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FSB: Kryptowährungen sind kein Risiko für die globale Finanzstabilität

Das Financial Stability Board (FSB), ein internationales Gremium zur Überwachung des globalen Finanzsystems, hat am 10. Oktober 2018 einen Bericht mit dem Titel „Crypto-Asset-Markets: Potentielle Auswirkungen auf die zukünftige Finanzstabilität“ veröffentlicht. 

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Kryptowährungen sind kein Risiko für die globale Finanzstabilität

Der Bericht ging vor allem eine Stellungnahme Mark Carneys, Vorsitzender des FSB und Vorsitzender der Bank of England, ein. Carney richtete sich im März 2018 in einem Schreiben an die Finanzminister der G20 und an die Vorsitzenden der Zentralbanken. Darin erklärte er, dass der Krypto-Markt kein Risiko für den gesamten globalen Finanzsektor darstellt.

Er hat festgestellt, dass „Krypto-Assets derzeit definitiv kein wesentliches Risiko für die globale Finanzstabilität darstellen“. Des Weiteren ist er auch auf diverse Risiken im Krypto-Markt eingegangen, wie etwa die hohe Volatilität, geringe Liquidität und auch die durch die Nutzung von Hebelprodukten.

Ständige Wachsamkeit der Finanzinstitute notwendig

Dennoch bedeute das laut seinem Bericht dennoch, dass ständige Wachsamkeit und Kontrolle über die Krypto-Märkte erforderlich ist. Sollte sich die Verwendung von Kryptowährungen in Zukunft tatsächlich verbreiten, so könne dies schwerwiegende Folgen für die Finanzstabilität haben, so Carney.

Als mögliche Auswirkung nennt Carney das Risiko, dass Finanzinstitute und Staaten schwere Vertrauens- und Reputationsverluste erleiden könnten. Dieses Risiko lasse sich nicht vermeiden, sollten sich Kryptowährungen zu einem anerkanntem Zahlungssystem entwickeln, erklärt der Vorsitzende des FSB.

Der FSB fordert zudem, dass die Politik Regulierungen zum Schutz der Investoren umsetzen muss. Außerdem seien strengere Anti-Geldwäsche Gesetze notwendig. Darüber hinaus müsse man Maßnahmen ergreifen, um möglichen Finanzterrorismus durch die Nutzung von Kryptowährungen zu bekämpfen, die Einführung internationaler Sanktionen und Steuerhinterziehung zu verhindern.

IWF sieht Potential von Kryptowährungen

Während der FSB eine eher vorsichtige Haltung zum Krypto-Markt nach außen trägt, zeigt sich der Internationale Währungsfonds (IWF) durchaus positiv gestimmt. Christine Lagarde, Vorsitzende des IWF, äußerte sich in ihrem Blog und in einigen Interviews in der Vergangenheit bereits mehrfach überraschend positiv zu Kryptowährungen wie Bitcoin.

Im April 2018 erklärte sie:

„Der IWF, vertreten durch 189 Länder, kann eine wichtige Schlüsselrolle spielen, indem er Beratung bietet und als Forum für Diskussionen und Zusammenarbeit im Krypto-Sektor dient.“

Ergänzend dazu teilte Christine Lagarde mit:

„Das Verständnis über die potentiellen Risiken, die Kryptowährungen für die Finanzstabilität darstellen könnten, ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir zwischen einer tatsächlichen Bedrohung und unnötigen Ängsten unterscheiden wollen. Deshalb brauchen wir eine faire Regulierung, welche uns vor Risiken schützt, jedoch ohne die Innovation zu behindern.“ 

Der IWF sieht zwar einige Risiken, hat aber auch die Vorteile von Krypto-Assets erkannt. Auch bei der US-amerikanischen Finanzmarktaufsicht, der Securities and Exchange Commission (SEC), welche früher rigoros gegen Kryptowährungen plädiert hat, scheint sich die Haltung allmählich zu ändern.


Quellenangaben: BTCManager
Bildquelle: Pixabay

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