Tokenisierung erreicht Schifffahrt, Wall Street und institutionelle Finanzmärkte

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

Veröffentlicht:

Kategorie: News

Zusammenfassung: Tokenisierung erreicht Schifffahrt und institutionelle Finanzmärkte, doch Genehmigungen, Eigentumsrechte, Datenschutz und wirtschaftliche Risiken bleiben offen.

Tokenisierung verlässt die Nische und erreicht zentrale Bereiche der globalen Finanz- und Realwirtschaft: Handelsschiffe, Stablecoins, Zahlungsnetzwerke und Aktienmärkte werden zunehmend auf Blockchain-Infrastrukturen abgebildet. Der Pressespiegel zeigt, welche Projekte dahinterstehen, welche Milliardenmärkte erschlossen werden sollen – und wo regulatorische, technische und wirtschaftliche Risiken bestehen.

Tokenisierung erreicht Schifffahrt und Wall Street

Die Blockchain-Plattform ADI Chain und das in Dubai ansässige Unternehmen Shipfinex wollen Handelsschiffe tokenisieren und damit den Zugang zum maritimen Finanzierungsmarkt erweitern. Darüber berichtet CoinDesk. Die Partnerschaft zielt auf einen Markt, dessen Finanzierung durch Bankkredite, Leasing und Exportfinanzierung einen geschätzten Wert von 680 Milliarden US-Dollar aufweist.

Die kommerziellen Schiffe der Welt haben laut CoinDesk insgesamt einen geschätzten Wert von 2 Billionen US-Dollar. Der Markt wird demnach weiterhin von Schiffseignern, Banken und spezialisierten Kreditgebern dominiert, wodurch kleinere Betreiber und alternative Investoren nur begrenzten Zugang zu diesem Kapitalpool erhalten.

Shipfinex soll geeignete Schiffe identifizieren, diese zu Finanzierungsdeals bündeln und deren Wert sowie die rechtliche und wirtschaftliche Struktur bestimmen. ADI Chain soll die Geschäfte anschließend in Blockchain-Token umwandeln und Zahlungen über Stablecoins abwickeln, die an den VAE-Dirham oder den US-Dollar gebunden sind.

„Die maritime Finanzierung verfügt über das Volumen, reale Vermögenswerte und kommerzielle Aktivitäten, um zu einer bedeutenden neuen Kategorie realer Vermögenswerte zu werden“, sagte Ramana Kumar, President des Stablecoin-Ökosystems bei der ADI Foundation, laut CoinDesk.

Derzeit richtet sich das Angebot an „qualifizierte institutionelle Teilnehmer“. Gewöhnliche Privatanleger gehören nicht zur aktuell genannten Zielgruppe. Ein Token könnte je nach Struktur des jeweiligen Deals ein durch das Schiff besichertes Darlehen, einen Anspruch auf Einnahmen aus Transportverträgen oder eine breitere wirtschaftliche Beteiligung am Schiffswert darstellen.

Der Token würde jedoch kein rechtliches Eigentum am Schiff vermitteln. Er wäre lediglich ein finanzieller Anspruch, der an das jeweilige Schiff gebunden ist, während das Schiff weiterhin von Handelsunternehmen besessen und betrieben würde.

CoinDesk zufolge wurden bislang noch keine maritimen Asset-Token ausgegeben. Shipfinex verfügt außerdem lediglich über eine „In-Principle Approval“ der Virtual Assets Regulatory Authority in Dubai und noch nicht über eine vollständige Betriebserlaubnis.

Shipfinex hat rund 35 Schiffe mit einem Gesamtwert von rund 500 Millionen US-Dollar als mögliche Kandidaten vorgesehen. Die Tokenisierung soll erfolgen, sobald die behördliche Genehmigung und die konkrete Geschäftsstruktur abgeschlossen sind. Jedes Schiff soll in einer eigenen separaten Rechtseinheit angesiedelt werden, damit finanzielle Schwierigkeiten eines Schiffs die Investoren anderer Schiffe nicht belasten.

