Monero vs. MobileCoin: Wurde Monero-Code kopiert?

Monero vs. MobileCoin: Wurde Monero-Code kopiert?

Derzeit steht MobileCoin stark unter Kritik, nicht nur das Monero behauptet, dass das Projekt Code kopiert hat, sondern auch aufgrund der starken Zentralisierung.

MobileCoin steht unter Kritik

MobileCoin vereint Ring Confidential Transactions (RingCT) für Datenschutz und stellaren Konsens für schnelle Blockzeiten. Laut dem CEO von Mobile, Josh Goldbard ist Mobile der einzige Coin, der sowohl die Privatsphäre schützt, als auch schnell ist.

Diese Behauptungen werden aktuell infrage gestellt. Zu Startzeitpunkt gab MobileCoin an, CryptoNote implementiert zu haben. Dabei handelt es sich auf ein Ring-Signatures basierendes Protokoll, das den Datenschutz bei Transaktionen gewährleistet.

Der führende Monero-Entwickler, Riccardo Spagni stellt das allerdings infrage. Er beschuldigt das Projekt, die Technologie von Monero ohne Anerkennung kopiert zu haben.

“MobileCoin behauptet, auf CryptoNote zu basieren, ist es aber nicht. Es basiert auf Monero … Sie sind sich nicht sicher, warum es keine Nennung gibt, bei dem der Nennung fällig ist? ”

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Damit er seine Anschuldigungen untermauern kann, sagte Spagni, dass MobileCoin Funktionen enthält, die erstmals in Monero zu sehen waren, wie RingCT, Unteradressen und Bulletproofs.

Die Reaktion von MobileCoin lies nicht lange auf sich warten. Der Gründungsingenieur Alex Gravely sagte, das kein Code von Monereo verwendet wird. Graveey nannte Monero in einem bereits gelöschten Tweet sogar die schlechteste Codebasis.

MobileCoin erntet viel Kritik

Die Diskussion hat viele Kritiker angezogen. Peter Todd des Blockchain-Security-Unternehmens Coinkite hat sich besorgt über die Zentralisierung von MobileCoin geäußert. Er argumentiert, dass das Konsensprotokoll von MobileCoin auf zentralisierten Technologien wie Intel SGX, Stellar Consensus Protocol und Amazon S3 beruht.

Er sagte auch, dass dies einen Fork unmöglich macht. Für ihn ist der Erfinder des Coins “Fork-feindlich”, weswegen es keine Überraschung ist, dass es bei MobileCoin auch so ist.

“Wenn Sie den Konsens in Intel SGX setzen, kann kein zweites Entwicklerteam überhaupt existieren: Wenn Sie nicht die offiziellen Binärdateien ausführen, sind Sie nicht auf MobileCoin.”

Auch die Monero-Community hat sich dazu geäußert. So schrieb Seth Simmons, Mitwirkender von Monero dazu:

“MobileCoin verwendet das Monero-Protokoll, um Benutzern einen starken Datenschutz zu bieten, ist jedoch leider auf Intel-Hardwaregarantien und -Zentralisierung angewiesen.”

MobileCoin hat den Einsatz von Intel SGX verteidigt. Es soll dazu beitragen, Krypto-Zahlungen von Mobile-Benutzern zu tätigen, ohne dass das gesamte Ledger heruntergeladen und synchronisiert werden muss.

Signal möchte MobileCoin einsetzen

Diese Woche hat MobileCoin Aufmerksamkeit erregt, als die Messaging-App Signal bekannt gab, dass die App MobileCoin als Zahlungsoption einbinden wird. Der Signal-Entwickler Moxie Marlinspike hat zuvor das Projekt technisch unterstützt, was auf eine enge Beziehung zwischen Signal und dem Coin hinweist.

Nach dem Start der Zahlungsfunktion verzeichnete Signal einen Anstieg der Downloads um 4200%. Diese Integration könnte dazu beitragen, dass MobileCoin von den 20 Millionen Signal-Benutzern angenommen wird.

Die jüngste Kritik könnte sich in gewissen Maße auch nachteilig auf MobileCoin auswirken. Noch nicht klar ist allerdings, ob dies die Nutzer von Signal davon abhalten wird, den Coin zu nutzen.


Bildquelle: Pixabay | Lizenz

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