Google bremst Quantenfehler, Bitcoin bleibt vorerst sicher

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Quantenfortschritte bedrohen Bitcoin kurzfristig nicht, während Zinsen, ETF-Flüsse und Liquidierungen den Markt bestimmen und alte Bestände strategische Risiken bergen.

Googles Fortschritte beim Quantencomputing rücken die langfristige Sicherheit von Bitcoin ins Blickfeld, während kurzfristig vor allem Zinsen, ETF-Flüsse und Liquidierungen den Markt bewegen. Der Pressespiegel zeigt, warum derzeit keine unmittelbare Quanten-Gefahr besteht, das Risiko für alte Bestände aber bereits strategische Fragen aufwirft.

Google reduziert Quantenfehler – Bitcoin sieht bislang keine unmittelbare Gefahr

Google hat laut Blocktrainer und Yahoo Finanzen Deutschland einen Fortschritt bei der Fehlerkorrektur von Quantencomputern vorgestellt. Die Methode „Magic State Cultivation“ reduzierte die Fehlerrate bestimmter Quantenzustände um den Faktor 40; auf dem Willow-Chip erreichten die erzeugten Zustände eine Genauigkeit von 99,99 Prozent.

Quantencomputer benötigen neben einer großen Zahl von Qubits auch möglichst zuverlässige Quantenzustände. Besonders relevant sind sogenannte „Magic States“, die für komplexe Rechenoperationen wie T-Gates benötigt werden. Google zufolge könnte ihre Herstellung bis zu 95% der gesamten Leistung eines Quantencomputers beanspruchen. Die neue Methode startet mit einem ungenauen Zustand, führt mehrere Prüfungen durch und verwirft fehlgeschlagene Versuche. Erfolgreiche Zustände werden anschließend zu zuverlässigeren Zuständen weiterentwickelt.

Das Verfahren ist jedoch noch nicht ohne Einschränkungen. Blocktrainer berichtet, dass im Experiment lediglich rund acht Prozent der Versuche erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Yahoo Finanzen Deutschland verweist zudem darauf, dass Google die Methode noch im größeren Maßstab demonstrieren müsse und weiterhin viele technische Herausforderungen bestünden.

Für Bitcoin ist der Fortschritt deshalb zunächst keine unmittelbare Bedrohung. Die Sicherheit des Netzwerks beruht unter anderem auf den Signaturverfahren ECDSA und Schnorr. Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte theoretisch mit dem Shor-Algorithmus aus einem bekannten öffentlichen Schlüssel den zugehörigen privaten Schlüssel berechnen. Die vorhandenen technischen Systeme liegen laut Blocktrainer jedoch noch weit von einer solchen Fähigkeit entfernt.

Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, Google habe im März geschätzt, dass ein entsprechender Angriff weniger als 500.000 Qubits benötigen würde. Der aktuelle Willow-Chip besitzt 105 Qubits. Die Reduzierung der Fehlerrate bei einzelnen Zuständen lässt sich daher nicht unmittelbar auf die Gesamtleistung eines Quantencomputers übertragen.

Parallel zur Entwicklung leistungsfähiger Quantencomputer wird an möglichen Schutzmechanismen gearbeitet. Blocktrainer nennt die Forschungsarbeit „Compact Shielded CSV: Post-Quantum, Private, Lightweight Client-Side Validation Blockchain“ von Forschern des Imperial College London und des Blockchain-Projekts Orbs. Das Konzept sieht vor, kryptografische Nachweise größtenteils außerhalb der Blockchain zwischen den Nutzern auszutauschen. Für eine Transaktion mit einem einzigen Input müssten beispielsweise lediglich drei Hashwerte mit insgesamt 96 Byte auf der Blockchain gespeichert werden.

Der in der Arbeit beschriebene Mechanismus „Degriefer“ soll Transaktionen auch ohne klassische Signaturen auf der Blockchain sicher zuordnen und doppelte Ausgaben verhindern. Es handelt sich laut Blocktrainer allerdings um ein Forschungskonzept und nicht um eine einsatzbereite Lösung für Bitcoin. Die praktische Umsetzung, die erforderlichen Zero-Knowledge-Beweissysteme und die Integration in bestehende Netzwerke müssten noch untersucht werden.

AspektAngabe aus den Quellen
FehlerreduzierungFaktor 40
Genauigkeit der Zustände99,99 Prozent
Erfolgreiche Versuche im Experimentrund acht Prozent
Willow-Chip105 Qubits
Geschätzter Bedarf für einen Angriffweniger als 500.000 Qubits
Beispiel für Client-Side Validationdrei Hashwerte mit insgesamt 96 Byte
„Diese Arbeit ist die erste Demonstration einer praktischen Lösung für einen der schwerwiegendsten Engpässe beim Quantencomputing.“ – laut Yahoo Finanzen Deutschland aus dem Google-Blog

Infobox: Googles Fortschritt betrifft die Herstellung zuverlässiger „Magic States“, bedeutet jedoch nicht, dass Bitcoin-Schlüssel bereits berechnet werden können. Die Quellen sehen derzeit keine unmittelbare Gefahr, betonen aber die Bedeutung einer frühzeitigen Forschung an quantensicheren Lösungen.

Bitcoin reagiert auf Zinsen, ETF-Abflüsse und Liquidierungen

Finanzen.net berichtet, dass Bitcoin im Oktober stärker auf Zinsen und Liquidität als auf Inflationssorgen reagiert. Auslöser waren unter anderem das Protokoll der US-Notenbank-Sitzung vom 7. Oktober, Abflüsse aus US-Spot-ETFs auf Bitcoin und Ethereum sowie eine Welle erzwungener Positionsschließungen am Terminmarkt.

Im Protokoll der Septembersitzung hielten die meisten Teilnehmer „eine weitere Anhebung des Zielkorridors für den Leitzins bis zum Jahresende wahrscheinlich für angemessen“. In den 24 Stunden um die Veröffentlichung wurden Positionen über rund 713 Millionen US-Dollar liquidiert. Davon entfielen gut 651 Millionen US-Dollar auf die Long-Seite.

Die ETF-Abflüsse trafen laut Finanzen.net einen wichtigen Nachfragekanal des Marktes. Am 7. Oktober zogen Anleger 487,1 Millionen US-Dollar aus den US-Bitcoin-ETFs ab. Dies war der höchste Wert seit Juni 2026. Am 13. Oktober flossen laut Daten von Farside Investors wieder knapp 176 Millionen US-Dollar in die US-Bitcoin-ETFs, bevor am 14. Oktober erneut gut 261 Millionen US-Dollar abgezogen wurden.

Finanzen.net bewertet dieses wechselhafte Muster nicht als eindeutigen Rückzug institutioneller Anleger. Vielmehr entscheide die Nachfrage offenbar von Datenpunkt zu Datenpunkt neu. Die Liquidierungen zeigten vor allem, wie viel geliehenes Kapital zuvor auf steigende Kurse gesetzt worden sei. Gehebelte Positionen könnten bei abrupten Kursbewegungen Zwangsliquidierungen auslösen und Verluste verstärken.

Eine zentrale Rolle spielen laut Finanzen.net die Realrenditen. Die Rendite zehnjähriger inflationsgeschützter US-Staatsanleihen stieg demnach von 1,90 Prozent zu Jahresbeginn auf 2,94 Prozent. Die nominale Zehnjahresrendite lag am 7. Oktober über 5,35 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit 2002.

Steigende reale Zinsen erhöhen den Nachteil eines Vermögenswerts, der weder Zinsen noch Dividenden abwirft. Gleichzeitig belastete ein stärkerer US-Dollar den Kryptomarkt. Der Dollarindex notierte am 8. Oktober bei rund 102,25 Punkten und damit in der Nähe seines stärksten Stands seit eineinhalb Jahren.

Auch die US-Inflationsdaten verstärkten die Zinsdebatte. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,7 Prozent zum Vorjahr, nach 3,4 Prozent im August. Die am Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bereits im Oktober stieg daraufhin kurzzeitig auf rund 47 Prozent, nachdem sie zuvor bei rund 22 Prozent gelegen hatte.

Als nächster wichtiger Termin gilt laut Finanzen.net die Zinsentscheidung der Fed am 28. Oktober. Mary Daly, Präsidentin der Fed von San Francisco, signalisierte am 14. Oktober, dass die Notenbank die Zinsen wahrscheinlich weiter anheben müsse, sich im Oktober aber Zeit lassen könne.

MarktdatenWert
Liquidierte Positionen binnen 24 Stundenrund 713 Millionen US-Dollar
Davon Long-Positionengut 651 Millionen US-Dollar
Abflüsse aus US-Bitcoin-ETFs am 7. Oktober487,1 Millionen US-Dollar
Zuflüsse am 13. Oktoberknapp 176 Millionen US-Dollar
Abflüsse am 14. Oktobergut 261 Millionen US-Dollar
Rendite zehnjähriger TIPS zu Jahresbeginn1,90 Prozent
Rendite zehnjähriger TIPS2,94 Prozent
Nominale Zehnjahresrendite am 7. Oktoberüber 5,35 Prozent
Dollarindex am 8. Oktoberrund 102,25 Punkte
US-Verbraucherpreise im September3,7 Prozent
US-Verbraucherpreise im August3,4 Prozent
Fed-Zinsentscheidung28. Oktober
„Die Token wirken zunehmend anfällig für Makrofaktoren.“ – Anderson von STS Digital, zitiert von Finanzen.net

Infobox: Bitcoin wird laut Finanzen.net derzeit vor allem von Realrenditen, dem US-Dollar, ETF-Flüssen und der Geldpolitik beeinflusst. Der nächste Härtetest ist die Fed-Zinsentscheidung am 28. Oktober.

Quantenrisiko betrifft sichtbare öffentliche Schlüssel und alte Bestände

Yahoo Finanzen Deutschland stellt heraus, dass nicht alle Bitcoin-Bestände im gleichen Maß von einem künftigen Quantenangriff betroffen wären. Daten von Glassnode zufolge befinden sich 6,04 Millionen BTC auf Adressen mit sichtbarem öffentlichen Schlüssel. Das entspricht 30,2% aller geschürften Bitcoin.

Der Wert dieses Bestands wird in der Quelle mit rund 494 Milliarden USD angegeben, wenn der Bitcoin-Kurs bei 81.857 USD liegt. Dieser Kurs entsprach laut Yahoo Finanzen Deutschland einem Anstieg um 1,19% in den vergangenen 24 Stunden.

Die meisten dieser Coins könnten noch auf sicherere Adressen übertragen werden. Eine Studie aus Juni schätzt jedoch, dass etwa 2,3 Millionen BTC nicht übertragen werden können, weil sie verloren, inaktiv oder aus den frühesten Tagen von Bitcoin stammen.

Coinbase bezeichnete die Frage, wie mit diesen festliegenden Coins umzugehen ist, in einem Beitrag vom 13. Oktober als schwierig. Als mögliche Ansätze werden das Einfrieren alter Coins und Rettungswerkzeuge genannt, mit denen Halter ihre Coins zurückbekommen könnten. Coinbase plädiert außerdem für ein gestuftes Verfahren, bei dem aktive Wallets frühzeitig quantensichere Optionen nutzen können.

Laut der Juni-Studie könnte eine Migration ab 2026 starten und zwischen 2029 und 2031 abgeschlossen sein. Yahoo Finanzen Deutschland stellt diesen Zeitraum einem optimistischen Szenario gegenüber, in dem eine Code-entschlüsselnde Maschine 2035 verfügbar wäre. Google nannte keinen Zeitplan dafür, wann die eigene Methode im großen Maßstab funktionieren könnte.

Bestand beziehungsweise KennzahlAngabe aus Yahoo Finanzen Deutschland
BTC auf Adressen mit sichtbarem öffentlichen Schlüssel6,04 Millionen BTC
Anteil an allen geschürften Bitcoin30,2%
Angegebener Wert dieses Bestandsrund 494 Milliarden USD
Bitcoin-Kurs in der Berechnung81.857 USD
Änderung in den vergangenen 24 Stunden1,19%
Geschätzte nicht übertragbare Beständeetwa 2,3 Millionen BTC
Möglicher Beginn der Migrationab 2026
Möglicher Abschluss der Migrationzwischen 2029 und 2031
Optimistisches Szenario für eine Code-entschlüsselnde Maschine2035

Infobox: Besonders relevant ist die Unterscheidung zwischen übertragbaren Beständen und Coins, die verloren, inaktiv oder nicht migrierbar sind. Die Quellen beschreiben mögliche Zeiträume und Verfahren, jedoch keine endgültige Entscheidung über den Umgang mit diesen Beständen.

Bitcoin fällt vorübergehend unter 80.000 US-Dollar

boerse.de berichtet unter Berufung auf dpa-AFX, dass Bitcoin vorübergehend unter 80.000 US-Dollar gefallen ist. Als Belastungsfaktoren nennt die Meldung eine Schwäche im Technologiesektor.

Die Meldung ordnet den Rückgang damit in ein Umfeld ein, in dem die Entwicklung von Bitcoin gemeinsam mit der Schwäche technologieorientierter Anlagen betrachtet wird. Weitere Zahlen oder eine detaillierte Kursentwicklung werden in der vorliegenden Quelle nicht genannt.

Infobox: Bitcoin unterschritt laut boerse.de vorübergehend die Marke von 80.000 US-Dollar. Als Hintergrund wird die Schwäche im Tech-Sektor genannt.

Einschätzung der Redaktion

Die Quantenfortschritte sind strategisch relevant, aber kein unmittelbarer Auslöser für eine Bitcoin-Krise. Entscheidend ist weniger der heutige technische Abstand als die notwendige Vorlaufzeit für eine sichere Migration. Je länger quantensichere Verfahren unerprobt bleiben, desto größer wird das spätere Koordinations- und Vertrauensrisiko.

Kurzfazit: Aktuell besteht keine akute Bedrohung; die Vorbereitung auf quantensichere Signaturen sollte dennoch frühzeitig beginnen.

Einschätzung der Redaktion

Die Kursbewegungen zeigen, dass Bitcoin kurzfristig stark von globaler Liquidität, Realrenditen und gehebelten Marktpositionen abhängt. ETF-Zuflüsse allein bilden daher kein stabiles Nachfragefundament. Solange Zinsen und Dollar auf die Bewertung risikoreicher Anlagen drücken, bleibt der Markt anfällig für abrupte Bewegungen und verstärkte Abverkäufe.

Kurzfazit: Das unmittelbare Kursrisiko liegt derzeit vor allem im makroökonomischen Umfeld und in der Marktverschuldung.

Einschätzung der Redaktion

Das eigentliche Quantenrisiko liegt nicht bei allen Bitcoin-Beständen gleichermaßen, sondern besonders bei öffentlich zugänglichen Schlüsselinformationen und nicht migrierbaren Coins. Eine technische Lösung allein reicht deshalb nicht aus: Erforderlich wären klare Übergangsregeln, breite Nutzerunterstützung und ein belastbarer Umgang mit verlorenen Beständen. Diese Governance-Frage könnte schwieriger werden als die reine Entwicklung neuer Kryptografie.

Kurzfazit: Eine rechtzeitige Migration erscheint technisch denkbar, könnte gesellschaftlich und politisch jedoch erhebliche Konflikte auslösen.

Einschätzung der Redaktion

Das vorübergehende Unterschreiten der Marke von 80.000 US-Dollar unterstreicht die enge Kopplung von Bitcoin an die allgemeine Risikobereitschaft. Die Bewegung ist daher eher als Ausdruck bestehender Marktanfälligkeit denn als eigenständiges Bitcoin-Signal zu bewerten. Besonders relevant bleibt, ob sich die Schwäche im Technologiesektor auf weitere risikoreiche Anlageklassen ausweitet.

Kurzfazit: Der Rückgang verdeutlicht Bitcoins hohe Sensibilität gegenüber sektorübergreifender Risikoaversion.

Quellen: