Kryptomarkt unter Druck: Bitcoin fällt, Regulierung nimmt zu
Autor: Blockchain-Hero Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Tezos führte das Wochenranking an, während Bitcoin und viele Kryptowährungen durch Tech-Ausverkauf, Warnungen und Regulierung unter Druck gerieten.
Der Kryptomarkt steht zwischen deutlichen Wochenverlusten, neuen Bitcoin-Warnungen und wachsendem regulatorischem Druck. Während Tezos überrascht und Gold als sicherer Hafen an Bedeutung gewinnt, geraten Bitcoin und andere Kryptowährungen durch den Tech-Ausverkauf unter Druck. Der Pressespiegel beleuchtet die wichtigsten Kursbewegungen, Prognosen und politischen Weichenstellungen.
Kryptomarkt zwischen Wochenverlusten, Bitcoin-Warnungen und regulatorischem Druck
Tezos führt das Krypto-Ranking der Kalenderwoche 45/26 an
Finanzen.net hat die Kursentwicklung ausgewählter Kryptowährungen zwischen dem 01.11.2026 und dem 06.11.2026 ausgewertet. Stand des Rankings ist der 06.11.2026; als Vergleichswährung wurde der US-Dollar verwendet.
Tezos belegte mit einem Plus von 6,69 Prozent den ersten Platz. Dahinter folgten Monero mit 3,72 Prozent, Tron mit 1,92 Prozent, Wrapped TRON mit 1,89 Prozent und Dai mit 0,03 Prozent.
Keine Veränderung meldeten USD Coin und Tether mit jeweils 0,00 Prozent. Am unteren Ende des Rankings standen Worldcoin mit minus 12,07 Prozent, Toncoin mit minus 9,44 Prozent und Stellar mit minus 7,40 Prozent.
| Platz | Kryptowährung | Entwicklung |
|---|---|---|
| 1 | Tezos | 6,69 Prozent |
| 2 | Monero | 3,72 Prozent |
| 3 | Tron | 1,92 Prozent |
| 4 | Wrapped TRON | 1,89 Prozent |
| 5 | Dai | 0,03 Prozent |
| 6 | Tether | 0,00 Prozent |
| 7 | USD Coin | 0,00 Prozent |
| 8 | Ethereum Classic | -0,58 Prozent |
| 9 | Neo | -1,81 Prozent |
| 10 | Ethereum | -1,85 Prozent |
| 17 | Bitcoin | -3,16 Prozent |
| 25 | Ripple | -4,64 Prozent |
| 29 | Toncoin | -9,44 Prozent |
| 30 | Worldcoin | -12,07 Prozent |
Infobox: Tezos war laut Finanzen.net mit 6,69 Prozent der Wochengewinner. Bitcoin verlor 3,16 Prozent, während Worldcoin mit minus 12,07 Prozent den letzten Platz belegte.
Peter Schiff spricht erneut vom „Ende der Bitcoin-Blase“
Yahoo Finanzen Deutschland berichtet über eine erneute Warnung des Gold-Befürworters und langjährigen Bitcoin-Kritikers Peter Schiff. Schiff erklärte, die US-Zwischenwahlen hätten die „letzte Nadel“ für die Bitcoin-Blase geliefert, und riet Haltern am Donnerstag, jetzt zu verkaufen.
Seiner Einschätzung zufolge besitzt Bitcoin im Gegensatz zur künstlichen Intelligenz keinen echten Wert. Schiff bezeichnete Donald Trump außerdem als „den Bitcoin-Präsidenten“ und argumentierte, dass alles, was Trump schade, auch Bitcoin schade.
Der Bitcoin-Kurs war nach der Wahl am Dienstag über 80.800 USD gestiegen. Die Rally drehte sich laut Bericht jedoch schnell; am Donnerstag fiel der Kurs in Richtung 75.500 USD, während gleichzeitig Tech-Aktien nachgaben.
Schiffs Einschätzung wird im Bericht mit der politischen Entwicklung in den Vereinigten Staaten verbunden. Elizabeth Warren, eine der schärfsten Kritikerinnen von Krypto, übernimmt im Januar den Vorsitz im Bankenausschuss des US-Senats; im gleichen Monat tritt der neue demokratisch geführte Kongress sein Amt an.
