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XRP steht an einem entscheidenden Punkt: Während der Kurs um die Dollarmarke kämpft, bremsen regulatorische Unsicherheit, schwache ETF-Zuflüsse und strukturelle Fragen zur künftigen Rolle des Tokens die Erholung. Der Pressespiegel zeigt, welche Marken, Marktimpulse und Entwicklungen nun über die weitere Richtung von XRP entscheiden könnten.
XRP zwischen 1,03 Dollar, regulatorischer Unsicherheit und strukturellen Fragen
Der XRP-Kurs bleibt laut mehreren Berichten von Wallstreet Online unter Druck und konnte von der freundlicheren Entwicklung am Kryptomarkt nicht profitieren. Am 8. August fiel XRP zunächst bis auf 1,01 Dollar und erholte sich anschließend in Richtung 1,04 Dollar. Am 9. August wurde der Kurs laut CoinGecko bei 1,03 Dollar mit einem Plus von 0,40 Prozent innerhalb von 24 Stunden angegeben. Auf Wochensicht stand ein Minus von 2,50 Prozent.
Wallstreet Online ordnet die Schwäche vor allem im politischen Umfeld in Washington ein. Der Mehrheitsführer im Senat reichte den Antrag zur Beendigung der Debatte über den CLARITY Act nicht ein, weshalb eine Abstimmung erst im September realistisch erscheint. In einem weiteren Bericht wird eine Abstimmung frühestens Mitte September erwartet. Damit fehlt aus Sicht der Berichte der regulatorische Impuls, auf den viele XRP-Anleger seit Monaten warten.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| XRP-Kurs am 9. August | 1,03 Dollar |
| Veränderung in 24 Stunden | Plus von 0,40 Prozent |
| Veränderung auf Wochensicht | Minus von 2,50 Prozent |
| Marktkapitalisierung | 64,69 Milliarden Dollar |
| Rang nach Marktkapitalisierung | Rang sechs |
| Handelsvolumen | rund 706 Millionen Dollar |
| Veränderung des Handelsvolumens | Minus von 54,40 Prozent |
| Rekordhoch | 3,65 Dollar |
Zusammenfassung: XRP verteidigt die Dollarmarke, bleibt aber gegenüber anderen großen Kryptowährungen zurück. Als zentrale Unsicherheit gilt die mögliche Verschiebung des CLARITY Act auf September.
XRP verpasst die Erholung von Bitcoin und Ethereum
Ein weiterer Bericht von Wallstreet Online stellt XRP dem Verhalten von Bitcoin und Ethereum gegenüber. Während Bitcoin vor den US-Inflationsdaten zulegte, verlor XRP am Montagvormittag 0,35 Prozent und notierte bei 1,03 US-Dollar. Auf Wochensicht summierte sich das XRP-Minus auf 2,93 Prozent.
Bitcoin stieg dem Bericht zufolge um 0,58 Prozent auf 65.188 US-Dollar und lag damit innerhalb einer Woche 4,16 Prozent im Plus. Ethereum gewann 0,45 Prozent auf 1.925 US-Dollar und kam auf ein Wochenplus von 4,23 Prozent. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen erhöhte sich um 0,32 Prozent auf 2,22 Billionen US-Dollar.
| Vermögenswert | Tagesentwicklung | Kurs | Wochenentwicklung |
|---|---|---|---|
| XRP | Minus von 0,35 Prozent | 1,03 US-Dollar | Minus von 2,93 Prozent |
| Bitcoin | Plus von 0,58 Prozent | 65.188 US-Dollar | Plus von 4,16 Prozent |
| Ethereum | Plus von 0,45 Prozent | 1.925 US-Dollar | Plus von 4,23 Prozent |
Auch die ETF-Zuflüsse konnten XRP nicht entscheidend stabilisieren. Laut SoSoValue verzeichneten XRP-ETFs zwar die vierte Woche in Folge Nettozuflüsse, allerdings brachen diese in der vergangenen Woche um 93 Prozent auf nur noch etwa eine Million US-Dollar ein. Bitcoin- und Ether-Fonds sammelten gleichzeitig Hunderte Millionen US-Dollar ein.
Die Entwicklung beim Canary Capital XRP ETF, kurz XRPC, verdeutlicht laut Wallstreet Online die Belastung durch den Kursrückgang. Die Nettovermögenswerte sanken von 322,82 Millionen US-Dollar Ende 2025 auf 241,17 Millionen US-Dollar zum 30. Juni 2026. XRP verlor im ersten Halbjahr 43,27 Prozent und fiel von 1,84 auf 1,04 US-Dollar. Für den Fonds ergaben sich dadurch nicht realisierte Wertverluste von insgesamt 159,7 Millionen US-Dollar.
Zusammenfassung: XRP blieb hinter Bitcoin und Ethereum zurück, obwohl der Gesamtmarkt zulegte. Gleichzeitig verlangsamten sich die ETF-Zuflüsse deutlich, während die Fondsvermögen und der XRP-Kurs im ersten Halbjahr zurückgingen.
Technisches Bild bleibt angeschlagen
Mehrere der von Wallstreet Online zusammengetragenen Analysen verweisen auf ein schwaches technisches Chartbild. Laut The Cryptonomist lag XRP am unteren Bollinger Band bei 1,01 Dollar. Der 20-Tage-Durchschnitt wurde mit 1,07 Dollar, der 50-Tage-Durchschnitt mit 1,11 Dollar und der 200-Tage-Durchschnitt mit 1,38 Dollar angegeben.
Alle drei Durchschnittswerte fielen, während XRP unter ihnen notierte. Der Tages-RSI lag bei 35,85, der MACD blieb negativ. In einem weiteren Bericht wurden zusätzlich eine Tagesspanne von 1,015 bis 1,041 Dollar am 7. August sowie ein Fear-and-Greed-Index von 30 Punkten genannt.
| Technischer Wert | Angabe |
|---|---|
| Unteres Bollinger Band | 1,01 Dollar |
| 20-Tage-Durchschnitt | 1,07 Dollar |
| 50-Tage-Durchschnitt | 1,11 Dollar |
| 200-Tage-Durchschnitt | 1,38 Dollar |
| Tages-RSI | 35,85 |
| Fear-and-Greed-Index | 30 Punkte |
| Tagesspanne am 7. August | 1,015 bis 1,041 Dollar |
Wallstreet Online verweist außerdem auf vier führende KI-Modelle, die die Dollarmarke als Unterstützung sehen. Die genannte Prognosespanne reicht von 1,05 bis 1,25 Dollar, mit 1,35 Dollar nach oben und 0,90 Dollar nach unten. Als möglicher Auslöser für einen Ausbruch wird ein Überschreiten von 1,20 bis 1,25 Dollar genannt.
Zusammenfassung: Die technischen Indikatoren zeigen laut den Quellen fallende Durchschnittswerte, einen negativen MACD und einen RSI von 35,85. Als wichtige Marken werden 1,01 Dollar, 1,20 bis 1,25 Dollar sowie 1,35 Dollar und 0,90 Dollar genannt.
Grayscale verkauft 103,41 Millionen XRP
FinanzNachrichten.de berichtet über einen umfangreichen Abbau der XRP-Bestände durch den Grayscale XRP Trust. Im ersten Halbjahr 2026 wurden demnach 103,41 Millionen XRP für rund 180,78 Millionen Dollar verkauft. Der Bestand fiel von 122,23 Millionen XRP Ende 2025 auf 55,04 Millionen XRP zum 30. Juni.
Parallel dazu sank das Nettovermögen des Trusts von 223,36 Millionen auf 57,41 Millionen Dollar. Neue Zuflüsse von 36,27 Millionen Token konnten die Abflüsse laut dem Bericht nicht ausgleichen. Trotz des Verkaufs hielt sich der XRP-Kurs am 9. August 2026 bei rund 1,04 Dollar.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Verkaufte XRP | 103,41 Millionen |
| Gegenwert der Verkäufe | rund 180,78 Millionen Dollar |
| Bestand Ende 2025 | 122,23 Millionen XRP |
| Bestand zum 30. Juni | 55,04 Millionen XRP |
| Nettovermögen Ende 2025 | 223,36 Millionen Dollar |
| Nettovermögen zum 30. Juni | 57,41 Millionen Dollar |
| Neue Zuflüsse | 36,27 Millionen Token |
FinanzNachrichten.de verweist gleichzeitig auf neue Anwendungsfälle im XRP-Ökosystem. Laut CoinDesk wurde die verpackte Version von XRP als Sicherheit in einem Kreditpool über 280 Millionen Dollar zugelassen. Dadurch können Halter auf Ethereum den Stablecoin RLUSD leihen, ohne ihre XRP zu verkaufen.
Ripple habe außerdem die Freigabe aus dem Treuhandkonto auf netto 300 Millionen Token begrenzt. Der Marktbericht nennt XRP zu diesem Zeitpunkt mit rund 1,04 Dollar und einer Marktkapitalisierung von etwa 65 Milliarden Dollar. Die Verschiebung des CLARITY Act in den September wird erneut als fehlender Kurstreiber bezeichnet.
Zusammenfassung: Grayscale reduzierte seinen XRP-Bestand deutlich, während gleichzeitig neue Anwendungen für verpacktes XRP und RLUSD beschrieben werden. Der Kurs blieb trotz der Verkäufe bei rund 1,04 Dollar.
Ripple Mint und RLUSD verändern die XRP-Investmentthese
sharedeals.de berichtet über die am 23. Juli vorgestellte Plattform Ripple Mint. Über diese Plattform sollen Banken und Handelsunternehmen RLUSD ausgeben und wieder gegen US-Dollar einlösen können. RLUSD ist an den Wert des US-Dollars gekoppelt und soll institutionellen Marktteilnehmern eine stabilere digitale Abwicklung ermöglichen als ein volatil handelbarer Krypto-Token.
Nach Einschätzung des Krypto-Experten und Finanzbloggers Johnny Rice könnte dadurch die bisherige Verbindung zwischen der Nutzung von Ripple-Technologien und der Nachfrage nach XRP schwächer werden. Die ursprüngliche Investmentthese habe darauf beruht, dass eine zunehmende Nutzung durch Banken und Finanzinstitute automatisch eine größere Nachfrage nach XRP auslöst.
RLUSD verfolgt laut sharedeals.de jedoch einen anderen Ansatz als XRP. Während XRP erheblichen Kursschwankungen unterliegt, soll der Stablecoin seinen Wert möglichst konstant bei einem US-Dollar halten. Für Banken, die Risiken minimieren und Liquidität planbar steuern müssen, könne RLUSD deshalb attraktiver sein.
Rice erwartet vor diesem Hintergrund, dass XRP bis Ende 2027 auf etwa 0,60 Dollar fallen könnte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am 8. August 2026 wurde XRP mit rund 1,04 Dollar angegeben. Zugleich wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine spekulative Prognose handelt und auch zwischenzeitliche kräftige Kursanstiege nicht ausgeschlossen werden.
„wirklich schlechte Idee“
Diese Aussage stammt laut Investing.com Deutsch von Matt Hamilton, dem früheren Developer-Relations-Director bei Ripple, und bezieht sich auf einen Vorschlag zur Erweiterung des XRP Ledgers. Der Vorschlag würde die Möglichkeit schaffen, Dateien direkt in der Blockchain einzubetten.
Das derzeit auf etwa 1 Kilobyte begrenzte Memo-Feld soll dem Bericht zufolge um das 1.200-Fache auf rund 1,3 Megabyte vergrößert werden. Befürworter wie Vet von der XRPL Foundation argumentieren, dass Nutzer Inhalte speichern können sollten, wenn sie bereit sind, die dafür anfallende Gebühr zu bezahlen.
Hamilton warnt laut Investing.com Deutsch vor den Folgen für die Dezentralisierung. Da Validatoren und Nodes die gesamte Transaktionshistorie speichern müssten, könnten große Mediendateien die Datenbank exponentiell wachsen lassen. Größere Datenbanken würden teurere Hardware erfordern, wodurch weniger unabhängige Teilnehmer mithalten könnten.
- Große Dateien können laut der Quelle zu einem exponentiellen Wachstum der Datenbank führen.
- Eine größere Datenbank kann teurere Hardware für den Betrieb eines Nodes erforderlich machen.
- Teurere Hardware kann die Zahl unabhängiger Teilnehmer verringern.
- Eine stärkere Konzentration bei finanzstarken Großakteuren kann die Dezentralisierung gefährden.
Als Alternative werden spezialisierte dezentrale Speichernetzwerke wie Filecoin genannt. In einem hybriden Modell könnten solche Netzwerke Dateien aufnehmen, während der XRP Ledger als schlanke Zahlungsschiene genutzt wird.
Änderungen am XRP Ledger erfordern laut Investing.com Deutsch die Zustimmung von mindestens 80 Prozent der vertrauenswürdigen Validatoren über zwei Wochen. Damit entscheidet nicht ein einzelner Akteur, eine Stiftung oder ein Unternehmen über die Änderung, sondern das Netzwerk.
Zusammenfassung: Die Debatte über das größere Memo-Feld betrifft laut der Quelle nicht nur technische Kapazitäten, sondern die grundsätzliche Rolle des XRP Ledgers. Zur Entscheidung ist die Zustimmung von mindestens 80 Prozent der vertrauenswürdigen Validatoren über zwei Wochen erforderlich.
US-Inflationsdaten als möglicher nächster Marktimpuls
Wallstreet Online erwartet einen möglichen neuen Impuls durch die US-Inflationsdaten für Juli. Diese sollten am Mittwoch um 14:30 Uhr MESZ veröffentlicht werden. Nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht vom Freitag seien die Sorgen zurückgegangen, dass die Federal Reserve die Zinsen anheben müsse.
Falls die Inflationszahlen ebenfalls marktfreundlich ausfallen, könnte die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik laut dem Bericht Bitcoin, Ethereum und den gesamten Kryptomarkt weiter antreiben. Für XRP bleibt daneben die Entwicklung rund um den CLARITY Act entscheidend, da die regulatorische Klarheit in den USA weiterhin aussteht.
Zusammenfassung: Die Quellen nennen die US-Inflationsdaten für Juli als möglichen kurzfristigen Impuls für den Kryptomarkt. Für XRP bleibt zusätzlich die erwartete Abstimmung über den CLARITY Act im September von Bedeutung.
Einschätzung der Redaktion
XRP steht vor einem grundlegenden Belastungstest: Die schwache relative Entwicklung, rückläufige Kapitalzuflüsse und Verkäufe institutioneller Halter sprechen für nachlassende Nachfrage. Gleichzeitig verschärft Ripple Mint die strategische Frage, ob künftige institutionelle Nutzung tatsächlich direkt den XRP-Wert stärkt. Kurzfristige Erholungen sind möglich, ändern aber nichts daran, dass XRP derzeit einen überzeugenden regulatorischen oder strukturellen Auslöser benötigt.
Infobox: Entscheidend sind nicht einzelne Kurstage, sondern nachhaltige Nachfrage, regulatorische Klarheit und der tatsächliche Nutzen von XRP innerhalb des Ripple-Ökosystems.
Quellen:
- XRP Kurs hält bei 1,03 Dollar: Warum entscheidet erst der September über den Ausbruch?
- XRP verpasst den Krypto-Rebound – Clarity Act wird zum Kursproblem
- XRP Kurs verteidigt einen Dollar, doch ein Termin im September entscheidet über den Rest des Jahres
- XRP: Darum ist ein Ripple-Kurssturz auf 0,60 US$ realistisch
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