Eilmeldung: BitClub Network Hintermännern gehts an den Kragen

Eilmeldung: BitClub Network Hintermännern gehts an den Kragen

Jahrelang wurde das Ponzi-Programm Bitclub Network überall beworben. Jetzt geht es den Betreibern an den Kragen.

BitClub geht’s an den Kragen

Die US-Staatsanwaltschaft ist derzeit im Fall BitClub Network sehr aktiv. Es wurden drei Männer dieses Scam-Programms festgenommen, mit dem rund 722 Millionen US-Dollar eingenommen wurden. BitClub Network lockte seine Opfer mit gefälschten Mining-Gewinnen, darüber wurden Kunden über ein mehrstufiges Vertriebsprogramm belohnt, die noch mehr Opfer zum Programm lockten.

Laut der Anklageschrift des US-Staatsanwalts Craig Carpenito soll das Programm von April 2014 bis in die letzten Tage von einem Büro in New Jersey aus aktiv betrieben worden sein.

Bei den verhafteten Männern handelt es sich um den 37-jährigen Matthew Brent Goettsche aus Lafayette, Colorado, Jobadiah Sinclair Weeks, 38, aus Arvada, Colorado, und dem 49-jährigen Joseph Frank Abel aus Camarillo, Kalifornien. Die ersten beiden wurden wegen Überweisungsbetrugs angeklagt, Abel für den Verkauf nicht registrierter Wertpapiere, was bei Weeks noch dazukommt.

Ermittler bestätigen, dass immer noch eine Fahndung nach zwei weiteren läuft, deren Identität man nicht bekannt geben möchte.

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Laut Staatsanwaltschaft:

“Die Anklageschrift beschreibt die Nutzung der komplexen Krypto-Welt durch die Angeklagten, um ahnungslose Investoren auszunutzen.”

“Was sie angeblich getan haben, ist kaum mehr als ein modernes High-Tech-Ponzi-System, das Opfer um Hunderte Millionen von Dollar betrogen hat.”

“In Zusammenarbeit mit unseren Strafverfolgungspartnern hier und im ganzen Land werden wir sicherstellen, dass diese Betrüger für ihre Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden.”

Laut weiteren Angaben wurde erklärt, dass die Bande die Opfer mit schnellen Gewinnen angelockt hat. Dazu wurden eine Reihe komplexer Methoden angewandt.

Paul Delacout, stellvertretender Director des FBI Los Angeles:

“Denjenigen, die heute festgenommen werden, wird vorgeworfen, mit ausgeklügelten Taktiken Tausende von Opfern angelockt zu haben, die hohe Renditen für ihre Investitionen in einen Bitcoin-Mining-Pool versprechen – einer fortschrittlichen Methode, von der Kryptowährungen profitieren.”

“Die Angeklagten haben über diesen Weg Hunderte von Millionen Dollar verdient, indem sie über mehrere Jahre hinweg, weiterhin neue Investoren rekrutiert haben und das Geld der Opfer verschwenderisch ausgaben.”

John R. Tafur, zuständiger Specialagent des IRS Criminial Investigration, Newark sagte dazu:

In der heutigen Anklageschrift wird behauptet, die Angeklagten hätten sich an einem ausgeklügelten Ponzi-Programm beteiligt, an dem weltweit Investoren beteiligt waren.”

“Dies war ein klassisches Betrugsspiel mit einer virtuellen Wendung – falsche Versprechungen von hohen Erträgen für Investitionen in den Bitcoin-Abbau. IRS Criminal Investigation wird weiterhin mit unseren Strafverfolgungspartnern, einschließlich der Joint Chiefs of Global Tax Enforcement, zusammenarbeiten, um Cyberkriminelle zu ermitteln und vor Gericht zu stellen.”

“… Von April 2014 bis Dezember 2019 betrieben die Beklagten das betrügerische BitClub-Netzwerk, das Geld von Anlegern gegen Aktien angeblicher Kryptowährungs-Mining-Pools einholte und Investoren für die Gewinnung neuer Investoren belohnte.

Goettsche, Weeks und andere haben sich zusammengeschlossen, um Investitionen in BitClub Network zu veranlassen, indem sie falsche und irreführende Zahlen angegeben haben, denen zufolge BitClub-Investoren” Bitcoin-Mining-Einnahmen “genannt wurden, die angeblich vom BitCoin-Mining-Pool von BitClub Network generiert wurden.”

Berichten zufolge hat Goettsche darüber gesprochen, dass seine Zielgruppe dumme Investoren sein würden, die er gerne als Schafe bezeichnete. Genau auf diesen Idioten baute er das ganze System auf.

Aus Dokumenten geht auch hervor, dass Goettsche andere angewiesen habe, die Zahlen der Mining-Gewinne zu manipulieren.

Des Weiteren haben die drei BitClub Network Anteile verkauft, die nicht bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) registriert waren.

Das Team hat keine Kosten und Mühen gescheut. Es wurden Videos erstellt und es wurde die ganze Welt bereist, um noch mehr Leute zum “transparentesten Unternehmen” heranzuholen.

Die Anklage für Überweisungsbetrug sieht eine Höchststrafe von 20 Jahren Haft vor, mitsamt einer Geldstrafe von 250.000 US-Dollar. Für den Verkauf von nicht registrierten Wertpapieren droht eine Haft von fünf Jahren und eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar.

Die Staatsanwaltschaft fordert Opfer dieses Programms auf, die Webseite www.justice.gov/usao-nj/bitclub, oder der Webseite www.justice.gov/largecases aufzusuchen.

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Bildquelle: Depositphotos / phonlamai

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