Kryptowährung Fonds: Lohnt es sich 2019 zu investieren?

Kryptowährung Fonds: Lohnt es sich 2019 zu investieren?

Cryptowährung Fonds

Immer mehr wollen in Kryptowährungen investieren, doch der Einstieg fällt nicht allen leicht. Unüberschaubar ist die Anzahl der unterschiedlichen Coins und Tokens, zu schwierig, deren Wert einzuschätzen, der Markt selbst ist turbulent und schwer zu prognostizieren. Die Lösung könnten die Fonds sein.

Fondsmanager haben diese Währungen bereits für sich entdeckt und kombinieren sie mit diesem klassischen Finanzprodukt, das es Anlegern einfach macht, als eine Gruppe eine Rendite zu erzielen. Wir klären auf, was es bei den Kryptowährung Fonds zu beachten gibt.

Was sind Fonds und welche Vorteile bieten sie?

Ein Fond ist eine Art großer Topf, in dem mehrere Investoren ihr Geld legen. Dieses Guthaben wird dann von einem Fondsmanager verwaltet. Das Wort stammt aus dem französischen und bedeutet „Kapital“. Nach deutschem Recht wird ein Investmentfond von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet, auch genannt Investment- oder Fondsgesellschaft.

Anleger haben die Möglichkeit, sich zu einer Gruppe zusammenzuschließen und in mehrere Anlagen zu investieren. Es werden Anlageziele von der Investmentgesellschaft vorgegeben, wie etwa Geldmarktfonds oder Aktienfonds. Ein Anleger beteiligt sich, indem er einen Anteil an den Fonds erwirbt. Dafür bekommt er regelmäßig die Renditen aus der Anlage ausgeschüttet.

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Fonds bieten verschiedene Vorteile. Einer davon ist, dass innerhalb eines Investments gleich mehrere Anlagen enthalten sind. Dadurch wird das Risiko gestreut und gleichzeitig die Performance erhöht. Ein Privatanleger ist zumeist nicht in der Lage, sein Investment so zu streuen, aber zusammen mit mehreren Investoren kommt mehr Kapital zusammen.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, einen Investmentmanager anzustellen. Dieser verwaltet die Fonds anstelle der Privatanleger. Die brauchen sich dann nicht selber darum zu kümmern, die einzelnen Anlagen zu verwalten. Stattdessen erledigt das ein Profi in Vollzeit. Für die Anleger ist es eher ein passives Investment.

Mittlerweile gibt es immer mehr Menschen, die gerne in Kryptocoins Geld anlegen würden. Sie interessieren sich für die dahinterstehende Blockchain-Technologie oder für die volatilen Kurse. Jedoch wollen sie sich nicht mit dem Daytrading beschäftigen oder täglich die Kryptowährung Kurs/Listen studieren müssen. Auch das Kryptowährung minen ist zu aufwendig für sie oder sie wissen nicht, wie das geht.

Außerdem bereiten ihnen die großen Risiken des Kryptowährung-Markts Sorgen. Also klassische Anleger, die mit dem herkömmlichen Kryptowährung traden, wie es vor allem für technikaffine Menschen interessant ist, wenig anfangen können. Für diese Menschen sind die Kryptowährung Fonds genau das richtige. Sie geben ihnen die Möglichkeit, ein Investment in eine Kryptowährung zu tätigen, Risiken zu minimieren und Renditen zu erzielen.

Wie viel muss man investieren und wie viel Rendite kann man erwarten?

Die Investitionen in Fonds sind äußerst teuer. Die Mindesteinlagen können zum Beispiel bei 50.000 Euro anfangen. Für viele Kleinanleger wird das zu hoch sein, aber Investmentfonds waren schon immer sehr kostspielig. Sie richten sich eher an institutionelle Anleger mit einem großen Vermögen, welches sie investieren können, um sich mit der Zeit ein passives Einkommen aufzubauen.

