Der BITCOIN Guide [Über die erfolgreichste Kryptowährung]

Der BITCOIN Guide – Über die erfolgreichste Kryptowährung

BTC

Generation Bitcoin: Ein Guide für die Währung der digitalen Ökonomie

Bitcoin ist die unbestrittene Nummer Eins unter den Währungen einer neuen Phase der digitalen Ökonomie: Die Blockchain-Technologie ist dabei, unsere Art zu wirtschaften zu verändern und unzählige Entwickler-Teams liefern sich ein Wettrennen, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Die Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern ist aber auch ungewöhnlich emotional und für private Anleger und Nutzer bleiben meist viele Fragen offen.

Du findest auf dieser Seite die wichtigsten Fakten und Informationen zu Bitcoins: Was ist ein Bitcoin, wo kannst du ihn kaufen und verkaufen und warum ist nicht nur der Kursverlauf zum Euro wichtig; wie sicher ist die digitale Währung und warum ist ein Seed ein wichtiges Sicherheits-Feature; wie sieht die Zukunft der Charts aus und welche Entwicklung wird der Kurs nehmen?

Für alle Schnellleser: Das Bitcoin-Netzwerk – die Kurzfassung

Was sind Bitcoins und wie werden sie geschaffen? Es ist digitales Geld, das von einem Entwickler bzw. Entwickler-Team mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto 2009 geschaffen wurde. Der Bitcoin ist sicher verschlüsselt, dezentral verwaltet und vor Manipulation sicher. Die Schaffung neuer BTCs ist mit der Verschlüsselung und dezentralen Verwaltung eng verknüpft und geschieht über das sogenannte Bitcoin Mining.

Wo kann ich BTCs kaufen und verkaufen? In Deutschland können die Coins über Bitcoin Plattformen bzw. von Privat zu Privat gehandelt werden, da sie seit 2011 als Finanzinstrument und nicht als Währung eingestuft sind. Der freie Bezug über Geldautomaten oder Kioske ist in den USA, Großbritannien, Österreich und der Schweiz bereits möglich und weit verbreitet.

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Wie sicher sind Kryptowährungen? Die Blockchain-Technologie sorgt für eine starke Verschlüsselung, die mit den derzeitigen technischen Mitteln nicht geknackt werden kann. Der Besitz wird über den sogenannten Private Key geregelt und Transaktionen werden durch die dezentrale Verwaltung durch alle beteiligten User autorisiert und verifiziert.

  • Der private Schlüssel ist die Achillesferse: Geht er durch Unachtsamkeit oder Betrug verloren, ist das Kapital weg. Seed ist ein zusätzliches Sicherheitsfeature, um das Risiko zu minimieren.

Wie sieht die Zukunft des Bitcoin aus? Nach dem unglaublichen Boom 2017 konsolidiert sich der BTC nach Einschätzung der meisten Beobachter. Viele Unternehmen sind dabei, die Infrastruktur für den Handel und den Gebrauch von Bitcoins zu verbessern bzw. neu zu schaffen. Die Zulassung neuer Finanzprodukte wird sich auch auf die Charts und den Bitcoin Kursverlauf positiv auswirken.

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Video-Link: https://youtu.be/H8AdJxXELp8

Wie funktioniert der Bitcoin

Digitales Geld ist auf der einen Seite eine nüchterne und technische Sache, die allein von Bits und Algorithmen bestimmt ist. Bitcoins haben andererseits etwas Abenteuerliches an sich und das liegt an ihrer Entstehungsgeschichte.

Es ist bis heute ungeklärt, wer Satoshi Nakamoto ist oder ob es sich dabei überhaupt um eine Einzelperson handelt. Sicher ist, unter diesem Namen taucht 2008 auf einer Mailingliste ein Dokument auf mit dem Titel „Bitcoin: Ein elektronisches Peer-to-Peer-Bezahlsystem“, das einen neuen Meilenstein der Entwicklung von kryptographischen Währungen ankündigt.

Wenige Monate später, am 03. Jänner 2009, geht das Bitcoin Netzwerk online und die ersten 50 BTCs werden verteilt.

Bitcoin

Das Konzept des neuen Geldsystems und auch der Zweck ist im White Paper kurz umrissen: „Mit einer elektronischen Währung, die auf einem kryptografischen Beweis beruht und kein Vertrauen zu Mittelsmänner benötigt, ist Geld sicher und kann mühelos transferiert werden.“  Satoshi Nakamoto (Übersetzung: Wikipedia).

BTCs sind daher nicht mehr, als die gesammelten und verschlüsselten Informationen darüber, wer sie besitzt und wer sie wann gekauft und verkauft hat. Die Informationen werden ständig synchronisiert und von allen, die am Netzwerk teilnehmen, gespeichert. Diese simple Idee hat weitreichende Auswirkungen und Kritiker:

FunktionKritik
Dezentrale Verwaltung und sicher vor Manipulationkein finanzpolitischer, regulierender Einfluss möglich
anonymkann für kriminelle Zwecke missbraucht werden
sichere Verschlüsselungkeine (technische) Rückabwicklung möglich
schnelle Transaktionen mit niedrigen KostenFinanzdienstleister verlieren eine Einkommensquelle

 

Wie auch immer das Für und Wider zu bewerten ist, das anonymste Zahlungsmittel ist immer noch Bargeld und die Sperrung der WikiLeaks-Konten 2010 zeigt, dass regulatorischer Einfluss auch problematisch sein kann.

Das, was Kritiker am meisten stört, ist aber für die Befürworter der größte Vorteil, was sich am Kursverlauf, dem Kurs und den Charts auch widerspiegelt: die dezentrale Verwaltung. Bitcoins werden von den Nutzern erzeugt und sie allein profitieren davon.

Mining: So entsteht digitales Geld

„One Computer one vote“ schreibt Satoshi Nakamoto und meint damit, dass Bitcoins nicht nur von den Usern selbst verwaltet, sondern auch von ihnen selbst geschaffen werden. Block, Blocktime und Block Reward sind die entscheidenden Instrumente des neuen Geldsystems:

  • Der Block: Alle Transaktionen werden regelmäßig gesammelt und verschlüsselt, d. h. aus allen Informationen wird ein Hash-Wert berechnet –> der Block; jeder neue Block wird an den vorigen angehängt und zusammen bilden sie die Blockkette.
  • Die Block Time: Alle 600 Sekunden wird ein neuer Block erzeugt bzw. von Minern berechnet; der schnellste Rechner, der alle Vorgaben einhält, bekommt neu geschaffene Coins als Belohnung.
  • Die Block Reward: Am Beginn wurden alle 10 Minuten 50 BTC ausgeschüttet; die Belohnung wird nach 210.000 erzeugten Blöcken halbiert und beträgt aktuell 12,5.

Die Verschlüsselung basiert auf einem festgelegten Algorithmus (doppelter SHA256), –> er ist der Kern des Bitcoin Mining. Ein erfolgreicher Miner muss aber einen Hash-Wert abliefern, der bestimmte Vorgaben erfüllt (Proof of Work ). Damit die Block Time von 10 Minuten eingehalten wird, einerlei wie viele Miner gerade schürfen, werden die Vorgaben mit der sogenannten Difficulty ständig angepasst.

Die technische Brillanz dieses Blockchain-Systems ist mittlerweile auch bei Kritikern unbestritten. Trotz der Sicherheit und technischen Überlegenheit hat der Bitcoin aber auch einige konzeptionelle Mängel, die auch von den Befürwortern gesehen werden und Hard Forks bewirken.

Info: Eine Hard Fork ist eine Abspaltung vom ursprünglichen Code, d. h. ab einem festgelegten Zeitpunkt wird neben der ursprünglichen Blockchain eine neue Kette mit den Veränderungen weitergeführt. Nutzer müssen sich entscheiden, welchen Pfad der Gabelung (engl. Fork) sie folgen. Aber nicht jede Abspaltung ist auch auf Dauer erfolgreich.

Was sind Alt-Coins?

Der BTC ist nicht nur die erste Kryptowährung, die sich erfolgreich am Markt etablieren konnte, er ist auch die mit großem Abstand die erfolgreichste – und genau dieser Erfolg macht vor allem zwei Schwächen des Bitcoin Codes sichtbar:

  • Die Größe eines Blocks ist auf 1 MB beschränkt; dadurch können maximal sieben Transaktionen pro Sekunde bearbeitet werden und das führt zu langen Wartezeiten bei Nutzern
  • Der Algorithmus SHA256 setzt auf pure Rechenkraft; durch spezialisierte Hardware (ASICs) sind große Mining-Farmen entstanden, die zu einer beunruhigenden Konzentration geführt haben und das One Computer, one Vote Prinzip gefährden.

Altcoins

Satoshi Nakamoto hat möglicherweise den Erfolg seiner eigenen Entwicklung unterschätzt oder einfach nur die Konsequenzen nicht bedacht. Die Festlegung der Blockgröße auf 1 MB hatte den Sinn, DoS-Attacken zu verhindern, wodurch das Netzwerk lahm gelegt würde. Fest steht, dass der weitere Erfolg des BTC spätestens nach dem Boomjahr 2017 auch durch seine konzeptionellen Schwächen aufgehalten wird.

Technische Lösungsansätze aus der Community (vom Lightning Network bis zum Segregated Witness – kurz SegWit) liegen schon seit längerem am Tisch. Nur der Konsens fehlt und Konsens ist ein wichtiger Schlüssel für das Funktionieren des Netzwerks. Das führte schließlich zu mehreren Hard Forks.

Stabile Hard Forks und ihre Vorteile:

Bitcoin GoldBitcoin Cash
Gründung24.10. 201701.08. 2017
Vorteilverwendet den Algorithmus Equilash, der private Nutzer bevorzugthat eine Blockgröße von 32 MB

 

Info: Der Algorithmus Equilash wurde von einer Forschergruppe an der Universität Luxemburg entwickelt. Sein Vorteil ist, dass verglichen mit 10.000 privaten Nutzern und ihren PCs, die Investition für spezialisierte Hardware um den Faktor 10.000 teurer ist. Damit ist das demokratische Prinzip von One computer, one Vote gesichert.

Bitcoins kaufen und verkaufen: So gelingt der Einstieg

Der beste Bitcoin ist nur so viel wert, wie der Nutzen, den er als Zahlungs- oder Wertaufbewahrungsmittel hat und das ist letztlich auch für die Charts und den Kurs bestimmend. Viele Einsteiger brauchen aber eine Zeit, um sich den nötigen Überblick zu verschaffen – das aus gutem Grund.

Wenn du dich für die neue Welt des digitalen Geldes interessierst, musst du dich grundsätzlich mit der neuen Technik vertraut machen und dir auch darüber klar sein, wie du Bitcoins nutzen möchtest:

  • Du kannst BTCs nur kaufen, wenn du am Netzwerk teilnimmst. Das Wallet ist deine virtuelle Geldbörse und der Software-Client für den vollen Zugang.
  • Auf Bitcoin Börsen kannst du investieren und die Coins kaufen und verkaufen – hier wird der Kurs festgelegt und sie bestimmen die Charts, die die Entwicklung des Kursverlaufs wiedergeben.
  • Immer mehr Online- und Offline-Shops akzeptieren Bitcoins als Zahlungsmittel und die Zahl der Geldautomaten und Kioske, die BTCs verkaufen, wächst ständig.

Was sind Wallets und wozu brauche ich Clients?

