IOTA Whitepaper – Was ist das Ziel der Kryptowährung MIOTA

IOTA Whitepaper

IOTA ist mit seinem innovativen „Tangle“ eines der interessantesten Blockchain-Projekte überhaupt. IOTA´s Stiftung mit Sitz in Deutschland entwickelt ein Netzwerk für das Internet der Dinge. Der Coin MIOTA soll es Maschinen und Rechnern möglich machen, sich gegenseitig zu bezahlen.

Wie genau das funktionieren soll, das erfährt man im Whitepaper. Damit Sie sich mit dem Text nicht auseinandersetzen müssen, haben wir uns für Sie das IOTA Whitepaper genauer angeschaut.

Grundlegende Infos

Die IOTA-Coin wird auch als MIOTA bezeichnet. Das Projekt wird von der IOTA-Stiftung entwickelt, die IOTA-Gründer sind David Sønstebø, Serguei Popov, Sergey Ivancheglo und Dominik Schiener. Die Stiftung ist eine Non-Profit-Organisation.

Doch was ist ein Whitepaper? Whitepapers sind Dokumente, welche vor allem in der Projekt-Entwicklung Anwendung finden. In der Softwareentwicklung wird in einem Whitepaper die Software vorgestellt, welche Vorteile sie bietet, welche Technologien sie einsetzt und wie diese funktionieren. Es dient dazu, das Produkt nach außen hin zu vermarkten und kann neben technischen Aspekten auch Marktforschung enthalten.

Wie ist IOTA aufgebaut?

Das Ziel von IOTA ist eine Kryptowährung für das Internet der Dinge. Dabei kommt der Tangle zum Einsatz. IOTA besitzt keine normale Blockchain wie Bitcoin, sondern ein Netzwerk von verschiedenen Nodes, genannt „Tangle“. Dieser Tangle ist ein „Directed Acyclic Graph“. Ein Graph meint in diesem Fall eine Struktur von Objekten.

Die Objekte sind beim Tangle die Nodes, welche Transaktionen von IOTA verifizieren. „Acyclic“ meint aperiodisch oder azyklisch. Damit eine Transaktion stattfinden kann, müssen zwei vorherige Zahlungen von einem Node verifiziert und bestätigt werden.

Teilnehmer, welche bereits Zahlungstransaktionen verifiziert haben, gelten als vertrauenswürdig und können selber Transaktionen durchführen. Agiert eine der Nodes nicht vertrauenswürdig, dann bekommt es seine Transaktionen nicht mehr bestätigt. Das soll der Anreiz dafür sein, sich im Tangle richtig zu verhalten.

Bei anderen Blockchains gibt es einen Unterschied zwischen denjenigen, welche die Kryptowährung versenden möchten und denjenigen, welche das System am Laufen halten, also die Miner. Das IOTA Whitepaper erklärt, wie das zu Problemen führen kann, da beide Parteien andere Ziele verfolgen. Beim IOTA-PRojekt gibt es kein Mining, alle MIOTA wurden bereits geschaffen.

  • Stattdessen ziehen alle Teilnehmer des Tangles am selben Strang, sie führen Transaktionen durch und unterstützen sich gegenseitig dabei, diese verifizieren. Dadurch garantieren sie auch die Sicherheit und Funktionsfähigkeit des Netzwerkes. Obwohl es keine Miner gibt, lässt sich IOTA trotzdem regulär im Handel kaufen und in einer Wallet aufbewahren.

Was IOTA noch von regulären Blockchains unterscheidet: Indem es wächst, wird es schneller. Bitcoin und Ethereum ächzen unter der Last der Transaktionen und benötigen zusätzliche Technologien wie Segregated Witness, um ihre Digitalwährung zuverlässig versenden zu können.

Der Tangle hingegen wird mit mehr Teilnehmern immer schneller. Denn je mehr Nodes und Transaktions-Anfragen es gibt, desto mehr Transaktionen können bestätigt werden. Die Bestätigungszeiten sind damit antiproportional zu der Gesamtzahl der aktiven Nodes des Netzwerkes. Und damit kann der Tangle theoretisch unendlich skalieren.

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Video-Link: https://youtu.be/tYbRyVrrUDY

Was sind „Tips“?

Dann werden im Whitepaper noch die „Tips“ beschrieben. Das ist eine Transaktion, welche zuvor nicht bestätigt wurde. Der „Tip Selection Algorithmus“ entscheidet darüber, wer den Tip verifizieren darf. Nodes, die häufiger Tips bestätigen, gelten als vertrauenswürdiger und haben eine höhere Chance, ihre eigenen Transaktionen verifiziert zu bekommen.

  • Nodes, die sich jedoch faul verhalten, müssen sich jedoch gedulden. Das spornt die Teilnehmer an, mindestens gelegentlich ihren Teil beizutragen.

Gleichzeitig ist es für einen Teilnehmer nicht unbedingt notwendig, einen Tip zu bestätigen. Um seine eigene Validität zu beweisen, kann auch eine ältere, bereits bestätigte Transaktion herangezogen werden. Validiert ein Teilnehmer jedoch Tips, die durch den Algorithmus ausgesucht werden, erhöht sich damit das Vertrauen in diesen Teilnehmer.

Das Konzept des Gewichts

Wie im IOTA Whitepaper erklärt, besitzen Transaktionen ein Gewicht. Dieses Gewicht entspricht der Arbeit, welche benötigt wird, um sie durchzuführen. Je mehr Arbeit nötig ist, desto wichtiger, oder gewichtiger, ist sie. Außerdem besitzen die Transaktionen von MIOTA noch ein „akkumuliertes“ Gewicht. Das bezieht alle Gewichte mit ein, welche direkt oder indirekt mit dieser Transaktion zusammenhängen.

Die Arbeit, die mit dem Gewicht ausgedrückt wird, ist letztlich Strom. Geräte, welche den Tangle nutzen, verbrauchen also auch Energie wie das Netzwerk von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Jedoch sind die Stromkosten bei weitem nicht so hoch, da es keine Miner gibt. Deswegen gibt es auch keine Transaktionsgebühren.

Diese Konzepte spielen noch eine Rolle beim Schutz des Tangles. In dem Whitepaper werden unterschiedliche Szenarien durchgespielt, wie sich der Tangle im Falle eines Angriffs verteidigen kann. So ist es nicht möglich, das Netzwerk mit einem neuen Tip zu belasten, welches ein enormes Gewicht besitzt.

Was ist IOTA´s Ziel?

In dem Whitepaper steht nur wenig von den Zielen von IOTA. Nur kurz wird angerissen, dass es das Netzwerk für das Internet der Dinge schaffen will. Beim Internet der Dinge (englisch: „Internet of Things“, kurz IoT) sind Maschinen, Rechner und verschiedene Geräte ständig miteinander verbunden und kommunizieren miteinander.

So sollten sie auch in der Lage sein, miteinander Zahlungsmittel auszutauschen und sich gegenseitig zu bezahlen. IOTA und der MIOTA bilden hierfür die Basis. Der unendlich skalierbare Tangle, der ohne Miner auskommt, ist wie für das Internet der Dinge geschaffen. Jedes Gerät wird dann ein Teilnehmer sein und dabei helfen, das System aufrechtzuerhalten.

In dem IOTA Whitepaper erfährt man auch wenig über die geplante IOTA Zukunft. Jedoch konnte die IOTA-Stiftung schon ein paar bedeutende Partnerschaften mit wichtigen Unternehmen, wie etwa VW oder Bosch, eingehen und der Kurs hat sich bislang positiv entwickelt. Dabei geht es den Gründern eher um die Technologie als um die Gewinne aus IOTA´s Kursanstiegen.

 

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