Sieht Indien bald eine Krypto-Regulierung?

Sieht Indien bald eine Krypto-Regulierung?

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Seit langem steht die indische Regierung Kryptowährungen kritisch gegenüber. Dennoch muss sich das Land entscheiden, wie es mit Kryptowährungen und dem Handel umgeht.

Hat die Unsicherheit in Indien bald ein Ende?

Langsam könnte sich die regulatorische Unsicherheit in Indien auflösen. Beamte des Finanzministerium sagten gegenüber Business Today, dass die indische Regierung während der nächsten Haushaltsdiskussion im Februar 2022 neue Krypto-Regulierungen ankündigen werde.

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Bislang war es in Indien ein Hin und Her, wenn es um die Klarheit einer Regulierung ging. 2019 wurde die Androhung eines vollständigen Verbots erstmals deutlich, als ein 2017 eingesetzter interministerieller Ausschuss Gesetzesentwürfe dafür vorlegte.

Der Ausschuss empfahl das Verbot von Kryptowährungen in Indien und schlug auch Gefängnissstrafen bei Verstößen vor. Die indische Zentralbank wurde bereits 2018 nervös, als sie 2018 ein De-facto-Verbot von Kryptowährungen verhängte.

Ein erster Lichtblick tauchte auf, als der Oberste Gerichtshof as RBI-Rundschreiben Anfang 2020 ablehnte. Die unklare Situation verunsichern allerdings nach wie vor Anleger und die Gerüchte über ein mögliches Verbot möchten ebenfalls nicht verschwinden.

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Zu Jahresanfang wurde ein weiterer interministerieller Ausschuss eingesetzt, dessen Empfehlungen denen des vorherigen Ausschusses ziemlich entsprachen. Die Finanzministerin Nirmala Sitharaman wieder auf der anderen Seite des öfteren, dass die Regierung Kryptowährungen nicht vollständig verbieten werde.

Im August sagte Sitharaman, dass ein Krypto-Gesetz fertig sei und man warte auf grünes Licht des Gewerkschaftskabinetts, bevor dieses im Parlament zur Diskussion vorgelegt werde.

Laut dem letzten Update will die Regierung Kryptowährungen als Ware in der Anlageklasse einstufen und hat dazu auch ein Gremium eingerichtet, das beleuchten soll, wie Krypto-Gewinne- und Einkommen versteuert werden können. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die Regierung versucht, Regulierungen zu schaffen, anstatt ein komplettes Verbot auszusprechen.

Bislang wurde allerdings noch kein Krypto-Gesetz veröffentlicht. Ursprünglich wurde erwartet, dass ein solcher zur Wintersitzung des Parlaments vorgelegt wird, wenn die Kabinettsabstimmung bis November erfolgt. Dieser wurde auf Februar verschoben.

In der Zwischenzeit nimmt die Akzeptanz und Entwicklungen von Kryptowährungen in Indien rasend zu. Das Land belegte im Chainalysis Global Crypto Adoption Index für 2021 den zweiten Platz. Derzeit hat das Land etwa 15 Millionen Krypto-Kleinanleger, was allerdings nur einen kleinen Teil der Bevölkerung entspricht.

Interessant ist, dass vor allem Frauen aus kleineren und mittleren Städten zunehmen sich mit Kryptowährungen beschäftigen. Laut einem aktuellen Forschungsbericht ist Indies KRyptomarkt um 39% von 53,1 Millionen USD im GJ2020 auf 74,2 Millionen USD im GJ2021 gestiegen. In der Studie steht auch, dass der Markt bis 2030 um über 200% auf 241 Millionen USD wachsen wird.

Dennoch gibt es in Indien einige Hürden zu überwinden, darunter der Rückzug der Bankien aus diesem Bereich. Berichten zufolge deswegen, da die RBI enormen Druck ausgeübt hat.

Die indische Zentralbank beschäftigt sich derzeit stark mit der Entwicklung einer eigenen digitalen Zentralbankwährung (CBDC). Im August sagte der RBI-Gouverneur Shaktkanta Das, dass das Land bis Dezember den ersten Test durchführen könnte. Dies hat allerdings die Krypto-Branche in Indien nicht davon abgehalten, weiter zu wachsen.


[email protected] Pixabay | Lizenz

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