Dazu kommt, dass es im Moment noch keine große Auswahl gibt, im Gegensatz zu handelsüblichen Finanzprodukten. Der Handel mit einer Kryptowährung ist noch nicht so weit verbreitet wie der mit regulären Aktien und Wertanlagen. Bislang gibt es in diesem Sektor sehr wenig Wettbewerb zwischen den Investmentgesellschaften. Manager können es sich erlauben, hohe Gebühren zu erlangen.

Die Gesellschaft nimmt sich auch immer einen Teil des Gewinns, schließlich verwaltet sie die Anlage. Beim Crypto 1 von Postera Fund, um ein Beispiel zu nennen, betragen die Management Fees 1,1 Prozent und der Ausgabeaufschlag 3 Prozent. Beides nicht ungewöhnlich. Allerdings gibt es eine Performance-Fee von 20 Prozent, welche nach einer Hurdle Rate von 6 Prozent anfällt. Außerdem wird die Performance-Fee abgezogen, wenn die Kryptowährung ein neues Allzeithoch erreicht.

Geht es also mit dem Kryptowährung-Charts ordentlich nach oben, kassiert die Gesellschaft Ein Fünftel des Gewinns ein. Aufgrund der hohen Kosten können private Anleger daher kaum von diesem speziellen Markt profitieren. Deswegen werden sie oft als Alternative Investmentfonds (Spezialfonds) gehandhabt, welche sich nur an akkreditierte Anleger richten – und somit dem Privat- und Kleinanleger keine Chance geben.

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Video-Link: https://youtu.be/GqgxBUSGfSU

 

Wie viel Rendite ein Fond, welcher eine Kryptowährung oder mehrere enthält, einbringen wird, lässt sich zu diesem Zeitpunkt nur schwer sagen. Der Markt der Cryptowährungen ist noch immer ein sehr junger Markt, kaum reguliert und im Wachsen begriffen. Wer die Kryptowährungen-News durchgeht, wird schnell feststellen, wie viel noch in Bewegung ist. Neue Technologien werden ständig erprobt, Updates durchgeführt.

Neue Coins und Tokens entstehen ständig, die Zahl wächst unaufhörlich, sowie die Startups, welche Blockchain-Technologien nutzen wollen. Fonds können kein schnelles Geld versprechen, sondern stellen eine langfristige Investition dar. Nicht jede Fondsgesellschaft wird daher kurzfristige Rendite Prognosen geben können. Kurseinbrüche gehören zum Handel mit Kryptowährungen dazu, genauso wie die plötzlichen Kursanstiege.

Diese Risiken machen es Privatanlegern ebenfalls schwer, in diesen Markt vorzustoßen. So prüft die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchanges) die Krypto-Fonds hinsichtlich des Anlegerschutzes. Die Prüfungen blockieren die Bemühungen, auch Privatanlegern investieren zu lassen. Allerdings planen mehrere Plattformen, wie etwa Coinbase, Fonds auch für Privatanleger auf den Markt zu bringen. Im Falle von Coinbase sollten diese wahrscheinlich wie börsengehandelte Investmentfonds strukturiert sein.

Im Fokus der Investoren stehen dabei die klassischen Topp Coins und Tokens. Allen voran natürlich Bitcoin, mit seinem größten Handelsvolumen und der höchsten Marktkapitalisierung. Die BTC hat im Dezember 2017 die bisher höchsten Werte irgendeiner Kryptowährung erreicht und notierte bei fast 20.000 Euro. Als reine Geldanlage entspricht die Investition in BTC der von Euro oder Dollar.

Auch andere Alternativen zu Bitcoin, wie Litecoin, Dash, Bitcoin Cash, Verge, Stellar und Monero werden sich häufiger unter Investitionen befinden. Interessant für die Investmentgesellschaften werden auch Tokens sein, wie Ethereum, NEO, TRON, NEM und IOTA. Die hinter diesen Tokens steckenden Plattformen gleichen noch am ehesten gängigen Startups und Technologie-Unternehmen.

  • Eher uninteressant dürften Stable Coins wie Ripple und Petro sein. Die sind nicht dezentral und im Falle von Ripple durch den Dollar gedeckt.

Welche Alternativen gibt es?

Für Privatanleger gibt es vielleicht bald die Kryptowährung-ETFs. „ETF“ steht für „Exchange-Traded Fund“. Sie werden auch als Indexfonds bezeichnet. Indexfonds werden ähnlich wie Aktien über eine Börse gehandelt und sind an einen Index gebunden. Dieser gilt als eine Art Richtwert für die Wertanlagen, die im Index-Fund enthalten sind. Dieses Paket kann auch eine Kryptowährung wie Bitcoin enthalten.

Für den Kryptowährungs-Index gilt der Wert der Marktkapitalisierung. Ähnlich wie ein Fond enthält der Index-Fund gleich mehrere Kryptowährungen, bietet also ein ganzes Portfolio und somit eine sichere Anlage. Bei einem Index gibt es keinen Investmentmanager, der Index bildet immer die Marktkapitalisierung ab. Dadurch werden die Kosten gering gehalten, der Einstieg ist auch für Kleinanleger möglich. Auch die Krypto ETFs müssen noch von der SEC bestätigt werden. Würde das passieren, würden sich ganz neue Märkte öffnen.

Eine weitere Möglichkeit sind die Kryptowährung-Hedgefonds. Hedgefonds ähneln regulären Fonds in vielerlei Hinsicht. Im Grunde sind beide Portfolios, die von einer externen Person gemanaged werden. Ein Hedgefond ist jedoch wesentlich risikoreicher und aggressiver. Das ermöglicht einen höheren Hebel und somit auch größere Gewinne. Dafür sind aber auch die möglichen Verluste größer.

  • Trotzdem sind Krypto-Hedgefonds äußerst beliebt. In 2018 beschäftigt sich etwa jeder fünfte Hedgefond mit mindestens einer Kryptowährung.

Abgesehen davon gibt es noch viele andere Möglichkeiten, mit Bitcoin, Ethereum etc. Geld zu verdienen. Möchte man sich ein passives Einkommen aufbauen, bietet sich noch immer das Mining an. Beim Mining investiert man in die Hardware und schürft neue Coins. Ein paar davon werden dann an die eigene Kryptowährung -Wallet als Belohnung gesendet.

Dann gibt es noch die Möglichkeit, ganz klassisch die Kryptowährung zu kaufen. Das bietet sich vor allem für Kleinanleger an, da hier die Hürden viel niedriger sind und man auch mit Kleinstbeträgen beginnen kann. Bei dieser Methode wird eine Kryptowährung auf einer Börse gekauft, am besten zu einem niedrigen Preis. Die Digitalwährung wird dann verkauft, wenn die Kurse gerade wieder steigen.

Letztlich kann man noch bei einem Kryptowährungs-Broker mit CFDs handeln, also mit Differenzkontrakten. Bei CFDs wird darauf spekuliert, dass der Kurs einer Kryptowährung innerhalb eines bestimmtes Zeitraumes steigen oder fallen wird. Der Handel mit Differenzkontrakten eignet sich eher für jene, die bereits Erfahrungen in diesem Bereich haben.

Fazit

Fonds sind ein klassisches Finanzprodukt, bei dem Anleger ihre Gelder zusammenlegen und dieses Investment von einem Fondsmanager verwaltet wird. Kryptowährung Fonds werden zumeist nur akkreditierten Anlegern angeboten und die Mindestanlagen sind äußerst hoch. Der Einstieg für Privatleute gestaltet sich hier sehr schwierig.

Außerdem sind regulatorische Fragen nicht zur Gänze geklärt. Besonders die amerikanische Behörde SEC sperrt sich noch gegen umfassende Genehmigungen von Krypto-Finanzprodukten. Für viele wird das normale Kryptowährung kaufen an einer Börse noch immer die beste Alternative sein, vor allem, wenn sie sich nicht die hohen Einstiegskosten leisten können.

 

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