Kaufen institutionelle Anleger keine Bitcoin (BTC) mehr?

Kaufen institutionelle Anleger keine Bitcoin (BTC) mehr?

Obwohl der Grayscale Bitcoin Trust sehr viel Interesse geweckt hat und trotz starker Gewinne wurde dieser im zweiten Quartal eingestellt. Ist dies auf einen Rückgang des institutionellen Interesses zurückzuführen?

Ist das Interesse an Bitcoin gesunken?

Der Grayscale Bitcoin Trust, ein Kryptowährungsverwaltungsfonds hat in den letzten drei Wochen einen erheblichen Kaufrückgang erlebt. Das ist eine Überraschung, wenn man bedenkt, wie schnell die Bitcoin-Bestände aufgestockt wurden. Im Mai teilte das Unternehmen mit, dass sein verwaltetes Vermögen (AUM) einen Wert von 3,8 Milliarden US-Dollar erreicht hat, was einer monumentalen Steigerung von 80 Prozent gegenüber Mai 2019 entspricht.

Im Mai machte der Gesamtwert des Bitcoin Trust über 3,36 Milliarden USD, fast 90 Prozent des Gesamtvermögens des Unternehmens aus. Der Wert des Bitcoin Investment Trust stieg gegenüber dem Vorjahr um 76 Prozent auf 1,9 Milliarden US-Dollar. Obwohl die Investitionen so explosionsartig angestiegen sind, hat sich der Trend des Unternehmens beim Kauf verlangsamt.

In der Vergangenheit hat GBTC vor der Unterbrechung der Bitcoin-Investition wöchentlich ein Formular (8-K) bei der US Börsenaufsicht (SEC) eingereicht. Das Formular wurde allerdings am 25. Juni eingereicht und seitdem wurde nichts mehr deklariert. Die letzte Investition des Unternehmens zeigt einen Kauf von fast 20.000 Bitcoin. Laut dem zweiten Quartalsbericht beliefen sich die Investitionen des Unternehmens wöchentlich auf rund 57,8 Millionen US-Dollar.

Ein Sprecher von Grayscale hat sich mit Cointelegraph unterhalten uns sagte, dass die Aussetzung von Bitcoin-Käufen kein fester Bestandteil sei. Vielmehr ist das Herunterschalten der Investitionen aufgrund einer ruhigen Phase nur vorübergehend.

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“Für die Privatplatzierung von Grayscale Bitcoin Trust gab es eine administrative Ruhephase. Der Trust kann ab Freitag, dem 10. Juli, um 16:00 Uhr (MEZ) abonniert werden.”

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die Wertpapierfirma kein Hedgefonds ist und auf den zukünftigen Wert eines Assets setzt. Das Unternehmen kauft stattdessen Bitcoin, wenn Anleger Aktien kaufen. Dies bedeutet, dass das Interesse von GBTC an Bitcoin mit dem Interesse seiner institutionellen Anleger am Kauf von mit Bitcoin verbundenen Aktien korreliert.

Im zweiten Quartal stammten 84 Prozent der Investitionen bei Grayscale von institutionellen Anlegern. Das Unternehmen kommentierte die Tatsache, dass es mehr Bitcoin kaufte als zu diesem Zeitpunkt geschürft wurden.

“Nach der Halbierung von Bitcoin im Mai übertrafen die Zuflüsse von 2Q20 in Grayscale Bitcoin Trust die Anzahl der neu abgebauten Bitcoin im selben Zeitraum. Angesichts des starken Zuflusses zu Grayscale Bitcoin Trust im Vergleich zu neu abgebautem Bitcoin verringert sich der Druck auf der Angebotsseite erheblich, was ein positives Zeichen für die Aufwertung des Bitcoin-Preises sein kann.”

Trotzdem ist die jüngste Einstellung der Bitcoin-Investitionen ein Hinweis auf das aktuelle Interesse institutioneller Anleger.

Es gibt eine Menge Faktoren, die zu einem plötzlichen Rückgang der Bitcoin-Investitionen von Instituten führen könnten.

Diese Jahreszeit gilt normalerweise als Trockenperiode für Investitionen, da sich die Vermögensverwalter während der Saisonmitte verlangsamen. Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor ist die Unsicherheit der Wirtschaft und der Vermögenswerte, die sich aus der weltweiten Pandemie ergeben. Während Bitcoin als moderner sicherer HAfen angesehen wurde, ist er unter den gegeben Umständen möglicherweise nicht die Alternative, nach der institutionelle Anleger suchen.

In den letzten Monaten war Bitcoin, der normalerweise für seine Volatilität bekannt ist, in seinem Wert ziemlich stabil. Dies könnte auch die Aufmerksamkeit der Anleger ablenken, die nach einem risikoreichen Vermögenswert mit hohen Gewinnchancen suchen.

©Bild via Pixabay / Lizenz

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