Gleichzeitig verweist der Bericht auf anhaltendes institutionelles Interesse. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Tag nach der Wahl Nettozuflüsse in Höhe von 74,6 Millionen USD.
„Ende der Bitcoin-Blase“
Infobox: Bitcoin stieg nach der Wahl über 80.800 USD und fiel anschließend in Richtung 75.500 USD. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zugleich Nettozuflüsse in Höhe von 74,6 Millionen USD.
Arthur Hayes warnt vor kurzfristigem Bitcoin-Rückschlag
BTC-ECHO berichtet, dass der Krypto-Veteran Arthur Hayes Bitcoin weiterhin für ein überlegenes Risiko-Asset hält, kurzfristig jedoch vorsichtiger geworden ist. Einen schnellen Anstieg über 100.000 US-Dollar hält Hayes angesichts der Schwäche im KI-Sektor für weniger wahrscheinlich.
Nach Darstellung von BTC-ECHO könnte die Schwäche der KI-Branche auch den Kryptomarkt belasten. Im Interview spricht Hayes außerdem über seine Bitcoin-Prognose, die Rolle der US-Notenbank und den größten Fehler, den Anleger derzeit machen sollten.
Hayes gehört laut Quelle zu den bekanntesten Bitcoin-Bullen. Der frühere BitMEX-Chef zweifelt dennoch daran, dass Bitcoin kurzfristig erneut über 100.000 US-Dollar steigt.
Infobox: Arthur Hayes bleibt grundsätzlich Bitcoin-Bulle, warnt aber vor einem kurzfristigen Rückschlag. Als Belastungsfaktor nennt BTC-ECHO die Schwäche des KI-Sektors.
Geplanter BMF-Entwurf soll Behördenzugriff auf Kryptokonten erleichtern
Blocktrainer berichtet über einen Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur „Umsetzung der Sechsten EU-Geldwäscherichtlinie und zur Stärkung der Geldwäscheprävention“. Der Entwurf befindet sich noch in der Ressortabstimmung und soll das bisherige Geldwäschegesetz zum 10. Juli 2027 durch ein neues Geldwäschebekämpfungsgesetz ersetzen.
Vorgesehen ist, dass Behörden künftig auch Kryptowertekonten über das behördliche Kontenabrufverfahren auffinden können. Kryptowerte-Dienstleister sollen dafür Stammdaten zu Kryptowertekonten nach § 24c KWG übermitteln.
Erfasst werden sollen unter anderem die Kontokennung sowie die Daten der Eröffnung und Schließung eines Kontos. Führt ein Anbieter keine gesonderten Krypto-Konten mit eigenen Adressen, könnten auch interne Zuordnungsnummern als Kontokennung berücksichtigt werden.
Der Kontenabruf soll zunächst der Feststellung von Kontoverbindungen und deren Inhabern dienen. Kontostände und einzelne Kontobewegungen gehören laut Blocktrainer bislang nicht zu den abrufbaren Stammdaten; dafür wären zusätzliche rechtliche Voraussetzungen erforderlich.
Der Entwurf nennt ausdrücklich auch „Adressen selbstverwalteter Kryptowert-Wallets“. Eine allgemeine Pflicht, jede private Wallet beim Staat anzumelden, ergibt sich laut Blocktrainer daraus jedoch nicht, da die Passage die behördliche Auswertung entsprechender Daten regelt.
Darüber hinaus soll das bestehende Verbot fortgeführt werden, Immobilien mit Bargeld, Bitcoin oder anderen Kryptowerten sowie Gold, Platin oder Edelsteinen zu bezahlen. Dieses Verbot soll künftig auch beim Erwerb von Anteilen an Gesellschaften und Genossenschaften gelten, zu deren Vermögen unmittelbar oder mittelbar eine Immobilie in Deutschland gehört.
Bei entsprechenden Anhaltspunkten für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung soll die FIU gegenüber einem verpflichteten Anbieter anordnen können, die Nutzung eines Bank-, Zahlungs- oder Kryptowertekontos beziehungsweise einer Geschäftsbeziehung vorübergehend auszusetzen. Eine solche Sofortmaßnahme darf laut Entwurf nicht länger als fünf Werktage andauern.
Davon zu unterscheiden ist das Anhalten einer einzelnen verdächtigen Transaktion, für das eine Höchstdauer von zehn Werktagen vorgesehen ist. Ein Widerspruch soll laut Entwurf keine aufschiebende Wirkung haben.
Zusätzlich soll die FIU sogenannte Überwachungsanordnungen erlassen können. Anbieter könnten damit verpflichtet werden, Transaktionen oder Tätigkeiten über bestimmte Konten beziehungsweise Geschäftsbeziehungen für einen festgelegten Zeitraum zu überwachen und über die Ergebnisse zu berichten.
- Kryptowertekonten sollen in das behördliche Kontenabrufverfahren einbezogen werden.
- Auch Adressen selbstverwalteter Kryptowert-Wallets werden im Entwurf genannt.
- Sofortmaßnahmen gegen Kryptowertekonten sollen höchstens fünf Werktage dauern.
- Das Anhalten einer einzelnen verdächtigen Transaktion soll bis zu zehn Werktage möglich sein.
- Der Entwurf befindet sich noch in der Ressortabstimmung.
Infobox: Der BMF-Entwurf sieht leichter auffindbare und besser überwachbare Kryptokonten vor. Das bisherige Geldwäschegesetz soll zum 10. Juli 2027 durch ein neues Geldwäschebekämpfungsgesetz ersetzt werden.
Tech-Ausverkauf belastet Bitcoin und verstärkt Interesse an Gold
Wallstreet Online berichtet von deutlichen Verlusten bei Tech-Aktien und Bitcoin, während sich Gold vergleichsweise stabil hielt. Im Mittelpunkt stehen die Ursachen des Börsendrucks, mögliche Hackerangriffe auf Banken, Inflation und die Frage, ob Anleger verstärkt auf Gold setzen.
Der Bericht beschreibt einen starken Kursrückgang bei Technologieaktien und Bitcoin. Gold habe sich im Vergleich stabil gezeigt und dadurch als Ausweichmöglichkeit für Anleger an Aufmerksamkeit gewonnen.
Wallstreet Online führt außerdem Rohstoffaktien und die Entwicklung der Inflation als weitere Themen an. Eine eigenständige Erklärung für die Kursbewegungen wird im zugrunde liegenden Videobeitrag mit der allgemeinen Marktschwäche und dem Druck auf Technologieinvestments verbunden.
Infobox: Tech-Aktien und Bitcoin standen laut Wallstreet Online unter Druck, während Gold vergleichsweise stabil blieb. Zusätzlich wurden Inflation, Rohstoffaktien und Hackerangriffe auf Banken thematisiert.
DAX nach NASDAQ-Ausverkauf unter Druck
Börse Online berichtet, dass der starke Kursrutsch an den US-Aktienmärkten am Freitag auch den deutschen DAX belastete. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-DAX einen Abschlag von einem Prozent auf 26.594 Punkte.
Am Vortag hatte der DAX bei 26.692 Punkten ein Rekordhoch erreicht. Nach der Schwäche an den US-Börsen drehte der deutsche Leitindex jedoch ins Minus.
Der Nasdaq 100 verzeichnete am Donnerstag den stärksten Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020 und verlor 6,4 Prozent. Für den Halbleiterindex SOX ging es um mehr als 12 Prozent abwärts.
Auch in Asien gaben die Indizes nach, besonders der japanische Nikkei 225 und der südkoreanische Kospi. Als Belastungsfaktor wurde unter anderem die Sorge vor einem KI-Ausbaustopp durch die Demokraten genannt.
| Markt oder Wert | Entwicklung |
|---|---|
| Nasdaq 100 | -6,4 Prozent |
| Halbleiterindex SOX | mehr als -12 Prozent |
| X-DAX | Abschlag von einem Prozent auf 26.594 Punkte |
| DAX-Rekordhoch | 26.692 Punkte |
| Dow Jones | -3,2 Prozent |
| S&P 500 | -4 Prozent |
| Nasdaq | -5 Prozent |
| Privatanleger-Abfluss aus Einzelaktien | 338 Millionen Dollar |
Unternehmen und Märkte im Fokus
Daimler Truck steigerte im dritten Quartal das bereinigte EBIT um knapp drei Viertel auf 1,12 Milliarden Euro. Der Umsatz im Industriegeschäft erhöhte sich um ein Fünftel auf 11,6 Milliarden Euro, während der Absatz um 26 Prozent auf 91.260 Fahrzeuge und der Auftragseingang um 10 Prozent auf 71.168 Fahrzeuge stieg.
Airbus muss im November und Dezember noch rund 250 Flugzeuge ausliefern, um das Jahresziel von 870 Maschinen zu erreichen. Bis Ende Oktober hatte der Konzern 621 Flugzeuge übergeben, darunter 74 im Oktober; Ende September standen mehr als 9.300 Passagier- und Frachtflugzeuge im Auftragsbestand.
Bei Anthropic zweifeln mehrere Großinvestoren laut Börse Online an einer Bewertung von 1,5 Billionen Dollar beim geplanten Börsengang. Ein Investor hält eher 1 Billion Dollar für realistisch; zudem könnte Anthropic statt bis zu 100 Milliarden nur rund 80 Milliarden Dollar aufnehmen oder den Börsengang verschieben.
Micron verlor am Donnerstag mehr als 17 Prozent. Zusätzlich belastete die vorläufige Pause beim geplanten Fabrikbau im taiwanischen Taoyuan, dessen Projekt für HBM- und DRAM-Produktion mit 3 bis 4,5 Milliarden Dollar veranschlagt wurde.
Bitcoin fällt nach Tech-Ausverkauf auf tiefsten Stand seit September
Bitcoin rutschte laut Börse Online im Zuge des Börsenabverkaufs von mehr als 80.000 auf zeitweise 75.100 US-Dollar. Am Freitagmorgen lag der Kurs bei rund 76.000 Dollar.
Binnen 24 Stunden wurden gehebelte Positionen im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar liquidiert, überwiegend Long-Positionen. Auch Ethereum und Krypto-Aktien verloren deutlich.
Am Freitag liefen Bitcoin-Optionen mit einem Nominalwert von rund 2,65 Milliarden Dollar aus. Als nächste Unterstützungszone wurden 75.000 Dollar und als Widerstandsbereich 78.000 bis 80.000 Dollar genannt.
Infobox: Bitcoin fiel zeitweise auf 75.100 US-Dollar und lag am Freitagmorgen bei rund 76.000 Dollar. Gehebelte Positionen im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar wurden innerhalb von 24 Stunden liquidiert.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Entwicklung ist nicht die kurzfristige Rangfolge einzelner Kryptowährungen, sondern die zunehmende Gleichrichtung von Krypto- und Technologiemärkten. Bitcoin reagiert damit stärker auf Liquidität, Risikobereitschaft und den KI-getriebenen Aktienzyklus als auf isolierte Krypto-Nachrichten. Das erhöht die Anfälligkeit für abrupte Abverkäufe und spricht gegen eine Bewertung kurzfristiger Kursgewinne als nachhaltigen Trend.
Politischer Rückenwind bleibt zugleich unsicher. Institutionelle Nachfrage kann Kursrückgänge abfedern, dürfte aber regulatorischen Gegenwind nicht vollständig kompensieren. Besonders der geplante Ausbau behördlicher Zugriffsmöglichkeiten erhöht den Compliance-Aufwand für Anbieter und verschiebt den Markt weiter in Richtung stärker überwachter, institutioneller Strukturen. Für Anleger gewinnt deshalb weniger die Suche nach dem nächsten Wochengewinner als ein konsequentes Risikomanagement an Bedeutung.
Kernaussage: Der Kryptomarkt bleibt kurzfristig stark vom globalen Risikoappetit abhängig. Regulatorische Verdichtung und hohe Hebelwirkung verstärken die Schwankungsrisiken, während institutionelle Nachfrage den strukturellen Markt nicht automatisch stabilisiert.
Quellen:
- Bitcoin, Ethereum & Co.: Gewinner und Verlierer - Die Top Flop Kryptowährungen in KW 45/26
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