Steigende Hashrate gibt Bitcoin Investoren neue Hoffnung

Steigende Bitcoin Hashrate gibt Investoren neue Hoffnung

Bitcoin Miningrate

Der Bitcoin Kurs fällt und fällt. Selbst eingeschworene Anleger scheint der Mut zu verlassen. Eine andere Crypto Kerngröße wächst hingegen unaufhaltsam und hat vor wenigen Tagen ein neues Allzeithoch erklommen: die Hashrate.

Diese ist ein Maß für die Gesamtrechenleistung des BTC-Netzwerkes und ihr dauerhafter Anstieg lässt auf ein anhaltendes Interesse an dem Bitcoin schließen, trotz des fallenden Kurses. Dies gibt Crypto Enthusiasten wieder etwas Hoffnung. Aber was ist diese Hash Rate genau und was bedeutet ihr Anstieg für die Zukunft des Btcoin?

Die Hashrate: Was ist das?

Im Prinzip bezeichnet die Hashrate die Geschwindigkeit, mit der Miner BTCs oder andere Kryptowährungen schürfen können. Beim Crypto-Mining werden Blöcke durch komplexe Berechnungen ermittelt. Die Blöcke sind wie mathematische Rätsel.

  • Der zum Schürfen verwendete Computer muss Tausende oder sogar Millionen von Berechnungen pro Sekunde durchführen, um die richtigen Antworten zu finden und den Block zu entschlüsseln.
  • Dabei ist ein Hash die Ausgabe einer Hash-Funktion und die Hashrate die Geschwindigkeit, mit der eine Berechnung im Bitcoin-Code durchgeführt wird.
  • Eine höhere Geschwindigkeit ist beim Mining besser, da dies die Wahrscheinlichkeit erhöht, den nächsten Block zu finden und so Profit zu erzielen.

Allerdings hängen die Hashrate, der Profit des Miners und die Komplexität des Systems (auch Difficulty) in mehrfacher Weise voneinander ab.

Wie sich diese Größen genau zueinander verhalten, kann man im Netz mit einem offen zugänglichen Calculator für alle Kryptowährungen berechnen. Dieser Calculator kann anhand des Preises und des Schwierigkeitsgrads den zukünftigen Gewinn abhängig von der Geschwindigkeit, die der Nutzer angibt, berechnen.

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Dabei ist die Entwicklung des Schwierigkeitsgrades im Zeitverlauf allerdings vom Rechner vorgegeben. Jedes Mal, wenn der Komplexitätsgrad des Bitcoin-Netzwerks steigt, steigt auch die Hash Rate und der Miner verdient (aktuell) 12,5 BTC sowie die Transaktionsgebühren. Die Anzahl der Miner im Netzwerk erhöht gleichzeitig den Schwierigkeitsgrad, da ein Miner mehr Berechnungen pro Sekunde durchführen muss.

Bitcoin Difficulty und Geschwindigkeit stehen also in proportionalem Zusammenhang, während der Gewinn von der Kursentwicklung abhängt und die investierten Kosten mit steigender Komplexität ebenfalls steigen. Ein fallender Bitcoin Kurs sollte also auch die Rechengeschwindigkeit abbremsen, da die notwendigen Investitionen teurer werden und die Gewinne geringer. Warum steigt sie also trotzdem?

Bitcoin Mining Hardware

Warum nimmt die Rechengeschwindigkeit zu?

Die Rechenleistung steigt durch zunehmende Investitionen in neue und schnellere Hardware zum Mining und eine hiermit einhergehende verstärkte Mining-Aktivität. Die Zeiten, in denen du von deinem PC im Keller aus Bitcoins schürfen konntest, sind lange vorbei.

Immer schnellere ASICs kommen auf den Markt – Hardware, die extra zum Minen bestimmter Algorithmen entwickelt wird – und versuchen dem steigenden Energieverbrauch entgegenzuwirken.

Da der Komplexitätsgrad der Algorithmen immer weiter ansteigt, wird immer schnellere Hardware benötigt und das Mining immer teurer, während sich der Profit durch neu geschürfte Bitcoins verringert, da der Wert gegenwärtig sinkt.

Bei der Frage, wann die Grenze der Rentabilität unterschritten sei, sind auch Experten uneins. Bei 8.000? 6400? 4000? Der Anstieg der Hashrate in letzter Zeit zeigt allerdings, die Grenze ist noch nicht erreicht.

Lohnen scheint sich das Ganze trotz schnellerer Systeme aber vor allem in Regionen mit geringen Energiekosten und Zugang zu entsprechender Hardware für verhältnismäßig wenig Geld. Ganz vorne dabei ist China, wo Strom und Elektronik billig sind. Die Hash Rate steigt also durch neuere und schnellere Hardware, aber längst nicht überall. Die Verteilung der Marktanteile ist sehr ungleichmäßig.

Was bedeutet die steigende Hashrate für die Zukunft der Bitcoins?

Dass die Hashrate trotz steigender Kosten und fallender Kurse weiterhin ansteigt, weist auch darauf hin, dass Mining zunehmend von großen industriellen Unternehmen dominiert wird, da die notwendigen langfristigen Investitionen von kleineren Minern nicht so leicht aufgebracht werden können.

Dies könnte über kurz oder lang zu einer Konzentration bei einigen wenigen großen Marktteilnehmern führen. Betrachtet man die Verteilung der Marktanteile der Mining-Pools, lässt sich schon lange eine Konzentration bei einigen großen Playern feststellen. Einen wesentlichen Anteil halten hier aber auch unidentifizierte Marktteilnehmer.

Für den Kursverlauf könnte das langfristig einen neuen Boom bedeuten, sofern der Preis nicht vorher unter die Rentabilitätsgrenze fällt und die Investitionen zunichtemacht. Die steigende Hashrate belegt ein nachhaltiges Interesse an der Währung, welches über kurzfristige Kursgewinne hinausgeht. Sie ist aber nur einer von vielen relevanten Faktoren, die auf die Kursentwicklung des Bitcoins Einfluss nehmen, daher bleibt die Zukunft der Cryptos weiterhin ungewiss.

 

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