Die Partnerschaft steht laut CoinDesk im Wettbewerb mit bereits laufenden Projekten. Galactica hat tokenisierte Schiffsfinanzierungen abgeschlossen, darunter eine Zwischenfinanzierungsvereinbarung für einen 145.000 CBM LNG-Tanker auf der regulierten Plattform InvestaX. Ethra Ship startete im Juni ein konkurrierendes maritimes RWA-Protokoll auf Grundlage eines bestehenden Schifffahrtsunternehmens.

Der Seeverkehr macht laut der Ankündigung mehr als 80 % des internationalen Warenhandels nach Volumen aus. Der gesamte tokenisierte Markt für reale Vermögenswerte liegt dem Bericht zufolge derzeit bei etwa 38 Milliarden US-Dollar.

ADI Chain ist eine institutionelle Blockchain-Plattform aus Abu Dhabi und wurde von Sirius International Holding gegründet. Die Plattform veranstaltet bereits DDSC, einen durch den Dirham gedeckten Stablecoin, der von der Zentralbank der VAE lizenziert ist. Anfang dieses Jahres nutzte IHC DDSC, um eine Transaktion in Höhe von 30 Millionen US-Dollar auf der Blockchain abzuwickeln.

AspektAngabe aus der Quelle
Geschätzter Gesamtwert kommerzieller Schiffe2 Billionen US-Dollar
Maritimer Finanzierungsmarkt680 Milliarden US-Dollar
Für Tokenisierung vorgesehene Schifferund 35
Gesamtwert der vorgesehenen Schifferund 500 Millionen US-Dollar
Anteil des Seeverkehrs am internationalen Warenhandel nach Volumenmehr als 80 %
Tokenisierter Markt für reale Vermögenswerteetwa 38 Milliarden US-Dollar

Infobox – CoinDesk: ADI Chain und Shipfinex planen die Tokenisierung von Handelsschiffen für institutionelle Investoren. Token wurden noch nicht ausgegeben, und Shipfinex besitzt bislang keine vollständige Betriebserlaubnis.

Circle baut mit Arc eine institutionelle Finanz-Blockchain

Circle bereitet den öffentlichen Start seiner eigenen Finanz-Blockchain Arc für den 16. September 2026 vor. MarketScreener Deutschland berichtet, dass BlackRock, Visa, Mastercard, Standard Chartered und die Depository Trust & Clearing Corporation künftig Transaktionen auf dem Netzwerk validieren sollen.

Arc soll Stablecoins, Zahlungsverkehr und institutionelle Finanzmärkte miteinander verbinden. Die Blockchain ist als Layer-1-Netzwerk konzipiert und arbeitet unabhängig von Ethereum. Transaktionsgebühren sollen direkt in USDC bezahlt werden, sodass Nutzer weder Ether noch einen anderen volatilen Token für Gebühren erwerben müssen.

Circle verspricht Transaktionsbestätigungen in weniger als einer Sekunde und Gebühren in US-Dollar. Zusätzlich soll Arc mit den Entwicklerwerkzeugen von Ethereum kompatibel sein. Für Banken und Zahlungsdienstleister soll dadurch eine präzisere Kostenplanung möglich werden, weil die Gebühren in USDC und nicht in einem schwankenden Krypto-Token anfallen.

Arc soll außerdem optionale Datenschutzfunktionen bieten. Während öffentliche Blockchains normalerweise Beträge und Adressen sichtbar machen, will Circle vertrauliche Transaktionen ermöglichen und zugleich regulatorische Anforderungen berücksichtigen.

BlackRock plant laut MarketScreener Deutschland, seinen tokenisierten Geldmarktfonds BUIDL auf Arc einzusetzen. Die DTCC arbeitet an einer Anbindung, über die in ihren Systemen verwahrte Wertpapiere auf Arc abgebildet werden könnten. Diese Integration ist jedoch erst für die zweite Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen.

Circle ist vor allem für den Stablecoin USDC bekannt. USDC soll möglichst konstant bei einem US-Dollar liegen und jederzeit gegen einen US-Dollar eingelöst werden können. Zur Absicherung hält Circle kurzfristige US-Staatsanleihen, besicherte Repogeschäfte mit Staatsanleihen und Bankguthaben.

Ein Großteil dieser Vermögenswerte befindet sich im Circle Reserve Fund, einem bei der US-Börsenaufsicht SEC registrierten Geldmarktfonds, der von BlackRock verwaltet wird. USDC kann laut dem Bericht für internationale Zahlungen und als Verrechnungseinheit im Kryptomarkt verwendet werden.

MarketScreener Deutschland betont, dass der Kauf von USDC keine Beteiligung an Circle darstellt. Inhaber besitzen demnach lediglich einen digitalen Anspruch mit stabilem Wert und profitieren weder von den Gewinnen des Unternehmens noch vom Wachstum von Arc oder den Zinserträgen aus den Reserven.

Im zweiten Quartal 2026 erzielte Circle Umsätze und Reserveerträge von 701 Mio. US-Dollar, was einem Plus von 7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Nettogewinn lag bei 48 Mio. US-Dollar, das bereinigte EBITDA bei 143 Mio. US-Dollar und damit 8 % über dem Vorjahreswert.

Der Bestand an USDC lag zum Quartalsende bei 73,3 Mrd. US-Dollar und damit 19 % höher als ein Jahr zuvor. Über verschiedene Blockchains wurden im Quartal USDC-Transfers im Umfang von 14.800 Mrd. US-Dollar abgewickelt, ein Anstieg um 151 %. Die Zahl der Wallets mit mehr als zehn US-Dollar an USDC stieg auf sieben Mio., was einem Plus von 24 % entspricht.

Der Umsatz blieb unter den Erwartungen der von LSEG befragten Analysten, die im Durchschnitt 717,5 Mio. US-Dollar erwartet hatten. Von den 701 Mio. US-Dollar Quartalsumsatz stammten rund 668 Mio. US-Dollar aus Zinserträgen der Reserven, während rund 34 Mio. US-Dollar auf Abonnements, Dienstleistungen, Zahlungsverkehr und Technologielösungen entfielen.

Die durchschnittliche Rendite der Reserven sank im zweiten Quartal auf rund 3,5 % und damit um 0,66 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Vertriebs-, Transaktions- und sonstige direkte Kosten beliefen sich laut SEC-Unterlagen auf rund 412 Mio. US-Dollar. Nach deren Abzug verblieben 289 Mio. US-Dollar, entsprechend einer Marge von 41 %.

Zu den ersten Validatoren von Arc zählen neben Circle BlackRock, DTCC, Galaxy, Global Payments, Intercontinental Exchange, Mastercard, MoneyGram, SBI Group, Standard Chartered, Sumitomo Corporation und Visa. Vor dem öffentlichen Start beteiligen sich über 100 Unternehmen und Institutionen an einem privaten Mainnet.

BlackRock verwaltete Ende des zweiten Quartals 2026 rund 15.300 Mrd. US-Dollar. Die Gesellschaft betreut bereits einen Großteil der Vermögenswerte des Circle Reserve Fund und entwickelt mit BUIDL einen tokenisierten Geldmarktfonds. Die DTCC wickelte 2025 Wertpapiergeschäfte im Umfang von 4,7 Billiarden US-Dollar ab und betreute als Zentralverwahrer Vermögenswerte von rund 114.000 Mrd. US-Dollar aus mehr als 150 Ländern und Regionen.

Circle will mit Arc USDC, die Blockchain-Infrastruktur und darauf aufbauende Dienstleistungen stärker unter eigener Kontrolle bündeln. Geplant sind unter anderem Wallets, Brücken zwischen Blockchains, Zahlungsdienste, Compliance-Lösungen und KI-Anwendungen. Zusätzlich entwickelt Circle das Circle Payments Network, in dem Ende des zweiten Quartals 175 Institutionen registriert waren. Das annualisierte Zahlungsvolumen der vergangenen 30 Tage belief sich auf 14,7 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 76 % gegenüber dem Vorquartal.

Als Risiken nennt MarketScreener Deutschland die Abhängigkeit von den US-Zinsen, den Wettbewerb und die schwierige Gewinnung von Nutzern, Liquidität und Anwendungen für Arc. Ende des zweiten Quartals 2026 waren 184,6 Mrd. US-Dollar an USDT im Umlauf, gegenüber 73,3 Mrd. US-Dollar bei USDC. Circle schätzt seinen Marktanteil an den wichtigsten Dollar-Stablecoins auf rund 27 %.

KennzahlAngabe aus der Quelle
Geplanter öffentlicher Start von Arc16. September 2026
Umsätze und Reserveerträge im zweiten Quartal 2026701 Mio. US-Dollar
Nettogewinn48 Mio. US-Dollar
Bereinigtes EBITDA143 Mio. US-Dollar
USDC-Bestand zum Quartalsende73,3 Mrd. US-Dollar
USDC-Transfers im Quartal14.800 Mrd. US-Dollar
Wallets mit mehr als zehn US-Dollar an USDCzehn US-Dollar; sieben Mio. Wallets
USDT im Umlauf zum Ende des zweiten Quartals 2026184,6 Mrd. US-Dollar

Infobox – MarketScreener Deutschland: Circle will Arc am 16. September 2026 öffentlich starten und dabei etablierte Finanzakteure als Validatoren einbinden. Das Geschäftsmodell von Circle bleibt stark von Zinserträgen aus USDC-Reserven abhängig, während Arc neue Einnahmequellen erschließen soll.

Keeta positioniert KTA als Infrastruktur-Token für Zahlungen und tokenisierte Assets

Keeta Crypto ist der native Token des Keeta Network, einer Layer-1-Infrastruktur mit dem Ziel, klassische Zahlungsinfrastruktur und Netzwerke für digitale Assets miteinander zu verbinden. Die Bitcoin Foundation beschreibt das Netzwerk als Plattform für Interoperabilität, Wertübertragungen zwischen Blockchains, Zahlungsinfrastruktur und tokenisierte Assets.

Das Projekt will die Fragmentierung des Blockchain-Ökosystems verringern. Nach Darstellung des Keeta-Teams sind Assets und Liquidität derzeit auf viele getrennte Systeme verteilt, wodurch Wertübertragungen erschwert und verlangsamt werden. Keeta setzt dagegen auf Interoperabilität, schnelleres Settlement und Compliance.

Das Netzwerk soll als gemeinsame Settlement-Schicht für Zahlungen, tokenisierte Assets und netzübergreifende Transaktionen dienen. Zum Konzept gehören außerdem Produkte für Identitätsprüfung und Tokenisierung. Der frühere Google-CEO Eric Schmidt wurde laut der Quelle als Investor genannt.

Technisch nutzt Keeta eine Directed-Acyclic-Graph-(DAG-)Datenstruktur. Transaktionen werden nicht ausschließlich in einer einzigen linearen Kette verarbeitet, sondern in einem mehrdimensionalen Graphen verknüpft, was parallele Verarbeitung ermöglichen soll.

Die Transaktionen finden laut Keeta-Dokumentation in interoperablen, aber unabhängig konfigurierbaren Segmenten statt. Diese Architektur soll den Transfer von Assets zwischen Institutionen, Anwendungen und Blockchain-Umgebungen ermöglichen, ohne auf klassische Bridging-Mechanismen angewiesen zu sein.

Identitäts- und Compliance-Tools sind nach Darstellung des Projekts direkt in das Protokoll integriert. Genannt werden native Identitätsprüfung und Sanktionsprüfung. Außerdem sollen Nutzer Asset-Token erstellen und übertragen können, ohne vollständig auf externe Infrastruktur angewiesen zu sein.

Ein zentraler Bestandteil der Positionierung ist der behauptete Transaktionsdurchsatz. Das Projekt gibt an, 10 Millionen Transaktionen pro Sekunde bei einer Latenz von 400 Millisekunden abwickeln zu können. Bei einem öffentlichen Stresstest auf Google-Cloud-Infrastruktur im Jahr 2025 wurden laut der Quelle über 11 Millionen Transaktionen pro Sekunde erreicht.

Die Bitcoin Foundation berichtet, dass bei diesem Test 11.122.116 TPS erreicht wurden. Die Ergebnisse seien von Chainspect unabhängig verifiziert worden. Zugleich weist die Quelle darauf hin, dass diese Kennzahlen unter kontrollierten Bedingungen entstanden und die tatsächliche Leistung nach dem Launch von Netzwerkteilnehmern, Anwendungsfällen und Validatoren abhängt.

LeistungsangabeWert aus der Quelle
Vom Projekt behaupteter Transaktionsdurchsatz10 Millionen Transaktionen pro Sekunde
Vom Projekt genannte Latenz400 Millisekunden
Ergebnis des öffentlichen Stresstests11.122.116 TPS
Marktkapitalisierung im Juni 2026etwa 97 Millionen Dollar
Anzahl der Holder im Juni 2026mehr als 136.000

KTA wird laut Dokumentation für Transaktionsgebühren verwendet. Drittanbieter-Beschreibungen von Coinbase und Bybit bezeichnen den Token als Utility-Token für Zahlungen, Interoperabilitätsdienste und Aktivitäten auf der Keeta-Infrastruktur.

Verschiedene Quellen nennen außerdem Staking und Validator-Dienste als Funktionen von KTA. Über den Delegated-Proof-of-Stake-Konsensmechanismus können Token-Inhaber ihre Token staken oder an Validatoren delegieren. Governance und die Auswahl von Validatoren werden ebenfalls als Anwendungsbereiche genannt.

Stand Juni 2026 galten Transaktionsgebühren, Staking, Validator-Teilnahme und Governance laut der Quelle als die primär bestätigten KTA-Funktionen. Der Token ist außerdem Teil der Infrastruktur für tokenisierte Assets und Settlement über verschiedene Netzwerke hinweg.

Das Interesse an Keeta stieg laut Bitcoin Foundation nach dem Mainnet-Launch und dem öffentlichen Performance-Test mit Google-Cloud-Infrastruktur. Die Aufmerksamkeit wurde zusätzlich durch die Verbindung zu Eric Schmidt sowie durch die Berichterstattung von Krypto-Plattformen wie Coinbase, Bybit und Bitget gesteigert.

Als mögliche Anwendungsfelder nennt das Projekt grenzüberschreitende Geldtransfers, tokenisierte Assets und die Verbindung zwischen Blockchain und klassischer Finanzinfrastruktur. Dabei sollen digitale Identität, Compliance-Tools und RWA-Infrastruktur eine Rolle spielen.

Die Quelle beschreibt zugleich mehrere Risiken. Keeta ist im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum relativ neu, sodass weniger Daten zu langfristiger Adoption, Ökosystemwert und Netzwerkaktivität vorliegen. Außerdem wurden einige der am häufigsten zitierten Performance-Statistiken nur unter kontrollierten Testbedingungen gemessen.

Keeta konkurriert mit Ethereum, Interoperabilitätsprojekten und Zahlungsnetzwerken. Die weitere Entwicklung hängt daher nicht allein von der technischen Leistung ab, sondern auch von Partnerschaften, Integrationen, regulatorischer Compliance sowie der Gewinnung von Entwicklern, Unternehmen und institutionellen Teilnehmern.

Im Juni 2026 zeigte CoinMarketCap laut der Quelle einen KTA-Kurs von rund 0,17 $ und eine Marktkapitalisierung von etwa 97 Millionen Dollar. Der Bericht nennt außerdem mehr als 136.000 Holder. Öffentliche Erwartungen zur weiteren Kursentwicklung unterschieden sich je nach Plattform und wurden als modellbasierte Szenarien eingeordnet.

Der Token ist laut den Marktdaten von CoinMarketCap auf verschiedenen zentralisierten und dezentralisierten Börsen gelistet. Coinbase gab an, dass KTA auf seiner Börse verfügbar ist, wobei Verfügbarkeit und Handelspaare von der jeweiligen Jurisdiktion abhängen können.

KTA läuft laut der Quelle auf dem Base-Netzwerk. Als Sicherheitsmaßnahmen werden die Prüfung der Token-Contract-Adresse, Zwei-Faktor-Authentifizierung, ein starkes Passwort und die sichere Aufbewahrung von Recovery-Phrasen genannt. Wallet-Adressen sollten vor dem Versand doppelt geprüft werden, da Kryptowährungstransaktionen nach der On-Chain-Bestätigung irreversibel sind.

Konkrete öffentliche Zeitpläne für künftige Schritte wurden laut Bitcoin Foundation bis Juni 2026 nicht geteilt. Die weitere Entwicklung soll sich auf Interoperabilität, Tokenisierung, finanzielles Settlement, institutionelle Adoption und Compliance-Funktionen konzentrieren.

Infobox – Bitcoin Foundation: Keeta verbindet laut Projektangaben Interoperabilität, Tokenisierung, Zahlungsinfrastruktur und digitale Identität. KTA dient primär für Transaktionsgebühren, Staking, Validator-Teilnahme und Governance; die hohen Performance-Werte stammen aus einem kontrollierten Stresstest.

NYSE entwickelt On-Chain-Plattform für tokenisierte Wertpapiere

Die New York Stock Exchange entwickelt eine On-Chain-Abwicklungsplattform für tokenisierte Wertpapiere. The Coin Republic berichtet, dass die Plattform die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere effizienter gestalten und perspektivisch Teil der Finanzmarktinfrastruktur werden soll.

NYSE-Präsidentin Lynn Martin stellte den Plan bei einer Rede im Rahmen eines Seminars in der südkoreanischen Nationalversammlung in Seoul vor. Das Seminar trug den Titel „Maßnahmen zur Förderung des südkoreanischen Kapitalmarkts und zur Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit“.

Im Mittelpunkt der Rede standen Marktinfrastruktur, Anlegervertrauen, Technologie sowie die sich wandelnden Beziehungen zwischen traditioneller Finanzwirtschaft und dezentraler Finanzwirtschaft. Martin erklärte, die NYSE prüfe derzeit, wie Blockchain-Technologie die künftige Finanzmarktinfrastruktur unterstützen könne.

Die Börse nahm laut The Coin Republic im vergangenen Juli am Tokenisierungs-Pilotprojekt der Depository Trust and Clearing Corporation teil. Die NYSE will weiterhin untersuchen, wie diese Technologie in die künftige Finanzmarktinfrastruktur integriert werden kann.

Die Blockchain könne Teil der künftigen Finanzmarktinfrastruktur werden, erklärte NYSE-Präsidentin Lynn Martin laut The Coin Republic.

Bei dem Vorhaben geht es nicht nur um die Ausgabe digitaler Repräsentationen von Wertpapieren, sondern insbesondere um deren On-Chain-Abwicklung. Die NYSE prüft die Technologie dabei unter den Gesichtspunkten des Anlegerschutzes und der Marktstabilität.

Die Entwicklung rückt tokenisierte Aktien näher an die bestehende Infrastruktur der Wall Street. Durch die Beteiligung an einem Pilotprojekt der DTCC sammelt die NYSE Erfahrungen mit der praktischen Nutzung von Blockchain-Technologie für Wertpapierprozesse.

Infobox – The Coin Republic: Die NYSE arbeitet an einer On-Chain-Plattform für die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere. Im Fokus stehen eine mögliche Integration in die künftige Finanzmarktinfrastruktur, der Anlegerschutz und die Marktstabilität.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung ist vor allem deshalb relevant, weil Tokenisierung zunehmend von etablierten Finanzakteuren auf ihre praktische Tauglichkeit geprüft wird. Entscheidend ist nicht die technische Ausgabe digitaler Einheiten, sondern die rechtssichere Abwicklung, verlässliche Eigentumsstrukturen, Liquidität und der Schutz der Anleger.

Für die Finanzmärkte deutet sich damit ein schrittweiser Wandel an: Blockchain-Technologie wird weniger als alternatives Finanzsystem und stärker als mögliche Infrastruktur innerhalb bestehender regulierter Märkte behandelt. Der Durchbruch hängt jedoch davon ab, ob die angekündigten Plattformen dauerhaft skalierbar, regulatorisch belastbar und wirtschaftlich attraktiver als heutige Systeme sind.

Zusammenfassung: Die institutionelle Akzeptanz wächst, doch tatsächliche Relevanz entsteht erst durch genehmigte Produkte, reale Transaktionen und belastbare Marktstandards.

Quellen: