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Bitcoin bewegt sich nahe der Marke von 65.000 US-Dollar – doch hinter den moderaten Kursgewinnen brodelt es: Eine Sicherheitslücke bedroht Lightning-Nodes, BIP-110 könnte eine Chain-Spaltung auslösen, und eine Bundestagspetition stellt die deutsche Krypto-Steuerpolitik infrage. Der Pressespiegel ordnet die wichtigsten Entwicklungen, Marktchancen und Risiken ein.
Bitcoin nähert sich 65.000 US-Dollar – Sicherheitsrisiken und mögliche Chain-Spaltung im Fokus
Bitcoin notierte laut Yahoo Finanzen Deutschland am Samstag knapp unter der Marke von 65.000 US-Dollar. Um 04:54 ET (08:54 GMT) lag der Kurs bei 64.986,0 US-Dollar und damit 0,61 Prozent höher als zuvor.
Parallel beschäftigten Anleger eine Sicherheitslücke im BTCPay Server sowie das Risiko von Replay-Attacken im Zusammenhang mit dem möglichen Chain-Split durch BIP-110. Angreifer hatten am späten Freitag eine Schwachstelle ausgenutzt, um Zugangsdaten für Lightning-Nodes zu stehlen, die auf LND laufen.
BTCPay bestätigte den Diebstahl von Geldern und forderte betroffene Betreiber auf, auf die Version 2.4.2 zu aktualisieren oder ihre Server offline zu nehmen. Die Zahl der Opfer und die Höhe der entwendeten Bitcoin-Beträge waren zunächst nicht bekannt.
Die Schwachstelle ermöglichte nicht authentifizierten Angreifern den Zugriff auf sogenannte „Macaroon“-Dateien. Diese Zugangsdaten können den Zugriff auf LND-Nodes ermöglichen, wodurch Lightning-Wallets kontrolliert, Zahlungskanäle geschlossen und Gelder transferiert werden können.
Der Hardware-Wallet-Hersteller Foundation teilte mit, dass Angreifer seinen BTCPay-Lightning-Node geleert hätten, während die On-Chain-Hot-Wallet nicht betroffen gewesen sei. Auch die Bitcoin-Publikation Citadel21 meldete den Verlust von Geldern aus einem Lightning-Node.
Standardmäßige On-Chain-Wallets, die innerhalb von BTCPay generiert wurden, waren laut dem Bericht nicht betroffen. Gelder, die in der On-Chain-Wallet eines LND-Nodes liegen, könnten jedoch gefährdet sein.
Zusätzlich richtet sich die Aufmerksamkeit auf den vorgeschlagenen BIP-110-Fork, der an diesem Wochenende bei Block 961.632 beginnen könnte. Die Zustimmung der Miner lag am Freitag bei knapp 2,6 Prozent und damit deutlich unter der erforderlichen Schwelle von 55 Prozent.
Computer mit BIP-110-Software sind so programmiert, dass sie Blöcke ohne Zustimmungssignal nach Erreichen der Aktivierungshöhe ablehnen. Dadurch könnte eine Minderheits-Chain entstehen, auf der Anleger zunächst über identische Guthaben wie auf der ursprünglichen Chain verfügen.
Der Verkauf der abgespaltenen Coins könnte laut Yahoo Finanzen Deutschland die echten BTC dem Risiko von Replay-Attacken aussetzen. Entwickler Kevin Loaec riet Anlegern, die ihre Guthaben nicht trennen können, diese unangetastet zu lassen.
Der Bericht verweist außerdem auf die Version 3.3.0 des XRPLedger. Dort wurde die Einführung vertraulicher Übertragungen für tokenisierte institutionelle Vermögenswerte vorgeschlagen; für eine Aktivierung wäre die Zustimmung von 80 Prozent der Validatoren über zwei aufeinanderfolgende Wochen erforderlich.
Zusammenfassung: Bitcoin lag bei 64.986,0 US-Dollar und näherte sich der Marke von 65.000 US-Dollar. Gleichzeitig standen eine BTCPay-Sicherheitslücke, ein möglicher BIP-110-Chain-Split und das Risiko von Replay-Attacken im Mittelpunkt.
Kryptomarkt am Samstagnachmittag überwiegend im Plus
finanzen.net berichtete am Samstagnachmittag über überwiegend steigende Kurse bei Bitcoin und zahlreichen weiteren Kryptowährungen. Bitcoin legte um 17:11 Uhr um 0,28 Prozent auf 65.057,04 US-Dollar zu; am Vortag hatte der Kurs bei 64.875,32 US-Dollar gelegen.
Auch Ethereum, Bitcoin Cash, Ripple, Monero, Stellar, Binancecoin, Solana, Avalanche, Chainlink und Sui verzeichneten Kursgewinne. Cardano und Tron bewegten sich dagegen nur geringfügig, während Dogecoin laut Bericht kaum verändert war.
| Kryptowährung | Kurs | Veränderung | Vortageswert |
| Bitcoin | 65.057,04 US-Dollar | +0,28 Prozent | 64.875,32 US-Dollar |
| Litecoin | 45,78 US-Dollar | +0,43 Prozent | 45,58 US-Dollar |
| Ethereum | 1.921,59 US-Dollar | +0,42 Prozent | 1.913,56 US-Dollar |
| Bitcoin Cash | 217,93 US-Dollar | +1,46 Prozent | 214,79 US-Dollar |
| Ripple | 1,043 US-Dollar | +2,15 Prozent | 1,021 US-Dollar |
| Monero | 383,25 US-Dollar | +1,54 Prozent | 377,44 US-Dollar |
| Cardano | 0,2001 US-Dollar | 0,2009 US-Dollar | |
| Stellar | 0,1662 US-Dollar | +3,09 Prozent | 0,1613 US-Dollar |
| Tron | 0,3286 US-Dollar | 0,3274 US-Dollar | |
| Binancecoin | 604,74 US-Dollar | +2,12 Prozent | 592,19 US-Dollar |
| Dogecoin | 0,0712 US-Dollar | 0,0696 US-Dollar | |
| Solana | 76,41 US-Dollar | +3,75 Prozent | 73,65 US-Dollar |
| Avalanche | 6,549 US-Dollar | +1,92 Prozent | 6,426 US-Dollar |
| Chainlink | 8,363 US-Dollar | +2,26 Prozent | 8,178 US-Dollar |
| Sui | 0,7006 US-Dollar | +4,28 Prozent | 0,6718 US-Dollar |
Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP1 notierte bei 8,22 EUR. Die Performance seit Auflage betrug damit -10,8 Prozent. finanzen.net weist darauf hin, dass die finanzen.net GmbH für die Vermarktung dieses Finanzprodukts von dritter Seite vergütet wird und die Vergütung mit dem Volumen der investierten Gelder steigt.
Zusammenfassung: Bitcoin stieg um 0,28 Prozent auf 65.057,04 US-Dollar. Die stärkste im Bericht genannte Bewegung verzeichnete Sui mit einem Plus von 4,28 Prozent auf 0,7006 US-Dollar.
Bitcoin-Petition erreicht 30.000 Mitzeichnungen
Nach Angaben von merkur.de hat eine Bundestagspetition zum Erhalt der steuerlichen Haltefrist für Bitcoin und andere Kryptowerte bereits nach rund einem Tag 30.000 Mitzeichnungen erreicht. Die Petition war am Dienstag, dem 4. August 2026, freigeschaltet worden.
Mit dem Erreichen dieser Schwelle rückt das Thema in den Petitionsausschuss des Bundestages. Bei öffentlichen Bundestagspetitionen gilt die Marke von 30.000 Mitzeichnungen als entscheidend für die Notwendigkeit einer öffentlichen Beratung; die Mitzeichnungsfrist beträgt sechs Wochen.
Das Erreichen des Quorums stoppt laut merkur.de kein Gesetz automatisch. Es erhöht jedoch die parlamentarische Verbindlichkeit deutlich, da Petenten bei Sammel- oder Massenpetitionen, die diese Schwelle erreichen, grundsätzlich in einer öffentlichen Ausschusssitzung angehört werden.
Von einer öffentlichen Anhörung kann nur mit einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Ausschussmitglieder abgesehen werden. Für die Unterstützer der Petition bedeutet dies, dass ihre Argumente nach Ablauf der Mitzeichnungsfrist voraussichtlich öffentlich im Petitionsausschuss vorgetragen werden können.
Im Mittelpunkt steht die bisherige steuerliche Unterscheidung nach der Haltedauer. Wer Bitcoin oder andere Kryptowerte privat kauft und innerhalb eines Jahres verkauft, kann steuerpflichtig sein; wer länger als ein Jahr hält, kann Gewinne grundsätzlich steuerfrei realisieren.
Nach den im Artikel beschriebenen Plänen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil könnten Krypto-Gewinne künftig unabhängig von der Haltedauer besteuert werden. Für langfristige Anleger wäre dies ein Systemwechsel.
Die Initiative ProHaltefrist setzt sich nach dem Erreichen des Quorums ein neues Ziel von mindestens 210.000 Mitzeichnungen. Die Zahl wird im Artikel mit der Begrenzung von Bitcoin auf 21 Millionen Einheiten und dem Siebenfachen des offiziellen Quorums in Verbindung gebracht.
Die Mitzeichnungsfrist läuft laut merkur.de bis zum 15. September 2026. Die Initiative will mit zusätzlichen Mitzeichnungen verdeutlichen, dass die Haltefrist nicht nur eine Angelegenheit einzelner Anleger sei, sondern eine größere Gruppe von Bürgern betreffe.
Zusammenfassung: Die Petition erreichte rund einen Tag nach ihrer Freischaltung 30.000 Mitzeichnungen. Die Mitzeichnungsfrist läuft bis zum 15. September 2026; ProHaltefrist strebt mindestens 210.000 Mitzeichnungen an.
Der Aktionär sieht statistischen Rückenwind für das vierte Quartal
Der Aktionär bezeichnete den August als statistisch schwächsten Monat für Bitcoin und verwies zugleich auf die historische Stärke des vierten Quartals. Bitcoin notierte dem Bericht zufolge aktuell bei rund 64.500 Dollar und lag seit Monaten unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Vom Allzeithoch bei 126.199 Dollar aus dem Oktober 2025 habe sich die Kryptowährung in etwa halbiert. Über 13 Jahre hinweg liege die Medianrendite im August bei minus 6,99 Prozent.
| Zeitraum | Genannte Bitcoin-Entwicklung |
| August 2022 | minus 13,9 Prozent |
| August 2023 | minus 11,3 Prozent |
| August 2024 | minus 8,6 Prozent |
| August 2025 | minus 6,5 Prozent |
| Viertes Quartal | durchschnittliche Performance 77 Prozent |
| Viertes Quartal | Median rund 47 Prozent |
Das vierte Quartal sei auf Basis der Statistik das mit Abstand beste Quartal für Bitcoin. Seit 2013 habe es lediglich fünf rote Schlussquartale gegeben, während acht Schlussquartale positiv ausgefallen seien.
Für 2023 nennt Der Aktionär ein Plus von 56 Prozent und für 2024 ein Plus von 47 Prozent. Als historisch besten Bitcoin-Monat führt der Bericht den November mit durchschnittlichen Renditen von rund 41 Prozent an.
Die Redaktion weist jedoch darauf hin, dass Saisonalität kein Naturgesetz sei. Die beobachteten Muster speisten sich aus Marktstruktur, Hebel-Bereinigungen, Halving-Zyklen, ETF-Zuflüssen und dem Rhythmus spekulativer Aufmerksamkeit.
Der Durchschnitt von 77 Prozent werde durch die Jahre 2013, 2017 und 2020 nach oben verzerrt. Der im Artikel genannte Median von 42 Prozent sei daher die ehrlichere Kennzahl.
Als weitere Einflussfaktoren nennt Der Aktionär Zinsen, Anleiherenditen, die Positionierung großer Häuser, nachlassende Zuflüsse in Spot-ETFs und die niedrigste Volatilität seit Ende Mai. Außerdem stehe die Zinssitzung der Fed im September im Fokus.
Auf der On-Chain-Seite sieht der Bericht ein Argument für die Bullen: Wale hätten im Juli rund 270.000 BTC gesammelt, während die Bestände auf Handelsplätzen auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren gefallen seien.
Zusammenfassung: Der August weist laut Der Aktionär eine Medianrendite von minus 6,99 Prozent auf. Das vierte Quartal kommt historisch auf eine durchschnittliche Performance von 77 Prozent, wobei der Bericht zugleich vor einer automatischen Übertragung dieser Statistik auf die aktuelle Marktlage warnt.
BIP-110 könnte Bitcoin-Chain bei Block 961.632 spalten
BTC-ECHO berichtete über den Streit um BIP-110 und eine mögliche Spaltung des Bitcoin-Netzwerks. Nodes, die den Vorschlag unterstützen, sollen ab Block 961.632 Blöcke von Minern ablehnen, die ihre Bereitschaft nicht über Versionbit 4 signalisieren.
Zum Zeitpunkt des Berichts stand Bitcoin bei Block 961.566. Bei einer durchschnittlichen Blockzeit von zehn Minuten sollte die entscheidende Schwelle gegen 23:15 Uhr (MEZ) am Samstagabend erreicht werden.
Damit bestätigt BTC-ECHO den im Pressespiegel ebenfalls dargestellten zeitlichen und technischen Schwerpunkt rund um Block 961.632. Im Zentrum steht die Frage, ob die unterschiedlichen Regeln der beteiligten Nodes zu einer eigenständigen Minderheits-Chain führen.
Zusammenfassung: BIP-110 sollte laut BTC-ECHO ab Block 961.632 wirksam werden. Zum Zeitpunkt des Berichts lag die Blockchain bei Block 961.566; die entscheidende Schwelle wurde gegen 23:15 Uhr (MEZ) am Samstagabend erwartet.
Einschätzung der Redaktion
Die technische Sicherheitslücke und das mögliche Chain-Split-Risiko sind deutlich relevanter als die kurzfristigen Kursgewinne. Sie können das Vertrauen in Verwahrung, Lightning-Infrastruktur und die technische Einheit des Netzwerks beeinträchtigen. Anleger sollten operative Sicherheit und den Schutz vor Replay-Attacken priorisieren, statt sich von saisonalen Kursmustern oder moderaten Tagesgewinnen leiten zu lassen.
Kernaussage: Kurzfristige Marktstärke steht erheblichen technischen und regulatorischen Unsicherheiten gegenüber.
Quellen:
- Bitcoin-Kurs nähert sich 65.000-Dollar-Marke trotz neuer Sicherheitsrisiken
- So entwickeln sich Bitcoin, Ripple & Co am Samstagnachmittag am Kryptomarkt
- Bitcoin-Petition setzt Berlin unter Zugzwang
- Bitcoin: Stehen goldene Zeiten bevor?
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