So kannst du deine Bitcoin Wallet sicher erstellen

BTC Wallet erstellen

Der Zugang zur Bitcoin Ökonomie: So erstellen Sie Ihr sicheres Wallet

Auch wenn die Kritiker bisher noch nicht verstummt sind, ist klar, dass Bitcoins und die Blockchain-Technik die digitale Ökonomie der Zukunft bestimmen wird. Aber auch die glühendsten Befürworter sehen ein, dass der Sicherheitsaspekt eine zentrale Rolle spielt.

  • Während die Verschlüsselungs-Technologie keine Schwachstellen offen lässt, muss der Umgang mit Kryptowährungen sorgfältig passieren, um Risiken auszuschließen – Bitcoin Wallets sind dabei der Schlüssel im buchstäblichen Sinn.

Es ist das Eingangstor zur Bitcoin Welt. Mit ihnen werden das vorhandene digitale Kapital und alle Transaktionen verwaltet. Für Einsteiger ist es auf den ersten Blick meist etwas unübersichtlich. Mit etwas Geduld und Sorgfalt ist das Risiko aber überschaubar.

Sie können ihr Wallet in 3 Schritten erstellen und die volle Sicherheit haben. Wir zeigen hier worauf es ankommt und für Schnellleser hier die Zusammenfassung:

Schritt 1:

Das richtige Wallet auswählen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, welchen Anbieter sie wählen, sondern auch auf die Download-Quelle. Aufgrund der Beliebtheit des Bitcoins sind einige Nachahmungen mit Schadsoftware im Umlauf.

Schritt 2:

Die passenden Grundeinstellungen wählen. Einsteiger und Fortgeschrittene haben unterschiedliche Erwartungen an die Funktionen. Weiterführende Einstellungen (wie etwa Zwei-Faktoren-Authentifizierung) können zwar die Sicherheit erhöhen, aber das Handling komplizierter und damit fehleranfälliger machen.

Schritt 3:

Die wichtigsten Features und Abläufe kennenlernen. Auch wenn Wallets mittlerweile sehr bedienerfreundlich sind, macht es doch einen Unterschied, ob man sich zu einem online-Spiel einloggt oder digitale Coins versendet.

Was sind Bitcoin Wallets und welches ist empfehlenswert?

Bitcoins sind eine digitale Währung und die ganze Magie ist technisch recht umfangreich aber praktisch schnell erklärt:

  • Die Blockchain ist ein öffentliches Konto-Buch, in dem alle Transaktionen des Netzwerks gespeichert sind.
  • Das Wallet ist das persönliche Konto-Blatt, das die Transaktionen des jeweiligen Users verwaltet und den Zugang zur Blockchain regelt.
  • Die öffentliche Bitcoin Address bzw. der public key ist mit der Funktion einer Kontonummer vergleichbar.
  • Der Private Key ist schließlich das Passwort, der Schlüssel, mit dem der Zugang zu eigenen öffentlichen Adresse gesichert ist.

Das reibungslose Zusammenspiel dieser vier Ebenen sorgt für die Sicherheit, kann aber für Einsteiger oft auch eine Hürde darstellen. Während die Blockchain und die öffentliche Adresse für jeden sichtbar ist, sind der Zugang zum Wallet und private Key sensibel und sollte dem User vorbehalten sein.

Jeder, der in die Welt von Cryptos eintauchen möchte, muss sich daher über die richtige Lösung und die Handhabung Gedanken machen.

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Video-Link: https://youtu.be/iadvBIod8jQ

Warum ist ein Full-Node nicht immer empfehlenswert?

Der uneingeschränkte Zugang zur Blockchain ist mit dem sogenannten Bitcoin Core möglich: Er umfasst die gesamte Software der Kryptowährung. Wer ihn installiert hat alles, was er für die Verwaltung seiner Bitcoins benötigt und nimmt gleichzeitig an der Sicherung des Netzwerks teil: die ständig stattfindende Validierung und Authentifizierung von Transaktionen.

Einen Full-Node zu betreiben, ist für private User aber nur in Ausnahmesituationen empfehlenswert. Es gibt einige entscheidende Anforderungen an Infrastruktur, die einen privaten Rahmen oft sprengen:

  • Der Core umfasst mittlerweile 145 GB und die Erstinstallation benötigt Tage, um alle bestehenden Informationen der Blockchain sicher abzugleichen.
  • Der ständige Datenaustausch setzt eine hohe Bandbreite für Download und Upload voraus; viele Provider begrenzen aber die Upload-Rate für Privatanwender.
  • Die Installation eines Full-Node kann vor allem auf Windows-Systemen zu einem Konflikt mit bestehenden Antivirenprogrammen führen und tiefergehende Einstellungen im System sind notwendig.

Warum sind Bitcoin Light-Nodes empfehlenswert?

Für private Anwender gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten, unter denen sie aussuchen können. Sie sind in der Regel Light-Nodes, die nur die Wallet Funktion bereitstellen. Der Zugang zur Blockchain wird je nach Anbieter über einen oder mehreren Server hergestellt. Sie erlauben den vollen Zugang bei minimalen Anforderungen an die eigene Infrastruktur.

Grundsätzlich können drei Arten unterschieden werden, die alle ihre Vor-und Nachteile haben:

Desktop- und Software Wallets

  • Vorteil, Privat Speicherung und sicher vor öffentlichen Angriffen einfacher und mobiler Zugang Sicher vor Hackern
  • Nachteil, mehr Aufwand Risiko von Hacker-Attacken umständliche Handhabung

Mobile-SoftwareWallets sind nach wie vor die beliebtesten digitalen Geldbörsen. Sie werden am eigenen Desktop installiert und erlauben alle Freiheiten im Umgang mit den eigenen Bitcoins. Für alle, die sich einmal mit den grundsätzlichen Sicherheitsthemen und dem Umgang mit Passwort und Private Key vertraut gemacht haben, überwiegen die Vorteile.

Online Wallets sind die einfachsten elektronischen Brieftaschen. Sie sind leicht einzurichten und von überall erreichbar. Wer Coins online handelt, kommt auch nicht um sie herum. Jede Plattform bietet ein Online Wallet. In den meisten Fällen ist es aber am sichersten, immer nur die Menge online zu deponieren, die für den Handel gerade benötigt werden.

Hardware Wallets sind die sicherste Art. Bitcoins werden offline, d. h. völlig vom Netz getrennt, gespeichert. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um spezielle USB-Sticks, die zusätzlich verschlüsselt sind. In letzter Zeit sind aber auch sogenannte Paper Wallets immer beliebter geworden. Sie lassen sich einfach herstellen und Bitcoins können auf sichere Weise deponiert werden

Ein Bitcoin Wallet mit Electrum einrichten

Auch wenn die meisten es nicht gern hören, das größte Sicherheitsrisiko im Umgang mit Geld stellen immer noch die User dar – das gilt für traditionelle Währungen genauso wie für Bitcoins. Auch beim digitalen Geld sind es meist Unachtsamkeit und Sorglosigkeit, die die Türen für Betrüger erst aufmachen.

Den Umgang mit Euros lernen wir von Kindesbeinen an und für den Einstieg in die Welt des digitalen Geldes sollten wir daher auch den einen oder anderen Lernmoment einplanen. Wir zeigen hier die drei Schritte zum Einrichten eines sicheren Wallets und erklären worauf es dabei ankommt.

Wir haben uns für das Desktop Wallet Electrum entschieden, da es vor allem in Deutsch das meistgenutzte Wallet und sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene einfach zu bedienen ist. Die einzelnen Schritte lassen sich auf alle anderen Wallets mit den entsprechenden Besonderheiten übertragen.


Electrum installieren

Für Digital Natives erscheint es wohl auf den ersten Blick kindisch, das Installieren von Software am Desktop zu erklären. In diesem Fall ist es sinnvoll, da sich hier eine erste Sicherheitslücke auftun kann – wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, den Programmen, die wir aus dem Internet laden, zu vertrauen.

Die Beliebtheit von Bitcoin hat in letzter Zeit sehr viel kreative kriminelle Energie freigesetzt und eine der gefährlichsten Maschen ist das kontaminierte Wallet: Von den beliebtesten Programmen kursieren Nachbauten, in die Malware eingeschleust ist; sie ermöglicht das Ausspionieren von Wallets und Desktop.

