
Cardano baut Präsenz in Japan aus und stärkt die Governance
Cardano ist laut Börse Express auf der japanischen Handelsplattform S.BLOX gelistet worden. Neben ADA wurde dort auch der NIGHT-Token des Projekts Midnight eingeführt; S.BLOX steht in enger Verbindung zum japanischen Elektronik- und Medienkonzern Sony.
Der Markt reagierte positiv auf die Ausweitung der Verfügbarkeit. ADA legte um 5,9 % zu und notierte bei 0,2129 USD, womit der Kurs 14 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 0,1869 USD lag. Gleichzeitig blieb Cardano 78 % unter dem 52-Wochen-Hoch, das im September des Vorjahres erreicht wurde.
Auch bei der Netzwerkverwaltung wurden Fortschritte gemeldet. Die Abstimmung zur Erneuerung des Verfassungsausschusses nahm beide erforderlichen On-Chain-Hürden rechtzeitig vor der Frist am Dienstag. Damit blieb das Gremium handlungsfähig, bevor am kommenden Sonntag um 21:44 UTC die Amtszeit von vier der sieben derzeitigen Ausschussmitglieder ausläuft.
Parallel läuft laut Börse Express seit Montag die Bewerbungsphase für zwei gewählte Sitze im Vorstand von Intersect. Bewerbungen sind bis zum 11. September möglich, die Wahlperiode ist für den Zeitraum vom 14. bis zum 25. September vorgesehen; die Ergebnisse werden am 28. September erwartet.
Technisch erhielt die Wallet Daedalus am Dienstag das Update auf Version 11.3.0. Die neue Version umfasst unter anderem ein Verzeichnis für Delegierte, verbesserte Governance-Funktionen und Zuverlässigkeits-Updates. Das Projekt Amaru stellte außerdem ein Relay-Node-Binary bereit und strebt einen ersten Pre-Release für das Mainnet Ende September an.
Bei der Skalierung wurde Ende August die „Earth“-Phase des Leios-Testnetzes abgeschlossen. Ein öffentlicher Testlauf über 41 Tage wurde erfolgreich beendet. Ein vollständiger Rollout von Ouroboros Leios ist für November geplant; „Linear Leios“ soll Ende 2026 folgen, das Upgrade „Peras“ im zweiten Quartal 2027.
Zusätzlich startete am 29. August der „Genesis Pre-Accelerator“ mit insgesamt 13 Teams in der Frühphase. Die Projekte reichen laut Quelle von Zahlungslösungen und Compliance-Tools bis zu institutionellem DeFi und Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.
„Die Zustimmung erfolgte rechtzeitig vor der Frist am Dienstag.“
Zusammenfassung: Cardano verbindet die Listung von ADA auf S.BLOX mit Governance-Updates, neuen Wallet-Funktionen, technischen Skalierungsschritten und einem Accelerator-Programm mit 13 Teams.
Robinhood Chain erzielt Rekorde – gleichzeitig sorgt ein Produktionsstopp für Fragen
Die Robinhood Chain erzielte laut Investing.com Deutsch am 1. September 2026 Netzwerkeinnahmen von über 3,8 Millionen US-Dollar. Nach Daten der Blockchain-Analyseplattform Messari belegte das Layer-2-Netzwerk damit weltweit den ersten Platz unter allen Blockchain-Netzwerken und erreichte rund 38 % der gesamten Netzwerkeinnahmen.
Die Nachricht begleitete einen Anstieg der Robinhood-Aktie um 3,2 % im vorbörslichen Handel. Morgan Stanley stufte HOOD am 1. September von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hoch und erhöhte das Kursziel von 124 auf 150 US-Dollar. Scotiabank nahm die Beobachtung mit „Sektor Outperform“ und einem Kursziel von 136 US-Dollar auf, während Piper Sandler das Kursziel von 135 auf 145 US-Dollar anhob.
Als kurzfristigen Katalysator nannte Piper Sandler die bevorstehende NFL- und NCAA-Football-Saison. Diese könnte das Handelsvolumen auf den Prognosemärkten von Robinhood erhöhen. Investing.com Deutsch führt neben Prognosemärkten, Altersvorsorgekonten und Bankdienstleistungen auch digitale Vermögenswerte als Bestandteile der erweiterten Produktpalette an.
BeInCrypto berichtet zugleich über einen vorübergehenden Produktionsstopp bei der Robinhood Blockchain. Am Freitag wurden mindestens 14 Minuten lang keine neuen Blöcke produziert, wodurch Transaktionen stehen blieben. Bei einer regulären Blockzeit von 0,1 Sekunden entsprächen 14 Minuten etwa 8.400 nicht produzierten Blöcken.
Robinhood nannte laut BeInCrypto weder die Ursache des Ausfalls noch eine voraussichtliche Wiederherstellungszeit. Der Block-Explorer zeigte, dass die Spitze der Blockchain mehrere Minuten alt war und das Netzwerk keine neuen Daten annahm. In den vergangenen 30 Minuten gab es keine ausstehenden Transaktionen.
Vor dem Stillstand war das Transaktionsaufkommen hoch. Blockscout verzeichnete für die letzten 24 Stunden 14,14 Millionen Transaktionen bei einer durchschnittlichen Gebühr von 0,48 USD.
Die Chain läuft auf der Nitro-Software von Arbitrum. BeInCrypto hebt hervor, dass ein einzelner Betreiber den gesamten Datenverkehr bestimmt. Fällt dieser Sequencer aus, gibt es keinen weiteren Sequencer als Ersatz und keine Möglichkeit, eigene Transaktionen dennoch durchzuführen.
L2BEAT stuft die Robinhood Chain unterhalb von Stufe 0 ein. Als Kritikpunkte nennt der Tracker den einzelnen Sequencer und die Möglichkeit für sofortige Upgrades von Smart Contracts. Nur zwei genehmigte Akteure können ungültige Zustände anfechten. Der Wert der Vermögenswerte auf der Blockchain wird von L2BEAT mit 2,46 Milliarden USD angegeben.
BeInCrypto berichtet außerdem von einem täglichen Rekord-DEX-Volumen von 1,06 Milliarden USD. Die Aktivität wurde hauptsächlich durch Memecoins und weniger durch tokenisierte Aktien getrieben.
Zusammenfassung: Die Robinhood Chain erzielte am 1. September Netzwerkeinnahmen von über 3,8 Millionen US-Dollar, musste jedoch kurz darauf einen mindestens 14-minütigen Produktionsstopp verkraften. Im Mittelpunkt stehen damit sowohl die wirtschaftliche Dynamik als auch Fragen zur technischen Ausfallsicherheit und zur Abhängigkeit von einem einzelnen Sequencer.
OpenReserve erhält vorläufige Erlaubnis für eine Blockchain-Bank
Das U.S. Office of the Comptroller of the Currency, kurz OCC, hat OpenReserve Bank laut CoinDesk eine vorläufige Charta erteilt. Unterstützt wird das Unternehmen unter anderem von Andreessen Horowitz, Jump Capital und Coinbase Ventures.
OpenReserve strebt eine vollständige Banklizenz an und will als nationale Bank mit integrierter On-Chain-Abwicklung tätig werden. Für eine dauerhafte Konzession ist jedoch noch eine endgültige Genehmigung durch die OCC erforderlich.
Das Unternehmen mit Sitz in Salt Lake City, Utah, richtet sich an institutionelle Kunden. Im Mittelpunkt stehen Treasury-Management, Stablecoin-Emission und tokenisierte Einlagen. OpenReserve erklärte außerdem, den Vorschriften des Gesetzes zur Lenkung und Etablierung nationaler Innovationen für US-Stablecoins, GENIUS, entsprechen zu wollen.
Zu den weiteren Unterstützern zählen Acrew, Wintermute Ventures, Clocktower, Quona, AAF Management und Zero Knowledge Ventures. OpenReserve reichte seinen Antrag bei der Bankenaufsichtsbehörde im April ein. Die OCC reagierte laut CoinDesk zunächst nicht auf eine Anfrage zur Bestätigung der Genehmigung.
Die vorläufige Erlaubnis steht im Zusammenhang mit einer zunehmenden Zahl kryptonativer Banknamen. Die Regierung von Präsident Donald Trump und der von ihr eingesetzte OCC-Leiter Jonathan Gould verfolgen laut Quelle das Ziel, Unternehmen für digitale Vermögenswerte in den regulierten Bankensektor zu integrieren.
Am selben Donnerstag genehmigte die US-Behörde außerdem einen bedingten Bankcharter für das britische Fintech-Unternehmen Revolut. Revolut beabsichtigt, seine Geschäfte von Connecticut aus zu betreiben.
Zusammenfassung: OpenReserve strebt mit einer vorläufigen OCC-Charta den Aufbau einer nationalen Blockchain-Bank an. Das Geschäftsmodell konzentriert sich auf institutionelles Treasury-Management, Stablecoin-Emission und tokenisierte Einlagen.
XRP, Blockchain und institutionelle Finanzinfrastruktur
Investing.com Deutsch stellt die historische Entwicklung von XRP und die mögliche Rolle der Blockchain im internationalen Finanzsystem in den Mittelpunkt. Hätte man vor 10 Jahren 1.000 € in XRP investiert, wären daraus laut Quelle heute rund 221.000 € geworden, was einer Rendite von etwa 22.000 % entspräche.
Zum Vergleich nennt Investing.com Deutsch Bitcoin. Dieselbe Investition hätte im gleichen Zeitraum rund 123.000 € erreicht. Die Quelle betont zugleich, dass neben der historischen Entwicklung insbesondere die künftigen Einsatzmöglichkeiten der Technologie relevant seien.
Die G20 treiben laut Investing.com Deutsch Themen wie Blockchain, Tokenisierung, digitale Vermögenswerte, RWA, DLT und grenzüberschreitende Zahlungen voran. Die G20 repräsentieren laut Quelle rund 85 % der Weltwirtschaft.
Im Rahmen eines BIZ-TechSprint wurden Ripple und Stellar für innovative Lösungen ausgewählt. Gleichzeitig gewinnt der XRP Ledger laut Quelle durch institutionelle Entwicklungen, Tokenisierung und Stablecoins an Bedeutung. Die Analyse behandelt außerdem Ripple, den XRP Ledger, RLUSD, Real World Assets, CBDCs und die Zukunft des globalen Zahlungsverkehrs.
Zusammenfassung: XRP steht im Bericht sowohl für eine außergewöhnliche historische Wertentwicklung als auch für die Diskussion über institutionelle Blockchain-Anwendungen. Im Fokus stehen Tokenisierung, Stablecoins, CBDCs und grenzüberschreitende Zahlungen.
UN plant Expertengremium für Blockchain-Recht und Regulierung
Die Vereinten Nationen sollen ein Legal & Regulatory Expert Council für Blockchain-Technologie erhalten. Wie Börse Express unter Berufung auf BeInCrypto berichtet, wurde die Gründung des Gremiums in Kooperation mit der Government Blockchain Association am 2. September 2026 bekannt gegeben.
Der Rat soll seine Arbeit direkt im Hauptquartier der Vereinten Nationen aufnehmen. Vorgesehen ist eine zentrale Plattform, auf der rechtliche und regulatorische Standards für Blockchain-Technologie diskutiert werden.
Das Gremium soll Fachleute aus Recht, Regulierung und Technologie zusammenführen. Es soll globale Herausforderungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten und dezentralen Technologien behandeln und zwischen staatlichen Interessen sowie Anforderungen der Privatwirtschaft vermitteln.
Begleitend wurde der Gipfel „Future of Money, Governance & Law“ angekündigt. Die Veranstaltung soll vom 29. September bis zum 2. Oktober 2026 in Washington D.C. und New York City stattfinden und als erste operative Plattform des Rates dienen.
