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Der Kryptomarkt steht zwischen Börsenverlusten, Betrugsfällen und ambitionierten Kurszielen vor einer entscheidenden Phase. Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie stark Bitcoin-Treasury-Unternehmen unter Druck geraten, welche Risiken Experten bei Strategy und Tether sehen und warum dennoch neue Rekordprognosen kursieren.
Bitcoin-Treasury-Unternehmen verlieren laut „Manager Magazin“ massiv an Börsenwert
Das Geschäftsmodell sogenannter Bitcoin-Treasury-Unternehmen gerät laut „Manager Magazin“ zunehmend unter Druck. Diese Firmen nehmen Eigen- und Fremdkapital auf, um professionell Bitcoin und andere Kryptowerte zu erwerben und anzuhäufen. Als Vorbild gilt Strategy des US-Milliardärs Michael Saylor.
Dutzende Unternehmen weltweit hätten in den vergangenen Jahren ihre bisherigen Geschäftstätigkeiten aufgegeben und sich auf Kryptoinvestments konzentriert. Darunter seien Firmen aus der Filmproduktion, dem Einzelhandel, dem E-Zigaretten-Geschäft und dem Bereich Elektrofahrzeuge gewesen. Die Strategie funktioniere jedoch nur, solange die Kryptokurse steigen und dadurch neue Investoren gewonnen werden können.
Nach Angaben des „Manager Magazins“ stieg Bitcoin nach einer Intervention der US-Regierung an den Anleihemärkten zuletzt wieder bis auf 80.000 Dollar. Zuvor war der Kurs von Höchstständen jenseits der 120.000 Dollar aus dem Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Die Aktienkurse der Bitcoin-Unternehmen seien angesichts von Hebelwirkungen durch Fremdkapitaleinsatz teilweise noch stärker gefallen.
| Entwicklung | Wert |
|---|---|
| Börsenwert der 50 größten Bitcoin-Treasury-Firmen seit Mitte des vergangenen Jahres | mehr als 80 Milliarden Dollar gefallen |
| Marktkapitalisierung im Juli 2025 | 150 Milliarden Dollar |
| Marktkapitalisierung heute | 67 Milliarden Dollar |
| Rückgang innerhalb der vergangenen zwölf Monate | 57 Milliarden Dollar |
| Aktien unter dem Kurs vor Ankündigung der Bitcoin-Treasury-Strategie | 43 von 50 |
| Aktien mit einem Kursrückgang von mindestens der Hälfte | 35 |
Viele Unternehmen verkaufen laut dem Bericht ihre Token und kehren zu ihrer früheren Geschäftstätigkeit zurück. Die 50 größten Bitcoin-Besitzer wandelten sich im Juli dieses Jahres von Nettokäufern zu Nettoverkäufern. Daten von BitcoinTreasuries.net zufolge verkauften die Unternehmen im Juli insgesamt 2500 Bitcoins mehr, als sie kauften.
Auch Strategy reduzierte seine Bestände. Das Unternehmen verkaufte laut „Manager Magazin“ zwischen Ende Juni und Mitte August fast 7000 Bitcoin für insgesamt 430 Millionen Dollar. Der Verkauf diente demnach dazu, Liquidität für die Auszahlung der Inhaber verzinster Strategy-Wertpapiere zu schaffen.
„Strategy ist ein börsennotiertes Unternehmen, nicht mein Geldbeutel“, schrieb Michael Saylor auf X.
Kryptoexperte Adam Morgan McCarthy bezeichnete das Geschäftsmodell als von Anfang an zum Scheitern verurteilt und erklärte, der Hype sei vorbei. Eric Benoist von Natixis CIB stellte die Frage, wozu das Ganze diene, und verwies auf die Schwierigkeit, die Kapitalakkumulation zu finanzieren, wenn Investoren nicht das Gesamtbild vermittelt werde.