Aus diesem Grund sollte sich jeder an dieser zwei Regeln halten:

    • Download nur von der Entwickler-Homepage
  • Immer die Signaturen überprüfen

Info: Pretty Good Privacy (PGP) oder GNU Privacy Guard (GPG) sind Verschlüsselungsverfahren, die für jede Software eine einmalige Signatur erzeugen. Jedes heruntergeladene Programm kann erneut verschlüsselt werden und nur wenn die Signaturen übereinstimmen, handelt es sich um die Original-Software.

Bitcoin-Wallet erstellen

Electrum einrichten

Die Einrichtung des Wallets ist denkbar einfach. Der Installations-Wizard in deutscher Sprache führt durch die wichtigsten Grundeinstellungen:

Server auto connect ist die beste Wahl. Das Wallet vertraut grundsätzlich keinem Server; die Electrum Server werden daher sowie Bitcoin Nodes verteilt, die sich gegenseitig authentifizieren und sichern. Wer eine vertrauensvolle Server-Adresse hat, kann sie hier aber auch verwenden.

Default Wallet: Für die meisten User sind Standard Wallets völlig ausreichend; Fortgeschrittene und Besitzer von größeren Bitcoinmengen können eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung (zusätzliche Sicherung über Trusted Coin) oder Multi-Signatur wählen (Transaktionen werden mit zwei Schlüsseln gesichert).

Eine Seed sollte in jedem Fall erzeugt und sicher aufbewahrt werden: Sie ermöglicht den Zugriff auf das Bitcoin Kapital, auch wenn der Desktop seinen Geist aufgibt oder der Private Key verloren geht. Ein Notizblock oder Copy&Paste ist hier übrigens empfehlenswert, da bereits beim nächsten Installationsfenster die Seed zur Bestätigung noch einmal eingegeben werden muss.

  • Die Wahl des sicheren Passworts ist der Abschluss der Grundeinstellungen. Hier sollte unbedingt ein starkes Passwort verwendet werden, d. h. mindestens 15 Zeichen, Sonderzeichen sowie Groß- und Kleinbuchstaben verwenden.

Mit Electrum vertraut werden

Das Wallet ist für Neulinge und Profis bestens geeignet. Transaktionen lassen sich schnell und unkompliziert durchführen; sie können aber auch sehr detailliert verwaltet werden: beginnend beim Schutz der Privatsphäre mittels Tor Browser, über den Einsatz der Python Konsole zur direkten Steuerung der Software bis hin zum Verwalten von allfälligen Hard Forks.

Jeder Einsteiger sollte sich aber vor allem mit zwei Features vertraut machen:

  • Das Wallet kann eine beliebige Anzahl von Keys erzeugen. Das ermöglicht größtmögliche Anonymität und Übersichtlichkeit (jedem Bitcoin-Partner kann zum Beispiel ein eigener Key zugewiesen werden).
  • Beim Senden von Bitcoins kann die Transaktionsgebühr variabel bestimmt werden. Damit wird vor allem die Transaktionsdauer gesteuert. Je nach Einstellungen kann die Überweisung wenige Minuten bis zu einigen Stunden dauern.

Tipp: Wer seine Fähigkeiten zuerst im Sandkasten testen möchte, bevor es richtig losgeht, der hat mit testnet eine hervorragende Möglichkeit. Für die Community ist Sicherheit in jeder Hinsicht wichtig – auch der sichere Umgang mit der digitalen Währung. Testnet ist ein Klon, der keinen realen Wert darstellt und lediglich für Experimente zur Verfügung steht.

Fazit: Bitcoin Wallet sicher erstellen

Wir alle kennen Euros und den Unterschied zwischen PIN- und TAN-Code – und dies ist auch gut so, da die Sicherheit unseres Geldes davon abhängt. Aber so, wie wir den Umgang mit traditionellen Währungen erlernt haben, müssen wir uns auch die grundlegenden Instrumente und Mechanismen der Kryptowährungen aneignen.

Digitale Geldbörsen, Private Key und Seed gehören zu den wichtigsten Lernfeldern. Sie können ihr Wallet in 3 Schritten erstellen und die größtmögliche Sicherheit erlangen, wenn sie die zentralen Abläufe kennenlernen und befolgen.

„Das kann nicht funktionieren und wird nie sicher sein!“ hat es schon bei der Einführung der Banknoten oder des Online-Banking geheißen. Beides zählt mittlerweile zu unserem Alltag und auch Bitcoins und Wallets werden früher oder später Teil unserer Kultur werden.

 

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