Bitcoin-Steuerreform, Kursprognosen und neue Rechte für digitale Vermögenswerte
Autor: Blockchain-Hero Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel behandelt die geplante deutsche Kryptosteuerreform, optimistische und riskante Bitcoin-Prognosen sowie neue Führungs- und Regulierungsimpulse für digitale Vermögenswerte.
Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie stark politische Weichenstellungen, ambitionierte Bitcoin-Prognosen und neue Forderungen zur Regulierung die Kryptobranche bewegen. Im Fokus stehen die geplante deutsche Steuerreform, mögliche Kursziele bis 600.000 US-Dollar und Michael Saylors Plädoyer für grundlegende Rechte digitaler Vermögenswerte.
Pressespiegel: Bitcoin-Steuer, Kursprognosen und neue Krypto-Forderungen
Bitcoin-Steuerreform erreicht nächste politische Phase
Das Bundesfinanzministerium hat den Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Reform der Besteuerung bestimmter Kryptowerte im Privatvermögen“ an Verbände und Interessenvertretungen verschickt. Nach Angaben von Blocktrainer sollen Stellungnahmen bis zum 6. Oktober 2026 eingereicht werden, bevor am 14. Oktober 2026 die Befassung des Bundeskabinetts vorgesehen ist.
Im Mittelpunkt steht die geplante Abschaffung der einjährigen Haltefrist für neu angeschaffte Bitcoin und andere sogenannte Tauschkryptowerte. Entsprechende Einkünfte sollen künftig grundsätzlich den Einkünften aus Kapitalvermögen nach § 20 EStG zugeordnet werden. Die Regelung soll nach dem aktuellen Entwurf für Kryptowerte gelten, die nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft oder zugeflossen sind.
Für bereits bestehende Bestände ist weiterhin ein Bestandsschutz vorgesehen. Wer Bitcoin unter der bisherigen Rechtslage erworben hat, soll grundsätzlich auch nach dem Inkrafttreten der Reform von der bisherigen Haltefrist profitieren können.
Die Kabinettbefassung wäre noch keine endgültige Verabschiedung. Das Bundeskabinett kann dem Entwurf zustimmen, Änderungen vornehmen oder die Entscheidung vertagen. Erst nach einer Zustimmung würde das Vorhaben als Gesetzentwurf der Bundesregierung in das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren mit Bundestag und Bundesrat eintreten.
Nach Angaben von Blocktrainer ist zudem offen, ob der Entwurf innerhalb der Bundesregierung bereits vollständig abgestimmt ist. Änderungen bis zur geplanten Kabinettbefassung am 14. Oktober 2026 bleiben daher möglich.
| Aspekt | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Versand des Referentenentwurfs | 30. September 2026 |
| Frist für Stellungnahmen | 6. Oktober 2026 |
| Geplante Kabinettbefassung | 14. Oktober 2026 |
| Geltung für neue Kryptowerte | Nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft oder zugeflossen |
| Geplanter Kapitalertragsteuerabzug | Ab dem 1. Januar 2028 |
| Langfristig erwartete Steuermehreinnahmen | 350 Millionen Euro pro Jahr |
Der geplante Kapitalertragsteuerabzug ab dem 1. Januar 2028 bleibt ebenfalls Bestandteil des Entwurfs. Anbieter sollen die Steuer dann prinzipiell direkt bei der Transaktion berücksichtigen. Während das Bundesfinanzministerium die erwarteten Mehreinnahmen mit 350 Millionen Euro pro Jahr beziffert, sind die Kosten für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung im Entwurf weiterhin nicht beziffert und mit „folgt“ angegeben.
Ein weiterer Streitpunkt betrifft Bitcoin mit unbekannten Anschaffungskosten. Wenn ein Anbieter die Angaben des Steuerpflichtigen nicht übernehmen kann oder diese nicht anerkannt werden, soll zunächst davon ausgegangen werden, dass die Bitcoin erst nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft wurden. Für den Steuerabzug sollen dann pauschal 50 % des Verkaufserlöses als Grundlage dienen.
Zusammenfassung: Die Reform sieht den Wegfall der einjährigen Haltefrist für neu angeschaffte Kryptowerte, Bestandsschutz für ältere Bestände und einen Kapitalertragsteuerabzug ab dem 1. Januar 2028 vor. Die nächsten genannten Termine sind der 6. Oktober 2026 für Stellungnahmen und der 14. Oktober 2026 für die geplante Kabinettbefassung.
Peter Brandt hält Bitcoin-Kurs von bis zu 600.000 Dollar für möglich
Der Trader Peter Brandt sieht langfristig erhebliches Aufwärtspotenzial für Bitcoin. Wie Wallstreet Online unter Berufung auf ein Interview mit Cointelegraph berichtet, hält Brandt einen Kurs von rund 250.000 US-Dollar bis Anfang 2029 für möglich. Im weiteren Jahresverlauf sei ein Zyklusgipfel zwischen 300.000 und 600.000 Dollar denkbar.
Zum Zeitpunkt der Aussagen lag der Bitcoin-Kurs bei weniger als 84.000 Dollar. Brandt verbindet seine Einschätzung mit dem nächsten Halving, das für April 2028 erwartet wird. Der mögliche Höhepunkt des folgenden Zyklus könnte zeitlich ähnlich weit nach dem Halving liegen, wie das Tief vom Juni 2026 davor.
Eine kurzfristige Prognose von 100.000 Dollar noch in diesem Jahr hält Brandt laut Wallstreet Online für wenig relevant. Zugleich distanziert er sich von besonders optimistischen Erwartungen: Ein Kurs von einer Million Dollar sei nicht seine Prognose.
Kurzfristig rechnet Brandt weiterhin mit einem Rücksetzer. Anfang Oktober könne Bitcoin nach seiner Einschätzung ein „handelbares Tief“ zwischen 65.000 und 66.000 Dollar erreichen. Ein solcher Rückgang könne spekulative Anleger aus dem Markt drängen und größeren Investoren ermöglichen, ihre Positionen auszubauen.
„Ein Kurs von einer Million Dollar sei nicht seine Prognose.“
Als mögliches Szenario sieht Brandt dennoch, dass das Tief vom Juni bereits den Beginn eines neuen Bullenmarktes markiert haben könnte. Als entscheidendes Risiko für seine langfristig positive Einschätzung nennt er einen erfolgreichen Angriff auf die Bitcoin-Architektur mit Quantencomputern.
Sollte Bitcoin dadurch hackbar werden, wäre aus Brandts Sicht die grundlegende Sicherheitsannahme der Kryptowährung infrage gestellt. In diesem Fall würde er nach eigenen Angaben Bitcoin-Positionen shorten. Von ihm konsultierte Experten hielten ein solches Szenario derzeit jedoch nicht für realistisch oder gingen davon aus, dass Sicherheitslücken behoben werden könnten.
| Prognose beziehungsweise Kursangabe | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Möglicher Bitcoin-Kurs bis Anfang 2029 | Rund 250.000 US-Dollar |
| Möglicher Zyklusgipfel | Zwischen 300.000 und 600.000 Dollar |
| Mögliches kurzfristiges Tief Anfang Oktober | Zwischen 65.000 und 66.000 Dollar |
| Bitcoin-Kurs zum Zeitpunkt der Aussagen | Weniger als 84.000 Dollar |
| Nächstes Halving | April 2028 erwartet |
Zusammenfassung: Peter Brandt erwartet langfristig deutlich höhere Bitcoin-Kurse und nennt einen möglichen Zyklusgipfel zwischen 300.000 und 600.000 Dollar. Kurzfristig rechnet er jedoch mit einem möglichen Tief zwischen 65.000 und 66.000 Dollar und sieht Quantencomputer als wesentliches Risiko.
Newmark beruft Mike Whitaker zum Group Chief Information Officer
Der Gewerbeimmobiliendienstleister Newmark hat Mike Whitaker zum Group Chief Information Officer ernannt. Nach Angaben von Wallstreet Online soll Whitaker die Technologie-, Daten- und Informationsstrategie des Unternehmens über alle Geschäftsbereiche hinweg leiten und an Chief Operating Officer Luis Alvarado berichten.
Whitaker wird außerdem Mitglied des Führungsgremiums. Der bisherige CIO Sridhar Potineni und das Technologie-Team werden ihm unterstellt. Whitaker ist zugleich Group CIO bei Cantor Fitzgerald, wo er zuvor als COO tätig war.
Vor seinem Wechsel zu Cantor Fitzgerald im Jahr 2024 arbeitete Whitaker 15 Jahre bei Citi. Dort hatte er zuletzt leitende Funktionen in den Bereichen Betrieb und Technologie inne. Weitere Stationen waren die Deutsche Bank und Barclays Capital, wo er unter anderem für festverzinsliche Wertpapiere, Aktienhandel und algorithmische Handelstechnologien verantwortlich war.
Newmark begründet die Ernennung mit der wachsenden Bedeutung von Technologie und Daten für Kundenberatung und Unternehmenswachstum. Das Unternehmen erzielte in den zwölf Monaten bis Ende Juni 2026 einen Umsatz von mehr als 3,6 Milliarden Dollar und beschäftigte mit Geschäftspartnern über 10.000 Fachkräfte.
Zusammenfassung: Mike Whitaker übernimmt bei Newmark die Verantwortung für Technologie, Daten und Informationsstrategie. Newmark begründet den Schritt mit der Bedeutung dieser Bereiche für Kundenberatung und Wachstum.
Michael Saylor fordert fünf grundlegende Rechte für digitale Vermögenswerte
Michael Saylor, Executive Chairman des Bitcoin-Unternehmens Strategy, fordert einen Katalog grundlegender Rechte für Nutzer digitaler Vermögenswerte. Wie finanzen.net berichtet, veröffentlichte Saylor am 26. September 2026 den Beitrag „Prescriptions for Prosperity in the Digital Economy“ auf X und sprach sich für eine „bill of digital rights“ anstelle einer Regulierung aus, die vor allem auf Einschränkungen setzt.
Die Vorschläge hatte Saylor zuvor beim Freedom Tech DC Summit des Bitcoin Policy Institute mit Conner Brown diskutiert. Nach seinen Vorstellungen sollen Privatpersonen und Unternehmen digitale Vermögenswerte schaffen, ausgeben, selbst oder über einen Dienstleister verwahren, frei übertragen und nutzen können.
Unter der Nutzung versteht Saylor unter anderem das Bezahlen, Investieren, Erzielen von Erträgen sowie die Aufnahme von Krediten auf Basis digitaler Vermögenswerte. Ergänzend fordert er finanzielle Privatsphäre und einen praktikablen Zugang zu den Märkten.
- Digitale Vermögenswerte schaffen
- Digitale Vermögenswerte ausgeben
- Digitale Vermögenswerte selbst oder über einen Dienstleister verwahren
- Digitale Vermögenswerte frei übertragen
- Digitale Vermögenswerte zum Bezahlen, Investieren, für Erträge und zur Kreditaufnahme nutzen
Saylor verbindet die Forderungen mit dem Ziel, die Kapitalbeschaffung über digitale Token zu vereinfachen. Langfristig hält er eine Digital-Asset-Branche mit einem Volumen von 100 Billionen US-Dollar für möglich.
Ein Schwerpunkt seiner Vorschläge liegt auf der Integration von Bitcoin in das traditionelle Finanzsystem. Banken sollten Bitcoin verwahren und Kredite gegen Bitcoin als Sicherheit vergeben dürfen. Versicherer sollten nach Saylors Vorstellungen einen praktikablen regulatorischen Rahmen erhalten, um digitale Vermögenswerte in ihre Bilanzen und Produkte einzubeziehen.
Dafür fordert Saylor eine Überprüfung bestehender Bilanzierungs-, Kapital- und Aufsichtsregeln. finanzen.net verweist in diesem Zusammenhang auf das Basel Framework: Für Kryptoassets der Gruppe 2b ist dort ein Risikogewicht von 1.250 Prozent vorgesehen. Für das gesamte Engagement einer Bank in Kryptoassets der Gruppe 2 gilt grundsätzlich eine Schwelle von einem Prozent des Kernkapitals und eine Obergrenze von zwei Prozent.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Veröffentlichung von Saylors Beitrag | 26. September 2026 |
| Mögliches Volumen der Digital-Asset-Branche | 100 Billionen US-Dollar |
| Risikogewicht für Kryptoassets der Gruppe 2b | 1.250 Prozent |
| Schwelle für das gesamte Engagement in Kryptoassets der Gruppe 2 | Ein Prozent des Kernkapitals |
| Obergrenze für das gesamte Engagement in Kryptoassets der Gruppe 2 | Zwei Prozent |
Strategy hat Bitcoin zu einem zentralen Bestandteil seiner Kapitalstrategie gemacht. Nach den von finanzen.net wiedergegebenen Angaben hielt das Unternehmen am 29. September 2026 insgesamt 847.666 Bitcoin. Die gesamten Anschaffungskosten summierten sich auf rund 63,95 Milliarden US-Dollar.
Eine konkrete Aussage über die Auswirkungen von Saylors Vorstoß auf die Strategy-Aktie enthält das Unternehmen nicht. Aus den vorliegenden Quellen lässt sich daher keine belastbare unmittelbare Kurswirkung ableiten.
Zusammenfassung: Michael Saylor fordert fünf grundlegende Rechte für digitale Vermögenswerte sowie eine stärkere Einbindung von Bitcoin in Banken und Versicherungen. Strategy hielt am 29. September 2026 nach eigenen Angaben 847.666 Bitcoin zu gesamten Anschaffungskosten von rund 63,95 Milliarden US-Dollar.
Der Aktionär analysiert Bitcoin im Umfeld der Marktbewegungen
Der Aktionär berichtet in einer Analyse von HeavytraderZ über die Entwicklung der Märkte zum Quartalsende. Demnach zeigen sich die Märkte weiterhin robust, während zugleich die Volatilität zunimmt.
Der Nasdaq 100 habe seit dem Frühjahr deutlich zugelegt und teste seine Rekordstände. Gleichzeitig seien viele Indizes inzwischen wieder überkauft. Im Mittelpunkt steht daher die Frage, ob eine Konsolidierung bevorsteht oder ob es sich um eine letzte Verschnaufpause vor einer großen Jahresendrally handelt.
In der Analyse werden unter anderem Meta Platforms, Netflix, Brent, Infineon und Bitcoin betrachtet. Zu Meta Platforms hebt der Beitrag den jüngsten Kursschub sowie die KI-Strategie und die starke Nutzerbasis hervor.
Zusammenfassung: Der Aktionär beschreibt ein robustes, zugleich volatileres Marktumfeld und stellt die Möglichkeit einer Konsolidierung der Perspektive einer Jahresendrally gegenüber. Bitcoin wird gemeinsam mit Meta Platforms, Netflix, Brent und Infineon analysiert.
Einschätzung der Redaktion
Die geplante Steuerreform wäre für den deutschen Kryptomarkt ein struktureller Einschnitt: Sie könnte die steuerliche Planbarkeit erhöhen, zugleich aber langfristiges Halten und private Selbstverwahrung unattraktiver machen. Besonders kritisch ist die pauschale Behandlung ungeklärter Anschaffungskosten, da sie zu erheblichen Liquiditätsbelastungen führen kann.
Die genannten Bitcoin-Kursziele sind als Szenarien, nicht als belastbare Erwartungen, einzuordnen. Ihre Aussagekraft bleibt wegen der hohen Marktvolatilität und technischer sowie regulatorischer Risiken begrenzt. Der Hinweis auf Quantencomputer zeigt jedoch, dass langfristige Bitcoin-Bewertungen nicht ausschließlich von Nachfrage und Marktzyklen abhängen.
Die Berufung eines technologie- und datenorientierten Managers unterstreicht, dass Digitalisierung für große Finanz- und Immobiliendienstleister zunehmend zur strategischen Kernaufgabe wird. Entscheidend wird sein, ob daraus messbare Verbesserungen bei Effizienz, Datenqualität und Kundenangeboten entstehen.
Saylors Forderungen markieren den Übergang von einer reinen Krypto-Debatte zu einer umfassenden ordnungspolitischen Auseinandersetzung. Eine stärkere Integration digitaler Vermögenswerte in das Finanzsystem könnte Wachstum ermöglichen, erhöht aber zugleich die Anforderungen an Verbraucherschutz, Bilanzierung und Finanzstabilität.
Infobox: Die zentrale Entwicklung ist die zunehmende institutionelle Einbindung von Bitcoin bei gleichzeitig wachsendem regulatorischem und technologischem Risikodruck.
Quellen:
- Ende der Bitcoin-Haltefrist rückt näher: Kabinettstermin steht!
- Bitcoin bis 600.000 Dollar? Brandt bleibt bullish, Newmark stärkt Tech-Team
- "Grundrechte" für Krypto: Das fordert Bitcoin-Verfechter Michael Saylor
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