Bitcoin Reward Halving sorgt für massiven Anstieg bei Hash Raten

Bitcoin Reward Halving sorgt für massiven Anstieg bei Hash Raten

Die im Bitcoin-Netzwerk gemessene Hash Rate hat ein neues Allzeithoch erreicht. Aufgrund des bevorstehenden Halvings und auch des steigenden Preises fühlen sich immer mehr Menschen angesprochen, nun ihr Geld in den Bitcoin zu investieren – oder besser gesagt als Miner zu fungieren, die sodann Bitcoins schürfen. Eine Entwicklung, die dem Bitcoin ausgesprochen gut tut, da so das Netzwerk an Sicherheit gewinnt.

Hash Rate ist höher als im Rekordjahr 2017

All jene, die noch immer an der Incentivierungsstruktur des Bitcoin zweifeln, sollten sich nun mit der Hash Rate auseinandersetzen. Ausgesprochen starke Kursanstiege, wie sie in den letzten Wochen zu sehen waren, haben am Ende nämlich dafür gesorgt, dass neue Miner angelockt wurden. Somit ist es auch keine Überraschung, dass die Hash Rate, also die im Bitcoin-Netzwerk zusammengetragene Rechenkapazität, ein neues Allzeithoch erreichen konnte.

Am 25. Juni lag die Hash Rate bei 66 Millionen TH/s. Blickt man zurück auf den Dezember 2017, als der Bitcoin an der 20.000 US Dollar-Grenze kratzte, lag die Hash Rate bei 55 Millionen TH/s. Somit ist die heutige Rechnerleistung um rund 20 Prozent höher als zum Bitcoin-Allzeithoch; aktuell liegt der Bitcoin rund 35 Prozent unter seinem Ende 2017 aufgestellten Rekord.

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Hardwarehersteller freuen sich über höhere Nachfrage

Höhere Kurse sorgen dafür, dass sich mehr Miner finden, die dann neue Geräte an das Netz schalten, um so Bitcoins schürfen zu können. Denn wer dann Coins bekommt, der darf sich über einen recht hohen Gewinn freuen. Der Marktmechanismus ist übrigens nicht neu: Eine höhere Nachfrage, also steigende Kurse, haben schon immer für eine angebotsseitige Reaktion gesorgt – so auch, wenn man sich mit dem Rohstoff Gold befasst. Steigt nämlich der Goldpreis, so steigern die Goldminen in weiterer Folge ihre Bemühungen, noch mehr Gold zu finden, sodass die immer größer werdende Nachfrage auch bedient werden kann.

Mit jedem Bullenrun kommen sodann mehr Miner in das Netzwerk. Jedoch kommt es hier nicht zur Inflationierung der Geldmenge, sondern zur Erhöhung der Sicherheit. Denn mit jedem Terahash Rechenkapazität mehr, das in das Netzwerk gespeist wird, erhöht sich sodann die Unveränderlichkeit des Konsenses über die durchgeführten Transaktionen. Somit handelt es sich hier um eine Art Rückkopplungsschleife aus funktionstüchtigen Anreizen, die wohl auch der Grund ist, warum der Bitcoin in naher Zukunft gar nicht erst von der Bildoberfläche verschwinden kann.

Wer hier also einen Blick hinter die Kulissen geworfen hat, der wird auch nicht überrascht sein, dass die großen Hardwarehersteller, so beispielsweise Canaan Creative, erste Probleme haben, wenn es darum geht, den Bestellungen nachzukommen. „Die Lagerbestände sind zurückgegangen, die Nachfrage aber noch immer hoch“, so Steven Mosher von Canaan Creative.

2020 gibt es nur noch 6,25 statt 12,5 Bitcoin/Block

Auch wenn es viele Marktbeobachter gibt, die der Meinung sind, der Handelsstreit zwischen den USA und China und auch Libra, die neue Facebook-Währung, sind für den Höhenflug des Bitcoin hauptverantwortlich, so sind das zwar durchaus positive Aspekte, jedoch scheint das „Halving“ der Hauptgrund für die Preisexplosion zu sein. Die nächste Halbierung wird für das Jahr 2020 erwartet. Dann bekommen die Miner nur noch 6,25 Bitcoin/Block – aktuell sind es 12,5 Bitcoin/Block.

Bei dem sogenannten „Halving“ handelt es sich um einen von der Software bestimmten Prozess, der nach rund 210.000 geschürften Coins, somit nach rund vier Jahren, beobachtet werden kann. Gibt es 210.000 neue Coins, so kommt es zur Halbierung.

Höhenflug hält an: Bitcoin liegt bereits bei 13.000 US Dollar

In den letzten sechs Monaten ist der Kurs des Bitcoin um unglaubliche 120 Prozent gestiegen. Zu Beginn des Jahres befand sich die Kryptowährung im Bereich der 3.500 US Dollar – im April übersprang der Bitcoin dann die 5.000 US Dollar-Hürde.

Mitte Juni schoss der Bitcoin dann auf über 10.000 US Dollar und kratzte am 26. Juni sogar an der 14.000 US Dollar-Marke. Nach einer kurzen Korrektur scheint nun der Höhenflug aber wieder weiterzugehen; Experten gehen sogar davon aus, dass noch in diesem Jahr die magische 20.000 US Dollar-Hürde fallen wird und somit ein neues Allzeithoch aufgestellt werden könnte.

Bilder:
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