IOTA Wallet – Welche ist die richtige Wallet für IOTA ?

Wallets für MIOTAs
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Die Auswahl an Wallets für IOTA ist momentan noch überschaubar, die Wahl der Wallet sollte dennoch gut überlegt sein. Ihre Wahl beeinflusst, welche Funktionen Ihnen zur Verfügung stehen, wie groß das Maß an Sicherheit ist und wie benutzerfreundlich ihre IOTA Wallet ist. Darum geben wir Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten, Ihre IOTA aufzubewahren.

Welche Wallets gibt es für IOTA?

Auf der offiziellen Webseite von IOTA werden einem mehrere Wallets angeboten. Eine davon ist die IOTA-Light-Wallet. Sie ist eine der einfachsten Möglichkeiten, die IOTA aufzubewahren und steht für Windows, Linux und Mac zum Download bereit.

Die Light-Wallet fungiert als eine Light Node. Das bedeutet, dass sie Teil des Tangle-Netzwerkes ist, ohne dass Sie eine Full Node aufsetzen müssen. Zur Info: Der Tangle ist keine Blockchain wie bei den anderen Kryptowährungen. Stattdessen handelt es sich um ein Geflecht aus Nodes. Transaktionen und Informationen werden auf dem Tangle, genauer in den einzelnen Nodes, gespeichert. Ein Mining gibt es nicht, stattdessen verifizieren die Nodes ihre Transaktionen gegenseitig.

  • Die Light-Wallet verbindet sich mit einem Full Node, um dadurch Zugang zu dem Tangle zu erhalten und Transaktionen zu ermöglichen. Und das ist auch der Hauptzweck der Light-Wallet: IOTA aufbewahren, senden und empfangen. Die GUI bietet dafür ein sehr übersichtliches Interface.

Ein großer Nachteil ist das Fehlen von mobilen Versionen. Der Light Node lässt sich lediglich auf PCs installieren, für Smartphones muss man sich nach anderen Optionen umschauen. Die Sicherheit ist ausreichend, da der Seed ausschließlich auf dem eigenen Rechner gespeichert wird. Abgesehen davon gibt es keine weiteren Sicherheitsfeatures, jedoch auch keine Lücken oder Gefahren.

  • Wenn Sie die Exe-Datei von GitHub herunterladen, werden Sie gefragt, ob Sie den Light Node oder einen Full Node installieren wollen. Letzteres ist auch möglich und lässt sich ebenfalls als eine Wallet für IOTA verwenden. Mit der Full Node schaffen sie einen echten Knotenpunkt innerhalb des Tangles.

Sie müssen Ihre Full Node mit anderen Knotenpunkten innerhalb des Tangle-Netzwerkes verbinden. Dadurch ermöglichen Sie Transaktionen für andere Teilnehmer, erfüllen also einen wichtigen Zweck. Das Programm muss dafür rund um die Uhr laufen. Sie erhalten keine Belohnung für das Betreiben des Knotenpunktes. Der einzige Vorteil ist, dass Ihre Transaktionen schneller sind, da Sie nicht von öffentlichen Nodes abhängig sind.

Nostalgia

Die schnellste Variante für Transaktionen ist wahrscheinlich „Nostalgia“. Hierbei handelt es sich um ein Browser-Interface, mit dem Sie direkt auf den eigenen Node zugreifen können. Mittels Nostalgia können Sie neue Adressen generieren und Transaktionen durchführen. Nostalgia verwendet man am besten über Google Chrome. Es ist allerdings auch am wenigstens benutzerfreundlich. Um Nostalgia zu nutzen, muss man sich mit Befehlen wie bei cmd und anderen Konsolen auskennen.

IOTA Wallet

Noch vor einer Weile war die „IOTA Wallet“ die einzige Möglichkeit, die eigenen IOTA auf einem mobilen Gerät zu versenden und zu empfangen. Da es die App nur für Android gab, wird sie auch „Android Wallet“ genannt. Eine Desktop-Version der App gibt es nicht. Die App befindet sich noch in der Beta und war nicht sonderlich beliebt. Es gab zahlreiche Bugs und die Funktionen ließen zu wünschen übrig.

Zu Beginn konnte man mit der IOTA Wallet nur die Coin aufbewahren, versenden und empfangen. Ärgerlich für viele Nutzer war, wenn nach einem Snapshot das gesamte Guthaben nicht mehr angezeigt wurde. So mancher Nutzer verfiel in blanke Panik. Die Nutzer, die sich zu helfen wussten, mussten noch immer die Adressen selbst eingeben, um das Guthaben wiederherzustellen.

Außerdem besaß die App zu Beginn keinen eigenen Seed-Generator. Den Seed musste man selber erstellen. Es gab Nutzer, die dafür Online-Seed-Generatoren verwendeten und nicht vorsichtig genug waren. Hacker konnten ihren Seed stehlen und erhielten damit Zugriff auf das Guthaben. Auf der anderen Seite ist die App einfach anzuwenden und besitzt ein leicht zu verstehendes Nutzerinterface. Mit der Zeit kamen zusätzliche Features hinzu, wie ein einfacher Chart des Kurses und einen QR-Scanner.

Die Community von IOTA war mit der Wallet nicht zufrieden und verlangte nach einer besseren Alternative. Damit begann die Entwicklung von Trinity. Trinity wird von einem Studenten des University College London entwickelt.

  • Die Entwicklung wird ebenfalls von der Community unterstützt und der IOTA-Stiftung überwacht. Das Programm wurde bisher zwei Sicherheits-Audits unterzogen. Auch Trinity befindet sich noch in der Beta, hat bisher aber mehr Zuspruch erhalten als sein Vorgänger. Die Wallet gibt es für Android, iOS, Windows, Linux und Mac. Auch diese Wallet bietet ein aufgeräumtes und intuitives Interface.
  • Die Hauptfunktion ist noch immer das Empfangen und Senden von IOTA. Trinity updated sich automatisch nach einem Snapshot. Transaktionen können lokal gespeichert werden, falls etwas auf dem Tangle schief läuft. Trinity kann selber einen Seed generieren und ihn mit der SeedVault-Funktion sicher aufbewahren.

Außerdem lassen sich mehrere Accounts erstellen, ein QR-Code vereinfacht das Senden und Empfangen und die „Market Watch“-Funktion ist nützlich für den Handel. Das Programm zeigt den Wert von IOTA live an, womit man immer weiß, wann es sich wieder lohnt zu kaufen oder zu verkaufen.

Ledger Nano S und X.

Seit neuestem ist es auch möglich, die Kryptowährung auf einer IOTA-Hardware-Wallet zu speichern. Die Rede ist vom Ledger Nano S und X. Die beliebten Hardware-Wallets lassen sich auch mit der Trinity-Wallet verbinden und verwahren den Seed auf der Hardware.

Die Hardware erhöht nicht die Benutzerfreundlichkeit, sondern bietet einen zusätzlichen Schutz für das Guthaben. Auf dem Stick gespeichert sind die Daten offline und damit sicher vor Hackern und Malware. Außerdem ermöglichen sie, Transaktionen zusätzlich zu validieren. Sie können erst auf das Guthaben zugreifen, wenn Sie die Hardware an einen Rechner oder Smartphone anschließen. Sonst ist der Seed „kalt gestellt“ und somit sicher.

Der Ledger Nano bietet noch einen sicheren PIN-Code, einen Wiederherstellungs-Seed und eine Zwei-Faktoren-Authentisierung. Ein großer Nachteil ist, dass die Hardware Geld kostet. Die anderen Wallets sind Open Source und lassen sich kostenlos herunterladen.

Letztlich wäre da noch die IOTA-Paper-Wallet. Das ist ein Stück Papier, auf dem der Seed des eigenen Guthabens geschrieben ist. Damit ist der Seed komplett offline, kann also nicht über das Internet gestohlen werden. Für den täglichen Gebrauch ist das Paper überhaupt nicht geeignet. Kryptowährungen lassen sich nicht einfach davon abheben und einzahlen, wie es einem beliebt. Das Paper dient lediglich dem Schutz der IOTA.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Y4ZqnAh3FpQ

Welche Faktoren gilt es zu beachten?

Mehrere Faktoren spielen bei der Auswahl einer Wallet eine wichtige Rolle:

  • Sie muss mit IOTA kompatibel sein. Nur wenige Wallets können die Kryptowährung verwahren. Zumeist sind es nur die, welche auch direkt von der IOTA-Stiftung unterstützt werden oder mit den Entwicklern zusammenarbeiten. Die meisten Multicoin-Wallets unterstützen IOTA nicht.
  • Benutzerfreundlichkeit: Mit einer Wallet umzugehen kann manchmal schwierig und verwirrend sein. Außerdem verschieben sie mit dem Programm Digitalwährungen umher, die echtes Geld wert sind. Je benutzerfreundlicher, je einfacher das Interface gestaltet ist, desto weniger Probleme haben Sie.
  • Sicherheitsfunktionen: Features, welche die Sicherheit erhöhen, sind immer positiv. Es lohnt sich genauer darauf zu achten, welche Sicherheitsfunktionen einem geboten werden. Die Sicherheitsfeatures müssen noch nicht einmal zulasten der Benutzerfreundlichkeit gehen. Gestohlene IOTA nützen niemanden etwas.
  • Backup-Funktionen: Eine Wallet kann auch verloren gehen, wenn Sie Ihr Smartphone verlieren oder Ihr Rechner abschmiert. Oder Sie löschen versehentlich das Programm. Eine Backup-Funktion speichert Ihre privaten Schlüssel ab und erleichtert es Ihnen, Ihre Guthaben wiederherzustellen.
  • Kundenbetreuung und Entwicklung: Wenn es zu Schwierigkeiten und technischen Problemen kommt, ist es wichtig, dass Sie jemanden haben, an den Sie sich wenden können. Wobei nicht alle Supports gleich gut sind. Im Zweifelsfalle können Sie sich im Netz darüber informieren, welche Erfahrungen andere Nutzer mit dem Support gemacht haben.

Wichtig ist ebenfalls, ob die Wallet noch immer unterstützt und weiterentwickelt wird. Damit ist sichergestellt, dass aufkommende Bugs und Fehler behoben werden können und neue Funktionen hinzugefügt werden.

Welche Wallet ist die sicherste für IOTA?

Der sicherste Aufbewahrungsort für eine Kryptowährung ist immer das Paper. Auf dem Papier ist das Guthaben komplett von dem Internet getrennt und kann nicht von Hackern gestohlen werden. Jedoch besteht beim Paper der Nachteil, dass man nur dann auf seine Kryptowährungen zugreifen kann, wenn man die Wallet wiederherstellt und die IOTA von dem Paper nimmt.

Die Hardware, wie Ledger Nano, bietet eine hohe Sicherheit, während noch immer eine gute Verfügbarkeit gegeben ist. Ist die Hardware nicht an einem Gerät angeschlossen, dann befinden sich die Schlüssel offline und können nicht gestohlen werden. Um auf das Guthaben zuzugreifen, schließen Sie ihn an einen PC oder Ihr Smartphone an.

Walletsicherheit

IOTA Wallet erstellen

Zum Glück ist das Einrichten der Wallets für IOTA sehr einfach. Bei der Lightwallet zum Beispiel müssen Sie sich lediglich die aktuellste Version von GitHub herunterladen. Die Webseite von IOTA verlinkt Sie dorthin.

  • Nach dem Download installieren Sie das Programm. Wählen Sie die GUI Lightwallet aus und die Option „Light Node“, andernfalls installieren Sie einen Full Node.
  • Anschließend wählen Sie einen Host aus. Ein Host mit der Endung „.iotasupport.com“ ist eine gute Wahl, denn er wird vom Supportserver bereitgestellt.
  • Dann müssen Sie noch einen Seed generieren. Schreiben Sie ihn sich auf, speichern Sie ihn nicht auf dem Rechner ab und geben Sie ihn nicht mit Kopieren und Einfügen ein. Ihn aufzuschreiben und dann wieder per Hand einzutippen, mag umständlich sein, schützt jedoch Ihre IOTAs.

Die Installation von Trinity gestaltet sich ähnlich. Die Android-Version kann ganz einfach im Play Store heruntergeladen und wie jede andere App installiert werden. Nur bei der iOS-Version ist es etwas komplizierter.

  • Da die Wallet noch eine Beta ist, müssen Sie zuerst die TestFlight-App herunterladen.
  • Danach folgen Sie dem Link für iOS auf https://trinity.iota.org, geben ein paar Daten ein und erhalten dann einen Bestätigungslink per Email. Damit sollte die Einrichtung abgeschlossen sein.

Um den Ledger einzurichten, verbinden Sie ihn mit dem PC und folgen Sie den Anweisungen auf dem Display. Außerdem müssen Sie noch eine Extension für den Chrome-Browser herunterladen und installieren.

  • Für IOTA muss die Firmware mindestens die Version 1.3.1 haben. Innerhalb des Programms gehen Sie auf „Manager“ und klicken dann auf „IOTA“.
  • Dann sollte die App installiert werden. Über Trinity verbinden Sie den Ledger mit Ihrer Wallet. Beim Erstellen eines neuen Kontos sollte das Programm den Ledger automatisch erkennen. Damit ist die Einrichtung abgeschlossen.

Welche Alternativen sind gerade noch in der Entwicklung?

Die Auswahl an IOTA Wallets dürfte in Zukunft sogar noch steigen. Zurzeit wird „Nelium“ entwickelt. Nelium zielt darauf ab, eine benutzerfreundliche Wallet zu schaffen, die besonders für Anfänger geeignet ist. Die App wird in erster Linie für mobile Geräte entwickelt, eine Desktop-Version für PCs ist nicht geplant. Private Schlüssel werden auf dem Smartphone gespeichert und die App erstellt QR-Codes, um das Versenden und Empfangen einfacher zu gestalten.

Ein weiteres interessantes Projekt ist „CarrIOTA“. Hierbei handelt es sich um eine IOTA Wallet, die mehr kann, als nur die Kryptowährung aufzubewahren. Nicht nur der Nutzer, auch Familienmitglieder und Unternehmen sollen Zugriff auf diese Wallet erhalten. CarrIOTA verwaltet gleich mehrere unterschiedliche Konten. Auch Dinge wie das eigene Auto können ein Konto haben, welches IOTA verwendet, um für unterschiedliche Sachen zu bezahlen.

Mit CarrIOTA sollen sich die IOTA in andere Fiatwährungen umtauschen lassen, Transaktionen werden automatisch ausgeführt. CarrIOTA soll sich auf einem kleinen Mini-Computer befinden, vergleichbar mit einem Rapsberry Pi. Dieser Mini-Computer wird mit dem Router zu Hause verbunden.

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