Tangle oder Blockchain (IOTA BTC): Was hat Zukunft?

IOTA und BTC – Tangle oder Blockchain was hat Zukunft?

Bitcoin oder MIOTA ?

IOTA und BTC sind beides Kryptowährungen – und dennoch könnten sie kaum unterschiedlicher sein. Beide Digitalwährungen verfolgen gänzlich andere Ziele, sie sind sogar von ihrer Struktur her vollkommen anders. Was sie jedoch vereint, ist ihre Innovation.

Bitcoin revolutionierte einst das Geldwesen mit seiner Blockchain-Technologie. Die IOTA-Gründer setzen einen drauf, indem sie mit ihrem Tangle das Internet der Dinge möglich machen. Könnte der Tangle bald der Blockchain den Rang ablaufen? Und lohnt es sich, die beiden digitalen Währungen miteinander zu tauschen?

IOTA und BTC – Wo liegen die Unterschiede?

Satoshi Nakamoto entwickelte die Blockchain und damit die Grundlage für die kryptografisch verschlüsselten Digitalwährungen. Die Blockchain verteilt sich dezentral über ein Netzwerk aus Nodes, welche alle eine Version der Blockchain speichern. Die Entwicklung läuft Open Source ab und wird nicht zentral geleitet.

  • Der BTC ist ein digitales Zahlungsmittel. Er soll eine Alternative zu den Fiatwährungen bieten, wenn nicht sogar das System der Zentralbanken herausfordern.
  • Die Blockchain verwendet den Proof-of-Work-Algorithmus für das Mining. Mittlerweile sind große Serverfarmen nötig, um die Transaktionen zu bestätigen und neue Blöcke für die Chain zu schaffen. Das Schürfen von BTC verschlingt Unmengen an Strom.
  • Insgesamt soll es 21 Millionen BTC geben. Diese Zahl wird im Jahre 2140 erreicht sein. Bis dahin inflationiert die Digitalwährung stetig, aber immer langsamer.
  • Das Versenden kostet Gebühren und kann bis zu 10 Minuten dauern. Die Skalierbarkeit ist ein ständiges Problem der Blockchain.
  • Die Coin wird als Zahlungsmittel von vielen Shops im Internet akzeptiert und es gibt immer mehr Bitcoin-Automaten. Die meisten Menschen haben bereits von Bitcoin gehört.

BTC gilt noch immer als die Leitwährung für die anderen Kryptowährungen.
Geht es mit dem Bitcoin-Kurs bergauf, wirkt sich das meist auch positiv auf die anderen Kryptos aus. Geht es bergab, sinken auch deren Kurse.


IOTA entwickelte den einzigartigen Tangle. Das ist ein Geflecht aus Nodes. Die Nodes verifizieren sich ihre Transaktionen gegenseitig. Alle Informationen sind im Tangle gespeichert. Die IOTA-Stiftung, eine Non-Profit-Organisation, leitet die Entwicklung, bezieht die Community aber mit ein.

Anzeige
  • Die Maschinen und Computer des Internets der Dinge sollen den MIOTA nutzen, um sich gegenseitig zu bezahlen. Das Ziel des ganzen Projektes ist es, eine Kryptowährung zu schaffen, die mit den Anforderungen des Internets der Dinge zurecht kommt.
  • MIOTA lassen sich nicht minen. Die einzelnen Nodes verwenden ebenfalls Proof-of-Work, jedoch fallen keine Gebühren an. Der Arbeitsaufwand besteht nur aus dem Strom, welchen der Node für das Berechnen der Transaktionen verbraucht.
  • Zu Beginn schufen die Entwickler 2.779.530.283 Einheiten ihrer Digitalwährung. Bei dieser festen Menge soll es vorerst bleiben.
  • IOTA ist darauf ausgelegt unendlich skalieren zu können. Je mehr es wächst, desto schneller wird das Netzwerk. Mehr Teilnehmer innerhalb des Netzwerkes bedeutet, dass mehr Transaktionen bestätigt werden können. Schon jetzt werden Transaktionen unter einer Minute durchgeführt.
  • Die MIOTA lassen sich kaufen und verkaufen wie andere digitale Währungen auch, sie sind jedoch nicht als Zahlungsmittel für den alltäglichen Gebrauch konzipiert.

IOTA ist eine von vielen Altcoins. Altcoins tendieren dazu, dem BTC Kurs zu folgen.

Tangle vs. Blockchain

Die Kursgeschichte beider Kryptowährungen

Die Geschichte des Bitcoin-Kurses ist die eines stetigen Wachstums, oft unterbrochen durch abrupte Kurseinbrüche. Der erste Wechselkurs lag bei 0,08 Cent. Seit 2012 lässt sich ein stetiges Wachstum des Preises beobachten, welches sich bis 2013 fortgesetzt hat.

  • Die ersten großen Kursanstiege gab es im November 2013, hier stieg ein BTC auf über 700 Euro an. Im März 2014 wurde der Hack der Börse Mt.Gox bekannt und es kam zum ersten großen Crash der Digitalwährung. Der Kurs fiel in den folgenden Monaten, im Januar 2015 lag er bei unter 200 Euro.
  • Ab da an konnte sich der Bitcoin-Kurs langsam wieder erholen, im Dezember 2015 stieg er über 400 Euro und im Januar 2017 lag er bei 970 Euro. Das Jahr 2017 war das erfolgreichste Jahr für die Kryptos überhaupt. Es ging stetig bergauf.
  • Am 16. Dezember 2017 wurde das Allzeithoch von 16.700 Euro erreicht. Danach folgte der Crash, im Januar 2018 ging es wieder abwärts.
  • Im November 2018 lag der Preis noch bei 5.500 Euro, im Januar 2019 bei über 3.000 Euro.

Bei IOTA war die Entwicklung nicht so dramatisch, folgte allerdings den allgemeinen Trends. Der Kurs wird erst seit dem Juni 2017 berechnet.

  • Hier stieg der IOTA-Preis bei 40 Cent ein. Das Allzeithoch betrug 4,43 Euro und wurde am 19. Dezember 2017 erreicht. Im Januar folgte dann der Absturz, im April lag der Preis bei 76 Cent.
  • Im Mai 2018 erreichte die Digitalwährung 2 Euro, dann wurde sie ganz vom Bärenmarkt ergriffen. Der Preis fiel auf 40 Cent im August 2017 und 20 Cent im Dezember 2018.
Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=FtC_H0DKoZE

Ist IOTA von Bitcoin abhängig?

Die Abhängigkeit der Altcoins (im Grunde alle andere Kryptowährungen) ist immer wieder ein heiß diskutiertes Thema innerhalb der Krypto-Community. Experten und Trader suchen vor allem in Zeiten eines Crashs einen sicheren Hafen, wenn der Bitcoin-Kurs wieder in den Keller fällt.

Der Bitcoin-Preis dominiert den gesamten Markt und wirkt sich damit positiv und auch negativ auf die Kurse anderer Digitalwährungen aus. Es verhält sich ähnlich wie mit dem Dollar. Möchte man wissen, wie es um den Krypto-Markt bestellt ist, dann braucht man lediglich auf den Bitcoin-Preis zu schauen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Seitdem es die Kryptowährungen gibt, liegt Bitcoin auf Platz 1 der Marktkapitalisierung und hielt schon immer eine Dominanz von über 50%. Das bedeutet, dass Bitcoin mehr als die Hälfte des gesamten Krypto-Marktes ausmacht. Es gibt kaum einen Altcoin, der nicht gegen ihn getauscht werden kann. Er ist auf so ziemliche jeder Exchange vertreten, es gibt sogar Exchanges, die keine einzige Altcoin führen.

Auf der anderen Seite kommen selbst spezialisierte Altcoin-Börsen nicht ohne die Nummer 1 aus. Möchte man also eine Digitale Währung mit einer anderen tauschen, kommt man um BTC nicht herum. Als Alternative bietet sich oft Ethereum oder Tether an, doch das ist nicht genug, um die Dominanz zu brechen. Charts zeigen, dass die Kurse aller größeren Altcoins dem Bitcoin-Kurs in der Regel folgen. Der Altcoin-Kurs kann auch leicht schwanken und je nach Altcoin sich gelegentlich entgegen den Trend entwickeln. Oft sind es nur kurzfristige Bewegungen, die insgesamt kaum einen großen Effekt auf den Kurs haben werden.

Zurzeit sieht es bei IOTA nicht anders aus. Der Kurs schwimmt im Fahrwasser der anderen Altcoins mit und wird von den allgemeinen Kursbewegungen an den Märkten mitgerissen. Die Schwankungen des IOTA Charts unterscheiden sich nur unwesentlich von anderen Kryptowährungen.

Eher folgt der IOTA Kurs den allgemeinen Trends. Eine Verselbstständigung ist nicht in Sicht. Zwar gibt es auch hier Schwankungen, die gegen den Trend laufen, doch halten die nur für kurze Zeit. Oftmals geht es dabei um gute Nachrichten, wenn etwa ein neues Projekt von der Stiftung oder eine neue Kooperation bekannt gegeben wird. Insgesamt hat sich der Kurs ähnlich gut entwickelt wie der anderer Altcoins auch. Das Allzeithoch lag im Dezember 2017, als es allgemein mit den Digitalwährungen nach oben ging. 2018 befand sich der IOTA Price im Bärenmarkt, wie der Krypto Markt insgesamt.

Was also den Kursverlauf anbelangt, sticht der MIOTA nicht aus der Masse heraus. Bei der Marktkapitalisierung befindet sich der MIOTA zurzeit auf dem 14. Platz, also noch nicht einmal unter die besten 10. Dennoch gibt es gute Gründe, von einem langfristigen Erfolg von IOTA auszugehen.

IOTA-Coin umwandeln

Wie kann man die Kryptowährungen ineinander umwandeln?

Speziell für IOTA gibt es nicht viele Möglichkeiten, die Kryptowährung in Bitcoins umzuwandeln. Mit Shapeshift und vergleichbaren Dienstleistern geht das nicht. Shapeshift ist unter anderem in mehreren Multicoin-Wallets integriert und erlaubt das Austauschen unterschiedlicher Kryptowährungen. Exodus ist zum Beispiel so eine Wallet. Jedoch gibt es bislang keine Multicoin-Wallets für IOTA und damit ist es auch nicht möglich, Shapeshift zu nutzen. Auch auf der Shapeshift-Plattform ist die Kryptowährung nicht vertreten.

Jedoch lassen sich die MIOTA auf ein paar regulären Exchanges gegen andere Digitalwährungen direkt tauschen. Exchanges sind Tauschbörsen für den Handel mit Kryptos. Die Meisten wechseln hier ihre Digitalwährungen um. IOTA ist nicht auf allen bekannten Altcoin-Börsen vertreten. Mögliche Exchanges wären Binance, Bitfinex, Coinone, OKEx und Exkrates. Um mit dem Umtauschen zu beginnen, muss man sich lediglich auf eine dieser Börsen anmelden. Als Beispiel nehmen wir Binance. Binance ist eine der größten und beliebtesten Exchanges auf der Welt. Das liegt unter anderem an den geringen Gebühren, an der großen Auswahl und der eigenen Binance-Coin.

Die Erstellung eines Accounts läuft denkbar einfach ab. Auf der Hauptseite klicken Sie auf „Registrieren“ und geben dann Ihre Daten bei der Anmeldung ein. Es werden nur sehr grundlegende Daten abgefragt. Zur Anmeldung brauchen Sie nichts weiter als eine E Mail-Adresse und ein Passwort. Anschließend müssen Sie den allgemeinen Geschäftsbedingungen zustimmen.

  • Hier finden Sie auch Informationen zu den Kosten und Infos für das Abheben des Guthabens. Klicken Sie auf „Registrieren“, nachdem Sie die Daten eingetragen haben. Danach sollte die Webseite eine Email an die eingegebene Adresse versenden. Das kann ein paar Minuten in Anspruch nehmen. Möglicherweise landet die Email auch im Spam-Ordner.
  • Ist die Bestätigungsmail eingegangen, dann folgen Sie dem Link und verifizieren damit Ihr Konto. Danach können Sie sich gleich einloggen. Nach dem Einloggen müssen Sie noch ein paar weitere Sicherheitshinweise bestätigen. Damit ist das Konto aktiviert und das Tauschen kann beginnen.
  • Allerdings ist dies erst das Basiskonto. Das bedeutet, dass Sie pro Tag nur Kryptos im Wert von 2 BTC abheben können. Für ein höheres Abhebungslimit müssen noch weitere persönliche Daten hochgeladen werden, etwa in Form einer Kopie des Personalausweises. Außerdem sollten Sie noch die Zwei-Faktor-Authentisierung aktivieren. Damit schützen Sie Ihr Konto zusätzlich.

Das Anmeldeverfahren sollte auf den anderen Exchanges ähnlich verlaufen. Nach der Anmeldung müssen Sie nur noch die jeweilige Kryptowährung auf Ihr Konto senden und Sie können mit dem Umwandeln beginnen.

Bitcoin always No.1 ?

Kann IOTA Bitcoin eines Tages ablösen?

Wie wir im Vergleich gesehen haben, ist der Tangle anderen Blockchains technisch überlegen. Das Netzwerk kann theoretisch unendlich wachsen und hat damit keine Skalierungsprobleme. Die Bitcoin-Blockchain hatte zur letzten Hype-Phase um 2017/2018 Probleme, die ganzen Transaktionen zu verarbeiten. Das führte zu höheren Gebühren, denn die Miner konnten sich aussuchen, welche Transaktionen sie zuerst verarbeiten wollten. Um auch innerhalb der üblichen 10 Minuten die eigene digitale Währung zu versenden, musste man draufzahlen. Anschließend kam man zu dem Schluss, zusätzliche Technologien wie Segregated Witness und das Lightning Network zu implementieren, um auch in Zukunft mit einer wachsenden Nachfrage umgehen zu können.

Der Tangle hat dieses Problem nicht. Transaktionen kosten noch nicht einmal Gebühren und sind innerhalb kürzester Zeit erledigt. Im Vergleich dazu wirkt die Blockchain überholt und veraltet. Das Geflecht aus Nodes und Transaktionen ist wesentlich effektiver, energiesparender und schneller als die Blockchain-Architektur. Außerdem lassen sich mit dem Tangle auch problemlos Kleinstbeträge versenden. Bei anderen Digitalwährungen lohnt sich das oftmals wegen der hohen Bearbeitungskosten nicht.

Dann wäre da noch der Anwendungsfall. Das IOTA-Projekt ist mehr als ein bloßes digitales Zahlungsmittel. Es geht hierbei um das Internet der Dinge, um die Industrie 4.0. Die Industrie 4.0 ist die nächste Stufe der technischen Entwicklung des Menschen. Alle möglichen Geräte, vom Auto bis zur Kaffeemaschine, sind beim Internet der Dinge miteinander verbunden und kommunizieren ständig miteinander. Und der MIOTA soll ihnen als Zahlungsmittel dienen.

Bis unsere Technik so umfassend vernetzt ist, werden noch viele Jahre vergehen. Daher lässt sich auch schwer eine eindeutige IOTA Prognose stellen. Sicher ist jedoch jetzt schon, dass die IOTA-Stiftung vielversprechende Kooperationen eingehen konnte, zum Beispiel mit Fujitsu, VW oder Bosch.

Und daher ist es auch möglich, dass sich IOTA von BTC lösen könnte.
Diese beiden Kryptowährungen verfolgen ganz andere Ziele, ihre Technologien sind unterschiedlich.
Satoshi Nakamotos Erfindung könnte eines Tages durch eine andere Kryptowährung ersetzt werden, die technisch fortgeschrittener ist und sich besser als digitales Zahlungsmittel eignet.
Schon jetzt gibt es fortschrittlichere Kryptos, doch ist Bitcoin einfach zu groß, um von dem ersten Platz gestoßen zu werden.

Die IOTA-Stiftung will keine Digitalwährung für alle möglichen Zahlungen über das Internet erschaffen. Es geht konkret um ein Netzwerk für das Internet der Dinge. Und wenn dieses Netzwerk erst einmal richtig online geht, könnte es durchaus sein, dass der MIOTA sogar auf den ersten Platz steigen könnte.

 

Anzeige
Hinterlasse einen Kommentar

Leave a comment: