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60 Millionen US-Dollar Hack bei Krypto-Börse Zaif: Verdächtige im Visier

Cybersicherheitsforscher, die für eine Tochtergesellschaft von Japans größter Bank arbeiten, haben einen Verdächtigen für den Hacker-Angriff auf die Krypto-Börse Zaif diesen Jahres finden können. Bei dem Diebstahl hatte der Angreifer Kryptowährungen im Wert von rund 60 Millionen US-Dollar erbeutet.

Japanische Großbank MUFG untersucht Hacks auf Krypto-Börse Zaif

Laut einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung kooperiert Japan Digital Design Co. (JDD) – eine Tochtergesellschaft der japanischen Bank MUFG – mit lokalen Cybersicherheitsforschern. Als sie die gestohlenen Gelder überwachten, versuchte der Angreifer, diese zu bewegen und vermutlich in Fiatwährung zu waschen.

Bei dem Angriff auf die Krypto-Börse Zaif im September erbeutete der Hacker etwa 40 Millionen US-Dollar an Kundengeldern und zusätzlich rund 20 Millionen US-Dollar, die der Börse gehörten. Gestohlen hat der Angreifer dabei Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH) und Monacoin (MONA).

Hinweise auf Angreifer im Monacoin-Netzwerk entdeckt

Die weniger bekannte Kryptowährung Monacoin – deren Marktkapitalisierung nur 73 Millionen US-Dollar beträgt – ermöglichte es den Forschern schließlich, Daten über die Angreifer zu sammeln. Dabei nutzte Japan Digital Design Co. eine Reihe von in Clouds gehosteten MONA-Nodes, um verdächtige Transaktionen zu analysieren. Dabei haben sie nach Hinweisen auf die Identität der Angreifer gesucht. Mittels einer IP-Adresse könnte man den Hacker ausfindig machen.

Japan Digital Design Co. sagte:

“Da die Monacoins seit dem 20. Oktober in Bewegung sind, konnten wir die Quelle von 5 fragwürdigen Transaktionen ausmachen. Die erhaltenen Informationen über die Quelle der Transaktionen haben wir den Behörden zur Verfügung gestellt.”

Der aus dem Japanischen übersetzte Bericht sagt folgendes aus:

“Bei der Untersuchung des Diebstahls der virtuellen Währungen haben wir den Weg der Transaktionen durch eine statische Analyse der Blockchain zurückverfolgt. Indem wir mit viel Aufwand und in großem Umfang virtuelle Nodes eingerichtet haben, prüften wir diverse Transaktionen auf Hinweise wie die Quell-IP-Adresse usw. Wir haben auch nützliche Daten über die Genauigkeit der gesammelten Informationen und die Kosten der Nachverfolgung erfasst.” 

Kunden der Krypto-Börse Zaif bestehen auf Entschädigung

Im Gegensatz zu Coincheck, der japanischen Krypto-Handelsplattform, welche im Januar durch einen Hack einen Rekord-Betrag in Höhe von 530 Millionen US-Dollar verlor, hat die Financial Services Agency (FSA) des Landes Zaif offiziell lizenziert. Deshalb steht auch die Regulierungsbehörde unter Druck. Die FSA erklärte, dass sie es bedauere zugelassen zu haben, dass die Börse trotz mehrerer Warnungen in der Vergangenheit weiterarbeiten konnte. Nach dem Hack verordnete die Behörde der Krypto-Börse Zaif ein Business Improvement Order, welches einige Veränderungen vorgibt.

Wenige Wochen darauf kündigte das Unternehmen Tech Bureau – der Eigentümer von Zaif – an, dass es seine gesamte Beteiligung an der Börse an die an der japanischen Börse notierte Fisco Digital Asset Group verkauft. Der Deal soll am 22. November 2018 abgeschlossen werden – unter der Bedingung, dass Fisco für die Entschädigung der Kunden verantwortlich sein wird, die durch den Hacker-Angriff Geld verloren haben.


Quellenangaben: https://www.ccn.com/newsflash-japans-largest-bank-says-it-found-source-of-60-million-hack-of-crypto-exchange-zaif/
Bildquelle: Pixabay

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