Krypto-Markt fällt wegen US-Inflation, Steuerpläne und Ethereum im Fokus

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Hohe US-Inflation belastet den Kryptomarkt, während geplante deutsche Steueränderungen ab 2027 und Ethereum-Technologie Anleger zusätzlich beschäftigen.

Der Kryptomarkt gerät gleich von mehreren Seiten unter Druck: Überraschend hohe US-Inflationsdaten lösen massive Verkäufe und Liquidationen aus, während eine geplante Steuerreform Anleger in Deutschland vor neue Herausforderungen stellt. Zugleich rückt die technologische Zukunft von Ethereum in den Fokus. Der Pressespiegel zeigt, welche Entwicklungen jetzt Kurse, Regulierung und Blockchain-Infrastruktur prägen.

Krypto unter Druck: Inflation, Steuern und Ethereum-Technologie im Fokus

US-Inflation löst kräftigen Krypto-Ausverkauf aus

Die überraschend hohen US-Inflationsdaten haben Bitcoin, Ethereum und zahlreiche weitere Kryptowährungen belastet. Laut Wallstreet Online verlor Bitcoin am Donnerstagmorgen 2,95 Prozent auf 80.993 US-Dollar und fiel damit unter die Marke von 81.000 US-Dollar.

Ethereum gab deutlich stärker nach und verlor 5,8 Prozent auf 2.360 US-Dollar. Damit fiel die zweitgrößte Kryptowährung laut Wallstreet Online fast doppelt so stark wie Bitcoin. XRP sank um 4,91 Prozent auf 1,30 US-Dollar, während Zcash zu den größten Verlierern zählte und 12,22 Prozent auf 1.100 US-Dollar einbüßte.

Der Verkaufsdruck erfasste laut der Quelle nahezu den gesamten Kryptomarkt. Unter den 100 größten Kryptowährungen notierten bis auf den Pyth-Token alle im Minus.

Fast eine Milliarde US-Dollar an Positionen liquidiert

Das Ausmaß des Ausverkaufs zeigte sich auch bei den Liquidationen. Nach Daten von CoinGlass wurden innerhalb von 24 Stunden gehebelte Krypto-Positionen im Wert von 942 Millionen US-Dollar zwangsweise geschlossen.

Auf Long-Positionen entfielen 863 Millionen US-Dollar. Allein bei Bitcoin und Ethereum beliefen sich die Liquidationen auf 483 Millionen US-Dollar. Dabei wurden Ethereum-Positionen im Wert von 286 Millionen US-Dollar aufgelöst, bei Bitcoin waren Positionen im Wert von 197 Millionen US-Dollar betroffen.

Inflationsdaten verstärken die Zinssorgen

Auslöser des Kurssturzes waren die am Mittwoch veröffentlichten US-Inflationsdaten. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums stiegen die Verbraucherpreise im September gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, nachdem sie im August um 0,4 Prozent zugelegt hatten.

Die jährliche Inflationsrate erhöhte sich von 3,4 auf 3,7 Prozent und übertraf damit die Erwartungen von 3,6 Prozent. Ein wesentlicher Preistreiber waren die Energiekosten: Die Benzinpreise stiegen im September um 9,1 Prozent und waren für mehr als die Hälfte des monatlichen Anstiegs der Verbraucherpreise verantwortlich.

Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins laut Wallstreet Online im September erstmals seit drei Jahren angehoben, auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Nach Veröffentlichung der Inflationsdaten stieg die am Finanzmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung am 27. und 28. Oktober von 22 auf zeitweise 49 Prozent.

Infobox – Wallstreet Online: Bitcoin fiel auf 80.993 US-Dollar, Ethereum auf 2.360 US-Dollar. Innerhalb von 24 Stunden wurden 942 Millionen US-Dollar an gehebelten Krypto-Positionen liquidiert. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der nächsten Fed-Sitzung stieg zeitweise von 22 auf 49 Prozent.

Finanzen.net: Bitcoin und Altcoins verlieren nach US-Inflationsdaten

Auch Finanzen.net berichtet von einem breiten Rückgang am Kryptomarkt. Bitcoin gab demnach zuletzt um über drei Prozent auf 80.740 US-Dollar nach und fiel unter die 81.000-Dollar-Marke, die laut der Quelle zuvor als Unterstützung galt.

Ethereum verlor knapp sechs Prozent auf 2.354 US-Dollar. XRP gab 4,64 Prozent auf 1,30 US-Dollar nach, während Solana um 4,83 Prozent auf 101,92 US-Dollar sank.

Finanzen.net führt die Kursverluste ebenfalls auf die US-Inflationsdaten zurück. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 0,6 Prozent zum Vormonat, während die Jahresrate 3,7 Prozent nach 3,4 Prozent im August erreichte. Ökonomen hatten in einer Umfrage mit rund 3,6 Prozent gerechnet.

Kerninflation und Zinsbewertung belasten Risikoanlagen

Nach Angaben von Finanzen.net zog auch die Kernrate ohne Nahrung und Energie an. Sie stieg auf 2,6 Prozent nach 2,4 Prozent im Vormonat.

Richard Carter von Quilter Cheviot erklärte laut Finanzen.net, dass auch die Kerninflation die Prognosen übertroffen habe und die höheren Preise in die breite Wirtschaft einsickerten. Die Entwicklung erhöht aus Sicht der Marktteilnehmer den Druck auf die US-Notenbank und verstärkt die Spekulation über weitere Zinsschritte.

Die Belastung beschränkt sich laut Finanzen.net nicht auf Kryptowährungen. Auch kapitalintensive Tech- und KI-Unternehmen gerieten unter Druck, weil steigende Zinsen künftige Gewinne bei der Bewertung stärker abzinsen. Vor allem Techwerte in Asien gaben kräftig nach.

Dominick John von Zeus Research bezeichnete die Schwäche in Asien und bei Krypto gegenüber The Block als Ausdruck einer breiteren Risikoscheu. Timo Emden von CapTrader sagte laut Finanzen.net, die Sorge vor geldpolitischen Enttäuschungen sei größer als die Risikobereitschaft.

Experten uneins über den weiteren Bitcoin-Kurs

Finanzen.net beschreibt die Bitcoin-Entwicklung seit Ende September als Bewegung in einer vergleichsweise engen Spanne. In den Sommermonaten war Bitcoin bis auf rund 60.000 US-Dollar gefallen, bevor sich die Kryptowährung im August und September erholte.

Paul Howard von Wincent erwartet kurzfristig eine Spanne von 80.000 bis 88.000 US-Dollar. Bei einem Bruch unter 80.000 US-Dollar sei der Weg in Richtung 75.000 US-Dollar offen.

Matt Mena von 21Shares bewertet das Abwärtsrisiko hingegen als zu einem großen Teil eingepreist. Nachdem Bitcoin die Marke von 85.000 US-Dollar verloren und die Unterstützungszone zwischen 81.000 und 82.000 US-Dollar getestet habe, hält er laut Finanzen.net einen Anstieg in Richtung 85.000 bis 90.000 US-Dollar für wahrscheinlicher.

WertEntwicklung laut Finanzen.net
Bitcoin80.740 US-Dollar, über drei Prozent Rückgang
Ethereum2.354 US-Dollar, knapp sechs Prozent Rückgang
XRP1,30 US-Dollar, 4,64 Prozent Rückgang
Solana101,92 US-Dollar, 4,83 Prozent Rückgang

Infobox – Finanzen.net: Die US-Inflation erreichte eine Jahresrate von 3,7 Prozent, die Kernrate stieg auf 2,6 Prozent. Für Bitcoin nennen die von Finanzen.net zitierten Experten kurzfristige Kursbereiche von 80.000 bis 88.000 US-Dollar beziehungsweise mögliche Bewegungen in Richtung 75.000 US-Dollar oder 85.000 bis 90.000 US-Dollar.

Geplante Steueränderung für Kryptogewinne ab 2027

Neben den Kursbewegungen steht auch die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen im Mittelpunkt. n-tv.de berichtet, dass die Haltedauer bei Kryptogeschäften ab 2027 für die Besteuerung keine Rolle mehr spielen soll.

Nach einem Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums sollen Gewinne aus Kryptogeschäften ab 2027 unabhängig von der Haltedauer grundsätzlich versteuert werden. Der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine nennt dafür 25 Prozent Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Für Token, die bis zum 31. Dezember 2026 angeschafft wurden, soll nach dem Bericht ein Bestandsschutz gelten. Werden diese nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist mit Gewinn verkauft, soll der Verkauf auch künftig steuerfrei bleiben.

Dokumentation und getrennte Wallets empfohlen

Der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine rät Anlegerinnen und Anlegern laut n-tv.de, für Alt- und Neubestände getrennte Wallets zu führen. Eine Wallet soll für Kryptowerte dienen, die vor dem Jahreswechsel angeschafft wurden, eine weitere für Kryptowerte, die danach gekauft wurden.

Darüber hinaus sollen Anschaffungszeitpunkt, Anschaffungskosten, Wallet-Transfers und Transaktionsketten lückenlos dokumentiert werden. Nur so lasse sich später nachvollziehen, welche steuerliche Behandlung für den jeweiligen Bestand gilt.

Falls die erforderlichen Informationen nicht beschafft werden können, soll das Finanzamt laut n-tv.de die Hälfte der Einnahmen aus der Veräußerung als Bemessungsgrundlage zur Besteuerung heranziehen dürfen.

Aktuelle Regelung und Freigrenze

Nach der derzeit geltenden Regelung gelten Kauf und Verkauf von Kryptowährungen in Deutschland als private Veräußerungsgeschäfte. Sie bleiben steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als ein Jahr liegt.

Wer innerhalb dieser Frist verkauft, kann laut n-tv.de von einer Freigrenze profitieren. Machen die Gewinne aller privaten Veräußerungsgeschäfte weniger als 1000 Euro pro Jahr aus, werden sie von der Steuer verschont. Liegt der Gewinn auch nur einen Euro über dieser Freigrenze, muss er komplett versteuert werden.

Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften aus demselben Jahr dürfen mit entsprechenden Gewinnen verrechnet werden. Für die Dokumentation sollen unter anderem die Daten für An- und Verkauf mit dem jeweiligen Kurs, die Haltedauer, Anzahl und Bezeichnung der Kryptowerte sowie Anschaffungskosten und Verkaufserlöse festgehalten werden.

Infobox – n-tv.de: Die geplante Reform soll die steuerfreie Veräußerung nach mehr als einem Jahr für neu angeschaffte Kryptowerte beenden. Für bis zum 31. Dezember 2026 erworbene Token ist ein Bestandsschutz vorgesehen; eine lückenlose Dokumentation bleibt zentral.

Ethereum: Vitalik Buterin sieht Rennen um ZK-Geschwindigkeit entschieden

Yahoo Finanzen Deutschland führt eine Meldung mit dem Titel „Vitalik sagt: Das Rennen um die ZK-Geschwindigkeit ist entschieden, was das für Ethereum bedeutet“. Der übermittelte Inhalt ist jedoch nicht nutzbar und enthält keine auswertbaren Angaben zum Thema.

Daher lassen sich aus dieser Quelle keine weiteren überprüfbaren Aussagen, Daten oder Werte zu Vitalik Buterin, Zero-Knowledge-Technologie oder Ethereum übernehmen.

Infobox – Yahoo Finanzen Deutschland: Der vorliegende Quelltext enthält keine nutzbaren Informationen zum angekündigten Thema.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung zeigt, dass Kryptowährungen weiterhin stark von makroökonomischen Erwartungen und gehebelten Marktpositionen abhängig sind. Besonders die hohen Liquidationen verdeutlichen das Risiko einer sich selbst verstärkenden Abwärtsbewegung.

Die geplante steuerliche Neuregelung könnte langfristig zusätzlich die Anlagestrategien deutscher Krypto-Investoren verändern. Entscheidend werden daher nicht nur Kurschancen, sondern auch Liquidität, Dokumentationsaufwand und steuerliche Planung.

Technologische Fortschritte bei Ethereum bleiben strategisch relevant, können kurzfristig jedoch den Einfluss von Inflation, Zinsen und Marktpositionierung nicht überlagern.

Zusammenfassung: Krypto bleibt ein besonders zinssensitives und spekulatives Anlagefeld. Anleger müssen künftig Markt-, Hebel- und Steuer­risiken gleichermaßen berücksichtigen.

Quellen: