Welche Kryptowährung hat Zukunft? [Prognosen für 2020]

Welche Kryptowährung hat eine Zukunft? Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) oder vielleicht Ripple (XRP)?

Welche Kryptowährung hat Zukunft

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Bei der Frage: Welche Kryptowährung hat Zukunft? Spielt unter anderem die Skalierbarkeit eine entscheidende Rolle. Die Skalierbarkeit war die letzten beiden Jahre ein wichtiges Thema, vor allem bei Bitcoin und Ethereum. Nicht nur wuchsen deren Blockchains unaufhörlich, auch die wachsende Anzahl an Transaktionen bereitete deren Netzwerke große Probleme.

Die Skalierbarkeit gibt an, wie weit das Blockchain-Netzwerk wachsen kann, ohne zu überlasten. Sie ist wichtig für die Performance. Eine Digitalwährung, die nicht skalieren kann, wird in Zukunft nicht nutzbar sein. Das führte unter anderem zur Entwicklung des Segregated Witness Updates, kurz SegWit. SegWit hilft dabei, die geringe Blockgröße, die nur eine begrenzte Anzahl von Transaktionen pro Block aufnehmen kann, zu umgehen.

  • Dann noch die Technik an sich. Wie schnell sind die Transaktionen? Wie schnell werden neue Blöcke geschaffen? Wie stark inflationiert sie? Wann wird die Obergrenze aller Coins und Tokens erreicht sein, wenn es überhaupt eine Obergrenze gibt?

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Verbreitung. Auch wenn es sich nicht um die technisch beste Coin handeln sollte, so kann eine gute Verbreitung eher dafür sorgen, dass sie noch in vielen Jahren verwendet wird. So ist es zum Beispiel beim BTC. Möchte man mehr Sicherheit und anonyme Transfers übers Internet, dann gibt es bessere Möglichkeiten. Und was die Geschwindigkeit anbelangt, geht es auch wesentlich schneller.

Jedoch besitzt die BTC bereits die Marktdominanz, wird von vielen zum Kryptowährung traden verwendet und von vielen Händlern als Zahlungsmittel akzeptiert. Deshalb war Bitcoin noch immer die beste Kryptowährung von 2018. Die Benutzerfreundlichkeit spielt hierbei ebenfalls eine Rolle.

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Was für einen Nutzen bietet das Blockchain-Projekt überhaupt? Was bringt es auf den Tisch, was andere, bereits bestehende Technologien nicht bereits können? In was für eine Weise ist die neue Technik besser, günstiger, schneller als bereits bestehende System und Software?

Nur was neue Lösungen anbietet, kann auch wirklich bestand haben. Es geht hierbei darum, dass die Projekte einen echten User Case besitzen. Auch wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist, spielt eine wichtige Rolle. Viele Blockchain-Projekte befinden sich in frühen Entwicklungsphasen und könnten im nächsten oder übernächsten Jahr zum Einsatz kommen. Wer noch nicht so weit ist, wird den Einstieg wahrscheinlich nicht mehr schaffen.

Welche Zukunftstechnologien werden sich durchsetzen?

Die Blockchain an sich ist eine Technologie, welche bleiben wird. Der „Distributed Ledger“, wie er auch bezeichnet wird, war es, der die Kryptos erst möglich machte. Die von Satoshi Nakamoto entworfene Blockchain stellt die eigentliche Innovation dar. Was auch immer in Zukunft mit den Cryptowährungen geschehen wird, die dezentrale Buchhaltung, auf der Informationen so gut wie nicht manipulierbar festgehalten werden, wird bleiben und weitere Innovationen vorantreiben.

Smart Contracts sind seit Ethereums Plattform in aller Munde. Die intelligenten Verträge haben das Potential, verschiedene Abläufe in der Wirtschaft, Finanzen, E-Commerce und dem Internet allgemein schneller und günstiger zu gestalten. Sie können außerdem bei Abstimmungen eingesetzt werden, bei der Verteilung von Energie, bei der Identitätsprüfung. Wie viele Anwendungsfälle es gibt, lässt sich bislang nur erahnen.

Der große Vorteil der Smart Contracts ist, dass sie kaum einen Intermediär benötigen. Die meisten Vorgänge laufen automatisch ab. Alle möglichen Arten von Inhalten können sich dadurch digitalisieren lassen, alle möglichen Arten von Abläufe können mit ihnen effizienter gestaltet werden. Ein großes Problem bislang ist, dass die Smart Contracts immer auf Informationen von außen abhängig sind. Wie diese verlässlich bereitgestellt werden können, das gilt es in in Zukunft zu lösen.

Schließlich wäre da noch die Tokenisierung. Ein Token ist eine digitale Einheit, hinter der immer ein bestimmter Wert steht. Er kann als eine Art Geld auf bestimmten Plattformen eingesetzt werden, einem Stimmanteile wie eine Aktie verschaffen oder Services freischalten. Die Tokenisierung umfasst auch die Digitalisierung von Assets (Vermögenswerten) und anderen Realgütern.

Das Ziel ist es, Vermögenswerte genauso schnell und günstig über das Internet zu handeln wie eine Information. Hinter einem Token kann eine Immobilie, eine Aktie, Rohstoffe oder eine Währung stecken. Und die Blockchain macht es möglich, dass diese schnell und sicher versandt und gehandelt werden können.

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Video-Link: https://youtu.be/aHP_ultmwz4

Ändert sich etwas beim Trading?

Zukünftig wird es neue Möglichkeiten geben, Kryptowährungen zu kaufen, zu traden und in sie zu investieren. Wo sie früher beim Thema digitale Währungen die Nase gerümpft haben, zeigen sich immer mehr traditionelle Banken und Finanzinstitute ihnen gegenüber aufgeschlossen. So gab die Nasdaq bereits bekannt, dass es im Jahre 2019 wahrscheinlich Bitcoin Futures zu handeln geben wird.

  • Die Nasdaq (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) ist die größte elektronische Börse in den Vereinigten Staaten. Sobald die CFTC die Zulassung erteilt, sollen die Futures zugelassen werden, wahrscheinlich noch in der ersten Hälfte des Jahres 2019.

Wie sich allerdings die Kryptowährungs Kurs/Listen in den kommenden Jahren verhalten werden, lässt sich nur schwer sagen. Noch immer zieht es viele Trader zu den Digitalwährungen aufgrund ihrer hohen Volatilität. Gleichzeitig glauben viele Experten, dass ein guter Teil des Krypto-Angebotes mit der Zeit aussterben wird. Hier gibt es einfach zu viele „Shitcoins“, die in den letzten beiden Jahren den Markt überflutet hatten.

Ein Kryptowährungs Rechner gibt darüber Auskunft, wie wenig sie wert sind. Die werden wohl auch kaum auf den traditionellen Börsen gehandelt werden. Stattdessen werden es einige der großen Top 10 Tokens und Coins sein, die sich dort in den nächsten Jahren als Vermögenswert handeln lassen. An den Börsen werden wahrscheinlich auch neue Regulierungen auf sie zukommen, was auch ihre Volatilität verringern würde.

  • Dann wird der Krypto-Handel etwas ruhiger ablaufen, aber nicht notwendigerweise weniger gewinnbringend.

Dass die elektronischen Zahlungsmittel aus dem Handel verschwinden werden, erscheint unmöglich. Dieser Markt erfuhr in den letzten Jahren einen Wachstum wie kaum ein anderer Markt zuvor. Zum Jahreswechsel lag die Marktkapitalisierung bei insgesamt 1 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl ist mittlerweile geschrumpft, das dürfte einen jedoch nicht weiter verwundern. Wie jede andere Anlage auch durchleben die Kryptos ihre guten und schlechten Phasen.

Eine Entwicklung, die sich im Moment abzuzeichnen beginnt, sind die dezentralen Exchanges. Auf ihnen werden sich Kryptowährungen auf die gewohnte Art traden lassen. Dezentrale Exchanges basieren auf der Blockchain-Technologie, sind daher sicherer und dezentral aufgebaut.

Sind Kooperationen mit großen Unternehmen entscheidend?

Nicht unbedingt, allerdings kommt es auf die Art der Kryptowährung an. Ripple zum Beispiel ist von der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen abhängig. Auch von anderen Finanzinstitute und Banken. Hierbei geht es darum, ein internationales Zahlungsnetzwerk aufzubauen, welches den globalen Zahlungsverkehr verbessern soll. Ripples Unternehmen arbeitet an verschiedenen Technologien, um dieses Ziel zu ermöglichen und setzt dabei auch die Blockchain-Technologien ein.

Stellar hat ein ähnliches Ziel, fokussiert sich jedoch eher an die Privatmenschen. Auch Stellar profitierte von einem Kursanstieg, als die Nachricht von einer Kooperation mit IBM aufkam.

Andere Blockchain-Projekte sind nicht von Kooperationen abhängig. Bei ihnen geht es um Dezentralität und Unabhängigkeit. Viele der Coins, die als ein digitales Geldmittel verwendet werden sollen, brauchen eigentlich keine Partnerschaften mit gewichtigen Unternehmen. Jedoch sollten sie von ihnen als Digitalwährung anerkannt werden. Wenn man mit ihnen nichts kaufen kann, dann haben sie kaum einen Nutzen.

