Bitcoin Mining Industry "Unter erheblicher Belastung", 1,3 Millionen Geräte abgeschaltet
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Bitcoin Mining Industry “Unter erheblicher Belastung”, 1,3 Millionen Geräte abgeschaltet

Bis zuletzt stieg die Hash-Rate des Bitcoin (BTC)-Netzwerkes trotz des drastischen Preisrückgangs stetig weiter an. Seit einigen Wochen nimmt diese jedoch wieder spürbar ab. Die Industrie steht unter erheblichem Druck. Mehr als 1,3 Millionen Mining-Geräte wurden heruntergefahren.

Die Hash-Rate des Bitcoin (BTC)-Netzwerkes sinkt – ist sie noch stabil?

Anfang Dezember 2018 fiel die so genannte “Difficulty” zum Minen von Bitcoin, welche sich alle 2.016 Blöcke in einem Intervall von etwa zwei Wochen regelmäßig anpasst, um 15,1 Prozent. Damit hat das Bitcoin-Netzwerk seit dem Start 2009 den zweitgrößten Rückgang der Hash-Rate und den größten seit Oktober 2011 erlitten.

Einige Experten deuten den Einbruch der Hash-Rate als ein langsames Sterben des Bitcoin (BTC)-Netzwerkes. Anderen zufolge zeige es zwar, dass Betreiber von Mining-Geräten durch die höheren Kosten und kleineren Gewinnmargen im Moment stark unter Druck stehen – ein endgültiges Ende von Bitcoin sei jedoch nicht in Sicht. Es ist verständlich, dass vor allem viele Mining-Neueinsteiger enttäuscht über das Herunterfahren ihrer Geräte sind.

Laut BitMEX Research ist die Bitcoin-Hash-Rate seit Anfang November um mehr als 31 Prozent gesunken. Das entspricht einer Rechenleistung von rund 1,3 Millionen S9-Antminern von Bimain.

CCN berichtete zuvor, dass der Miner-Overhead zwar je nach Betriebsgröße, Energiekosten und anderen Faktoren stark variiert, der Marktrückgang jedoch die Veralterung älterer Minermodelle wie der Antminer S7 beschleunigt hatte, die für die meisten Anwender heute kaum mehr als teure Briefbeschwerer sind.

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Miner-Einnahmen fallen schneller als Bitcoin-Preis

Bemerkenswert ist, dass der jüngste Marktverkauf die Miner noch mehr geschädigt hat als gewöhnliche Investoren. BitMEX Research schätzt, dass die kumulierten Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining Anfang Dezember auf 6 Millionen Dollar pro Tag gesunken sind, verglichen mit 13 Millionen Dollar Anfang November, und damit den bereits starken Rückgang des Bitcoin-Preises übertroffen haben.”

Der Grund dafür ist, dass, da sich die Netzwerkprobleme nicht in Echtzeit, sondern in festgelegten Intervallen anpassen, ein Hash-Ratenabfall die Anzahl der gefundenen Blöcke bis zum Beginn der nächsten Schwierigkeitsanpassung reduziert.

Wie im Bericht erläutert:

“In dem Sechstagezeitraum bis zum 3. Dezember wurden 21,8% weniger Blöcke gefunden als die erwarteten 144 pro Tag, da die Miner das Netz vor der Schwierigkeitsanpassung verließen, was dazu führte, dass weniger Blöcke gefunden wurden. Daher sind die Anreize für das Schürfen kurzfristig um 21,8 % gesunken, zusätzlich zu den Auswirkungen des Preisverfalls.”

An dieser Stelle schätzt BitMEX Research, dass fast alle Kryptowährungsminer – unabhängig von Größe und Gemeinkosten – mit einem Verlust arbeiten, obwohl einige von ihnen Gewinne abgesichert oder zumindest Verluste durch eine Kurzschließung des Bitcoin-Preises das ganze Jahr über ausgeglichen haben könnten.

Keine “Todesspirale”

Nach Ansicht einiger Analysten bedeutet dies wahrscheinlich, dass Bitcoin in den äußeren Ring einer “Todesspirale” eingetreten ist, in der es einen Teufelskreis von Minern erträgt, die ihre Maschinen ausschalten, bevor sich die Schwierigkeit verringern kann, wodurch das Netzwerk daran gehindert wird, Blöcke in regelmäßigen Abständen von 10 Minuten zu verarbeiten und das Intervall zwischen den Schwierigkeitsstufen weiter zu verlängern.

Glücklicherweise, wie Andreas Antonopoulos kürzlich erklärte, tragen diese ominösen Vorhersagen nicht dazu bei, dass die meisten Miner stark in die Kryptowährungsindustrie investiert haben und daher mit einer langfristigen Perspektive arbeiten, die erkennt, dass sie möglicherweise vorübergehend mit Verlust abbauen müssen, um in Zukunft höhere Gewinne zu erzielen.

“Ein Teil des Grundes, der unwahrscheinlich ist, ist, dass Miner eine viel langfristigere Perspektive haben, was bedeutet, dass sie bestehende Investitionen in Ausrüstung haben und sie normalerweise Strom nach langfristigen Plänen kaufen, sie bezahlen ihn nicht bis zur Woche.

“Und deshalb, wenn sie warten müssen, um weitere drei Monate profitabel zu werden, und sie die Ausrüstung an Ort und Stelle haben, schalten sie sie nicht aus.”

 

Die aktuellen Kämpfe der Miner dürften daher keine langfristigen Auswirkungen auf Bitcoin selbst haben, was den einzelnen Kryptowährungsunternehmen, die in dieser zunehmend felsigen Landschaft zurechtkommen müssen, jedoch nicht die Arbeit erleichtert.

Quellenangaben:
Bildquelle: Pixabay

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