Infobox: Laut „Manager Magazin“ ist die Marktkapitalisierung der 50 größten Bitcoin-Treasury-Firmen von 150 Milliarden Dollar im Juli 2025 auf 67 Milliarden Dollar heute gefallen. Im Juli verkauften die Unternehmen insgesamt 2500 Bitcoins mehr, als sie kauften.
Rentnerin verliert 50.000 Euro an Bitcoin-Betrüger – Kurier verurteilt
Eine Frau aus Hanau verlor laut „HNA“ insgesamt 50.000 Euro an Krypto-Betrüger. Darin enthalten war ein Kredit über 25.000 Euro, den sie bei ihrer Bank aufnahm und an die Betrüger überwies.
Die Frau war im Internet auf eine Seite gestoßen, auf der Kryptowährungen wie Bitcoins und hohe Gewinnmargen beworben wurden. Zunächst zahlte sie 250 Euro als Gebühr. Danach überwies sie 3.000 Euro und 5.000 Euro auf Konten in Litauen oder anderswo.
Auf der Internetseite wurde ihr laut „HNA“ ein steigender Kontostand angezeigt. Dieser habe schließlich 260.000 Euro betragen. Die angeblichen Gewinne seien in Bitcoins umgewandelt worden, doch das dazugehörige Zertifikat erwies sich als wertlos.
Zu einer weiteren Geldübergabe kam es auf einem Parkplatz an der Steinheimer Vorstadt. Die Frau übergab einem unbekannten Mann mit Kapuze einen Umschlag mit 15.000 Euro in bar.
Ihre Tochter stoppte die weiteren Zahlungen und meldete den Fall dem Betrugskommissariat der Hanauer Kripo. Bei einem weiteren vereinbarten Termin am 23. März erschien statt des Opfers eine junge Frau gemeinsam mit Kollegen und einem Paar Handschellen. Der als „John Wick“ angekündigte Abholer wurde festgenommen.
Der Mann heißt laut „HNA“ L., stammt aus der Ukraine und hat einen Wohnsitz in Polen. Er arbeitet als Taxifahrer und hatte sich tatsächlich bei einer Firma als Kurierfahrer beworben. Für die Abholung seien ihm drei Prozent Provision versprochen worden.
Das Gericht sah in L. einen sogenannten Wegwerfkurier und keinen Teil der Bande. Die Richterin nahm ihm jedoch nicht ab, unmittelbar vor dem Kurierauftrag nichts von illegalen Geschäften gewusst zu haben.
„Das glaube ich Ihnen nicht“, sagte Richterin Kristina Rechmann laut „HNA“.
Der Kurier wurde wegen Beihilfe zum Betrug zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Als Bewährungsauflage erhielt er eine amtliche Grenzüberschrittsbescheinigung, die einer Ausweisung gleichkommt. Er sollte das Formular an der deutsch-polnischen Grenze bei der Bundespolizei abgeben und nicht mehr in die Bundesrepublik einreisen.
Die betroffene Frau blieb mit einem Berg von Schulden zurück. Sie erklärte, sie habe das Geld abgeschrieben, wolle aber andere Menschen warnen, damit es ihnen nicht ebenso ergehe.
Infobox: Die Frau verlor 50.000 Euro, darunter 25.000 Euro aus einem Kredit und 15.000 Euro bei einer Bargeldübergabe. Der Kurier erhielt eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung und wurde ausgewiesen.
WirtschaftsWoche: Bitcoin-Kritiker warnt vor Risiken für Kryptosystem und Gesellschaft
Co-Pierre Georg, Leiter des Centre for Digital Economics der Frankfurt School of Finance, äußert sich in der „WirtschaftsWoche“ kritisch zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Georg erklärte, er sei zunächst skeptisch gewesen, habe seinen Blick auf Bitcoin aber mit zunehmender Beschäftigung weiter verschärft.
Als eines der Risiken nennt Georg das US-Unternehmen Strategy, das in den vergangenen Jahren massiv Bitcoin gekauft habe. Das Modell sei lange gut gelaufen, sei jedoch ins Stocken geraten, als der Kryptomarkt einbrach. Um weiteres Kapital von Anlegern zu erhalten, habe Strategy eine hochverzinsliche Vorzugsaktie ausgegeben.
Die Dividendenrendite liege mittlerweile bei etwa zwölf Prozent. Hohe Zinsen seien bei einer Investition nicht unbedingt positiv, sondern vor allem ein Zeichen für hohes Risiko, erklärte Georg gegenüber der „WirtschaftsWoche“.
Strategy habe zuletzt wiederholt Bitcoin verkauft, um den Druck abzufedern. Georg sieht jedoch vor allem einen möglichen konstanten Verkaufsdruck als Problem. Der Indexanbieter MSCI prüfe, ob Unternehmen wie Strategy aus vielen ETFs ausgeschlossen werden könnten. In diesem Fall würde der mechanische Kaufdruck wegfallen.
Georg glaubt nicht, dass Strategy schnell pleitegeht. Sollten sich die Kurse jedoch nicht stabilisieren, könnten die rund 840.000 Bitcoin des Unternehmens nach und nach auf den Markt kommen.
Als weiteres Risiko nennt Georg Tether, den größten Emittenten von Stablecoins. Stablecoins sind an den Wert einer Fiatwährung wie den Dollar gekoppelt. Nach seiner Einschätzung werde nur ein sehr kleiner Anteil des Stablecoin-Volumens für Zahlungen genutzt, während der allergrößte Teil dem Market Making und damit der Liquiditätsversorgung von Kryptobörsen diene.
Sollte Tether die Bindung an den Dollar verlieren, könnten laut Georg auf Kryptobörsen unterschiedliche Preise entstehen. Im Zweifel könnten Börsen Auszahlungen stoppen. Ein solcher Effekt könne weitere Anleger aus dem Markt treiben.
Georg verweist zudem darauf, dass Tether zu lange keine vollständige Wirtschaftsprüfung gehabt habe, die die Anlage der Einlagen bestätige. Eigenen Angaben zufolge machten Bitcoin drei Prozent der Einlagen aus. Etwa drei Viertel der Einlagen lägen in US-Staatsanleihen und Cash.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Alter von Co-Pierre Georg | 44 |
| Dividendenrendite der Strategy-Vorzugsaktie | etwa zwölf Prozent |
| Bitcoin-Bestand von Strategy | rund 840.000 Bitcoin |
| Globales Zahlungsvolumen pro Jahr laut Industriedaten | 700 bis 850 Millionen Dollar |
| Identifizierte Bitcoin-Zahlungen durch Anlagebetrug | 2,6 Milliarden Dollar über drei Jahre |
| Anteil der Krypto-Transaktionen mit kriminellem Bezug laut Chainanalysis | ein Prozent |
| Bitcoin-Anteil an den Tether-Einlagen laut eigenen Angaben | drei Prozent |
| Anteil der Tether-Einlagen in US-Staatsanleihen und Cash | etwa drei Viertel |
Beim fairen Wert des Bitcoin sei eine Preisangabe schwierig, weil zunächst die tatsächliche Nutzung betrachtet werden müsse. Georg kritisiert außerdem die Aussage, nur ein Prozent aller Krypto-Transaktionen hätten einen kriminellen Bezug. Bei dieser Berechnung würden auch Market Making und andere technische Transaktionen einbezogen.
Bitcoin habe als Zahlungsmethode für illegales Glücksspiel begonnen und sei als Zahlungsmittel des Darknets groß geworden. Nach aktueller Forschung werde Bitcoin weiterhin in großem Umfang für Verbrechen genutzt. Wer heute Bitcoin und andere Kryptowährungen kaufe, stelle aus seiner Sicht Liquidität für diese illegalen Zahlungen zur Verfügung.
„Wer Bitcoin kauft, stellt aus meiner Sicht Liquidität für diese illegalen Zahlungen zur Verfügung“, sagte Co-Pierre Georg laut „WirtschaftsWoche“.
