Upbit-Hack-Update: Hacker bewegen gestohlene Ethereum

Upbit-Hack-Update: Hacker bewegen gestohlene Ethereum

Vor wenigen Tagen wurde die in Südkorea ansässige Börse Upbit um 341.000 ETH erleichtert. Jetzt, wenige Tage danach, wurden wie es scheint, erstmal die gestohlenen ETH von einer Wallet auf eine andere Wallet transferiert.

Ethereum von Upbit Hack wurden bewegt

Am 27. November haben wir von dem Hack der Upbit-Börse berichtet, bei dem 342.000 Ethereum aus der Hot-Wallet auf eine unbekannte Wallet verschoben wurden. Der Hack ereignetete sich zu einem Zeitpunkt, zu dem die Börse angeblich Vermögenswerte zwischen der Hot- und Cold-Wallet bewegt hat. Das hat natürlich dazu geführt, dass der Hack ein Insider-Job gewesen sein könnte.

Wie jetzt bekannt wurde, scheint eine der Adressen, die an dem Hack beteiligt war, Ethereum im Wert von Millionen von Dollar auf eine unbekannte Wallet zu transferieren.

Whale Alert ist ein Twitter-Bot, über den große Bewegungen verschiedener Kryptowährungen und Stablecoins mitverfolgt werden kann. Genau dieser Bot hat am 3. Dezember gemeldet, dass 10.000 ETH (rund 1,5 Millionen USD) um etwa 7:52 UTC verschoben wurden.

Diese Transaktion folgte auf eine kleinere Transaktion von 1.001 ETH im Wert von etwa 150.000 USD, die etwa fünf Minuten zuvor auf dieselbe Adresse stattfand.

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Viele Börsen, darunter auch Binance, haben umgehend bekannt gegeben, dass sichergestellt wird, dass die gestohlenen Ether nicht über ihre Plattformen abgewickelt werden.

Der heutige Transfer wurde zwar als “Upbit-Hack” markiert, jedoch wurde die Wallet-zu-Wallet-Übertragung erfolgreich im Netzwerk bestätigt.

Upbit hat allen Kunden zugesagt, dass die gestohlenen Ethereum durch Unternehmensmittel ersetzt werden.

Die Börse zählt zu einer der viertgrößten in Südkorea, neben Korbit, Bithumb und Coinone. Sie zählte allerdings als einzige inländische Plattform, die 2018 einen Gewinn erzielte.

Upbit ist Mitglied der Korean Blockchain Association. Diese inländische Vereinigung besteht aus 14 Krypto-Handelsplattformen, deren Mitglieder sich dazu verpflichten, fünf wichtige Anforderungen zu erfüllen. Dazu gehören Punkte wie die getrennte Verwaltung von Kundengeldern von den Unternehmenseigenen, Halten eines Mindestkapitals von 1,8 Millionen US-Dollar und die Veröffentlichung regelmäßiger Prüfungs- und Finanzberichte.

Im Januar 2018 wurde von den vier Börsen eine Hotline eingerichtet, mit der sichergestellt wird, dass verdächtige Transaktionen sofort nach ihrer Bekanntgabe aufgedeckt und eingefroren werden.

Dieser Fall zeigt, dass es heutzutage allerdings für Hacker nicht mehr allzu leicht ist, gestohlene Coins und Token einfach wieder loszuwerden. In der Blockchain sind dazu die Transaktionen nachvollziehbar, worauf alle Börsen dementsprechend reagieren können, so wie Binance es tun wird, sollten Gelder von dem Hack zu der Börse gelangen. In den meisten Fällen bleiben den Hackern also nur noch Mixer-Dienste, mit denen weitere Transaktionen verschleiert werden können. Alle anderen Wege sind für die Öffentlichkeit einsehbar.

Bildquelle: Depositphotos 

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