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Im Juli 2025 sorgten Cipher, MARA und Cango mit einem markanten Anstieg ihrer Bitcoin-Produktion für Aufsehen in der Mining-Branche. Trotz historisch hoher Netzwerkschwierigkeit und wachsendem Wettbewerbsdruck gelang es diesen Unternehmen, ihre Effizienz zu steigern und ihre Bestände auszubauen. Die Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die strategische Bedeutung großer Bitcoin-Reserven angesichts einer Marktnachfrage, die das Angebot deutlich übersteigt.
Bitcoin-Mining im Juli: Cipher, MARA und Cango mit deutlichem Produktionsanstieg
Im Juli verzeichneten mehrere führende Bitcoin-Mining-Unternehmen eine deutliche Erholung ihrer Produktionsleistung. Laut einem Bericht von BeInCrypto zeigt sich damit die flexible Anpassungsfähigkeit der Mining-Infrastruktur sowie die Effektivität moderner Energiemanagement-Strategien.
Die Daten von Blockchain.com belegen, dass die gesamte Netzwerk-Hashrate im Juli signifikant gestiegen ist und sich ihrem Allzeithoch nähert. Dies deutet darauf hin, dass die Mining-Unternehmen nach den Herausforderungen des Vormonats wieder in den Expansionsmodus übergehen. Allerdings bringt der Anstieg der Hashrate auch eine erhöhte Netzwerkschwierigkeit mit sich, was den Wettbewerbsdruck auf Unternehmen erhöht, die ihre Energie- und Hardwareeffizienz nicht optimieren können.
Unternehmen | Produktion Juli (BTC) | Bestände (BTC) | Hashrate (EH/s) | Besondere Kennzahlen |
---|---|---|---|---|
Cipher Mining | 214 | 1.219 | 20,4 | Q2 2025: 44 Mio. USD Umsatz, 30 Mio. USD Gewinn |
CleanSpark | 671 | über 12.700 | – | Über 1 GW vertraglich gesicherte Stromkapazität |
Cango | 650,5 | über 4.500 | 50 | +45% Produktion im Juli |
Canaan Technology | 89 | 1.511 | – | – |
MARA | 703 | über 50.000 | – | -1% ggü. Juni, führend in der Branche |
Die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit erreichte im August 2025 einen Rekordwert von 127,6 Billionen. Trotz dieser Rekordschwierigkeit stiegen die Einnahmen der Miner im Jahresvergleich um 105 Prozent, was die typischen Trends deutlich übertraf. Cipher Mining konnte im Juli 214 BTC produzieren und steigerte seine Bestände auf 1.219 BTC. Im Q2 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 44 Millionen US-Dollar und bereinigte Gewinne von etwa 30 Millionen US-Dollar. Das Wachstum wurde durch den Start der ersten Phase des Black Pearl-Datenzentrums angetrieben, wodurch die betriebliche Mining-Kapazität auf 20,4 EH/s stieg.
CleanSpark baute im Juli 671 BTC ab und überschritt die Marke von 1 GW vertraglich gesicherter Stromkapazität. Das Unternehmen hält über 12.700 BTC in der eigenen Schatzkammer. Cango überraschte mit einem Produktionsanstieg von 45 Prozent auf 650,5 BTC und einer eingesetzten Hashrate von 50 EH/s. Die Bitcoin-Bestände von Cango überstiegen 4.500 BTC. Canaan Technology produzierte 89 BTC und hielt am Monatsende 1.511 BTC.
MARA verzeichnete im Juli eine Mining-Produktion von 703 Bitcoin, was einem leichten Rückgang von 1 Prozent im Vergleich zum Juni entspricht. Dennoch bleibt MARA eines der führenden Unternehmen der Branche und hält über 50.000 BTC. Die langfristige Akkumulationsstrategie von MARA wird als wichtige Stärke hervorgehoben, insbesondere angesichts des zunehmend knappen Bitcoin-Angebots.
Die Einnahmen der Miner stiegen im Jahresvergleich um 105 Prozent, trotz Rekord-Schwierigkeit von 127,6 Billionen im August 2025. (BeInCrypto)
- Cipher Mining: 214 BTC im Juli, 1.219 BTC Bestände, 44 Mio. USD Umsatz im Q2 2025
- CleanSpark: 671 BTC im Juli, über 12.700 BTC Bestände, über 1 GW Stromkapazität
- Cango: 650,5 BTC im Juli (+45%), über 4.500 BTC Bestände, 50 EH/s Hashrate
- Canaan Technology: 89 BTC im Juli, 1.511 BTC Bestände
- MARA: 703 BTC im Juli (-1% ggü. Juni), über 50.000 BTC Bestände
Obwohl einige Unternehmen im Juli eine gesteigerte Produktion meldeten, bleibt die Gesamtzahl im Vergleich zur Marktnachfrage relativ niedrig. Laut Bitwise kauften Institutionen im Jahr 2025 über 545.000 BTC, während das gesamte abgebauten Angebot im gleichen Zeitraum nur etwa 97.000 BTC betrug. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wird das begrenzte Angebot aus dem Mining die strategische Bedeutung von Unternehmen mit erheblichen Bitcoin-Beständen weiter erhöhen.
Kennzahl | Wert 2025 |
---|---|
Von Institutionen gekaufte BTC | über 545.000 |
Abgebautes Angebot | ca. 97.000 |
Infobox: Im Juli 2025 konnten Cipher, MARA, Cango und weitere Unternehmen ihre Bitcoin-Produktion deutlich steigern. Die Hashrate und Mining-Schwierigkeit erreichten Rekordwerte, während die Einnahmen der Miner um 105 Prozent im Jahresvergleich stiegen. Die Marktnachfrage übersteigt das Angebot weiterhin deutlich, was die Bedeutung großer Bitcoin-Bestände unterstreicht. (Quelle: BeInCrypto)
Einschätzung der Redaktion
Die aktuellen Entwicklungen im Bitcoin-Mining-Sektor verdeutlichen, dass nur Unternehmen mit hoher Effizienz, Zugang zu günstiger Energie und strategisch aufgebauten Beständen langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Die Rekordwerte bei Hashrate und Mining-Schwierigkeit erhöhen den Druck auf weniger effiziente Marktteilnehmer und könnten zu einer weiteren Konsolidierung der Branche führen. Die starke institutionelle Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem neuen Angebot verschärft den Wettbewerb um verfügbare Bitcoins und verleiht Unternehmen mit großen Beständen eine zunehmend marktprägende Rolle. Die Fähigkeit, technologische Innovationen und Energiemanagement zu nutzen, wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Mining-Markt.
- Effizienz und Skalierung sind zentrale Erfolgsfaktoren.
- Große Bitcoin-Bestände gewinnen strategisch an Bedeutung.
- Marktkonsolidierung und Innovationsdruck nehmen zu.
Quellen: