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Banken treiben die Tokenisierung voran, Soneium sucht nach neuen Anwendungsfällen für KI-Lizenzen und Ethereum verzeichnet deutliche Stablecoin-Abflüsse. Der aktuelle Blockchain-Pressespiegel zeigt, wie eng institutionelle Innovation, regulatorische Weichenstellungen und die angespannte Marktlage inzwischen miteinander verbunden sind.
Blockchain-Pressespiegel: Banken, Tokenisierung und die aktuelle Marktlage
SSPA nimmt Blockchain-Spezialisten TVL Capital auf
Die Swiss Structured Products Association (SSPA) erweitert ihr Netzwerk im Bereich digitaler Vermögenswerte und nimmt TVL Capital als Partnermitglied in der Kategorie Partner Broker auf. Das im Kanton Zug ansässige Unternehmen entwickelt eine Infrastruktur, mit der Banken und andere Finanzinstitute bestehende Strukturierte Produkte auf die Blockchain bringen können.
Im Mittelpunkt stehen sogenannte Chain-Traded Products (CTPs). Dabei handelt es sich um Strukturierte Produkte, die auf Grundlage des Schweizer DLT-Gesetzes als registerbasierte Wertrechte ausgegeben werden. Emittent, Auszahlungsprofil und Marktexposure der Anleger bleiben unverändert, während die Produkte über eine Blockchain-basierte Infrastruktur abgebildet werden.
Nach Angaben von finews.ch soll die Technologie zusätzliche Vertriebskanäle und die digitale Abwicklung nach dem Handel ermöglichen. TVL Capital übernimmt dabei weder die Rolle des Emittenten noch des Produktvertriebs, sondern stellt die technische Infrastruktur bereit.
„Emittenten können ihre bestehenden Produkte auf die Blockchain bringen, ohne die Produkte selbst verändern zu müssen“, erklärt Penny Tunbridge, COO von TVL Capital.
Mit dem Beitritt wächst die SSPA auf insgesamt 58 Mitglieder. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben Unternehmen, die zusammen mehr als 95 Prozent des Schweizer Marktvolumens mit Strukturierten Produkten abdecken.
Zusammenfassung: TVL Capital bringt Blockchain-Infrastruktur für die Tokenisierung bestehender Strukturierter Produkte in die SSPA ein. Der Verband zählt nun 58 Mitglieder und deckt nach eigenen Angaben mehr als 95 Prozent des Schweizer Marktvolumens mit Strukturierten Produkten ab.
Soneium plant Lizenzsystem für KI-Inhalte und eigenen Token
Das von Sony unterstützte Blockchain-Projekt Soneium plant ein Lizenzsystem, mit dem kreative Urheber automatisch bezahlt werden sollen, wenn ihre Werke von Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz genutzt werden. Am 26. Oktober gab Soneium außerdem Pläne für Investitionen in den Unterhaltungsbereich und eine eigene Kryptowährung bekannt.
Das Projekt wurde gemeinsam mit dem japanischen Krypto-Unternehmen Startale entwickelt. Geplant ist, dass Urheber ihre Werke auf der Blockchain registrieren und KI-Programme anschließend Lizenzbedingungen prüfen sowie Zahlungen automatisch abwickeln. Soneium möchte dabei den vorgeschlagenen Ethereum-Standard ERC-8432 für maschinenlesbare Lizenzierungen unterstützen.
Darüber hinaus könnten Fans über Token in das Moriusa-Charakter-Franchise investieren. Eine Partnerschaft mit dem K-Pop-Unternehmen DayOneDream soll zudem Investitionen ermöglichen, die an Konzert-Tantiemen gekoppelt sind.
„Wir werden ihnen helfen, ihr nächstes Werk in neuer Größenordnung zu finanzieren“, sagte Yuji Kumagai, Protokollleiter von Soneium.
Die Entwicklung steht vor dem Hintergrund eines deutlichen Rückgangs der finanziellen Aktivität auf der Blockchain. Laut DefiLlama sanken die Einlagen in den DeFi-Anwendungen von Soneium von 203 Millionen USD im Mai 2025 auf ungefähr 9,4 Millionen USD. Kyo Finance, Sonex, Untitled Bank und Sake Finance hielten gemeinsam auf ihrem Höchststand rund 159 Millionen USD, heute sind es etwa 1,5 Millionen USD.
Innerhalb von 24 Stunden verarbeitete das Netzwerk 163.691 Transaktionen und erzielte dabei 118 USD Umsatz. Gleichzeitig soll Soneium seit Anfang 2025 über 90 % seines gesamten Umlaufangebots verloren haben.
Auch der Streit um KI-Urheberrechte bei Sony Music spielt eine Rolle. Im Juli reichte Sony erneut Klage gegen den KI-Musikgenerator Udio ein und warf dem Unternehmen vor, die Rechte an über 30.000 Aufnahmen verletzt zu haben. Sollten alle Ansprüche durchgesetzt werden, könnten die Entschädigungen 4,5 Mrd. USD übersteigen.
Für den geplanten $SONEIUM-Token gibt es bislang kein bestätigtes Startdatum. Außerdem wurde bisher kein KI-Unternehmen genannt, das sich zum geplanten Lizenzsystem bekennt.
Zusammenfassung: Soneium verbindet Blockchain, KI-Lizenzgebühren und Unterhaltungsinvestitionen. Der Plan trifft auf einen deutlichen Rückgang der DeFi-Einlagen und der Netzwerkumsätze, während der Starttermin für den $SONEIUM-Token offen bleibt.
US-Banken setzen auf gemeinsame Blockchain-Infrastruktur
Der US-Finanzsektor treibt die Nutzung digitaler Vermögenswerte und dezentraler Technologien trotz politischer Rückschläge voran. Banken und klassische Finanzdienstleister wollen die Blockchain zunehmend selbst einsetzen, anstatt Marktanteile an Krypto-Anbieter zu verlieren.
Ein besonders starkes Signal sendete im August ein Konsortium aus 21 führenden Geldhäusern, das einen Stablecoin auf Dollar-Basis auf den Markt bringen will. Zu den beteiligten Instituten gehören unter anderem Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs, Deutsche Bank und UBS.
Die Initiative soll eine gemeinsame Infrastruktur für digitale Zahlungen schaffen. Nach Einschätzung von Analysten zeigt sie, dass traditionelle Finanzinstitute Blockchain-Technologie zunehmend für eigene Geschäftsmodelle nutzen wollen.
„Irgendwann wird der Einsatz von Distributed Ledgern in diesen Geschäftsbereichen zum Standard gehören“, sagt Christopher Mellor, Head of EMEA ETF Product Management bei Invesco.
Mellor zufolge geht es für Banken nicht um Innovation um ihrer selbst willen. Blockchain könne Kosten senken und Prozesse effizienter machen. Wer die Technologie nicht in sein Geschäftsmodell integriere, riskiere langfristig, gegenüber Wettbewerbern zurückzufallen.
Laut Market Research Future belief sich das Volumen der globalen Erlöse mit Blockchain-Technologie im klassischen Banken- und Finanzdienstleistungssegment im vergangenen Jahr auf 15,5 Mrd. Dollar. Bis 2035 soll es mit einer durchschnittlichen Rate von rund 48% auf 782,5 Mrd. Dollar wachsen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Teilnehmer des Stablecoin-Konsortiums | 21 |
| Blockchain-Erlöse im klassischen Banken- und Finanzdienstleistungssegment im vergangenen Jahr | 15,5 Mrd. Dollar |
| Prognose für 2035 | 782,5 Mrd. Dollar |
| Durchschnittliche Wachstumsrate | rund 48% |
Auch JPMorgan-CEO Jamie Dimon nimmt die Entwicklung ernst. In seinem Aktionärsbrief schrieb er, dass ein völlig neuer Satz an Wettbewerbern auf Basis der Blockchain entstehe, insbesondere mit wertstabilen, an den Dollar gekoppelten Kryptowährungen. JPMorgan studiere und verfolge nach seinen Angaben über 100 solcher Wettbewerber.
Eine regulatorische Grundlage bildet in den USA der im vergangenen Jahr verabschiedete Genius Act, der einheitliche Rahmenwerke für Stablecoins schafft. Der Clarity Act sollte außerdem die Zuständigkeiten der SEC und der CFTC bei der Kontrolle digitaler Vermögenswerte festlegen, scheiterte jedoch an politischen Auseinandersetzungen und Bedenken der Bankenlobby.
Als mögliche Anwendung nennt Mellor eine Verkürzung der Abwicklungszeiten. Während bei in Irland angesiedelten ETFs T+2 gilt, werden US-Aktien als zugrunde liegende Wertpapiere bereits nach T+1 abgewickelt. Blockchain könne langfristig eine noch unmittelbarere Abwicklung bis hin zu T+0 ermöglichen.
Eine Herausforderung bleibt die Fragmentierung verschiedener Blockchain-Systeme. Banken, Börsen und Assetmanager müssten Lösungen schaffen, die miteinander kommunizieren können. Zugleich verweist Mellor darauf, dass auch die heutige Finanzmarktinfrastruktur aus zahlreichen unterschiedlichen Systemen besteht.
Zusammenfassung: US-Banken wollen Blockchain-Technologie für Stablecoins, Zahlungen, Tokenisierung, Clearing, Settlement und Verwahrung einsetzen. Der Markt soll laut Market Research Future von 15,5 Mrd. Dollar auf 782,5 Mrd. Dollar im Jahr 2035 wachsen.
Ethereum verzeichnet Abfluss von 2,9 Milliarden Dollar an Stablecoins
Auf der Ethereum-Blockchain lagen am 27. Oktober rund 143 Milliarden Dollar in Stablecoins. Der Bestand ist innerhalb von 30 Tagen um 2,9 Milliarden Dollar zurückgegangen, während Ether am Dienstagmorgen bei 2.306,86 Dollar stand und damit 0,87 Prozent unter dem Stand von Montagmorgen lag.
DefiLlama weist in seiner Tagesreihe für Ethereum 143,1 Milliarden Dollar an Stablecoins aus. Die Blockchain-Übersicht derselben Quelle kommt zur gleichen Zeit auf 142,1 Milliarden. Über alle Blockchains hinweg wurden 298,6 Milliarden Dollar in Stablecoins gezählt.
| Ethereum-Stablecoins und Marktdaten | Wert |
|---|---|
| Stablecoins auf Ethereum laut Tagesreihe | 143,1 Milliarden Dollar |
| Stablecoins auf Ethereum laut Blockchain-Übersicht | 142,1 Milliarden Dollar |
| Stablecoins auf allen Blockchains | 298,6 Milliarden Dollar |
| Abfluss innerhalb von 30 Tagen | 2,9 Milliarden Dollar |
| Ether-Kurs am Dienstagmorgen | 2.306,86 Dollar |
| Veränderung gegenüber Montagmorgen | 0,87 Prozent |
Am 27. September standen in derselben Reihe noch 146,0 Milliarden Dollar. Damit gingen innerhalb von 30 Tagen 2,9 Milliarden Dollar beziehungsweise 2,00 Prozent zurück. Über sieben Tage betrug der Abfluss 1,2 Milliarden Dollar oder 0,86 Prozent.
Den Höchststand erreichte Ethereum am 12. November 2025 mit 167,7 Milliarden Dollar. Vom damaligen Niveau fehlen 14,7 Prozent. Ethereum trägt laut der Quelle 47,6 Prozent aller Stablecoins über sämtliche Blockchains hinweg.
Der Volatilitätsindex DVOL der Terminbörse Deribit stand am Dienstagmorgen bei 52,91 für Ethereum. Daraus ergibt sich eine erwartete Tagesspanne von 2,77 Prozent und ein Band zwischen rund 2.243 und 2.371 Dollar.
| Optionsmarktdaten | Wert |
|---|---|
| Ethereum-DVOL | 52,91 |
| Erwartete Tagesspanne für Ethereum | 2,77 Prozent |
| Erwartetes Kursband | 2.243 bis 2.371 Dollar |
| Bitcoin-DVOL | 38,11 |
| Erwartete Tagesspanne für Bitcoin | 1,99 Prozent |
Auf Deribit standen 1.506.151 offene Ether-Optionskontrakte. Davon entfielen 1.006.870 auf Calls und 499.281 auf Puts. Das Verhältnis von Puts zu Calls lag bei 0,50.
Auf den 25. Dezember entfielen 616.283 Kontrakte und damit 40,9 Prozent des offenen Bestands. Der Gegenwert wurde mit rund 1,42 Milliarden Dollar angegeben. Der nächste Verfall am 30. Oktober umfasste 328.442 Kontrakte beziehungsweise 21,8 Prozent.
Die Gebühren für Transaktionen auf Ethereum beliefen sich am Montag laut DefiLlama auf 269.520 Dollar. Am Sonntag waren es 165.795 Dollar. Über die vergangenen 30 Tage summierten sich die Gebühren auf 15,3 Millionen Dollar.
Das Tagestief lag bei 2.294,84 Dollar, das Tageshoch bei 2.338,49 Dollar. Das Handelsvolumen betrug 8,49 Milliarden Dollar. Der 200-Tage-Durchschnitt wurde bei 2.329 Dollar gemessen. Der Fear and Greed Index lag am Montag bei 48 Punkten, nach 50 Punkten am Sonntag.
Die Federal Reserve tagt am 27. und 28. Oktober 2026 und entscheidet am Mittwoch um 19 Uhr deutscher Zeit. Neue Konjunkturprojektionen gibt es bei diesem Termin nicht.
Zusammenfassung: Ethereum verzeichnete innerhalb von 30 Tagen einen Stablecoin-Abfluss von 2,9 Milliarden Dollar. Der Kurs lag bei 2.306,86 Dollar, während der Optionsmarkt eine erwartete Tagesspanne von 2,77 Prozent und ein Put-Call-Verhältnis von 0,50 zeigte.
TUM Blockchain Conference 2026 startet Ende Oktober in München
Die TUM Blockchain Conference 2026 findet vom 29. bis 31. Oktober 2026 im House of Communication in München statt. Die vom TUM Blockchain Club der Technischen Universität München organisierte Veranstaltung geht in ihre vierte Ausgabe.
Auf dem Programm stehen Blockchain-Technologie, dezentrale Finanzanwendungen und Regulierung. Der Digital Assets Day am 30. Oktober wird vom Bundesverband Blockchain gestaltet und richtet den Schwerpunkt auf regulatorische Fragen sowie die institutionelle Nutzung digitaler Vermögenswerte.
Die gemeinnützige Konferenz bringt Entwickler, Gründer, Investoren, Wissenschaftler und Unternehmen zusammen. Bei der vergangenen Ausgabe kamen nach Angaben der Veranstalter mehr als 1.200 Teilnehmer und über 125 Speaker zusammen.
Das Programm umfasst Vorträge, Diskussionen, Networking-Veranstaltungen und eine Abschlussparty. Vom 30. bis 31. Oktober findet außerdem ein 30-stündiger Hackathon statt, bei dem Teilnehmer unterschiedlicher Erfahrungsstufen an eigenen Projekten arbeiten und sich in verschiedenen Wettbewerben um Preise bewerben können.
Zu den Referenten vergangener Ausgaben zählten Paul Brody von EY, Patrick Hansen von Circle, Justin Drake von der Ethereum Foundation und Friederike Ernst von Gnosis. Unternehmen und Blockchain-Ökosysteme wie Sui, Ledger und Solana waren bereits als Sponsoren oder Partner vertreten.
BTC-ECHO-Leser erhalten nach Angaben von BTC-ECHO 10 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis. Dafür muss bei der Buchung der Rabattcode TBC26BTCECHO10 eingegeben werden.
Zusammenfassung: Die vierte TUM Blockchain Conference findet vom 29. bis 31. Oktober 2026 in München statt. Der Digital Assets Day am 30. Oktober, Regulierung, institutionelle Nutzung und ein 30-stündiger Hackathon gehören zu den Schwerpunkten.
Santiment sieht mögliches Bitcoin-Tiefpunkt-Signal
Die Blockchain-Analyseplattform Santiment sieht Anzeichen für einen möglichen Bitcoin-Tiefpunkt, nachdem kleinere Inhaber offenbar ihre Positionen aufgeben. Seit dem 16. Oktober seien rund 30.000 weniger nicht leere Wallets registriert worden, wodurch sich die Gesamtzahl auf knapp 59,95 Millionen belaufe.
Santiment interpretiert den Rückgang als mögliche Kapitulation von Privatanlegern. Ein konträres Signal kann darauf hindeuten, dass sich Preise entgegen den Erwartungen der breiten Masse entwickeln und eine Erholung bevorsteht.
Ein früherer Rückgang in den Gruppen der Kleinanleger ging laut der Quelle einer Erholung des Bitcoin-Kurses über 85.000 US-Dollar voraus. Eine Auswertung vom September identifizierte 69.494 Adressen, die im Juli und August zwei Guthabengruppen verlassen hatten: zwischen 0,1 und 1 $BTC sowie zwischen 1 und 10 $BTC.
Die Zahl der Adressen entspricht dabei nicht der Zahl der Anleger, da ein Anleger mehrere Adressen kontrollieren kann. Änderungen der Guthaben können Verkäufe, Konsolidierungen oder Bewegungen außerhalb der betrachteten Gruppen widerspiegeln.
Bitcoin fiel bis zum 24. Oktober unter seinen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Dieser hatte rund zwei Monate als Unterstützung gedient. Der Cryptoquant-Autor Darkfost verwies außerdem auf einen Rückgang des Bull Score Index von 80 auf 60.
„80.000 $ sind das unmittelbare Schlachtfeld. Wenn die Anzahl der Wallets weiter zurückgeht, während $BTC die 80.000-Dollar-Marke hält und wieder etwa 82.500 $ erreicht, wird das konträre Bodensignal deutlich stärker. Ein anhaltender Durchbruch unter den jüngsten Bereich um 79.000 $ würde diese Konstellation verzögern und darauf hindeuten, dass die Kapitulation noch nicht abgeschlossen ist“, erklärte Santiment.
Zusammenfassung: Santiment registrierte seit dem 16. Oktober rund 30.000 weniger nicht leere Wallets und sieht darin ein mögliches Kapitulationssignal. Für die weitere Einordnung nennt die Quelle 80.000 $, 82.500 $ und den Bereich um 79.000 $.
Einschätzung der Redaktion
Die zentrale Entwicklung ist die fortschreitende Institutionalisierung der Blockchain: Banken und Finanzinstitute integrieren die Technologie zunehmend in bestehende Strukturen, statt sie als separates Krypto-Ökosystem zu behandeln. Das spricht für wachsende praktische Relevanz bei Tokenisierung, Zahlungsverkehr und Abwicklung.
Gleichzeitig zeigt die schwache Aktivität einzelner Netzwerke, dass technologische Ankündigungen allein noch keine nachhaltige Nutzung garantieren. Entscheidend werden reale Anwender, interoperable Standards, belastbare Geschäftsmodelle und klare Regulierung sein. Besonders bei KI-Lizenzen und tokenisierten Unterhaltungsrechten bleibt die Umsetzung anspruchsvoll, weil rechtliche Akzeptanz und wirtschaftliche Nachfrage erst nachgewiesen werden müssen.
Die Marktdaten mahnen zudem zur Vorsicht: Stablecoin-Abflüsse, erhöhte Volatilität und mögliche Kapitulationssignale belegen ein fragiles Umfeld. Kurzfristige Kursindikatoren sollten daher nicht mit einer gesicherten Trendwende verwechselt werden.
Zusammenfassung: Die Blockchain gewinnt im institutionellen Finanzwesen an strategischer Bedeutung, während Nutzung, Nachfrage und Marktstabilität weiterhin uneinheitlich sind. Der langfristige Erfolg wird weniger von Ankündigungen als von tatsächlicher Integration und messbarem wirtschaftlichem Nutzen abhängen.
Quellen:
- SSPA verstärkt sich im Blockchain-Bereich
- Sonys Blockchain plant neuen Token und KI-Lizenzgebühren: Kommt die Erholung?
- US-Banken gehen mit der Blockchain in die Offensive
- Ethereum Prognose: 2,9 Mrd Dollar Abfluss
- TUM Blockchain 2026: Tickets mit 10 Prozent Rabatt
- Santiment: Bitcoin-Tiefpunkt nahe, 30.000 Wallets verschwinden



