Im Mittelpunkt stehen die Transformation des Finanzsystems, neue Formen digitaler Regierungsführung und die Weiterentwicklung bestehender Rechtsnormen. Als Redner wurden unter anderem Charles Hoskinson, Gründer von Cardano, sowie Robin Cook von Coinbase bestätigt.
Der Rat könnte laut Börse Express eine koordinierende Funktion bei Anlegerschutz, Geldwäscheprävention und der rechtlichen Einordnung von Smart Contracts übernehmen. Hintergrund sind weltweit unterschiedliche regulatorische Ansätze.
Zusammenfassung: Das geplante UN-Gremium soll internationale Expertise zu Blockchain-Recht und Regulierung bündeln. Der erste operative Schwerpunkt liegt auf dem Gipfel vom 29. September bis zum 2. Oktober 2026.
DEX-Volumen wächst massiv, während sich Liquidität auf mehrere Netzwerke verteilt
Das Handelsvolumen auf dezentralen Börsen stieg laut BeInCrypto von 2019 bis 2025 um etwa das 9.260-Fache auf 4,7 Billionen USD. Im Jahr 2026 schwächte sich die Aktivität auf 1,63 Billionen USD im bisherigen Jahresverlauf ab.
Die Liquidität verteilt sich zunehmend über mehrere Blockchains, Protokolle und Börsen. Laut Quelle bietet keine Plattform dauerhaft den besten Kurs. Der von SwapSpace veröffentlichte Bericht „State of Crypto Swaps 2026“ zeigt, dass 90,12% der Nutzer im Jahr 2026 mit mehr als einer Blockchain interagierten.
| Jahr | Anteil der Nutzer mit Interaktion mit mehr als einer Blockchain |
|---|---|
| 2022 bis 2026 | 72,50% bis 93,66% |
| 2024 | 72,50% |
| 2026 | 90,12% |
Auch die Verteilung des globalen DEX-Volumens hat sich verändert. 2021 entfielen auf Ethereum 46,2% und auf die BNB Chain 39,6%. Für 2025 nennt der Bericht 19,3% für Ethereum, 15,3% für die BNB Chain, 33,3% für Solana und 32,1% für andere Blockchains.
| Blockchain | Anteil am globalen DEX-Volumen 2021 | Anteil am globalen DEX-Volumen 2025 |
|---|---|---|
| Ethereum | 46,2% | 19,3% |
| BNB Chain | 39,6% | 15,3% |
| Solana | – | 33,3% |
| Andere Blockchains | – | 32,1% |
Die Fragmentierung setzt sich auf der Ebene der Protokolle fort. DeFiLlama verfolgt laut Bericht rund 1.950 Protokolle auf Ethereum, mehr als 1.200 auf der BNB Chain und jeweils mehr als 1.000 auf Arbitrum sowie Base.
Für Nutzer entstehen dadurch mehrere Ausführungsebenen. Sie müssen nicht nur zwischen Blockchains wählen, sondern innerhalb eines Netzwerks auch zwischen Protokollen, Pools und Liquiditätsquellen.
Zentrale Börsen wickeln weiterhin den Großteil des Spothandels ab. DEXes gewinnen unter anderem bei Perpetual Futures an Bedeutung. Dadurch entsteht ein hybrider Markt, in dem Trader abhängig von Liquidität, Vermögensverfügbarkeit, Transaktionsgröße und Marktlage zwischen zentralisierten und dezentralen Handelsplätzen wechseln.
Der beste Kurs war für 61,86% der Befragten wichtig. 52,51% nannten den Zugang zu mehreren Blockchains und 39,91% die Unterstützung seltener Token. Bei Krypto-nativen Power-Usern legten 97% Wert auf Zugang zu mehreren Blockchains, 91% auf den besten Kurs und 87% auf seltene Token.
Bei Tradern und geschäftlichen Nutzern achteten 88% auf den besten Kurs, 61% auf den Zugang zu mehreren Blockchains und 52% auf seltene Token. Bei allgemeinen Mainstream-Nutzern schätzten 76% sowohl den besten Kurs als auch den Zugang zu mehreren Blockchains.