Infobox: Co-Pierre Georg nennt Strategy und Tether als zentrale Risiken. Er verweist auf rund 840.000 Bitcoin bei Strategy, eine Dividendenrendite von etwa zwölf Prozent und ein globales Zahlungsvolumen von 700 bis 850 Millionen Dollar pro Jahr.
Wallstreet Online kündigt Bitcoin Group-Hauptversammlung für den 28.08.2026 an
Wallstreet Online führt für Freitag, den 28.08.2026, mehrere Unternehmens- und Konjunkturtermine auf. Für den Kryptosektor steht insbesondere die Hauptversammlung der Bitcoin Group im Kalender.
Die Bitcoin Group-Hauptversammlung ist für 10:00 Uhr angesetzt. Ebenfalls um 10:00 Uhr findet laut Wallstreet Online die Hauptversammlung von MPC Capital statt, während für Bertelsmann um 08:30 Uhr Halbjahreszahlen in Gütersloh angekündigt sind. Für die LBBW werden Halbjahreszahlen genannt, ohne dass in der Übersicht eine Uhrzeit angegeben wird.
| Unternehmen | Termin | Uhrzeit |
|---|---|---|
| Bertelsmann | Halbjahreszahlen, Gütersloh | 08:30 Uhr |
| Bitcoin Group | Hauptversammlung | 10:00 Uhr |
| MPC Capital | Hauptversammlung | 10:00 Uhr |
| LBBW | Halbjahreszahlen | keine Uhrzeit angegeben |
Im weiteren Tagesverlauf stehen zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. Genannt werden unter anderem Verbraucherpreise und Arbeitslosenquote in Japan, das Bruttoinlandsprodukt in Finnland und Schweden, Arbeitsmarktdaten aus Deutschland sowie Wirtschafts- und Verbrauchervertrauen in der Europäischen Union.
Für die USA nennt Wallstreet Online den MNI Chicago PMI um 15:45 Uhr und das endgültige Verbrauchervertrauen der Universität Michigan um 16:00 Uhr. Ebenfalls um 16:00 Uhr sind das Jackson Hole Symposium, eine Rede von Fed-Chef Warsh, eine Benchmark-Revision der Arbeitsmarktdaten sowie Erwartungen zur Verbraucherpreisinflation aufgeführt.
Infobox: Die Hauptversammlung der Bitcoin Group ist laut Wallstreet Online am 28.08.2026 um 10:00 Uhr angesetzt. Der Tagesausblick umfasst außerdem Daten aus Japan, Europa, Deutschland und den USA.
Bernstein erwartet Bitcoin-Kurs von 125.000 US-Dollar bis Ende 2026
Das Researchhaus Bernstein erwartet laut BTC-ECHO, dass Bitcoin bis Ende 2026 einen Kurs von 125.000 US-Dollar erreichen könnte. Die Prognose kommt nach einer längeren Schwächephase, in der sich laut Bericht wieder optimistischere Kursziele verbreiten.
Für 2029 nennt Bernstein im Basisszenario einen Bitcoin-Kurs von 300.000 US-Dollar. Darüber hinaus halten die Researcher laut BTC-ECHO Kurse von bis zu 500.000 US-Dollar für möglich.
| Zeitraum | Prognose |
|---|---|
| Ende 2026 | 125.000 US-Dollar |
| 2029, Basisszenario | 300.000 US-Dollar |
| 2029, mögliches Kursniveau | bis zu 500.000 US-Dollar |
BTC-ECHO weist darauf hin, dass die genannten Inhalte keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen seien. Der Erwerb von Wertpapieren oder Kryptowährungen berge das Risiko eines Totalverlusts des eingesetzten Kapitals.
Infobox: Bernstein sieht Bitcoin laut BTC-ECHO bei 125.000 US-Dollar bis Ende 2026. Für 2029 nennt das Researchhaus im Basisszenario 300.000 US-Dollar und hält Kurse von bis zu 500.000 US-Dollar für möglich.