  • Allerdings braucht es dafür keine Kooperationen, die Shops und Händler müssen lediglich die Währung akzeptieren.

Werden Kryptowährungen das „echte Geld“ ablösen?

In absehbarer Zeit, wahrscheinlich nicht. Nicht in den nächsten paar Jahren. Bis das geschehen könnte, müssten erhebliche gesellschaftliche und ökonomische Umwälzungen die Gesellschaft treffen. Unwahrscheinlich ist es jedoch nicht. Was überhaupt ist dieses „echte Geld“? Und wie kam es zustande? Das Fiatgeld, das wir gerade nutzen, existiert noch nicht einmal seit 50 Jahren, nachdem das Bretton-Woods-System zusammengebrochen war.

Bei diesem System bestand noch eine Garantie, dass Dollar in Gold umgetauscht werden konnte. Dieses war näher an echtem Warengeld, wie wir es die Jahrtausende zuvor hatten. Als die Menschen noch Gold- und Silbermünzen mit sich herumgetragen haben, deren Wert dem Gold und Silber entsprachen, aus dem sie gemacht wurden.

  • Diese Idee des Warengeldes wurde in den 70er Jahren aufgegeben, als die Vereinigten Staaten nicht mehr in der Lage waren, an andere Staaten ausgegebene Dollar in Gold umtauschen zu können. Stattdessen wurde das ungedeckte Fiatgeld eingeführt. Wie viel das wert ist, darüber entscheiden die Zentralbanken. Aber auch dieses System wird irgendwann zusammenbrechen.

Die steigenden Schulden der Staaten, die andauernde Inflation und Wirtschaftskrisen lassen Zweifel darüber aufkommen, wie gut dieses System wirklich funktioniert. Nach seinem Kollaps wird ein anderes System seinen Platz einnehmen. Und dabei werden Cryptowährungen bestimmt eine Rolle spielen.

Das sehen wir es bereits in Schweden, wo die Notenbank eine Digitalwährung ausgeben will. Venezuela hat bereits seinen Petro, ein weiteres digitales Zahlungsmittel. Jedoch sind diese nicht wirklich dezentral und auch nicht anonym. Sie entsprechen daher nicht den üblichen Kriterien der Krypto-Gelder.

Wie sich das Ganze auch entwickeln wird, bis dahin werden sich die Kryptos eher als Alternativen etablieren, die zu den staatlichen Geldern koexistieren. Jeder Versuch, sie verbieten zu wollen, ist aufgrund der dezentralen Natur der Blockchain zum Scheitern verurteilt. Gleichzeitig ist die Blockchain-Technologie zu gut, um nicht genutzt zu werden.

Tokens und Coins werden fortbestehen, egal, was passiert. Sie werden immer mehr als Zahlungsmittel akzeptiert, mehr Bitcoin-Automaten werden überall aufgestellt und die Bedienung von Kryptowährung Wallets wird immer einfacher.

Welche Cryptowährung hat Zukunft

Welche Kryptowährung hat Zukunft im Sinne der Nachhaltigkeit?

Das Thema Nachhaltigkeit betrifft vor allem das Kryptowährung minen und den Proof-of-Work-Algorithmus. Immer wieder brachte das Mining und dessen hoher Stromverbrauch die Kryptowährungen in die News. Beim Proof-of-Work müssen Grafikkarten und Prozessoren schwere Arbeit verrichten und verbrauchen dabei große Mengen an Strom. In Ländern wie Deutschland lohnt sich das Mining kaum noch, da hier die Stromkosten zu hoch sind.

Woher der Strom jedoch kommt, das hängt ganz davon ab, wo es durchgeführt wird. Würde man nur noch in Ländern schürfen, in denen nachhaltige Energie produziert wird, dann wäre auch das Schürfen nachhaltig. Schließlich entsteht dabei auch kein Müll oder andere schädliche Abfälle, abgesehen vom regulären Elektroschrott.

  • Dennoch ist der Stromverbrauch zu einem Problem geworden. Island wurde Anfang 2018 zu einem Hotspot für die Miner. Das liegt an dem günstigen Strom und dem kühlen Klima. Mit der Zeit verschlang das Schürfen mehr Strom als die Privathaushalte. Aufgrund solcher Entwicklungen entstanden auch Coins, die umweltfreundlicher sein sollten.

Peercoin etwa, auch bekannt als PPCoin oder PPC. Sie nutzt ein hybrides Proof-of-Work und Proof-of-Stake-System zur Erzeugung neuer Blöcke. Es ist der Proof-of-Stake, welches hauptsächlich Strom spart. Beim „Staking“ oder „Minting“ braucht es keine stromfressende Hardware. Stattdessen muss man lediglich ein paar PPC halten, um damit eventuell neue Blöcke zu erzeugen.

Die Arbeit an der Peercoin begann bereits 2012, als die Entwickler einige Schwächen im Bitcoin-Mining ausmachten. Seitdem erproben auch andere Kryptos den Einsatz von Proof-of-Stake.

Es gibt jedoch auch andere Projekte, wie „Chia“. Chia soll eine Mischung aus Proof-of-Time und Proof-of-Space verwenden, um den Stromverbrauch einzudämmen. Chia wird vom Erfinder von BitTorrent, Bram Cohen, entwickelt. Auch Burstcoin verfolgt den Anspruch, eine grüne Digitalwährung zu werden. Burstcoin erprobt den Proof-of-Capacity-Algorithmus.

Was wird 2019 bringen?

2019 wird vor allem ein wichtiges Jahr für IOTA. IOTA plant, mit seinem innovativen „Tangle“ die Grundlage für das „Internet der Dinge“ zu schaffen, auch „Internet of Things“ genannt. Beim IoT geht es darum, dass verschiedenste Arten von Geräten und Computern andauernd miteinander kommunizieren und sich austauschen. Außerdem sollen sie selbstständig Entscheidungen treffen und autonom agieren können.

Ein Beispiel: Der Kühlschrank bemerkt, dass die Milch alle wird. Daher bestellt er selbst neue Milch nach.

Der Token MIOTA kann dabei als ein Zahlungsmittel verwendet werden. Das IoT lässt sich auf alle Lebensbereiche anwenden, auch auf die Wirtschaft und Industrie. 2019 wird es für IOTA ernst, denn in diesem Jahr wird VW die Technologien, die zusammen mit dem Blockchain-Startup entwickelt wurden, in den Umlauf bringen.

  • Der Tangle stellt eine der wichtigsten Zukunftstechnologien dar, nicht nur für das Internet der Dinge, sondern auch, weil er das Skalierungsproblem der Blockchains löst.

Cardano ist ebenfalls ein interessantes Projekt mit guten Aussichten. Cardano will eine Plattform für Smart Contracts und dezentrale Apps schaffen, ähnlich der von Ethereum. Jedoch baut die Cardano-Entwicklung auf wissenschaftlichen Methoden auf. Die Entwickler arbeiten eng mit Experten und Forschern aus dem Bereich der Blockchains zusammen. Außerdem soll die Plattform besonders flexibel auf die Regulierungen und Vorschriften der Staaten reagieren können.

  • 2019 soll eine neue Programmiersprache namens Marlowe eingeführt werden, welche vor allem auf die Finanzbranche ausgerichtet ist. Das könnte dem Kurs von Cardano neuen Aufschwung verleihen.

Auch EOS will mit seiner Plattform zur Ethereum-Konkurrenz werden, Allerdings befindet sich die Entwicklung des Main-Nets noch sehr am Anfang. Die Kryptowährungs Kurse beider Smart Contract-Plattformen haben sich in 2018 gut entwickelt und könnten in den nächsten Jahren Ethereum den Rang ablaufen.

Ripple konnte sich 2018 einige neue Partnerschaften ergattern. Gleichzeitig ging im Oktober xRapid online, mit dem der XRP-Token innerhalb von Sekunden zwischen verschiedenen Banken und Finanzinstituten versendet werden kann. Das Zahlungsnetzwerk von Ripple, dem „Bitcoin der Banken“; breitet sich immer weiter aus und hat das Potential, weltweite Transaktionen schneller und günstiger zu machen.

Stellar verfolgt Ähnliche Ziele und braucht den Kryptowährungs Vergleich mit Ripple nicht zu scheuen.

Wie sieht es 2020 aus?

Kaum einer wagt zu prognostizieren, wie ein gutes Kryptowährungs Portfolio im Jahre 2020 aussehen sollte. Selbst nach knapp zehn Jahren, nachdem Satoshi Sakamoto das Blockchain-Protokoll entwickelte, handelt es sich hierbei noch immer um eine junge Technologie.

Viele vielversprechende Projekte befinden sich im Moment in einer frühen Phase und es lässt sich nicht voraussagen, ob sie im kommenden Jahr halten können, was sie versprechen. Klar ist mittlerweile, dass es sich bei den Kryptowährungen um eine richtige Zukunftstechnologie handelt, in was für eine Richtung sie sich auch entwickeln mögen. Die Frage: Welche Kryptowährung hat Zukunft? lässt sich dennoch schwer beantworten.

 

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