XRP zwischen ETF-Hoffnung, Verkaufsdruck und regulatorischer Unsicherheit

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: XRP zeigt weniger Verkaufsdruck und institutionelles ETF-Interesse, doch saisonale Schwäche, regulatorische Unsicherheit und ein mögliches Ledger-Upgrade bergen Risiken.

XRP steht zum Start in den August zwischen vorsichtig positiven On-Chain-Signalen, wachsender institutioneller ETF-Nachfrage und erheblichen regulatorischen sowie technischen Risiken. Der Pressespiegel beleuchtet, ob nachlassender Verkaufsdruck den saisonal schwachen Monat überwiegen kann, welche Folgen ein geplantes XRP-Ledger-Upgrade hätte und warum Anleger trotz möglicher Katalysatoren wachsam bleiben müssen.

XRP zwischen nachlassendem Verkaufsdruck, ETF-Nachfrage und regulatorischer Unsicherheit

Der XRP-Markt zeigt zum Auftakt des August ein uneinheitliches Bild. Während On-Chain-Daten auf einen Rückgang des Verkaufsdrucks und institutionelle Käufe hindeuten, belasten saisonale Schwäche, technische Risiken und die verschobene Beratung über den Clarity Act die kurzfristige Perspektive.

On-Chain-Daten deuten auf geringeren Verkaufsdruck hin

Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass XRP im Juli mehr als 3,8% zulegte und damit eine zweimonatige Verlustserie beendete. Bitcoin stieg im selben Zeitraum etwa 9%, Ethereum rund 20%, wodurch XRP hinter den beiden großen Kryptowährungen zurückblieb.

Nach Angaben des On-Chain-Analysten Darkfost fielen die durchschnittlichen monatlichen XRP-Zuflüsse zu Binance auf ungefähr 3,6 Millionen XRP. Dies sei der niedrigste monatliche Zufluss, der jemals verzeichnet wurde, und könne darauf hindeuten, dass XRP-Halter weniger bereit seien, Token zum Verkauf an Börsen zu transferieren.

Ein weiterer Messwert weist laut Yahoo Finanzen Deutschland auf steigende Abhebungen hin. In den sieben Tagen bis zum 31. Juli machten Abhebungen 55,6% der XRP-Aktivitäten auf Binance aus, der höchste Anteil seit Februar 2021; über alle zentralisierten Börsen hinweg lag dieser Wert bei 54%.

Gleichzeitig sank der Anteil der Einzahlungen bei Binance auf 44,3%, während der Marktwert auf 45,95% zurückging. Die Quelle weist darauf hin, dass diese Kennzahl die Anzahl der Transaktionen und nicht das XRP-Volumen oder die Nettoflüsse misst und daher allein keine Akkumulation bestätigt.

On-Chain-MesswertWert
Durchschnittliche monatliche XRP-Zuflüsse zu Binanceungefähr 3,6 Millionen XRP
Abhebungsanteil bei Binance55,6%
Abhebungsanteil über zentralisierte Börsen54%
Einzahlungsanteil bei Binance44,3%
Marktwertanteil45,95%

Zusammenfassung: Die Börsendaten zeigen weniger Zuflüsse und einen höheren Anteil von Abhebungen. Sie liefern damit Hinweise auf nachlassenden Verkaufsdruck, bestätigen jedoch laut Quelle nicht allein eine Akkumulation.

August gilt historisch als schwieriger Monat für XRP

Yahoo Finanzen Deutschland verweist zugleich auf saisonale Gegenargumente. Der August ist demnach für XRP der Monat mit der geringsten Dynamik und weist einen Durchschnittsertrag von nur 0,43% auf.

Außerdem schloss XRP vier Jahre in Folge im Minus ab. Dem steht der Juli gegenüber, den XRP seit 2020 jedes Jahr positiv beendet hat.

Auch die institutionelle Nachfrage über Spot-XRP-ETFs blieb laut den von SoSoValue stammenden Daten begrenzt. Im Juli verzeichneten die Produkte über 21 Handelstage nur etwa 19,6 Millionen USD an Nettozuflüssen; an elf Tagen lagen die Zuflüsse bei null, während es am 1. und 8. Juli Nettoabflüsse gab.

Infobox: Der On-Chain-Rückgang des Verkaufsdrucks trifft auf einen historisch schwachen August und geringe ETF-Nettozuflüsse. Für die weitere Entwicklung muss sich daher erst zeigen, ob neue Nachfrage entsteht.