Bitcoin fällt laut Börse Online trotz Nvidia-Rallye unter 79.000 Dollar
Der deutsche Aktienmarkt wurde laut „Börse Online“ am Donnerstag von überzeugenden Geschäftszahlen aus dem US-Technologiesektor gestützt. Nvidia, Salesforce und CrowdStrike hätten die Anleger positiv überrascht, während der Bitcoin trotz der Technologie-Rallye leicht nachgab.
Der DAX lag im frühen Handel mit 0,09 Prozent im Plus bei 26.310 Punkten. Der MDAX stieg um 0,34 Prozent auf 32.631 Punkte. Der EuroStoxx 50 notierte knapp im Plus.
| Marktwert | Entwicklung |
|---|---|
| DAX | plus 0,09 Prozent auf 26.310 Punkte |
| MDAX | plus 0,34 Prozent auf 32.631 Punkte |
| Infineon | plus 2,4 Prozent |
| Aixtron | plus 3,8 Prozent |
| SAP | plus 0,9 Prozent |
| Bilfinger | plus 3,3 Prozent |
| Salesforce, außerbörslich in den USA | plus 13,7 Prozent |
| CrowdStrike, außerbörslich in den USA | plus 9,2 Prozent |
Bitcoin notierte laut „Börse Online“ wieder unter 79.000 Dollar. Die Wochenbilanz blieb dennoch bei einem Plus von rund 13 Prozent. Anleger richteten ihre Aufmerksamkeit auf das Notenbanker-Symposium in Jackson Hole und die erwarteten Aussagen zur US-Geldpolitik.
Nvidia übertraf mit 96,2 Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal die Erwartungen. Für das Folgequartal stellte das Unternehmen 108 Milliarden Dollar in Aussicht. Die positiven Nvidia-Zahlen sorgten außerdem bei Halbleiterwerten und Unternehmen mit Bezug zum KI-Boom für Unterstützung.
Die UBS hält laut „Börse Online“ am allgemeinen Wachstumstrend im KI-Bereich fest und sieht diesen weiterhin als wesentlichen Treiber für den positiven Marktausblick. Gleichzeitig rückten weitere Unternehmensnachrichten in den Fokus, darunter die Hochstufung von Bilfinger durch die UBS auf „Buy“ sowie die Entwicklung bei Asta Energy.
Die Aktien von Asta Energy Solutions stiegen auf Tradegate vorbörslich um 5,5 Prozent zum Xetra-Schluss. Das Unternehmen bestätigte nach Halbjahreszahlen den erst kürzlich angehobenen Ausblick. Die Nachfrage aus dem Energiesektor und neue Langzeitverträge mit Siemens Energy und Andritz sorgten laut Bericht für Unterstützung.
Der Kurs von Asta Energy war zuvor deutlich zurückgegangen. Nach einem Rekordhoch von über 78 Euro im Juni lag der Kurs am Vortag bei 49,60 Euro und damit auf dem tiefsten Stand seit Ende April.
Infobox: Bitcoin fiel trotz der Nvidia-Rallye unter 79.000 Dollar, während die Wochenbilanz bei rund 13 Prozent Plus lag. Nvidia meldete 96,2 Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal und stellte 108 Milliarden Dollar für das Folgequartal in Aussicht.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklung zeigt, dass Bitcoin-Treasury-Modelle bei hoher Fremdfinanzierung besonders verwundbar sind. Fallen Kurse und Kapitalzuflüsse gleichzeitig, kann aus einem Kaufprogramm rasch ein Liquiditätsproblem werden. Für Anleger steigt damit die Bedeutung von Verschuldung, Auszahlungsverpflichtungen und tatsächlicher operativer Ertragskraft gegenüber bloßen Bitcoin-Beständen.
Kernaussage: Bitcoin-Bestände allein sind kein tragfähiges Geschäftsmodell; entscheidend ist die finanzielle Stabilität in fallenden Märkten.
Einschätzung der Redaktion
Der Betrugsfall verdeutlicht, dass nicht die technische Komplexität von Kryptowährungen, sondern psychologischer Druck und vermeintliche Gewinnversprechen den zentralen Angriffsvektor bilden. Angezeigte Kontostände und Zertifikate schaffen dabei eine künstliche Sicherheit. Besonders kritisch ist die Kreditaufnahme für angebliche Renditechancen, weil sie den finanziellen Schaden über das ursprünglich eingesetzte Vermögen hinaus vergrößert.
Kernaussage: Garantierte oder außergewöhnlich hohe Kryptogewinne sind ein starkes Warnsignal; zusätzliche Kredite erhöhen das Betrugsrisiko dramatisch.
Einschätzung der Redaktion
Die angesprochenen Risiken betreffen nicht nur einzelne Unternehmen, sondern mögliche Kettenreaktionen im Kryptomarkt. Verkäufe großer Bitcoin-Bestände, der Wegfall automatischer ETF-Nachfrage oder eine Vertrauenskrise bei Stablecoins könnten Liquidität gleichzeitig verknappen. Zwar ist ein unmittelbarer Zusammenbruch einzelner Marktteilnehmer nicht zwangsläufig, doch die starke Abhängigkeit von Vertrauen macht das System anfällig für abrupte Umschwünge.
Kernaussage: Die größte Gefahr liegt in einer Vertrauens- und Liquiditätsspirale, nicht in einer einzelnen Kursbewegung.
Einschätzung der Redaktion
Die Hauptversammlung ist vor allem deshalb relevant, weil Anleger dort Hinweise zur strategischen Ausrichtung, Kapitalverwendung und Risikosteuerung der Bitcoin Group erhalten können. In einem Umfeld stark schwankender Kryptowerte dürfte weniger die kurzfristige Kursentwicklung als die Belastbarkeit des Geschäftsmodells im Mittelpunkt stehen.
Kernaussage: Der Termin bietet eine wichtige Gelegenheit, die operative und finanzielle Widerstandsfähigkeit des Unternehmens zu bewerten.
Einschätzung der Redaktion
Das Kursziel von 125.000 US-Dollar bis Ende 2026 unterstreicht den anhaltenden Optimismus institutioneller Marktbeobachter, bleibt aber eine Szenarioannahme und keine belastbare Erwartung. Die Prognose sollte daher nicht isoliert betrachtet werden: Je höher das Ziel, desto größer ist regelmäßig die Abhängigkeit von Liquidität, Regulierung und anhaltender Nachfrage.
Kernaussage: Hohe Kursziele können Orientierung geben, rechtfertigen aber keine risikoblinde Anlageentscheidung.
Einschätzung der Redaktion
Die unterschiedliche Reaktion von Aktienmarkt und Bitcoin zeigt, dass Kryptowährungen kurzfristig nicht automatisch als gleichwertiger Bestandteil des Technologiethemas behandelt werden. Selbst starke Impulse aus dem KI- und Halbleitersektor garantieren keine Unterstützung für Bitcoin. Geldpolitik und Liquidität bleiben für den Kryptomarkt offenbar eigenständige, dominierende Einflussfaktoren.
Kernaussage: Eine Technologie-Rallye reicht nicht aus, um Bitcoin dauerhaft zu stabilisieren; makroökonomische Erwartungen bleiben entscheidend.
Quellen:
- Bitcoin-Treasury-Firmen verlieren 80 Milliarden Dollar an Wert
- Rentnerin verliert 50.000 Euro an Bitcoin-Betrüger – Kurier verurteilt und ausgewiesen
- „Wer Bitcoin kauft, stellt Liquidität für illegale Zahlungen zur Verfügung“
- Alle Analysten-Augen auf: Bertelsmann, Bitcoin Group, MPC Capital und LBBW
- Bitcoin vor der Rallye? So hoch könnte BTC 2026 noch steigen
- DAX im Aufwind - Salesforce, CrowdStrike, Bitcoin, China, Musk, Asta Energy, Bilfinger, Nemetschek

