Bitcoins funktionieren nur durch Kooperation im Netzwerk. Wer ihn kaufen oder verkaufen möchte, benötigt einen technischen Zugang. Damit wirst du Teil der Community und speicherst, wie alle anderen Mitglieder, alle Informationen die für die Funktion des Bitcoin nötig sind.

Der Zugang funktioniert über Software-Clients, die gleichzeitig auch die Wallet, d. h. deine virtuelle Brieftaschesind. Sie funktionieren größtenteils als Desktop-Software, die du auf deinen PC installierst und so dein digitales Kapital verwaltest. Mit der wachsenden Beliebtheit gibt es aber immer mehr Möglichkeiten für einen einfachen und flexiblen Zugang, zum Beispiel:

  • Online-Wallets sind Cloud-Lösungen im Internet, um zu kaufen und zu verkaufen: Je nach Service-Anbieter kannst du deine Bitcoins und andere Kryptowährungen sicher aufbewahren und bei Bedarf mit einem Smartphone oder Tablet darauf zugreifen.
  • Hardware-Wallets sind im Grunde besonders gesicherte Speicher-Sticks für deine Coins. Sie können nicht gehackt werden und funktionieren oft im Zusammenspiel mit Online-Wallets. Um gegen Verlust gesichert zu sein, sind hier Seeds auf alle Fälle empfehlenswert.
  • Paper-Wallets sind die mobilste Form. Ein einfacher Ausdruck, auf dem ein QR-Code alle notwendigen Informationen speichert, macht Bitcoins wieder analog erfahrbar.

Bitcoin Wallet

BTC als Investition – kaufen und verkaufen auf Online-Börsen

Sie ziehen die meiste Aufmerksamkeit auf sich und hier werden die Kurse, Kursentwicklungen und Charts bestimmt: Bitstamp, Coinbase oder bitcoin.de sind die Handelsplattformen des digitalen Geldes. Wie auf herkömmlichen Börsen kannst du Order platzieren, um BTCs zu kaufen oder zu verkaufen. Je nach erzieltem Kurs bestimmen diese Transaktionen die Charts und die Entwicklung des Kursverlaufs.

Die meisten Online Börsen bieten einen umfangreichen Service an:

  • Sie sind sehr sicher: Für die Anmeldung muss die eigene Identität nachgewiesen werden und Transaktionen werden über meist über 2-Faktoren-Authentifizierung und zusätzlicher Mail-Verifizierung abgesichert.
  • Nach erfolgreicher Anmeldung bieten die Plattformen flexible Möglichkeiten um Bitcoins zu kaufen und zu verkaufen. Vor allem bei komplexeren Anlagestrategien ist es wichtig, zwischen Limit und Stop Order wählen zu können.
  • Sie stellen ein eigenes Wallet zur Verwaltung des eigenen Kapitals zur Verfügung

Für die Auswahl der richtigen Plattform, um zu kaufen und zu verkaufen, ist neben der Sicherheit und dem Service aber auch wichtig, welche Kryptowährungen verkauft werden: Für weitreichende Strategien macht es einen Unterschied, ob 1 oder 5 Währungen zur Auswahl stehen und ob der Handel nur mit Euro möglich ist.

Zudem unterscheiden sich die Plattformen auch stark bezüglich der verrechneten Gebühren. Während die Einen nur Verkaufs-Order belasten und Kauf-Order mit 0 % gebührenfrei bleiben, verlangen Andere einen Aufschlag auf jede Transaktion.

Der ganz normale Bitcoin – BTC als Zahlungsmittel

Digitale Währungen werden dann endgültig angekommen sein, wenn es normal ist, dass du deine Curry-Wurst mit einer Hand voll Satoshi bezahlen kannst. Bis dahin ist es allerdings ein Stück des Weges lang.

Mittlerweile gibt es bereits weit über 10.000 Shops und Onlinehändler, die Bitcoins akzeptieren. Für den alltäglichen Gebrauch ist das allerdings noch sehr wenig. BTCs benötigen eine technische Basis und diese setzt eine technische Infrastruktur voraus. Die meisten Händler und Finanzdienstleister sind dafür noch nicht gerüstet. Aufgrund der steigenden Beliebtheit ist das aber nur eine Frage der Zeit.

Da der Aufwand, um Coins zu kaufen und zu verkaufen, noch um einiges höher ist, als zum Beispiel einfach mit PayPal mit Euro zu bezahlen, ist auch die hohe Volatilität des Bitcoin ein Risiko. Da der Kurs sich auf den Charts sehr schnell bis zu 30 % verändern kann, kann der tägliche Einkauf je nach Kursverlauf sehr günstig oder sehr teuer werden. Erst mit einer breiten Infrastruktur und schnellen Währungswechseln wird dieses Risiko überschaubar.

Neben der technischen Infrastruktur, hemmen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen den alltäglichen Einsatz von Bitcoins. Für Deutschland gilt der Bitcoin als Finanzinstrumente und nicht als Zahlungsmittel. Daher können Coins auch nur bei zugelassenen Plattformen gekauft werden. Für andere Länder ist die Situation bereits wesentlich freundlicher:

Anzahl Bitcoin Geldautomaten Stand Sept 2018

SchweizÖsterreichSlowakeiDeutschland
36803300

Info: Aufgrund des hohen Werts eines Bitcoins, wäre es äußerst unpraktisch ständig mit lauter 00 zu hantieren, für das was du täglich kaufst und verkaufst. Satoshi ist die Untereinheit von Bitcoins, so wie Cent und Euro. 1 Satoshi 10 hoch -8 (0 , 00000001) BTC. Da es sich hier um eine digitale Währungen, ist es technisch kein Problem, noch kleinere Untereinheiten zu schaffen.

Wie sicher ist digitales Geld

Bitcoin gehört zu den sichersten Währungen am Markt trotz gegenteiliger Schlagzeilen. Das hat vor allem drei Gründe:

  • Der Software-Code ist ausgereift und abgesehen von kleinen Nachbesserungen seit seiner Einführung unverändert.
  • Der Verschlüsselungsalgorithmus ist besonders stark und kann mit derzeitigen technischen Mitteln unmöglich geknackt werden.
  • Aufgrund der dezentralen Verwaltung und der breiten Basis ist es nicht möglich, dass Einzelne oder Gruppen Transaktionen manipulieren können.

Verlust und Diebstahl sind aber nicht ausgeschlossen, haben aber mehr mit dem Handling drumherum, als mit dem Bitcoin zu tun. Der entscheidende Zugang für dein Kapital ist der Private Key und er kann genauso gestohlen werden, wie andere physische und digitale Wertgegenstände auch. Mit Seeds, einem zusätzlichen Sicherheitsfeature, lässt sich das Risiko aber weitestgehend minimieren.

Ist Bitcoin sicher?

Die 5 häufigsten Formen von Crypto-Betrug

Gerade bei neuen Märkte, die noch unsicher sind, sind bösartige Betrugsversuche leider zu oft erfolgreich. Bei Kryptowährungen solltest du auf diese 5 Fallen achten:

  • Fake Exchanges: Anbieter wie BitKRX treten zu Beginn seriös und ernsthaft auf. Nachdem genügend Kapital gesammelt ist, verschwinden die Betrüger und sowohl Investoren als auch Kunden schauen durch die Finger.
  • Gefälschte Private Keys: Im Netz tauchen immer wieder Anzeigen auf, die für wenig Geld Wallets mit einer Menge CryptoCoins versprechen. Nach der Überweisung der Euros stellt sich das Wallet allerdings als geschickte Fälschung heraus.
  • Gefälschte Wallets: Dabei handelt es sich im Grunde um gefälschte Software, die vorgibt einen realen Zugang zum Bitcoin Netzwerk zu liefern. Tatsächlich ist es eine Attrappe, die das überwiesene Geld verschwinden lässt.
  • Schadsoftware: Malware ist so alt wie das Internet und mittlerweile auch auf das Ausspionieren von Private Keys spezialisiert. Daher ist im Internet grundsätzlich immer Vorsicht angeraten, bevor du auf eine ausführbare Datei klickst.
  • Ponzi-Schemes: Das klassische Schneeball-System, benannt nach dem amerikanischen Betrüger Charles Ponzi, hat auch vor Kryptowährungen nicht halt gemacht. So haben zum Beispiel auch die Investoren der Website MiningMax erfahren müssen, dass der einzige Gewinn von den Betrügern an der Spitze der Pyramide eingefahren wurde.

Diese Gefahren sind keine Besonderheiten von Bitcoins. Sie tauchen immer dort auf, wo es Menschen mit krimineller Energie auf das Eigentum Anderer abgesehen haben. Digitale Währungen können aber aufgrund ihrer technischen Basis zusätzlich geschützt werden, etwa mit einem Seed.

Wie funktioniert ein Seed zur Sicherung des Bitcoin Private Key:

Der Private Key ist der Schlüssel zu deinem Bitcoin Kapital: Mit ihm autorisiert du deine Transaktionen und er ist der Zugang zu deinem Wallet. Wenn du ihn verlierst oder er dir gestohlen wird dann sind auch deine BTCs weg. Seeds können das Risiko minimieren, sofern dein Wallet dieses Sicherheitsfeature unterstützen und du einen Seed angelegt hast.

Wir wollen die Funktionsweise anhand eines Hardware-Wallet erklären:

  1. Du hast deine neue Brieftasche für CryptoCoins mit der Software des Herstellers eingerichtet und einen Private Key bekommen.
  2. Zusätzlich läßt du dir von deinem Key einen Seed (engl. für Saat) erzeugen.
  3. Je nach Verfahren und Einstellungen bekommst du damit eine Liste von 12, 18 oder 24 scheinbar zufälligen Worten, die du dir merken oder auch notieren kannst.
  4. Wird dein Hardware-Wallet gestohlen, kann niemand was damit anfangen. Du kannst jedoch ein neues Hardware-Wallet besorgen und mit Hilfe des Seed deinen Private Key wiederherstellen.
  5. Du hast wieder vollen Zugang zu deinem digitalen Geld, da dein Eigentumsrecht ja im Block der Blockchain gespeichert ist und du mit dem wiederhergestellten Private Key dein Recht belegen kannst.

Die Blockchain und ihre technologische Basis sind für alle Kryptowährungen ein unschätzbar Sicherheitsvorteil. Neben der eigentlichen, primären Verschlüsselung, kannst du deinen Zugang auch mit weiteren Sicherheitstechniken schützen. Das Bitcoin Netzwerk gehört damit zu den sichersten verfügbaren Geldsystemen und mit der Vermeidung der fünf häufigsten Fallen ist es eigentlich unknackbar.

Wie sieht die Zukunft des Bitcoin aus?

Es ist eigentlich schwer vorstellbar, dass Bitcoins vor wenigen Jahren nur gut informierten Insidern und Computer-Nerds bekannt waren. Einem Großteil dieser early adopter hat der Informationsvorsprung zu einem ansehnlichen Vermögen verholfen. BTCs sind aber noch nicht im Mainstream angekommen und Gelegenheiten zu Gewinnmitnahmen für Entschlossene sind immer noch möglich.

Die mittel- und langfristige Zukunft des Bitcoin Kurses in den Charts wird nicht von Kritikern und Negativ-Schlagzeilen bestimmt werden. Die Befürworter des digitalen Geldes können bestimmen, die Charts voranzutreiben und für einen positiven Kursverlauf zu sorgen.

Viele Start-Ups und Teams sind jetzt schon dabei, die Wertentwicklung von Bitcoin voran zu treiben, um die Alltagstauglichkeit zu erhöhen und die technischen Herausforderungen zu lösen.

Zukunftsthema: Bitcoin Usability

Der Handel mit BTC als Investitionsobjekt ist heute schon dank vieler seriöser und sicherer Plattformen leicht möglich und mit BTCs kannst du heute regulär kaufen und verkaufen –> anders vor wenigen Jahren, als zwei Pizzen 10.000 Bitcoins kosteten und ein Mailkontakt zwischen Florida und London nötig war.

Es fehlen jedoch noch wichtige Instrumente und Serviceleistungen für den reibungslosen Börsenhandel und alltäglichen Zahlungsverkehr.

Viele institutionelle Anleger – Versicherungsfonds und Banken haben sich bereits im Boomjahr 2017 für den Bitcoin entschieden und damit den Kurs und die Charts mitbestimmt. Für die ganz Großen der Finanzbranche, die konservative Investmentstrategien verfolgen, fehlen aber noch geeignete Finanzinstrumente.

  • BlackRock, die mit über $ 6 Billionen Anlagevermögen derzeit größte Fondsgesellschaft, hat Mitte 2018 zwar Interesse bekundet, ist aber bisher noch nicht aktiv geworden.

Die Genehmigung von Bitcoin Exchange Trading Funds (ETFs bzw. Indexfonds) durch US-Behörden wurde zwar schon mehrfach angekündigt aber immer wieder verschoben. Indexfonds sind gegenüber anderen Anlageprodukten stärker reguliert und daher sicherer – ein optimales Instrument für Privatanleger aber auch traditionelle Vermögensverwalter.

Bitcoins

Die Attraktivität des Bitcoins als Anlageprodukt ist darüber hinaus auch von der Nutzer-Basis abhängig. Erst wenn der BTC für den täglichen Einkauf eine Selbstständigkeit sein wird, werden auch Skeptiker davon überzeugt sein. Dafür fehlt es aber eindeutig noch an Infrastruktur. Verglichen mit dem Euro ist der Bitcoin sowohl bezüglich der Verfügbarkeit als auch der Akzeptanz als Zahlungsmittel noch weit abgeschlagen.

Die Anzahl an Geldautomaten (ATM) und Mobile Payment Apps, die Coins auszahlen bzw. akzeptieren, wächst zwar ständig, hat aber die kritische Größe noch nicht erreicht, um problemlos mit ihnen zu kaufen und zu verkaufen.

Auch wenn die große japanische Elektrohandelskette Yamada Denki BTCs mittlerweile akzeptiert und auf CarCoins.de Gebrauchtwagen mit Bitcoins bezahlt werden können, kann heute noch niemand auf den Euro verzichten, um mit dem Bitcoin seinen Alltags-Einkauf zu erledigen.

Einer der entscheidenden Aspekte, der den Kursverlauf des Bitcoins beeinflussen wird, ist daher die Usability, die Alltagstauglichkeit. Hier wird es vor allem auf drei Entwicklungen ankommen, die den Kurs und die Charts bestimmen:

  • Mit der Anzahl der Bitcoin ATMs wächst die Verfügbarkeit
  • Mit der Anzahl der Payment Services und Mobile Payment Apps, die BTCs transferieren, sinkt die Hemmschwelle für Händler, Bitcoins zu akzeptieren
  • Mit der Zahl traditioneller Finanzprodukte, die rund um den Bitcoin gebildet werden, wächst die Attraktivität von Bitcoins.

Zukunftsthema: Bitcoin Code

Bitcoins sind mit Sicherheit die Leitwährung der elektronischen Ökonomie und ihre langfristige Zukunft steht außer Frage. Wie es bei vielen Pionieren der Fall ist, müssen sich BTCs mit konzeptionellen Anfangsschwierigkeiten auseinandersetzen, die von Nachfolgern und Nachahmern bereits gelöst sind.

Für die Bitcoin-Community sind es vor allem zwei Herausforderungen die auf der To-do-Liste stehen:

  • Das Skalierungsproblem: Die Bitcoin-Blockchain ist aufgrund der Blockgröße auf 7 Transaktionen pro Sekunde beschränkt. Damit der BTC alltagstauglich wird, müssen aber wesentlich mehr Zahlungsvorgänge verarbeitet werden. Als praktikabelste Lösung des Problems gilt derzeit das sogenannte Lightning Netzwerk. Dabei werden zusätzliche Zahlungskanäle geschaffen, die Transaktionen verwalten, ohne dass diese im Block aufgenommen werden.
  • Das Zentralisierungs-Problem: Durch die Attraktivität des Bitcoin sind große Mining-Farmen entstanden, die einen Großteil der Rechenleistung zur Verfügung stellen. Das Problem besteht mit der 51% -Attacke: Wer mehr als 51 % der Rechenleistung kontrolliert, kann die Blockchain manipulieren. Da sie aber völlig transparent ist, lässt sich ein derartiger Betrug immer aufdecken. Die Lösung besteht darin, diese Transparenz weiterhin aufrecht zu halten.

Neben diesen unmittelbaren Herausforderungen wird auch der Verschlüsselungs-Algorithmus selbst unter Druck geraten. Aktuell steht nicht genug Rechenleistung zur Verfügung, um ihn zu hacken, für Quantencomputer wird es allerdings möglich sein.

Die ersten Quantencomputer für spezialisierte Simulationen werden, so die Forscher, möglicherweise bereits in den nächsten 5-7 Jahren zum Einsatz kommen. Die Entwicklung universeller Quantenrechner, die die Verschlüsselung hacken können, wird allerdings noch einige Jahre länger dauern.

Fazit: Generation Bitcoin

Ein Großteil der Pioniere, die bereits 2010 auf Bitcoins gesetzt haben, sind in der Zwischenzeit für ihr Vertrauen entsprechend belohnt worden. Der außergewöhnliche Erfolgslauf des BTCs hat es möglich gemacht und seine Bekanntheit und Attraktivität eindrucksvoll erhöht.

Auch wenn es für Einsteiger nicht leicht ist, sich mit der grundlegenden technischen Funktionsweise und den Sicherheitsaspekten vertraut zu machen, ist die Zahl der Nutzer in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen.

Bitcoin-Börsen und Plattformen, auf denen du kaufen und verkaufen kannst, haben die Verfügbarkeit so weit gesteigert, dass die Community mittlerweile eine beeindruckende Größe erreicht hat. Im Alltag ist das digitale Geld aber noch nicht vollständig angekommen.

Das, was für die einen ein Zeichen für Schwäche ist, ist für die anderen aber die Chance, zur nächsten Welle der early adopters dazu zu stoßen. Auch wenn der Bitcoin Kursverlauf nach dem steilen Anstieg 2017 wieder nach unten gezeigt hat, ist der große Crash, den viele prognostiziert haben, in den Charts ausgeblieben. Stattdessen sind immer mehr Shops, Geldautomaten und Apps aufgetaucht, die das Kaufen und Verkaufen mit digitalem Geld möglich machen. Entgegen dem Kursverlauf zeigt diese Entwicklung eine eindeutige Konsolidierung der Währung.

Der BTC ist der erste und bisher erfolgreichste seiner Art: ein digitales Zahlungsmittel, das von den Nutzern verwaltet wird, fälschungssicher und vor Manipulation geschützt ist. Er hat viele Kritiker aber wesentlich mehr Anhänger. Letztlich wird es die Innovationskraft der zweiten Gruppe sein, die die Serviceleistungen und Instrumente schafft, die den Bitcoin zu einem selbstverständlichen Zahlungsmittel machen.

 

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