IOTA Seed Generator: 3 Tipps zu IOTA Seeds & Sicherheit

IOTA Seed Generator: So ist deine Kryptowährung MIOTA sicher

IOTA Seed Generator

Anfang 2018 berichteten viele Personen aus der IOTA Community, dass ihnen ihre IOTA Coins gestohlen wurden. Später wurde bekannt, dass die meisten Betroffenen ihre Seeds über “Seed-Generatoren” online erstellt hatten. Dabei gibt es überhaupt keine offizielle IOTA Website mit sicherem Generator. So waren sich viele Käufer der IOTA Coins nicht im Klaren, wie sie eigentlich sichere Seeds erstellen können.

Durch eine kurze Google-Suche haben sie dann verschiedene “Online-Seed-Generatoren” gefunden. Diese waren unkompliziert zu bedienen. So wurde ein Seed durch das einfache Anklicken eines Buttons oder durch das Wischen mit der Maus über den Bildschirm erzeugt. Viele dieser unkomplizierten “Seed-Generatoren” haben die generierten Seeds allerdings per E-Mail an Außenstehende gesendet.

Diese kopierten diese aus den E-Mails in eine digitale Brieftasche und konnten so überprüfen, ob bereits Guthaben vorhanden ist. War dies der Fall, transferierten sie das IOTA-Guthaben auf ihre eigene Adresse. Die wahren Besitzer hatten nun ihr gesamtes IOTA-Vermögen verloren und mussten sich ihre Werte erneut kaufen – zum Teil mit deutlich nachteiligen Kurs.

  • Das hätte verhindert werden können, wenn die Betroffenen sich noch vor der Nutzung des online Seed-Generators direkt auf der Website von IOTA informiert hätten. Hier gab und gibt es bereits eine ausführliche Anleitung zur sicheren Generierung von Seeds. Auch in diesem Beitrag wirst du eine ausführliche Info über die sichere Seed-Generierung über Windows, Linux und Mac erhalten.

Was ist ein IOTA Seed?

Ein Seed kannst du in etwa mit deinem privaten Haustürschlüssel oder deiner PIN für dein Bankkonto vergleichen. Er besteht aus Großbuchstaben in lateinischer Schrift und der Zahl 9. Die Länge kann variieren, so sind maximal 81 Zeichen möglich. Diese Länge solltest du unbedingt nutzen, wenn du diesen entsprechend sichern möchtest.

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Er dient insbesondere der Signierung der von dir ausgeübten Transaktionen und der Generierung neuer Adressen. Gelangt der Seed allerdings in die Hände Dritter, haben auch diese Zugriff auf deine digitale Geldbörse – und das in vollem Umfang. Nun können auch sie die IOTA aus deiner Brieftasche an andere versenden.

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Video-Link: https://youtu.be/UClPU2e2MJI

Einen IOTA Seed erstellen

Die Sicherheit deines Seeds und damit auch deines Guthabens beginnt allerdings nicht erst bei dem Seed selbst, sondern bei dem  sogenannten Seed-Generator, den du verwendest. Grundsätzlich stehen dir drei Möglichkeiten für die Generierung zur Verfügung:

  • der Passwortgenerator des Passwort-Managers
  • die Konsole des Betriebssystems
  • Stift und Zettel

Der Vorgang für das generieren hängt allerdings von deinem verwendeten Betriebssystem ab. Im Folgenden erfährst du deshalb, wie du dich bei Windows, Linux und Mac verhalten musst.

Ein sicherer IOTA Seed Generator in Windows

Für die Erstellung eines neuen Wallets muss beim Start des GUI ein neuer Seed eingegeben werden. Dafür wird dieser im Light Wallet über “Tools>Generate-Seed” generiert.

Alternativ dazu kann aber auch einer der vielen, teilweise kostenlosen Passwort Manager genutzt werden, die häufig auch IOTA Partner sind. KeePassX wäre ein solcher. Dieser kann allerdings nur 0-9 generieren. Das heißt, dass du den Seed mit Zahlen generierst und im Folgenden alle Zahlen zwischen 0 und 8 durch eine 9 austauscht.

Eine andere Möglichkeit bei KeePassX wäre, einen Seed ohne Zahlen zu generieren und im Anschluss einzelne Buchstaben gegen die Zahl 9 auszutauschen.

Seeds in Linux generieren

Deutlich einfacher ist der IOTA Seed Generator unter Linux. Hier kannst du die Spotlight-Suche verwenden. Diese öffnest du, indem du “CMD+Leertaste” drückst. Nun kannst du ein Terminal öffnen, indem du in der Suche “Terminal” eingibst und “Enter” drückst. Im Terminal wird dann folgende Befehlskette eingegeben:

cat /dev/urandom |LC_ALL=C tr -dc ‘A-Z9’ | fold -w 81 | head -n 1

Alternativ dazu funktioniert in einigen Fällen allerdings auch folgender Code:

cat /dev/urandom |tr -dc A-Z9|head -c${1:-81}

Sollte keiner der beiden Codes funktionieren, kannst du einen Blick in die Manuals der verwendeten Programme werfen. Daneben kann natürlich auch KeePass oder ein anderer Passwort Manager verwendet werden.

Wie funktioniert die Seed-Generierung in macOS / OS X?

Ebenso einfach wie bei Linux ist der IOTA Seed Generator auch unter macOS. Öffne auch hier die Spotlight-Suche (CMD+Leertaste) und gib in die Suche “Terminal” ein, um einen Terminal zu öffnen. Nun wird folgende Befehlskette eingegeben:

cat /dev/urandom |LC_ALL=C tr -dc ‘A-Z9’ | fold -w 81 | head -n 1

“Cat” steht hier für “concatenate” und liest die in “/dev/urandom” generierten Zeichen aus. “Head” wiederum liest dann aus den vielen Zeichen die erste Gruppe aus, die dann im Konsolenfenster ausgegeben wird. Nun musst du den IOTA Seed nur noch markieren, kopieren und an einem sicheren Ort speichern.

Natürlich funktioniert auch hier die Alternative KeePassX oder ein anderes entsprechendes Programm.

Zettel und Stift

Besonders sicher ist es natürlich, wenn du deine im Seed Generator generierten Seeds offline speicherst. Ähnlich wie bei der Paper Brieftasche schreibst du dabei die erhaltenen Zahlen auf. Am besten schreibst du alle 81 Zahlen untereinander auf und schreibst neben jeden die Zahl 9 oder einen zufälligen Buchstaben des Alphabets. So kann dir der Seed mit Sicherheit nicht online gestohlen werden.

Fazit

Die Generierung eines IOTA Seeds ist eigentlich sehr einfach. Zugunsten der Sicherheit deiner Token solltest du allerdings niemals auf einen Online Generator setzen, der dir unsicher erscheint. Hier kann es durchaus dazu kommen, dass dein gesamtes Vermögen entwendet wird.

Halte dich deshalb immer an die Anweisungen, die von dem IOTA Gründer selbst kommen oder setze dich mit der Sicherheit deines Seeds in einem angemessenen Rahmen auseinander. Nur wenn so die Sicherheit gewährleistet ist, kannst du dich an der Kryptowährung, am Handel und auch wirklich erfreuen. Mining wie mit vielen anderen bekannten Kryptowährungen ist mit MIOTA allerdings nicht möglich.

 

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