Vitalik Buterin weist Gerüchte über Rücktritt von Ethereum zurück

Der MIT Technology Review hat Vitalik Buterin kürzlich auf der Ethereum Developer Conference in Prag, Tschechien, interviewt. Vitalik erklärte, dass Ethereum erst dann wirklich dezentral werden kann, wenn es nicht mehr von ihm abhängig ist. Vitalik Buterin gilt mit seinen 24 Jahren als inoffizieller “CEO” des Ethereum-Projektes. Nicht zuletzt war er derjenige, der Ende 2013 die Errichtung des Netzwerkes vorgeschlagen und konzipiert hat. Dennoch ist es für ihn Zeit in den Hintergrund zu treten, sagte der Gründer gegenüber dem MIT Technology Review, sodass die Community dezentral zu ihrem vollem Potential wachsen kann.

Heftige Vorwürfe gegen Vitalik Buterin

Aus der Aussage des Gründers in dem Interview über ein Zurückziehen in den Hintergrund folgerte ein Twitter-Nutzer, dass er eine Exit-Strategie plane. Ähnlich wie Dan Larimer, welcher zahlreiche Krypto- und Blockchain-Projekte verlassen hat, kehrt Vitalik Buterin seiner Meinung nach Ethereum bald endgültig den Rücken.

Dan Larimer entwickelte die Blockchain-Technologie Graphene, welche von BitShares und Steemit genutzt wird. Nach dem Start von BitShares im Jahr 2013 verließ Larimer das Projekt, um anschließend Steemit zu starten. Aber auch dieses Projekt hat er im im März 2017 wieder verlassen. Nachdem er beide Projekte hinter sich gelassen hat, kam Larimer als CTO zu Block.one und war für das Crowdfunding zur Gründung von EOS verantwortlich. Diesen Posten als Chief Technology Officer bei EOS hat er nach wie vor.

Vitalik Buterin reagierte prompt auf den Tweet, in welchem er beschuldigt wird eine Exit-Strategie zu planen. Er weist jegliche Theorien über einen Austritt vom Projekt Ethereum zurück.

Die Frage, die sich viele Ethereum-Enthusiasten und Entwickler stellen, ist, ob das Ethereum-Netzwerk ohne Vitalik überleben kann. Ein anderer Twitter-Nutzer reagierte auf den obigen Tweet und erklärte, dass unsere menschliche Psychologie es uns möglicherweise nicht erlauben würde, den Abgang einer inspirierenden Führungspersönlichkeit zu akzeptieren.

“Das eigentliche Problem ist interessant. Sind die Menschen wirklich bereit und wollen sie Dezentralisierung überhaupt?” 

Es sieht so aus, als wollen einige Nutzer eine gewisse Führungsperson, auch wenn diese den eigentlichen Kernwert des Systems untergräbt. Zudem feuert eine leitende Person durch diverse Aussagen und News auch Trader und Spekulanten an.

Vergleich mit dem Tron-Projekt

Nachdem für alle Bereiche und Fragen zum Projekt Tron Repräsentanten festgelegt wurden, hatte auch Justin Sun, der CEO von Tron Pläne über ein Ausscheiden vom Projekt. Doch kürzlich kandidierte Justin für einen Platz als einer der 27 “Super Representatives ” im Tron-Netzwerk und gewann. Außerdem kommuniziert er nahezu täglich über Twitter mit der Community.

Wenn man Vitaliks Antwort auf den Tweet genauer durchleuchtet, kann man zwischen den Zeilen lesen, dass auch er bereits einen Plan hat, um weiterhin am Projekt teilhaben zu können.


Quellenangaben: https://ethereumworldnews.com/vitalik-rejects-rumors-of-him-leaving-the-ethereum-eth-project/
Bildquelle: Pixabay

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