US Finanzminister im Interview, haben seine warnenden Worte bei den Libra Partnern Wirkung gezeigt?
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US Finanzminister im Interview, haben seine warnenden Worte bei den Libra Partnern Wirkung gezeigt?

Gestern hat sich der US Finanzminister Steven Mnuchin in einem Interview mit CNBC zum Absprung der Libra Partner geäußert. Für ihn haben diese offenbar einen starken regulatorischen Druck befürchtet.

US Finanzminister äußert sich über den Ausstieg der Libra Partner

In einem Interview mit CNBCs Squawk Box erklärter der US Finanzminister Steven Mnuchin, dass er sich mehrmals mit Vertretern und Partnern von Libra getroffen hat. Er erklärte unmissverständlich, dass die mit Facebook verbundenen Personen, wenn sie nicht den strengen Geldwäschebekämpfungsstandards der Regierung entsprechen, Zwangsmaßnahmen unterliegen würden.

“Und ich denke, dass sie erkannt haben, dass sie nicht bereit sind, und sie nicht den Erwartungen gewachsen sind. Und ich gehe davon aus, dass einige der Partner besorgt waren und ausgestiegen sind, bis sie diese Standards erfüllt haben.”

Die G7-Gruppe veröffentlichte am Wochenende einen Bericht, in dem die inhärenten Gefahren für die Durchführung eines solchen Projekts dargelegt wurden.

Der Exodus beschleunigte sich, nachdem US-Senatoren in einem Brief an CEOs von Unternehmen, die Mitglieder der Libra Association sind, einige warnende Worte geschrieben hatten. Ein solcher Brief der online geteilt wurde, ging an Patrick Collison, CEO von Stripe. Darin steht, dass Facebook versucht, sich als Finanzbehörde ohne geregelten Status zu agieren.

“Facebook versucht, dieses Ziel zu erreichen, indem es die Risiken und die Notwendigkeit, neue Compliance-Regelungen zu entwickeln, auf regulierte Mitglieder der Libra Association wie ihre Unternehmen verlagert.”

Angesichts der Tatsache, dass der Finanzminister diese Warnungen unterstützt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Libra zum Jahresende noch Partner haben wird, sehr gering.

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Bisher haben sich PayPal, Visa, Mastercard, Stripe, eBay, Booking Holding und Mercado Pago haben ihren Rückzug bereits bekannt gegeben. Fünf von diesen Unternehmen waren Zahlungsunternehmen. Das versetzt Libra einen Schlag. Nur noch ein Zahlungsverkehrabwickler ist an dem Projekt beteiligt. Dabei handelt es sich um die niederländische Firma PayU, die sich auf mobile und Web-Zahlungen auf dem europäischen Markt konzentriert.

Gestern hat die Libra Association ihre erste offizielle Vorstandssitzung in Genf abgehalten. Facebook hält an seinen Plänen für Libra trotz heftiger Kritik von US-Regierungsbehörden und Politikern sowie der jüngsten Probleme weiterhin fest.

Berichten zufolge hat sich das Treffen mit der Festlegung der grundlegenden Governance der neuen Association befasst, welche nun sieben Mitglieder weniger zählt. Fünf Vorstandsmitglieder wurden ernannt, darunter der CEO von XAPO, Blockchain-Chef Katie Haun, Libra Chef David Marcus, Matthew Davie von Kiva Microfunds und von PayU Patrick Ellis.

Unbeirrt gab man außerdem bekannt, dass 1.500 Organisationen Interesse an einem Beitritt haben, wovon 180 von ihnen die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft erfüllen. Das Ziel ist es, 100 Mitglieder vor dem Startdatum 2020 zu erreichen, was nun wahrscheinlich aufgrund regulatorischer Probleme sich verschieben kann.

Quellenangaben: NewsBTC
Bildquelle: Pixabay

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