Geplantes XRP-Ledger-Upgrade könnte den direkten XRP-Kauf für Nutzer überflüssig machen

BeInCrypto berichtet über ein geplantes Upgrade des XRP Ledgers, das Banken, Emittenten und Plattformen ermöglichen soll, Netzwerkgebühren und gebundene Reserven für ihre Nutzer zu übernehmen. Wenn die Validatoren zustimmen, könnten Menschen das Ledger nutzen, ohne selbst XRP kaufen zu müssen.

Nach Angaben der Quelle soll die Veröffentlichung von xrpld 3.3.0 voraussichtlich nächste Woche erfolgen. Das Update enthält fünf vorgeschlagene Änderungen, darunter Sponsored Fees and Reserves.

Aktuell muss jedes Konto auf dem XRP Ledger mindestens 1 XRP hinterlegen. Jedes weitere Element auf einem Konto, etwa eine Trustline, bindet zusätzlich 0,2 XRP; zudem verbrennt jede Transaktion eine kleine Gebühr.

Mit dem Upgrade würde sich laut BeInCrypto ändern, wer diese Kosten übernimmt. Eine Bank, ein Emittent oder eine Plattform könnte sowohl die Transaktionsgebühr als auch den gebundenen Betrag tragen, während die Nutzer ihre eigenen Konten und Schlüssel behalten.

„Die Nutzer behalten weiterhin ihre eigenen Konten und Schlüssel, während ein großes Onboarding-Hindernis entfällt: Es ist künftig nicht mehr nötig, dass jeder Teilnehmer XRP erwerben und verwalten muss, bevor er mit dem Netzwerk interagieren kann”, sagte Jazzi Cooper laut BeInCrypto.

Die Änderung könnte die Nutzung des Ledgers vereinfachen, könnte aber zugleich den direkten Kaufanreiz für alltägliche Nutzer verringern. Das gebundene XRP würde laut Quelle nicht verschwinden, sondern von Sponsoren anstelle einzelner Nutzer gehalten.

BeInCrypto nennt für XRP einen Kurs von etwa 1,06 USD, einen Tagesrückgang von 1,3% und einen Rückgang von rund 64% gegenüber dem Vorjahr. Die Marktkapitalisierung beträgt 66,5 Milliarden USD.

KennzahlWert
Mindestreserve pro Konto1 XRP
Zusätzliche Reserve je weiterem Element0,2 XRP
XRP-Kursetwa 1,06 USD
Tagesentwicklung-1,3%
Entwicklung gegenüber dem Vorjahrrund 64% niedriger
Marktkapitalisierung66,5 Milliarden USD

Für jede Änderung ist nach Angaben von BeInCrypto eine Unterstützung von 80% der Validatoren über zwei Wochen erforderlich. Zwei der fünf Änderungen seien bereits zuvor gescheitert; Batch wurde bereits einmal abgelehnt, während Permission Delegation im September 2025 abgeschaltet wurde.

Infobox: Das Upgrade könnte den Zugang zum XRP Ledger erleichtern, indem Banken oder Plattformen Gebühren und Reserven übernehmen. Gleichzeitig könnte der unmittelbare XRP-Kaufzwang für einzelne Nutzer entfallen.

Institutionelle Investoren bauen Positionen in XRP-ETFs auf

BTC-ECHO berichtet über zunehmende Positionen institutioneller Investoren in XRP-ETFs. Das verwaltete Vermögen aller XRP-ETFs beträgt demnach rund 683,66 Millionen US-Dollar.

Das in Ohio ansässige Beratungsunternehmen Gerber hält laut einer SEC-Meldung 12.958 Anteile am Franklin XRP ETF. Gerber verwaltet nach eigenen Angaben ein Vermögen von rund 592 Millionen US-Dollar.

Weitere Meldungen betreffen Gallacher Capital Management, das im Juli 86.744 Anteile am Canary XRP ETF meldete, sowie Vista Finance mit 129.958 Anteilen am Franklin XRP ETF. CPR Investments aus Michigan hält über den ProShares Ultra XRP ETF 36.619 Anteile.

Nach Daten von SoSoValue bleiben die Nettozuflüsse in die ETFs positiv. Marktführer ist laut BTC-ECHO der Bitwise XRP ETF vor dem Canary XRP ETF und dem Franklin XRP ETF.

Investor oder ProduktGemeldete Position
Gerber im Franklin XRP ETF12.958 Anteile
Gallacher Capital Management im Canary XRP ETF86.744 Anteile
Vista Finance im Franklin XRP ETF129.958 Anteile
CPR Investments im ProShares Ultra XRP ETF36.619 Anteile
Verwaltetes Vermögen aller XRP-ETFsrund 683,66 Millionen US-Dollar

Technische Lage laut BTC-ECHO moderat bullisch, Szenarien bleiben offen

In den letzten 24 Stunden bewegte sich XRP laut BTC-ECHO zwischen 1,0622 USD und 1,0912 USD. Der aktuelle Schlusskurs lag bei 1,0809 USD und damit leicht über dem Schlusskurs der Vorperiode von 1,0769 USD; die Veränderung betrug +0,37%.

Die Marktkapitalisierung wurde mit rund 67.509.673.437 USD angegeben. Der Kurs lag leicht über dem EMA-20 von 1,07865 USD und zeigte eine Sequenz höherer Hochs und höherer Tiefs.

Als kurzfristige Unterstützung nennt BTC-ECHO 1,0622 USD, die unmittelbare Support- und EMA-Zone liegt bei ~1,0786 USD. Erste Widerstände befinden sich bei 1,0912 USD und anschließend bei 1,1050 USD.

Der RSI lag bei 58,0 und signalisierte moderates Kaufmomentum ohne Überkauftheit. Die Bollinger-Bänder-Breite betrug rund 0,0603 USD; dies deutete laut Quelle auf eine abnehmende Volatilität im Vergleich zu den Volatilitätsspitzen früher im Monat hin.

Technische KennzahlWert
24-Stunden-Tief1,0622 USD
24-Stunden-Hoch1,0912 USD
Aktueller Schlusskurs1,0809 USD
Schlusskurs der Vorperiode1,0769 USD
Veränderung+0,37%
EMA-201,07865 USD
RSI58,0
Bollinger-Bänder-Breiterund 0,0603 USD

BTC-ECHO beschreibt drei mögliche Szenarien. Im neutralen Szenario bewegt sich XRP zwischen 1,05 und 1,10 US-Dollar; hierfür wird eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent genannt.

Das bullishe Szenario sieht einen Anstieg auf 1,10 bis 1,20 US-Dollar mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent vor. Voraussetzung wären unter anderem ein RSI über 62, ein Kurs über dem EMA-20 und ein Ausbruch über 1,0912 USD bei steigendem Handelsvolumen.

Im bearischen Szenario könnte XRP auf 0,90 bis 1,06 US-Dollar zurückfallen; die Quelle weist diesem Szenario eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent zu. Als Auslöser werden ein RSI unter 50 und ein Bruch der Unterstützung bei 1,0622 USD bei gleichzeitig anziehendem Handelsvolumen genannt.

SzenarioKursbereichWahrscheinlichkeit
Neutral1,05 bis 1,10 US-Dollar50 Prozent
Bullish1,10 bis 1,20 US-Dollar30 Prozent
Bearish0,90 bis 1,06 US-Dollar20 Prozent

Zusammenfassung: Die technische Lage liegt laut BTC-ECHO leicht über dem EMA-20 und weist moderates Kaufmomentum auf. Gleichzeitig bleiben die Unterstützungen bei 1,0622 USD und die Widerstände bei 1,0912 USD sowie 1,1050 USD entscheidend.

Vertagung des Clarity Act belastet XRP-Prognose

Wallstreet Online berichtet, dass der US-Senat den Clarity Act von der Tagesordnung genommen hat. Stattdessen wurden ein Sanktionspaket und offene Personalfragen vorgezogen.

Die Sommerpause beginnt laut Quelle rund um den 7. August. Dadurch bleibt für eine Abstimmung in diesem Jahr nur ein schmales Zeitfenster; verstreicht dieses, könnte sich der Vorgang bis mindestens Ende 2026 verschieben.

Für XRP wäre das Gesetz laut Wallstreet Online von Bedeutung, weil es die Einordnung als Rohstoff dauerhaft festschreiben und damit die Grundlage für Produkte von Verwahrstellen und ETF-Anbietern schaffen würde. Bei Polymarket fiel die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung in diesem Jahr auf 37 Prozent.

Technisch beschreibt Wallstreet Online das Bild als schwach. Genannt werden ein bestätigtes Death Cross, ein RSI von 40,9 und ein Gesamtwert von minus 63 Prozent.

Demgegenüber hält XRP laut CoinPedia eine Spanne zwischen 1,07 und 1,10 Dollar. Als unterstützende Faktoren werden Zukäufe großer Adressen und die wachsende Nutzung von RLUSD im XRP Ledger genannt. Ein Ausbruch über 1,115 Dollar gilt als erstes echtes Signal.

Kennzahl oder MarkeWert
XRP-Kursrund 1,07 Dollar
Entwicklung gegenüber der Vorwochegut vier Prozent darunter
Marktkapitalisierungrund 67 Milliarden Dollar
RSI40,9
Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des Clarity Act in diesem Jahr37 Prozent
Erstes echtes Signal laut CoinPediaAusbruch über 1,115 Dollar

Infobox: Die regulatorische Perspektive bleibt vom Zeitplan des US-Senats abhängig. Die Vertagung des Clarity Act nimmt XRP kurzfristig einen wichtigen möglichen Katalysator.

XRP hält laut FinanzNachrichten.de die Marke von einem US-Dollar

FinanzNachrichten.de berichtet, dass sich XRP am Donnerstag oberhalb der psychologischen Marke von einem US-Dollar stabilisierte. Innerhalb von 24 Stunden legte der Token um knapp zwei Prozent auf rund 1,07 US-Dollar zu.

Der Offenmarktausschuss beließ den Zinskorridor laut Quelle bei 3,50 bis 3,75 Prozent; drei Mitglieder stimmten gegen die Entscheidung. Der Markt reagierte danach kaum, während sich große Kryptowährungen seitwärts bewegten.

Sieben US-Spot-ETFs verwalten inzwischen etwa eine Milliarde US-Dollar und halten 978,9 Millionen XRP. Bitcoin-Produkte verzeichneten am Dienstag Abflüsse von 49,8 Millionen US-Dollar, während Ether-ETFs 14,5 Millionen US-Dollar aufnahmen.

FinanzNachrichten.de nennt für XRP kurzfristig eine Spanne von 1,07 bis 1,10 US-Dollar. Oberhalb davon liegt bei 1,14 US-Dollar die erste echte Hürde; der Angstwert im Markt wird mit 35 angegeben.

Vom Hoch bei 3,65 US-Dollar trennen XRP laut Quelle rund 70 Prozent. Das Kursziel von 2,80 US-Dollar von Standard Chartered benötige Monate und mehrere Auslöser.

KennzahlWert
Leitzinskorridor3,50 bis 3,75 Prozent
Anzahl der US-Spot-ETFsSieben
Von den ETFs gehaltene XRP978,9 Millionen Token
Bitcoin-Produktabflüsse am Dienstag49,8 Millionen US-Dollar
Ether-ETF-Zuflüsse am Dienstag14,5 Millionen US-Dollar
Erste Hürde1,14 US-Dollar
Angstwert35
XRP-Hoch3,65 US-Dollar
Kursziel von Standard Chartered2,80 US-Dollar

Darüber hinaus meldet die Quelle, dass innerhalb von 24 Stunden 96.672 Händler mit einem Volumen von 316 Millionen US-Dollar liquidiert wurden. Trotz der ETF-Bestände bleibt das Chartbild damit schwach.

Zusammenfassung: XRP verteidigt rund 1,07 US-Dollar und bleibt über einem US-Dollar. ETF-Bestände von 978,9 Millionen Token stehen einem Kurs gegenüber, der laut Quelle rund 70 Prozent unter dem Hoch von 3,65 US-Dollar liegt.

Investing.com warnt vor professionell inszeniertem XRP-Betrug

Investing.com Deutsch berichtet über einen Betrugsfall, bei dem 71 Investoren innerhalb von acht Tagen insgesamt rund 3,4 Millionen XRP an Täter überwiesen. Der Zeitraum erstreckte sich vom 16. bis 23. Oktober 2025; der damalige Wert lag bei etwa 8,5 Millionen Dollar.

Im Durchschnitt verlor jeder Investor rund 121.000 Dollar. Nach Polizeiangaben verlor mindestens ein Opfer mehr als 700.000 Dollar.

Die Website Fxrpntwork.com gab sich als Angebot rund um den FXRP-Token aus, den das Flare Network kurz zuvor gestartet hatte. Investing.com betont, dass Flare selbst ein legitimes Projekt sei und mit dem Betrug nichts zu tun gehabt habe.

Die Täter versprachen monatliche Renditen von 1,5 bis 1,8 Prozent bei angeblich garantiertem Kapitalerhalt. Zur Verstärkung des Trugbilds wurden gefälschte Einträge auf Naver-Blogs, in Online-Nachrichten und auf Wikipedia platziert.

Außerdem bezahlten die Täter einen 34-Jährigen, der in YouTube-Videos für die Echtheit des Projekts eintrat. Er wurde laut Quelle ebenfalls wegen Betrugs angeklagt.

Die Opfer sollten ihre XRP zunächst über ausländische Börsen leiten und erst danach an die angegebenen Wallets senden. Laut Investing.com sollte dieser Umweg die Transaktionen glaubwürdiger erscheinen lassen und die Spur der Gelder verwischen.

Merkmal des FallsWert
Zeitraum16. bis 23. Oktober 2025
Anzahl der Investoren71
Überwiesene Mengerund 3,4 Millionen XRP
Bestätigter damaliger Wertetwa 8,5 Millionen Dollar
Durchschnittlicher Verlustrund 121.000 Dollar
Höchster genannter Einzelverlustmehr als 700.000 Dollar
Versprochene monatliche Rendite1,5 bis 1,8 Prozent
Bezahlter Unterstützer34 Jahre

Die Ermittler verfolgten über die Wallets der Bande Vermögenswerte von rund 18,8 Millionen Dollar. Etwa 12,1 Millionen Dollar konnten auf ausländischen Börsen eingefroren werden; der Rest wurde während der Ermittlungen bewegt und blieb verschwunden.

Eine ausländische Kryptobörse hatte die Seouler Polizei über einen auffälligen Anstieg verdächtiger Staking-Aktivität informiert. Innerhalb von drei Tagen konnten die Fahnder die Spur zurückverfolgen und Wallets mit dem Großteil der Beute einfrieren.

Im weiteren Verlauf wurden 54 Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse vollstreckt. Drei Verdächtige wurden gefasst oder an die Staatsanwaltschaft überstellt; ein vierter Verdächtiger blieb im Ausland flüchtig, woraufhin die Polizei eine internationale Fahndung über Interpol beantragte.

Investing.com Deutsch verweist außerdem auf eine Analyse von Chainalysis, nach der Betrüger 2025 weltweit schätzungsweise 17 Milliarden Dollar an Kryptowährungen erbeuteten. Der Fall zeige, dass auch sorgfältige Anleger durch professionell gefälschte Bestätigungen getäuscht werden können.

Infobox: Der Fall umfasst 71 bestätigte Opfer und rund 8,5 Millionen Dollar Schaden. Besonders kritisch waren laut Quelle garantierte Renditen, verschlungene Zahlungswege und scheinbar unabhängige, tatsächlich gefälschte Bestätigungen.

Einschätzung der Redaktion

XRP befindet sich in einer Übergangsphase: Die nachlassenden Börsenzuflüsse und institutionellen ETF-Positionen sind konstruktive Signale, reichen angesichts begrenzter Nettozuflüsse und der saisonalen Schwäche aber noch nicht für einen belastbaren Aufwärtstrend.

Das geplante Ledger-Upgrade ist strategisch ambivalent. Es kann die Nutzung deutlich vereinfachen und institutionelle Anwendungen fördern, schwächt jedoch den unmittelbaren Anreiz für Endnutzer, XRP selbst zu erwerben. Damit könnte die Netzwerknutzung stärker wachsen als die direkte Token-Nachfrage.

Der wichtigste kurzfristige Unsicherheitsfaktor bleibt die Regulierung. Solange der Clarity Act vertagt ist, fehlt XRP ein zentraler institutioneller Katalysator. Technisch spricht daher mehr für eine volatile Konsolidierung als für einen unmittelbar bevorstehenden nachhaltigen Ausbruch.

Kernaussage: Die strukturellen Chancen verbessern sich, doch ETF-Nachfrage, Regulierung und tatsächliche Kapitalzuflüsse müssen noch deutlich an Dynamik gewinnen, bevor XRP ein überzeugendes Aufwärtssignal liefert.

Quellen: