Strategy verkauft Bitcoin, Märkte setzen auf Krypto und Yen-Intervention verpufft

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Strategy verkaufte Bitcoin für STRC-Rückkäufe, während US-Fonds starke Zuflüsse meldeten; BIP-110 scheiterte mangels Unterstützung.

Strategy verkauft Bitcoin, während US-Fonds Milliarden einsammeln und Marex digitale Vermögenswerte als Sicherheiten vorbereiten will. Gleichzeitig scheitert die BIP-110-Abspaltung an mangelnder Unterstützung, und Japans schwache Yen-Intervention rückt die Verbindung zwischen Geldpolitik und Bitcoin erneut in den Fokus.

Strategy verkauft Bitcoin für STRC-Rückkäufe und baut Cash-Reserve aus

Strategy hat in der vergangenen Woche 1.690 Bitcoin für 108,6 Millionen US-Dollar verkauft. Nach Angaben von Blocktrainer flossen die gesamten Erlöse in den Rückkauf von STRC-Vorzugsaktien, während die Cash-Reserve gleichzeitig von 4 auf 4,65 Milliarden US-Dollar vergrößert wurde.

Aus dem eingereichten 8-K-Filing geht laut Blocktrainer hervor, dass Strategy 1.152.020 STRC-Aktien zu einem durchschnittlichen Kaufkurs von circa 94,27 US-Dollar zurückkaufte. Von dem theoretisch jederzeit anpassbaren Rückkaufprogramm in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar verbleiben damit noch 785,2 Millionen US-Dollar.

Die verkauften 1.690 BTC wurden zu einem Durchschnittskurs von 64.262 US-Dollar je BTC veräußert. Zusätzlich emittierte Strategy neue MSTR-Stammaktien für insgesamt 653,1 Millionen US-Dollar, wodurch die Cash-Reserve auf 4,65 Milliarden US-Dollar anwuchs und nun 2,7 Jahre an Zins- und Dividendenzahlungen abdecken soll.

Im Mittelpunkt steht die Stabilisierung von STRC, dessen Dividende aktuell aufs Jahr gerechnet 12 % beträgt. Neue STRC-Aktien sollen erst ab einem Kurs von 100 US-Dollar direkt am Markt emittiert werden, um mit den Erlösen Bitcoin zu kaufen.

Strategy ist laut Blocktrainer seit Ende Mai Nettoverkäufer von Bitcoin. Seitdem wurden insgesamt 6.948 BTC verkauft und 3.657 BTC hinzugekauft; die Bitcoin-Reserve fiel vom Höchststand von 847.363 auf 840.447 BTC, was einem Rückgang um 0,82 % entspricht.

Seit Jahresauftakt kamen unter dem Strich jedoch noch 167.947 BTC netto hinzu. Das Management hält laut Quartalspräsentation weiterhin daran fest, Nettokäufer von Bitcoin sowie Nettoemittent von STRC zu bleiben, wobei die aktuellen Verkäufe und Rückkäufe langfristig weitere Bitcoin-Käufe ermöglichen sollen.

WertAngabe
Verkaufte Bitcoin1.690 BTC
Erlös aus Bitcoin-Verkäufen108,6 Millionen US-Dollar
Durchschnittskurs je BTC64.262 US-Dollar
Zurückgekaufte STRC-Aktien1.152.020
Durchschnittlicher STRC-Kaufkurscirca 94,27 US-Dollar
Verbleibendes STRC-Rückkaufprogramm785,2 Millionen US-Dollar
Cash-Reserve4,65 Milliarden US-Dollar
Abdeckung der Zahlungsverpflichtungen2,7 Jahre
Bitcoin-Reserve840.447 BTC
„Das Ziel, Nettokäufer von Bitcoin sowie Nettoemittent von STRC zu bleiben“, wurde laut Blocktrainer in der Quartalspräsentation Ende Juli erneut klargemacht.

Zusammenfassung: Strategy finanzierte STRC-Rückkäufe mit dem Verkauf von 1.690 BTC und erhöhte zugleich die Cash-Reserve auf 4,65 Milliarden US-Dollar. Entscheidend bleibt, ob STRC bei 100 US-Dollar genügend Nachfrage entwickelt, damit Strategy wieder neue Wertpapiere ausgeben und Bitcoin kaufen kann. Quelle: Blocktrainer.

Bitcoin-Abspaltung BIP-110 erzeugt nur zwei Blöcke

Eine Abspaltung der Bitcoin-Blockchain mit der Kennung BIP-110 erzeugte in rund acht Stunden lediglich zwei Blöcke, während die Hauptkette im selben Zeitraum auf 48 Blöcke kam. Das berichtet Wallstreet Online und bewertet die geringe Blockproduktion als Hinweis darauf, dass sich die Abspaltung nicht als gleichwertige Kette etablieren konnte.

BIP-110 sieht vor, Bilder, Texte und andere Daten ohne Zahlungsbezug für ein Jahr aus den Transaktionen zu verbannen. Die Signalphase begann bei Block 961.632; unterstützende Knoten lehnen seitdem Blöcke ohne Zustimmung ab.

Nur 2,53 Prozent der zuletzt erzeugten Blöcke standen hinter dem Vorschlag. Erforderlich wären 55 Prozent gewesen, wodurch die notwendige Unterstützung deutlich verfehlt wurde.

Die Minderheitskette übernahm die Schwierigkeit von Bitcoin, verfügt laut Wallstreet Online jedoch über zu wenig Rechenleistung für einen regelmäßigen Betrieb. Bei dem aktuellen Tempo würde die nächste Anpassung der Schwierigkeit rund 350 Tage entfernt liegen.

Beide Ketten akzeptieren dieselben Transaktionen. Deshalb könne der Verkauf abgespaltener Münzen laut dem Bericht sogar echte Bitcoin gefährden, was für Nutzer und Marktteilnehmer ein zusätzliches Risiko darstellt.

Der Bitcoin-Kurs reagierte kaum auf die Abspaltung und stand am 9. August 2026 bei rund 65.177 Dollar. Zuvor hatte Bitcoin am Sonntagmorgen unter 65.000 Dollar notiert.

AngabeWert
Blöcke der Abspaltung2
Blöcke der Hauptkette48
Unterstützung für BIP-1102,53 Prozent
Erforderliche Unterstützung55 Prozent
Bitcoin-Kurs am 9. August 2026rund 65.177 Dollar
Erwartete Zeit bis zur Schwierigkeitsanpassungrund 350 Tage

Zusammenfassung: BIP-110 blieb mit zwei erzeugten Blöcken weit hinter der Hauptkette zurück und verfehlte die erforderliche Unterstützung von 55 Prozent. Der Bitcoin-Kurs zeigte laut Wallstreet Online nur eine geringe Reaktion. Quelle: Wallstreet Online.

US-Bitcoin-Fonds verzeichnen Zuflüsse von 853,5 Millionen Dollar

Parallel zur Debatte um die Bitcoin-Abspaltung meldete Wallstreet Online starke Zuflüsse in amerikanische Fonds. Binnen fünf Handelssitzungen flossen 853,5 Millionen Dollar in Bitcoin, während die US-Fonds innerhalb einer Woche insgesamt 1,1 Milliarden Dollar aufnahmen.

Allein BlackRock nahm 693,7 Millionen Dollar auf. Trotz dieser Kapitalbewegungen veränderte sich Bitcoin innerhalb von 24 Stunden um weniger als ein Prozent.

Der Bericht stellt die ruhige Kursentwicklung der großen Kryptowährung den Erwartungen an kleinere Projekte gegenüber. Dabei wird Pepeto als Vorverkaufsprojekt beschrieben, dessen Vorverkauf bislang 10,38 Millionen Dollar eingesammelt habe.

Für Pepeto nennt Wallstreet Online ein festes Angebot von 420 Billionen Token und einen Einstiegspreis im laufenden Vorverkauf von 0,000000188 Dollar. Eine Prüfung durch SolidProof habe den vollständigen Code untersucht und freigegeben.

Zum Projekt gehören laut dem Bericht eine Börse für Tauschgeschäfte zwischen verschiedenen Blockchains, gebührenfreie Tauschgeschäfte sowie PepetoAI zur Risikobewertung von Positionen. Außerdem werde ein Binance Listing erwartet.

AngabeWert
Zuflüsse in Bitcoin an fünf Handelstagen853,5 Millionen Dollar
US-Fonds innerhalb einer Woche1,1 Milliarden Dollar
BlackRock693,7 Millionen Dollar
Pepeto-Vorverkauf10,38 Millionen Dollar
Token-Angebot420 Billionen Token
Vorverkaufspreis0,000000188 Dollar

Zusammenfassung: Bitcoin-Fonds in den USA verzeichneten Zuflüsse von 853,5 Millionen Dollar in fünf Sitzungen, während sich der Kurs laut Wallstreet Online kaum bewegte. Der Bericht stellt diesem Marktumfeld das Vorverkaufsprojekt Pepeto gegenüber. Quelle: Wallstreet Online.

Strategy setzt Bitcoin-Verkäufe und Aktienemissionen fort

Auch finanzen.net berichtet über den Verkauf von rund 1.690 Bitcoin durch Strategy. Zusätzlich nahm das Unternehmen gut 653 Millionen US-Dollar über den Verkauf von 6,59 Millionen eigenen Aktien ein.

Rund 650 Millionen US-Dollar flossen laut Filing in die Barreserve, die nun mit 4,65 Milliarden US-Dollar beziffert wird. Die restlichen gut drei Millionen US-Dollar flossen in den Kassenbestand.

Die separat erzielten rund 108 Millionen US-Dollar aus dem Bitcoin-Verkauf nutzte Strategy für den Rückkauf von gut 1,15 Millionen STRC-Vorzugsaktien. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei rund 64.300 US-Dollar je Bitcoin und damit unter dem Einstandsschnitt von gut 75.000 US-Dollar für die verbliebenen 840.447 Bitcoin.

Die Strategy-Aktie schloss am Montag an der NASDAQ 2,68 Prozent tiefer bei 97,33 US-Dollar. Finanzen.net ordnet den Schritt als Abkehr vom ausschließlichen Anhäufen von Bitcoin ein, obwohl Strategy der größte börsennotierte Bitcoin-Halter der Welt bleibt.

Der aktuelle Verkauf reiht sich in weitere Verkäufe im Jahr 2026 ein. Besonders schwer wog laut finanzen.net ein Verkauf von rund 3.588 Bitcoin für gut 216 Millionen US-Dollar Ende Juni und Anfang Juli.

Zusätzliche Kritik kommt vom Milliardär und Bergbau-Finanzier Frank Giustra. In einer Debatte auf X bezeichnete Giustra Michael Saylor als „das Schlimmste, was Bitcoin je passiert ist“ und kritisierte das Anhäufungsmodell von Strategy als werbewirksam sowie von Gier und FOMO getrieben.

Saylor erklärte dagegen Anfang August, sein altes Credo, man solle notfalls eine Niere verkaufen, aber den Bitcoin behalten, gelte für private Sparer und nicht für ein börsennotiertes Unternehmen wie Strategy. Seine persönlichen Bestände habe er nach eigener Aussage nie angerührt.

Unter dem laufenden Aktienrückkaufprogramm stehen Strategy laut finanzen.net noch rund eine Milliarde US-Dollar für eigene Stammaktien und gut 785 Millionen US-Dollar für Vorzugspapiere zur Verfügung.

AngabeWert
Verkaufte Bitcoinrund 1.690 Bitcoin
Verkaufte eigene Aktien6,59 Millionen
Erlös aus Aktienverkäufengut 653 Millionen US-Dollar
Barreserve4,65 Milliarden US-Dollar
Bitcoin-Bestand840.447 Bitcoin
Schlusskurs der Strategy-Aktie97,33 US-Dollar
Tagesveränderung2,68 Prozent tiefer
Verbleibende Mittel für Stammaktienrund eine Milliarde US-Dollar
Verbleibende Mittel für Vorzugspapieregut 785 Millionen US-Dollar

Zusammenfassung: Strategy kombiniert Bitcoin-Verkäufe mit Aktienemissionen und verwendet die Mittel für Rückkäufe sowie den Ausbau der Barreserve. Gleichzeitig verschärft sich die öffentliche Kritik am Kurs von Michael Saylor. Quelle: finanzen.net.

Marex will Bitcoin und Ethereum noch in diesem Jahr als Initial Margin akzeptieren

Die Marex Group plant, noch in diesem Jahr Bitcoin und Ethereum als Sicherheit für die Initial Margin bei Derivaten zu akzeptieren. Das berichtet Yahoo Finanzen Deutschland unter Berufung auf Angaben von Stephen Hood, dem Leiter des Amerika-Clearings bei Marex.

Die Erweiterung folgt auf ein im Vormonat angekündigtes Stablecoin-Programm. Seit Mitte Juli können Kunden USDC, den von Circle ausgegebenen und an den Dollar gekoppelten Stablecoin, als Initial Margin hinterlegen.

Die erste durch Stablecoins besicherte Initial-Margin-Transaktion wurde laut Bericht mit Prime Trading LLC abgewickelt. Coinbase stellte dabei die Verwahrung, die Fiat-Umwandlung und die Reporting-Infrastruktur bereit.

„Ja, wir planen, noch in diesem Jahr BTC und ETH zu akzeptieren“, erklärte Stephen Hood gegenüber Investing.com.

Die Einführung von Bitcoin und Ethereum soll zunächst begrenzt erfolgen. Marex will die Ausweitung laut Hood erst vornehmen, wenn die Möglichkeit besteht, die Sicherheiten bei Börsen und Clearinghäusern zu hinterlegen.

Die erste USDC-Transaktion war auf 10 Millionen begrenzt, da es sich um ein eintägiges Ereignis handelte. Hood erklärte, dass sich das Limit im Oktober ändern werde, ohne einen konkreten neuen Wert zu nennen.

Die Nachfrage nach der Möglichkeit komme aus dem gesamten Kundenstamm. Ursprünglich sei sie von Hedgefonds, Market Makern, Investoren in US-Staatsanleihen und Unternehmen aus dem Bereich der dezentralen Finanzen ausgegangen.

Grundlage des Programms ist ein No-Action Letter der US-Aufsichtsbehörde CFTC vom Dezember 2025. Dieser erlaubt Futures Commission Merchants unter bestimmten Bedingungen, digitale Vermögenswerte, die nicht als Wertpapiere gelten, einschließlich USDC, Bitcoin und Ethereum, als Kunden-Margin-Sicherheiten für von der CFTC regulierte Derivate zu akzeptieren.

Für das Risikomanagement hat Marex laut Yahoo Finanzen Deutschland ein Rahmenwerk aus Risikosteuerung, institutioneller Verwahrung und operativen Verfahren geschaffen. Dazu gehören Zulassungskriterien, Wallet-Governance, Transaktionsgenehmigungen und Cybersicherheit.

AngabeWert
Geplante zusätzliche SicherheitenBitcoin und Ethereum
Bereits akzeptierter StablecoinUSDC
Limit der ersten USDC-Transaktion10 Millionen
Zeitpunkt des CFTC No-Action LettersDezember 2025

Zusammenfassung: Marex plant die Akzeptanz von Bitcoin und Ethereum als Initial-Margin-Sicherheiten noch in diesem Jahr. Die Einführung soll zunächst begrenzt erfolgen und auf den bestehenden Erfahrungen mit USDC aufbauen. Quelle: Yahoo Finanzen Deutschland.

Yen-Intervention verliert an Wirkung und rückt Bitcoin in den Fokus

Der Wechselkurs USD/JPY stieg am Montag auf 158,93 und erreichte damit den höchsten Stand im August. Wie BeInCrypto berichtet, machte das Währungspaar damit einen Großteil der durch die japanische Intervention ausgelösten Yen-Rallye wieder rückgängig.

Japan hatte am 30. und 31. Juli über das Finanzministerium und die Bank of Japan Yen gekauft. Der erste Tag kostete ungefähr ¥8,45 Billionen beziehungsweise etwa 53 Milliarden USD; am folgenden Tag kamen etwa 34 Milliarden USD hinzu.

Insgesamt gab Tokio an beiden Tagen knapp 88 Milliarden USD aus. Zusätzlich wurden schätzungsweise ¥11,7 Billionen aus einer Frühjahrskampagne eingesetzt, deren Effekt laut BeInCrypto bereits nach wenigen Wochen verpuffte.

Erstmals seit 1998 schlossen sich auch die Vereinigten Staaten einer koordinierten Yen-Stützung an. Washington verkaufte dafür Euro gegen Yen über die New York Fed.

Zunächst fiel USD/JPY von knapp unter 164 auf etwa 157,3 Anfang August. Der Anstieg auf 158,93 bedeutet laut Bericht, dass das Währungspaar bereits etwa ein Viertel dieses Verlustes zurückgewonnen hat.

Die US-Seite gab Berichten zufolge diesmal 5 bis 10 Milliarden USD aus, verglichen mit 833 Millionen USD im Jahr 1998. Japan hatte in den Jahren 2022 und 2024 allein interveniert; auch diese Yen-Rallyes hielten nur wenige Wochen.

Goldman Sachs sieht einen Grund für die begrenzte Wirkung darin, dass japanische Investoren im Juli weiterhin in hohem Tempo ausländische Anleihen kauften. Dadurch verlässt Kapital Japan schneller, als es die offiziellen Stellen zurückholen können.

Japan verzeichnete im Juni ein Leistungsbilanzdefizit von ¥92,3 Milliarden beziehungsweise 580,7 Millionen USD. Ökonomen hatten einen Überschuss von etwa ¥1,51 Billionen beziehungsweise 9,5 Milliarden USD erwartet.

Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Japan dank starker Chip-Exporte dennoch einen Rekordüberschuss von ¥17,43 Billionen beziehungsweise 109,7 Milliarden USD. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg am Montag auf 2,807 % und damit auf ein Mehrjahreshoch.

„Entscheidend für die Korrektur einer Währungs-‚Fehlbewertung’ ist der richtige Politikmix“, schrieb Mohamed El-Erian laut BeInCrypto.

Die japanische Staatsverschuldung liegt bei mehr als 200 % des Bruttoinlandsprodukts. Gleichzeitig verzeichnen die vier größten japanischen Lebensversicherer rund 96 Milliarden USD an unrealisierten Verlusten bei Staatsanleihen, während Japan mit etwa 1,14 Bio. USD der größte ausländische Halter von US-Staatsanleihen ist.

Die Bank of Japan belässt ihren Leitzins aktuell bei 1 %. Die Zinsentscheidung im September wird laut BeInCrypto zum wichtigsten Impulsgeber für Yen und Bitcoin, da eine Zinserhöhung den Zinsunterschied zu den USA verringern und den Yen stützen könnte.

AngabeWert
USD/JPY am Montag158,93
Vorheriges Niveauknapp unter 164
Niveau Anfang Augustetwa 157,3
Japanische Interventionknapp 88 Milliarden USD
Erste Intervention¥8,45 Billionen
Zweite Interventionetwa 34 Milliarden USD
US-Ausgaben5 bis 10 Milliarden USD
Leistungsbilanzdefizit im Juni¥92,3 Milliarden
Rendite zehnjähriger JGB2,807 %
Leitzins der Bank of Japan1 %

Zusammenfassung: Der Yen verlor trotz einer Intervention von knapp 88 Milliarden USD wieder an Boden. BeInCrypto sieht die Zinsentscheidung der Bank of Japan im September als entscheidenden Impuls für Yen und Bitcoin. Quelle: BeInCrypto.

Einschätzung der Redaktion

Die Vorgänge zeigen eine zunehmende institutionelle Reife des Kryptomarktes, zugleich aber auch seine wachsende Komplexität. Strategy muss seine Bitcoin-Strategie inzwischen mit Liquiditäts-, Refinanzierungs- und Vorzugsaktienrisiken ausbalancieren. Das erhöht die Abhängigkeit von Kapitalmarktvertrauen und Nachfrage nach STRC.

Die BIP-110-Abspaltung besitzt dagegen kaum praktische Relevanz. Ihre geringe Unterstützung und Rechenleistung begrenzen die Tragfähigkeit deutlich; für Marktteilnehmer bleibt vor allem das Risiko einer Verwechslung konkurrierender Ketten bedeutsam.

Die starken Fonds-Zuflüsse bei gleichzeitig geringer Kursbewegung sprechen für eine robuste, aber nicht automatisch unmittelbar preistreibende Nachfrage. Entscheidend bleibt, ob institutionelles Kapital dauerhaft investiert bleibt und nicht nur kurzfristig umgeschichtet wird.

Die geplante Akzeptanz von Bitcoin und Ethereum als Initial-Margin-Sicherheiten wäre ein wichtiger Integrationsschritt in die traditionelle Derivate-Infrastruktur. Sie dürfte die Kapitalverwendung effizienter machen, setzt aber belastbare Verwahrung, Bewertung und Liquidationsmechanismen voraus.

Der schwache Effekt der Yen-Interventionen unterstreicht, dass staatliche Markteingriffe strukturelle Zins- und Kapitalflüsse nur begrenzt überdecken können. Für Bitcoin ist die japanische Geldpolitik daher potenziell relevanter als die Intervention selbst, insbesondere über ihre Wirkung auf globale Liquidität und Risikoappetit.

Kernaussage: Der Kryptomarkt gewinnt institutionelle Bedeutung, bleibt jedoch stark von Finanzierungsbedingungen, regulatorischer Infrastruktur und makroökonomischen Kapitalströmen abhängig.

Quellen: