UK Finanzmarktaufsicht: BitMEX bekommt eine wegen fehlender Lizenz am Deckel
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UK Finanzmarktaufsicht: BitMEX bekommt eine wegen fehlender Lizenz am Deckel

Die britische Finanzmarktaufsicht hat eine Erklärung veröffentlicht, in der BitMEX beschuldigt wird, Finanzdienstleistungen ohne entsprechende Genehmigung erbracht zu haben. Die Aufsicht rät britischen Bürgern, sich von dieser Plattform fernzuhalten.

BitMEX bekommt von der UK Finanzmarktaufsicht eine auf den Deckel

Die Warnung der britischen Finanzmarktaufsicht richtet sich eher an Kunden, die mit BitMEX zu tun haben, sie beschuldigt die Derivateplattform nicht, direkt betrogen zu haben. Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass der Betrieb ohne eine ordnungsgemäße Lizenz sowohl illegal ist als auch weitaus häufiger mit Betrügern in Verbindung gebracht wird.

Dies ist nicht der erste Schritt in Großbritannien gegen BitMEX und ähnliche Plattformen. Im letzten Jahr hat die FCA angefangen, ein Verbot von Kryptoderviateplattformen zu untersuchen, was auch empfohlen wurde. Zusätzlich hat die Advertising Standards Authority (ASA) des Landes im vergangenen Oktober eine Beschwerde gegen eine Anzeige eingereicht, die BitMEX in britischen Zeitungen veröffentlicht hat.

Großbritannien ist nicht das einzige Land, das derzeit Schritte unternimmt, um auf die wachsende Anzahl von Kryptoderivateplattformen zu reagieren. Diese Finanzprodukte sind derzeit nicht reguliert und äußerst riskant. BitMEX ist nicht ganz reaktionslos, denn die Plattform blockiert schon seit geraumer Zeit den Zugriff von manchen Ländern.

BitMEX hat auch immer wieder Kunden darauf hingewiesen, die relevanten Gesetze zu befolgen. Die Plattform selbst bewegt pro Tag enorme Summen aufgrund der Hebelmöglichkeit. Der Plattform wird auch vorgeworfen, direkt oder indirekt einen Großteil der Marktmanipulation erleichtert zu haben. Dazu kommt, dass der Handel auf BitMEX mit egal welcher Summe ohne Know-your-Customer-Verfahren möglich ist, noch dazu in einem Bereich, nämlich der Blockchain-Technologie, die für viele nach wie vor undurchsichtig ist und alles anonym abläuft. Man sollte also nicht verwundert sein, wenn Regierungen anfangen, gegen diese Plattform vorzugehen.

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Die Situation wird immer komplexer, je mehr Finanzinstitute in den Kryptohandel einsteigen. Diese arbeiten schon seit jeher uneingeschränkt mit den Aufsichtsbehörden zusammen, was ihre Anwesenheit in der Kryptowelt Regierungen natürlich dazu zwingt, größere Schritte zu unternehmen, um Kryptowährungen als neue Anlageklasse anzusehen.

Krypto-Befürworter fordern schon seit langem eine stärkte Anerkennung von Kryptowährungen als Mittel, um sowohl eine Massenakzeptanz zu erreichen als auch Betrug zu verhindern. Auf die Erklärung der FCA wird vermutlich noch etwas Größeres folgen, wie der Entwurf von Standards, mit denen Kryptos gehandelt werden können. Wie lange das noch dauern wird, bleibt abzuwarten.

Bildquelle: Pixabay / Victoria_Borodinova

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