Die Anbieterwahl blieb laut Quelle flexibel. Von Nutzern, die mindestens zwei Tauschvorgänge durchgeführt hatten, wählten 70% beim nächsten Swap einen anderen Liquiditätsanbieter; 30% kehrten zum selben Anbieter zurück.
Als mögliche Reaktion auf die fragmentierte Marktstruktur beschreibt BeInCrypto die intent-basierte Ausführung. Nutzer geben dabei ihr Ziel vor, während Systeme im Hintergrund Börse, Blockchain und Ausführungsroute auswählen. Genannt werden UniswapX, 1inch Fusion und NEAR Intents.
Zusammenfassung: Der DEX-Markt ist stark gewachsen, verteilt sich aber zunehmend über verschiedene Netzwerke und Protokolle. Nutzer achten besonders auf Kurse und Multi-Chain-Zugang; 70% der wiederkehrenden Nutzer wechselten beim nächsten Swap den Liquiditätsanbieter.
FAB und Citi testen Live-Zahlungen über den Swift-Ledger
Die First Abu Dhabi Bank, FAB, und Citi haben laut AD HOC NEWS erstmals Live-Transaktionen in US-Dollar mit tokenisierten Einlagen abgeschlossen. Die Abwicklung erfolgte über das „Minimum Viable Product“ des neuen Ledgers des Finanznachrichtendienstes Swift.
FAB ist laut Quelle das erste Finanzinstitut im Nahen Osten und in Afrika, das diesen Schritt vollzogen hat. Für Citi markiert die Transaktion ebenfalls eine Premiere, da die Bank als erstes US-Institut Live-Zahlungen auf dem nativen Ledger von Swift verarbeitet habe.
Die tokenisierten Einlagen verblieben während des gesamten Prozesses in den Bilanzen der beteiligten Banken. Die tatsächliche Zahlungsabwicklung erfolgte weiterhin über das etablierte Korrespondenzbankensystem.
Die Live-Transaktionen gehören zu einer Testphase, die von Juli bis Dezember 2026 läuft. Insgesamt nehmen 17 Banken an dem Pilotprojekt teil. Getestet werden soll die Interoperabilität traditioneller Banksysteme mit Distributed-Ledger-Technologien unter realen Bedingungen.
Citi kooperierte neben FAB auch mit der OCBC in Südostasien. Die Bank verfügt über einen 24/7-Clearing-Dienst für US-Dollar, der weltweit mehr als 300 Banken und Kunden bedient. Die Token-Services von Citi verarbeiten laut Quelle bereits ein Volumen von rund 1 Milliarde US-Dollar.
Für FAB ist das Projekt Teil einer längerfristigen Digitalisierungsstrategie. Im Februar 2026 erhielt der Stablecoin der Bank mit der Bezeichnung DDSC die offizielle Genehmigung durch die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate. Im Mai 2026 demonstrierte das Institut eine On-Chain-Transaktion mit einem Volumen von 110 Millionen AED.
Die Pilotphase könnte um weitere Institute aus Singapur erweitert werden. DBS und UOB sollen laut AD HOC NEWS noch im September 2026 in die Swift-Ledger-Pilotphase integriert werden.
Die 17 teilnehmenden Banken wollen die Effizienz grenzüberschreitender Zahlungen steigern und Abwicklungszeiten durch programmierbare Einlagen verkürzen. Zugleich soll die regulatorische Sicherheit des bestehenden Korrespondenzbankensystems erhalten bleiben.
Zusammenfassung: FAB und Citi testen Live-Zahlungen mit tokenisierten US-Dollar-Einlagen über den Swift-Ledger. Die Pilotphase läuft von Juli bis Dezember 2026 und umfasst 17 Banken.
QuFi startet Post-Quanten-Verifizierung für digitale Vermögenswerte
Das auf Post-Quanten-Infrastruktur spezialisierte Unternehmen QuFi Network hat laut Cryptonews.net eine Verifizierungsplattform gestartet. Sie soll digitale Vermögenswerte vor künftigen Bedrohungen durch Quantencomputer schützen, ohne Änderungen an bestehenden Blockchain-Abwicklungsnetzwerken zu erfordern.
Die Plattform trennt Verifizierung und Abwicklung. Ein dezentrales Netzwerk von Nodes validiert Transaktionen vor ihrer Abwicklung auf bestehenden Blockchain-Netzwerken mit Post-Quanten-Kryptografie.
QuFi startete außerdem uBTC als Proof-of-Concept für Bitcoin. Das System läuft derzeit auf Bitcoin Testnet4, verifiziert BTC-Sicherheiten und erzeugt kryptografische Nachweise darüber, wie sich Werte zwischen Abwicklungsumgebungen bewegen. Rücknahmen werden letztlich als standardmäßige Bitcoin-Transaktionen abgewickelt.
Für digitale Signaturen und den sicheren Schlüsselaustausch nutzt die Plattform drei kryptografische Standards: ML-DSA-65, SLH-DSA und ML-KEM-1024. QuFi will mit der externen Verifizierungsschicht den zusätzlichen Speicher-, Bandbreiten- und Rechenaufwand vermeiden, der mit größeren Post-Quanten-Signaturen auf einzelnen Blockchains verbunden sein kann.
Cryptonews.net berichtet über weitere Aktivitäten zur Quantenabwehr. StarkWare testete im August eine quantensichere Bitcoin-Transaktion im Mainnet, ohne einen Fork zu benötigen. Die Transaktion erforderte mehrere Stunden Rechenzeit und kostete ungefähr 150 bis 200 US-Dollar; wegen ihres nicht standardmäßigen Formats musste sie direkt an einen Miner übermittelt werden.
Im selben Monat testeten Banken und Regulierungsbehörden in Europa, dem Nahen Osten und Asien Post-Quanten-Wallets und Onchain-Transfers mit ML-DSA-65. Die Ethereum Foundation strich die Poseidon-Hashfunktion aus ihrer geplanten Post-Quanten-Architektur und setzte stattdessen auf SHA oder BLAKE.
Bitcoin-Entwickler untersuchen außerdem den BIP-SHRINCS-Vorschlag. Das experimentelle Signaturverfahren soll die Größen- und Leistungskosten quantensicherer Signaturen reduzieren. SHRINCS verwendet dafür zustandsbehaftete Signaturen, wodurch Wallets bereits verwendete Signaturschlüssel nachverfolgen müssen.
Der Vorschlag befindet sich laut Quelle noch in einer frühen Entwicklungsphase ohne abgeschlossenen Sicherheitsnachweis. Das Design erhöht die Komplexität und die Zahl potenzieller Fehlerquellen für Nutzer.
Zusammenfassung: QuFi setzt auf eine externe Post-Quanten-Verifizierungsschicht und demonstriert den Ansatz mit uBTC auf Bitcoin Testnet4. Parallel prüfen weitere Projekte und Institutionen quantensichere Signaturen, Wallets und Transaktionen.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklungen markieren einen Übergang von experimentellen Blockchain-Anwendungen zu regulierter, institutioneller Finanzinfrastruktur. Besonders relevant ist die Kombination aus tokenisierten Einlagen, bankaufsichtlicher Einbindung und standardisierter Abwicklung: Sie könnte die Akzeptanz digitaler Vermögenswerte deutlich erhöhen, ohne bestehende Finanzsysteme vollständig zu ersetzen.
Gleichzeitig zeigen die Ausfälle einzelner Netzwerke und die fragmentierte Liquidität, dass Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit und Interoperabilität weiterhin entscheidende Schwachstellen sind. Der langfristige Erfolg wird daher weniger von kurzfristigen Kursbewegungen als von belastbarer Governance, technischer Redundanz und klaren regulatorischen Zuständigkeiten abhängen.
Kernaussage: Die Branche professionalisiert sich sichtbar, muss ihre Infrastruktur aber noch deutlich robuster und interoperabler machen.
Quellen:
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