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Ripple (XRP): Die Zukunft des Zahlungsverkehrs oder eine überschätzte Kryptowährung?

Ripple

Krypto-Ökonomie ist heute längst in der Realwirtschaft angekommen und Ripple ist das beste Beispiel dafür: Es ist ein etablierter Zahlungsdienstleister, der in direkter Konkurrenz zu Banken-Netzwerken wie SWIFT ein immer größeres Stück vom Kuchen erobert.

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Der XRP ist aktuell einer der beliebtesten CryptoCoins an den Börsen, wer ihn aber auf diese Rolle beschränkt, macht einen entscheidenden Fehler: Er nutzt die neue Technologie erfolgreich, damit Überweisungs-Gebühren von 1, 2 oder gar 10 % der Vergangenheit angehören – darin liegt seine Stärke und sein Potenzial für die Zukunft. Das macht ihn aber auch zu einer beliebten Zielscheibe für Kritiker: Etablierte Finanzdienstleister aber auch begeisterten Blockchain-Enthusiasten lassen oft kein gutes Haar an ihm.

Ripples Weg war von Beginn an besonders und in der Krypto Szene nicht unumstritten: Konzentration auf ein Ziel sowie zentrale Verwaltung und Entwicklung. Es wird sich noch zeigen, welchen Erfolg diese Strategie haben wird. Sicher ist aber, dass heute bereits zahlreiche global agierende Großbanken und Unternehmen das System nutzen. Wenn du als User oder Anleger vor der Situation stehst, einen Ripple kaufen zu wollen, solltest du das auf alle Fälle bedenken. Welche Fakten & Daten sonst noch eine Rolle spielen, haben wir die hier zusammengetragen und aufbereitet.

Warum ist Ripple einzigartig?

Der Boom der letzten Jahre hat das globale Finanzsystem einigermaßen durcheinander gebracht. Traditionelle Finanzdienstleister, die früher sehr gut daran verdient haben, das Geld Anderer zu verwalten und zu transferieren, sind unter Druck geraten und ihre Gewinne schmelzen dahin. Der Grund liegt an der Überlegenheit der Blockchain:

  • Sicherheit: Die Verschlüsselung von Konten- und Transferdaten ist absolut sicher und einfach.
  • Effizienz: Die neue Technologie arbeitet zuverlässig, es fallen nur minimale Transaktionskosten an.
  • Dezentral verwaltet: User selbst sichern alle Daten und verhindern damit Manipulationen.

Aufgrund dieser Vorteile setzen sich Kryptowährungen immer mehr durch und auch Ripple’s Protokoll nutzt diesen technischen Vorsprung. Anders, als beim Großteil der CryptoCoins, ist die dezentrale Sicherung allerdings zentral gesteuert. Um seine Besonderheit einschätzen zu können, solltest du dir daher sowohl den Unterschied zu herkömmlichen Zahlungssystemen als auch zu Bitcoin ansehen.

SWIFT vs Ripple: Welche Vorteile bringt die digitale Ökonomie?

Wenn du schon einmal versucht hast, Bargeld von deiner regionalen Sparkasse ans andere Ende des Globus zu verschicken, dann kennst du wahrscheinlich diese Frage: Warum werden bei einer Überweisung 10 % des Betrages und mehr als Gebühren verrechnet? Die Antwort darauf steckt in den Details, wie unser Geldsystem bisher arbeitet.

Bei einer Überweisung in ein anderes Land bzw. anderes Währungssystem gibt es überraschend viele Zwischenhändler, die den Geldbetrag entgegennehmen und weiter transferieren. SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) ist ein Kommunikationsnetzwerk für den sicheren Datenaustausch zwischen Banken. Es sorgt vor allem für den reibungslosen Informationsfluss. Es kann aber einige Risiken von Transaktionen nicht abfangen.

Das sogenannte Korrespondenz Bankensystem soll daher darüber hinaus dafür sorgen, dass einerseits die Deckung einer Bargeldüberweisung (hast du auch genügend auf dem Konto, um es zu überweisen) als auch die Verrechnung der Wechselkursverluste sicherstellen. Das System ist im Grunde ein Geflecht an Geschäftsverbindungen zwischen Banken, das für das notwendige Vertrauen sorgt.

  • Dieses Zusammenspiel von Banken und Kommunikationsnetzwerken zur sicheren Überweisung läuft also über mehrere Zwischenstationen. Bevor dein Geld in den USA, China oder Japan ankommt, wird es mehrfach verbucht, gesichert und gegengecheckt und all das verursacht Aufwand, der sich in den Gebühren niederschlägt.

Wenn du deine Transaktion über das Netzwerk abwickeln möchtest, gibt es nur eine Zwischeninstanz und zwei Schnittstellen: ein Gateway für die Beauftragung, das Protokoll und ein Gateway für die Auszahlung.

Dazwischen transferieren Algorithmen dein Geld von A nach B. Sie sind technisch gesehen zwar sehr ausgeklügelt und verursachen Rechenaufwand. Sie benötigen aber kein Bankensystem, das mit umfangreichen Vereinbarungen für Vertrauen sorgen soll und dafür honoriert werden muss.

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Video-Link: https://youtu.be/J5Eg3YQH7-g

Warum ist der XRP eine Kryptowährung der 2. Generation?

Sichere, schnelle und kostengünstige Transaktionen sind keine Besonderheit. Alle CryptoCoins setzen auf diese Vorteile. Der Bitcoin hat dafür den Weg bereitet und die technischen Grundlagen geschaffen.

Seine Blockchain ist im Kern ein dezentral gesichertes Kontobuch, in dem alle vergangenen und gegenwärtigen Verbindlichkeiten in Blöcken verschlüsselt werden und sicher gespeichert sind: Manipulationen sind ausgeschlossen. Eine Transaktion findet auf einfachem Weg statt, in dem Euros gegen BTCs getauscht werden und diese dann zum Bezahlen oder Überweisen genutzt werden. Die Kryptonetzwerke sind allerdings derzeit an ihre Grenzen gestoßen:

  • Die hohe Volatilität verringert den Nutzen des Bitcoin als Zahlungsmittel.
  • Die BTC-Blockchain kann nur wenige Transaktionen pro Sekunde verarbeiten.
  • Überweisungen dauern daher derzeit lange und sind mit unerwartet hohen Transaktionskosten verbunden.

Ripple ist eine Kryptoanwendung, die alle Vorteile bietet und die Nachteile überwunden hat. Er ist seit seiner Einführung aber auch wesentlich mehr. Sein Protokoll ist von Beginn an darauf konzipiert, die Überweisung von Geld oder anderen Werten zu managen. Das geschieht nicht über den Umweg des netzwerkeigenen Coin, sondern über die Digitalisierung der Assets. Die Verschlüsselung ist daher auch nicht an die Schaffung des Coins geknüpft, d. h. sie ist vom Mining unabhängig.

Die Kosten einer Überweisung im System sind damit nicht durch den Kurs belastet: Kursschwankungen beeinflussen die Transaktionskosten nicht so wie bei Bitcoin. Zudem kann das Netz mehrere Tausend Transaktionen pro Sekunde abwickeln, ohne an seine Grenzen zu stoßen.

Es stellt daher eine entscheidende Weiterentwicklung dar: Die Verschlüsselung sichert nicht nur die digitale Währung an sich, sondern vor allem die davon unabhängigen Transaktionen.

Der Ripple geht einen entscheidenden Schritt weiter, sowohl gegenüber über herkömmlichen Zahlungsdienstleistern als auch anderen CryptoCoins:

SWIFTBitcoinRipple
Netzwerktechnikherkömmliche NetzwerkprotokolleBlockchain 1. GenerationBlockchain 2. Generation
Netzwerkkostenhohe Gebührensteigende Kosten aufgrund technischer Grenzengleichbleibend niedrige Kosten
Überweisungsdauerbis zu mehreren Tagendzt. bis zu mehreren Stundenbis zu mehreren Sekunden

Wie funktioniert Ripple?

Das System ist im Kern ein Protokoll, das seinen Mitgliedern die rasche Übermittlung von digitalisierten Werten aller Art ermöglicht. Das Setting ist in erster Linie auf Überweisungen traditioneller Währungen ausgelegt: Die Währungskurse sind im Protokoll hinterlegt und werden laufend aktuell gehalten.

Dahinter steht das Unternehmen ripple, dass nicht nur die Weiterentwicklung sondern vor allem auch die entscheidenden Punkte des Netzwerks regelt. Was für die einen ein Verstoß gegen das Dezentralisierung-Dogma der Blockchain ist, ist für die anderen die Gewährleistung der hohen Leistungsfähigkeit.

Wie wird das Ripple Protokoll kontrolliert?

Der Zugang zum Netzwerk steht jedem frei, der über ein Rippel-Konto verfügt. Du kannst dir auch als Privater den dezentralen Server installieren und somit ein XRP Ledger Gateway schaffen. Das Gateway ist der zentrale Zustieg: Damit hast du Zugang zum verschlüsselten Register und kannst es nutzen. Der volle Leistungsumfang steht dir erst mit einer Enterprise-Class Integration zur Verfügung und die bekommst du vom Unternehmen selbst.

Für Private ist dieser Weg allerdings nicht empfehlenswert, sie nutzen den einen oder anderen kommerziellen Anbieter. Alle großen Online-Börsen stellen ein Gateway zur Verfügung, mit dem du die kostengünstigen Überweisungen in Anspruch nehmen kannst. Die primäre Zielgruppe sind aber Banken, globale Unternehmen und traditionelle Finanzdienstleister.

So zählen mittlerweile nicht nur Großbanken wie Santander oder UniCredit Group zu den gewerblichen Nutzern sondern auch Western Union oder MoneyGram. Sie wickeln mittlerweile einen großen Teil ihrer grenzüberschreitenden Währungsströme über das Netz ab.

Auch das Ripple Protokoll nützt verschlüsselte Blöcke zur sicheren Speicherung, allerdings auf seine eigene Art. Anders, als du es von Bitcoin oder Monero kennst, erfolgt die Konsensbildung und damit Genehmigung einer Transaktion nicht völlig dezentral.

Nur speziell autorisierte Server, sogenannte Validation-Nodes, gehören zum Peer-to-Peer-Netzwerk, das für die Konsolidierung des Registers sorgt. Derzeit gibt es nur eine Hand voll von Validation-Nodes, die alle im Besitz des Unternehmens ripple sind. Ob sich das in Zukunft ändern wird ist derzeit nicht absehbar.

Ein wesentlicher Grund für diese zentrale Steuerung ist, dass auch in diesem Netz Vertrauen eine große Rolle spielt.

XRP

Wie funktioniert eine Überweisung im Ripple Netz?

Die zentrale Idee hinter dem Protokoll ist eigentlich schon einige Jahrhunderte alt: Bevor es Banknoten gab, waren Wechsel die wichtigsten Währungsinstrumente. In der einfachsten Form waren es Papierblätter, die mit Wachs und Siegel eine einfache Garantie bescheinigten: “Ich schulde dem Inhaber des Wechsels 10 Goldmünzen”. Ripple hat diese Schuldscheine digital neu erfunden.

Das Register ist im Grunde eine Liste von Schuldscheinen, sogenannte IOUs (sprich:”I owe you’s”). Ein Betreiber eines Gateways nimmt traditionelle Währungen oder auch Kryptowährungen an und schreibt dem Einzahler IOUs in entsprechender Höhe gut. Beim Austausch zwischen Partnern werden die IOUs-Konten der Beteiligten entsprechend angepasst.

  • Dabei spielt es eine zentrale Rolle, dass die Partner zueinander eine bestimmte Vertrauensbeziehung haben. Darin ist geregelt, bis zu welcher Höhe und in welchen Währungen ein Transfer möglich ist.

Die meisten Netzwerkpartner haben aber keine direkt festgelegte Vertrauensbeziehung. In dem Fall wird über einen Algorithmus ein “sozialer Graph” erstellt, der eine indirekte Vertrauensbeziehung festlegt. Damit ist es möglich, dass Zahlungen durch das System sickern (englisch “to ripple”). Bei der Berechnung des Vertrauenswertes werden zudem auch virtuelle Devisenbörsen berücksichtigt, die von Gateway-Betreibern angelegt werden.

Wachs und Siegel sind jetzt durch Algorithmen und digitale Register ersetzt und das persönliche Vertrauensverhältnis ist einem berechneten Vertrauenspfad gewichen. Damit das System funktioniert ist aber immer noch ein Vertrauen in die Funktion notwendig – und das ist letztlich dadurch gestützt, dass die Kontrolle und Entwicklung zentral passiert.

Wozu braucht RippleNet den XRP?

Das Protokoll könnte grundsätzlich auch ohne eigene Kryptowährung funktionieren. In diesem Fall würde jedoch ein zentraler Schutzmechanismus fehlen. Wer das Netz lahmlegen möchte, könnte € 1 Million in einzelnen Transaktionen von je einem Eurocent überweisen.

Damit wäre Ripple’s Rechenkapazität auf einige Stunden hinaus ausgelastet und das System nachhaltig gestört. Aus diesem Grund benötigt jede einzelne Transaktion eine bestimmte Menge an Coins um durchgeführt werden zu können.

So wie auf der Ethereum-Plattform die Erstellung eines Smart Contracts mittels “Gas” ermöglicht wird, wird hier der eigene Coin eingesetzt, um Netzwerk-Spam zu verhindern. Daher ist ein Angriffs-Szenario, wie das geschilderte, enorm teuer und so gut wie ausgeschlossen.

Was ist der Unterschied zwischen xCurrent und xRapid?

Das Unternehmen ripple bietet den Zugang zum System über drei unterschiedliche Softwareprodukte an, die den Nutzen maximieren. Auch das ist ein Unterschied zu anderen Netzen, bei denen auch unabhängige Entwickler Lösungen zur Verfügung stellen können.

Der Vorteil des kontrollierten Zugangs ist, dass sowohl die Funktion als auch die Entwicklung durch eine klare Verantwortlichkeit geregelt ist. Die zwei Produkte unterscheiden sich je nach Einsatzszenario.

Welchen Vorteil bietet xCurrent?

xCurrent ist der bequemste Standard des Netzes und bietet zusätzliche Sicherheit. Die Software ermöglicht allen beteiligten Finanzdienstleistern die grenzüberschreitende Zahlung in Echtzeit.

Bei Überweisungen wird zunächst über xCurrent sichergestellt, dass beide Partner direkt verbunden sind. Dabei werden die Einzelheiten von Transaktionen vor der Lieferung als auch nach Abschluss zeitnahe bestätigt. Dadurch sind sowohl Transaktionskosten als auch -zeiten auf ein Minimum reduziert.

Zu xCurrent gehört auch ein Rulebook. In grundlegenden Konventionen ist festgeschrieben, wie Eventualitäten von konkreten Überweisungen als auch rechtliche Fragen zu klären sind. Gerade bei grenzüberschreitenden Transfers bietet das Rulebook die sichere Grundlage für alle beteiligten Unternehmen.

Wozu dient xRapid?

Im Währungshandel gehören Liquiditätskosten auch bei Kryptos zu den höchsten Kostenfaktoren. Auch wenn die Transaktionen sicher verschlüsselt und schnell umgesetzt werden, muss das Kapital für die Transaktion selbst zur Verfügung stehen. Gerade beim Wechsel von einer traditionellen Währung zur anderen bedeutet das oft, dass sowohl Quell- als auch Zielwährungen auf vorfinanzierten Konten vorgehalten werden müssen.

Hier bietet xRapid einen Ausweg, der die Bereitstellung von Barmitteln erheblich senkt und damit Liquiditätskosten verringert. Bei dieser Lösung fungiert der eigene CryptoCoin als Brückenwährung: Die Ausgangswährung wird in den netzwerkeigenen Coin getauscht, transferiert und dann zurück gewechselt.

Dadurch werden beim grenzüberschreitenden Währungshandel keine Nostro- bzw. Lorokonten benötigt und die Transferkosten sinken. Gerade für Schwellenländer, mit einer schwachen Infrastruktur, ist diese Leistung enorm wichtig.

Welche Vorteile und Nachteile hat Ripple?

Ripple gehört zu den Kryptowährungen, die am häufigsten kritisiert werden. Der Grund liegt darin, dass das Netzwerk vor allem von zwei unterschiedlichen Seiten unterschiedlich beurteilt wird. Zum einen sind es herkömmliche Finanzdienstleister, die durch die Blockchain Technologie einen erheblichen Umsatzrückgang erleben. Zum anderen wird das Protokoll von der Kryptoszene abgelehnt, da es ausschließlich von einem einzigen Unternehmen kontrolliert wird.

Wenn du die Emotionen, die hinter der Kritik liegen, außen vor lässt, zeigt sich, dass das Netz einen klaren Fokus hat, der nicht für alle gleich nützlich ist:

  • Global agierende Unternehmen und Finanzdienstleister profitieren von der Leistungsfähigkeit
  • Für Privatuser hat das Netzwerk keinen direkten aber einen hohen indirekten Nutzen

Warum ist Ripple für Unternehmen interessant?

Die Geschichte Ripples lässt die Stoßrichtung des Unternehmens bereits gut erkennen. 2004, lange bevor der Begriff “Krypto” in den Schlagzeilen aufgetaucht ist, hat RipplePay in Vancouver, Kanada damit begonnen, einen dezentralen Zahlungsservice für seine Mitglieder zu entwickeln und anzubieten.

Mit den Möglichkeiten der Blockchain-Technologie wurde 2011 die Schaffung der eigenen Kryptowährung, zuerst als OpenCoin bezeichnet, in Angriff genommen und das Ripple Transaction Protocol (RTXP) wurde mit Stoßrichtung auf gewerbliche Finanzdienstleister etabliert. Seit 2013 zählen immer mehr Großbanken und Unternehmen zu den Nutzern von RTXP.

Das Ziel der Entwicklung war von Beginn an stärker als bei anderen CryptoCoins darauf festgelegt, eine Alternative zum Zahlungsverkehr und nicht grundlegend zum Währungssystem bereitzustellen. Wer Unternehmen zum Kundenkreis zählen will, muss aber einen hohen Grad an Zuverlässigkeit und vor allem Gewährleistung bieten können. Eine offene Entwickler-Plattform kann das nur bis zu einem gewissen Grad.

Wie auch immer das Netzwerk bewertet wird, die hohe Leistungsfähigkeit (mehrere Tausend Transaktionen pro Sekunde) und die reibungslose Funktion des Systems geben der Strategie Recht. Durch die zentrale Kontrolle konnten technische Flaschenhälse wesentlich schneller überwunden werden als bei anderen Krypto-Initiativen.

Bitcoin oder Ethereum haben derzeit noch einige Herausforderungen zu lösen, die hier bereits umgesetzt sind. Für gewerbliche Finanzdienstleister stellt RTXP daher eine solide Alternative dar, die effizient und kostengünstig arbeitet und vor allem offene Fragen in Bezug auf Haftung und Gewährleistung geregelt hat.

Ripple Logo

Ist Ripple für Private uninteressant?

Die meisten Kryptowährungen sind bemüht, ihre Infrastruktur zu entwickeln, um es privaten Usern so einfach als möglich zu machen, am Netz teilzuhaben. Ripple geht hier einen anderen Weg.

Ein Ripple Wallet zu erstellen ist genauso einfach, wie bei anderen Coins. Wer es allerdings nutzen möchte, hat eine kleine Hemmschwelle zu überwinden. Der Zugang ist nur möglich, wenn vorher 20 XRP im Wallet hinterlegt werden. Der Betrag wird für die Installation des User-Accounts im Netzwerk einbehalten.

  • Auch Ripple Mining wird anders und ohne die User betrieben. Nur wenige Validation-Nodes, die alle im Besitz des Unternehmens sind, erledigen die Verschlüsselung und Konsolidierung der Transaktionsdaten.

Dennoch kann es auch für Private eine interessante Kryptowährung sein. Zum einen können wir alle von den Vorteilen profitieren, wenn wir Auslandsüberweisungen machen müssen. Der einfachste Weg führt hier derzeit über Online-Börsen, die ein Gateway installiert haben. Zum anderen kann der Coin des Netzes Teil einer spannenden Investition-Strategie sein.

Du solltest allerdings berücksichtigen, dass derzeit nur rd. 40% der Tokens frei verfügbar sind. Das Unternehmen hat zu Beginn die Gesamtmenge auf 100 Milliarden Coins festgelegt, wovon 80 Milliarden von den Gründern und der Firma selbst einbehalten wurden. Der Grund liegt darin, dass das virtuelle Geld eine entscheidende Rolle für die Funktion des Protokolls hat. Aktuell wird jedes Monat 1 Milliarde verteilt, bis die Umlaufmenge rd. 70% beträgt.

Ripples Zukunft: Ist eine Investition empfehlenswert?

Nach der Ankündigung im Herbst 2018, das xRapid nun seinen Dienst aufnehmen wird, hat der Kurs entgegen des Branchentrends erheblich zulegen können. Der Kursgewinn in Bezug auf den Dollar ist zwar in den Wochen darauf wieder geschmolzen, ist aber zum Bitcoin gleichbleibend hoch geblieben. Das Ereignis zeigt aus unserer Sicht zwei wesentliche Aspekte:

  • Der Ripple Kurs ist zurecht von der Unternehmensleistung bestimmt.
  • Der Kurs ist nach wie vor von der Performance der Branche abhängig.

Der gesamte Kryptomarkt war bisher und ist immer noch vom Kurs der Leitwährung Bitcoin abhängig. Für viele digitale Währungen ist das ein Vorteil, da sie oft zu wenig eigene Aufmerksamkeit erzeugen und daher einen Boost gut gebrauchen können. Bei Ripple sieht die Sache allerdings anders aus: Das Netzwerk hat eine sehr gut ausgebaute realwirtschaftliche Basis und seine Zukunft steht außer Frage.

Direkte Konkurrenten, wie Stellar oder einzelne Ethereum-Token, kämpfen noch mit grundlegenden technischen Entwicklungen und haben eine vergleichbar vernachlässigbare wirtschaftliche Verankerung. Konkurrenten im Bereich der traditionellen Zahlungsdienstleister hinken mit eigenen Verschlüsselungs-Lösungen weit hinterher oder nutzen das Netz mittlerweile selbst.

  • Die große Frage für Anleger ist daher, wann der Punkt gekommen ist, dass sich Ripple Trading vom Auf und Ab der Branche emanzipieren kann.

Die Stimmung am Kryptomarkt ist aktuell insgesamt nur sehr schwer einzuschätzen. Große institutionelle Anleger sind derzeit eher zögerlich und warten auf wichtige Entscheidungen über die rechtliche Einordnung von Kryptowährungen. Daytrader und Investoren mit kurzfristigen Strategien bestimmen den Markt. In dieser Marktsituationen überwiegen emotionale Entscheidungen vor unternehmerischem Kalkül.

Eine klare Kaufempfehlung ist im Moment daher nur für private Anleger mit langfristigen Absichten möglich. Wer über etwas zusätzliches Kapital verfügt, kann aber auch die aktuellen Stimmungsschwankungen gut nützen, da zwei Dinge mit Sicherheit eintreten werden: 1. ein Kursanstieg bei den nächsten positiven Ripple News und 2. ein Kursrückgang danach, wenn Daytrader versuchen ihre Gewinne zu realisieren.

Fazit: Ripple’s reale Wirtschaftskraft

Die digitale Ökonomie von heute braucht digitale Lösungen, die wir uns vor einiger Zeit noch nicht vorstellen konnten. Mittlerweile haben Kryptowährungen den Finanzmarkt gehörig durcheinandergebracht und sind mit Sicherheit Teil der zukünftigen Lösungen. Ripple hat seine Hausaufgaben bereits erledigt und sich als Zahlungsdienstleister etabliert.

Die Blockchain-Plattformen haben bereits gezeigt, was sie zu leisten in der Lage sind. Viele von ihnen kämpfen aber noch mit dem eigenen Erfolg und die meisten sind gerade dabei ihre technische Basis für eine gesteigerte Nutzerzahl zu skalieren. Ihre Verankerung in der Realwirtschaft ist daher auch noch relativ gering.

Der XRP wird von den meisten Anlegern als einer unter vielen anderen CryptoCoins wahrgenommen. Dabei wird aber übersehen, dass seine Wirtschaftskraft nur zu einem geringen Teil von Krypto Börsen abhängig ist. Er bezieht schon heute seine Stärke daraus, dass seine Protokolle von einer Vielzahl von Großbanken und globalen Unternehmen für den eigenen Zahlungsverkehr genutzt werden.

Es bleibt eine offene Frage, ob einer seiner Konkurrenten in absehbarer Zeit eine bessere Lösung schaffen kann und ihm den erarbeiteten Platz noch streitig machen wird. Fest steht, die Kryptoszene ist so lebendig wie noch nie und ein fundierter Überblick, wie in unserem Webinar, kann für Orientierung sorgen.

 

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