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Südkorea: Bithumb trägt keine finanzielle Haftung für Hacks von Kundenkonten

Laut einem Bericht der Korea Economic Daily hat ein südkoreanisches Gericht Bithumb von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen. Ein Kunde der Börse hatte das Unternehmen nach einem Hacking-Vorfall verklagt, bei dem er mehrere Tausend US-Dollar verlor.

Vorwurf gegen Bithumb: Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen

Der 30-jährige Ahn Park behauptete, dass sein Bithumb-Konto am 30. November 2017 gehackt wurde und reichte daher eine Klage gegen das Unternehmen ein. Angeblich hätte Bithumb den Hackern Gelegenheit geboten, sein Geld zu stehlen. Es handelt sich insgesamt um etwa 400 Millionen koreanische Won (das entspricht 355.000 US-Dollar).

Park behauptete, dass mangelnde Sicherheitsvorkehrungen der Plattform Schuld daran tragen, dass nicht identifizierte Hacker Zugang zu seinem Krypto-Konto erhalten haben. Mit Ausnahme von Ethereum (ETH) im Wert von wenigen Cent konnten sie so das gesamte Konto leer räumen.

Der Hacker konnte sich nur für wenige Stunden Zugang zu Parks Krypto-Account verschaffen. Dennoch gelang es dem Eindringling den gesamten Fiat-Bestand des Kontos zu stehlen, indem er Ethereum (ETH) kaufte und die Token anschließend in separate Wallets transferierte.  Sie hinterließen Parks Konto mit Ethereum (ETH) im Wert von 121 Won (ca. 11 Cent) zurück.

Bithumb nicht zum ersten Mal im Visier von Hackern

Die unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen von Bithumb stehen nicht zum ersten Mal unter Kritik. In einem früheren Vorfall im Juli 2017 gelang es Hackern Zugriff auf Mitarbeiterdaten von Bithumb, sowie auf private Informationen von rund 30.000 Kunden-Konten zu erhalten.

Park argumentierte, dass es einige grundlegende Probleme mit den Servern gab, welche nicht behoben wurden. Die unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen machten es den Hackern leicht, Zugang zu seinem Geld zu erhalten, so Park. Die koreanische Krypto-Börse sollte den gleichen Sicherheitsanforderungen wie einer klassischen Finanzdienstleistungsgesellschaft unterliegen, erklärte er.

Bithumb jedoch argumentierte, dass das Unternehmen nicht für Entschädigungen haftbar sei, da es weder ein elektronischer Finanzdienstleister, noch ein Finanzunternehmen oder ein elektronischer Finanzassistent ist. Das Gericht entschied sich schließlich zugunsten der Krypto-Börse. Der Richter sprach das Unternehmen von sämtlichen Anklagen im Zusammenhang mit dem Diebstahl frei. Er bestätigte zudem das Argument, dass Bithumb keine Finanzgesellschaft ist.

Desweiteren entschied der Richter, dass Bithumb seiner Treuhandpflicht nachgekommen war, da dem Kunden 10 SMS-Nachrichten zugeschickt wurden, die ihn über die Transaktionen informierten, die auf seinem Konto stattgefunden haben.

Er kommentierte zudem, dass Kryptowährungen “nicht als elektronisches Zahlungsmittel betrachtet werden können, solange sie hauptsächlich als spekulatives Mittel verwendet werden.”

Dieses Urteil schafft einen gefährlichen Präzedenzfall für künftige Vorfälle. Zudem könnte es einige potenzielle Investoren abschrecken, da sie Bedenken haben könnten, ihr Vermögen zu verlieren und keinen rechtlichen Ausweg zu haben.


Quellenangaben: ccn.com
Bildquelle: Pixabay

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