Euro-Stablecoin, Arc-Mainnet und Milliardeninvestitionen prägen die Krypto-News
Autor: Blockchain-Hero Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel zeigt Europas Vorstoß bei Stablecoins, Circles institutionelle Blockchain-Infrastruktur, wachsende Rechenzentren und den Bedarf an quantenresistenter Kryptografie.
Stablecoins, Quantenresistenz, ETF-Zuflüsse und milliardenschwere Rechenzentren: Der Pressespiegel zeigt, wie schnell sich die Krypto- und Blockchain-Branche professionalisiert. Im Mittelpunkt stehen europäische Zahlungsalternativen, neue institutionelle Infrastruktur und die Frage, welche Technologien den nächsten Wachstumsschub prägen.
Euro-Stablecoin: 37 Banken wollen dem Dollar Konkurrenz machen
Capital.de berichtet über Qivalis, ein Konsortium aus 37 Banken aus 15 europäischen Ländern. Aus Deutschland sind Deka, DZ Bank und Helaba beteiligt. Das Konsortium arbeitet an einem Euro-denominierten Stablecoin, der institutionelle Nutzer bei grenzüberschreitenden Zahlungen, der Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte und bei Euro-Liquidität auf der Blockchain unterstützen soll.
Nach Angaben von Jan-Oliver Sell, CEO von Qivalis, entfallen rund 20 Prozent der globalen Zahlungsströme auf den Euro. Im Markt für Stablecoins auf der Blockchain beträgt der Euro-Anteil dagegen 0,3 Prozent, während Stablecoins in US-Dollar die Liquidität dominieren. Qivalis will diese Lücke mit einer bankgestützten europäischen Alternative schließen.
Der Stablecoin soll der europäischen Kryptoregulierung MiCA entsprechen, eins zu eins durch Reservevermögen gedeckt und zum Nennwert einlösbar sein. Die Reserve soll gemäß den MiCA-Vorgaben aus kurzlaufenden Anleihen und mindestens 30 Prozent Bankeinlagen bestehen. Zusätzlich plant Qivalis ein eigenes Kapitalpolster von mindestens zwei Prozent des Reservewerts.
Der Coin soll nicht direkt von Privatpersonen gekauft werden. Stattdessen will Qivalis mit Börsen, Zahlungsdienstleistern und Banken zusammenarbeiten. Als Einsatzbereiche nennt Sell unter anderem den Welthandel sowie Überweisungen von Arbeitsmigranten an ihre Familien.
Capital.de zufolge steigt auch in Asien das Interesse an grenzüberschreitenden Zahlungen in Euro. Im Projekt Pangea arbeitet Qivalis unter anderem mit koreanischen Banken daran, Devisengeschäfte zwischen Europa und Südkorea schneller abzuwickeln. Dafür sollen regulierte Stablecoins eingesetzt werden, die auf der einen Seite an den Euro und auf der anderen Seite an den südkoreanischen Won gekoppelt sind.
Der Start des Stablecoins hängt laut Sell von der Erteilung der Lizenz ab. Er geht davon aus, dass Qivalis noch bis Ende des Jahres live gehen kann.
„Wir registrieren von verschiedenen Seiten großes Interesse am Euro.“ – Jan-Oliver Sell, CEO von Qivalis, laut Capital.de
Zusammenfassung: Capital.de berichtet über einen geplanten Euro-Stablecoin eines Konsortiums aus 37 Banken. Der Coin soll nach MiCA-Vorgaben durch Reservevermögen gedeckt sein und vor allem institutionelle Zahlungen sowie tokenisierte Vermögenswerte unterstützen.
Circle eröffnet Arc-Mainnet – Memecoin-Händler erwarten spekulativen Start
BeInCrypto berichtet, dass Circle am Mittwoch das öffentliche Arc-Mainnet mit 11 Gründungs-Validatoren aus der traditionellen Finanzwelt startet. Zu den genannten Validatoren gehören BlackRock, Visa, Mastercard, Galaxy, SBI Group und Standard Chartered. Während Circle Arc als Infrastruktur für Zahlungen und Abwicklungen positioniert, bereiten sich Memecoin-Händler bereits auf einen spekulativen Handelsansturm vor.
Arc ist ein Layer-1-Netzwerk von Circle, dem Herausgeber des USD Coin. Die Gebühren werden in USDC bezahlt und nicht in einem volatilen nativen Token. Circle hat Arc für Zahlungen, Devisengeschäfte und tokenisierte Wertpapiere konzipiert.
Als Vergleich dient die Robinhood-Blockchain, die am 1. Juli auf Arbitrum-Basis mit einem Schwerpunkt auf tokenisierten Vermögenswerten startete. Laut Dune-Daten stieg das DEX-Volumen dort am 8. Juli auf 563,9 Millionen USD. An diesem Tag wurden 16.639 Token erstellt.
Die Aktivität auf der Robinhood-Blockchain ging im August zunächst zurück, nahm anschließend jedoch wieder zu. Am 29. August überschritt das tägliche DEX-Volumen erstmals 1,06 Milliarden USD. Anfang dieses Monats wurde mit 3,7 Milliarden USD ein neuer Höchststand erreicht.
Circle sammelte im Arc-Token-Presale 222 Millionen USD bei einer Bewertung von 3 Milliarden USD ein. BeInCrypto zufolge beobachten Spekulanten bereits Arc-Launchpads und Vor-Mainnet-Token. Sie setzen darauf, dass sich die erste Handelswoche ähnlich entwickelt wie der Start der Robinhood-Blockchain.
„Wenn Sie auf CT aktiv waren, haben Sie vermutlich bereits gesehen, dass viele es als das nächste Robinhood-Schlachtfeld bezeichnen. Vielleicht haben sie recht.“ – StarPlatinum, laut BeInCrypto
Circle richtet Arc an institutionelle Investoren. Der USDC verfügt laut BeInCrypto über eine Marktkapitalisierung von 74,2 Milliarden USD. In der ersten Handelswoche soll sich zeigen, ob institutionelle Nutzer oder spekulative Händler die Aktivität bestimmen.
Zusammenfassung: BeInCrypto erwartet zum Start des Arc-Mainnets ein Spannungsfeld zwischen institutioneller Zahlungsinfrastruktur und spekulativem Memecoin-Handel. Arc nutzt USDC als Gebührenwährung; der Vorverkauf brachte 222 Millionen USD bei einer Bewertung von 3 Milliarden USD ein.
AIB Data Centers: Infrastruktur für Mining, Validatoren und digitale Assets
Ariva beschreibt AIB Data Centers als Anbieter von Colocation- und Rechenzentrumsdienstleistungen für Mining- und Validator-Workloads. Zum Geschäftsmodell gehören außerdem Managed-Node-Services mit Monitoring, Upgrades und Incident-Response sowie Custody- und Key-Management-Lösungen mit HSM-Integration.
Weitere Geschäftsbereiche umfassen Energiemanagement und Power-Optimierung, PPA-Strategien, die Integration erneuerbarer Energien sowie Edge-Computing-Services und API-Schichten für DeFi- und Token-Ökosysteme. Ariva gliedert das Unternehmen in Infrastructure Operations, Managed Services, Energy & Sustainability sowie R&D & Software.
Als mögliche Wettbewerbsvorteile nennt Ariva langfristige Serviceverträge mit institutionellen Kunden, Standortdiversifikation und den Zugang zu preiswerter Energie. Zudem könne die zunehmende Institutionalisierung von Kryptowährungen die Nachfrage nach regelkonformen Custody- und Infrastruktur-Dienstleistungen erhöhen.
Ariva weist zugleich auf eine hohe Kapitalintensität und technologische Obsoleszenz hin. Reinvestitionen könnten erforderlich sein, während regulatorische Unsicherheiten und mögliche Beschränkungen für Krypto-bezogene Geschäftsmodelle das Umfeld belasten. Auch die Volatilität der zugrunde liegenden Netzwerke, Protokolländerungen sowie die Abhängigkeit von Energiepreisen und Netzstabilität werden als Risiken genannt.
| Bereich | Angaben von Ariva |
|---|---|
| Rechenzentrumsleistungen | Mining- und Validator-Workloads |
| Managed Services | Monitoring, Upgrades und Incident-Response |
| Custody | Key-Management-Lösungen mit HSM-Integration |
| Energie | PPA-Strategien und Integration erneuerbarer Energien |
| Risiken | Kapitalintensität, technologische Obsoleszenz und regulatorische Unsicherheiten |
Zusammenfassung: Ariva stellt AIB Data Centers als Infrastrukturunternehmen für Mining, Validatoren, Custody und digitale Finanzökosysteme dar. Chancen sieht die Quelle unter anderem bei institutionellen Kunden und regelkonformen Dienstleistungen, während Kapitalbedarf, Regulierung, Energiepreise und Netzstabilität als Risiken gelten.
Quantenresistente Blockchains sollen mit mathematischen Verfahren geschützt werden
Der Coin Kurier berichtet über Ansätze für quantenresistente Blockchains. Muriel Médard, Mitgründerin von Optimum und Professorin am MIT, vertritt demnach die Auffassung, dass Blockchains nicht auf leistungsfähige Quantencomputer warten müssen, um sich gegen künftige Angriffe zu schützen. Klassische Mathematik könne bereits heute die notwendigen Werkzeuge liefern.
Als Risiko wird die Strategie „jetzt ernten, später entschlüsseln“ beschrieben. Raffinierte Akteure, darunter Nationalstaaten, könnten verschlüsselte Daten bereits sammeln und sie später entschlüsseln, sobald sich Quantencomputer weiterentwickelt haben. Blockchain-Daten sind besonders relevant, weil sie Geld, Identitäten, Verträge und Governance dauerhaft sichern.
Der Beitrag erläutert die traditionelle Kryptografie am Beispiel von RSA. Dieses Verfahren beruht auf der Schwierigkeit, sehr große Primzahlen zu faktorisieren. Peter Shor vom MIT zeigte 1994, dass Quantencomputer solche Probleme exponentiell schneller lösen könnten.
Als Reaktion wird Post-Quantum-Kryptografie eingesetzt. Sie beruht nicht auf einem einzelnen schwierigen Problem, sondern soll Angreifer zu einer unpraktikabel großen Zahl von Vermutungen zwingen. Das 1978 eingeführte klassische McEliece-Kryptosystem gilt laut dem Beitrag als einer der stärksten Ansätze, ist wegen des hohen Rechenaufwands bei Verschlüsselung und Entschlüsselung jedoch kostenintensiv.
Im Blockchain-Bereich arbeitet die Ethereum Foundation mit der Forschungsgruppe ZKnox an Open-Source-Post-Quantum-Lösungen. Diese könnten die Gasgebühren laut CoinDesk um bis zu das 12-Fache senken. Algorand sichere seine gesamte Chain-Historie mit FALCON-Signaturen.
Muriel Médard stellt außerdem Random Linear Network Coding vor. Die am MIT über mehr als zwei Jahrzehnte entwickelte Methode zerlegt Daten in kodierte Gleichungen, die während der Übertragung gemischt und anschließend neu kombiniert werden können.
Bei einer PQC-Verschlüsselung mittels RLNC müsse nur ein Bruchteil der Daten verschlüsselt werden. Der Beitrag nennt als Beispiel eine von zehn kodierten Gleichungen. Dadurch könne die Verschlüsselung von 10 % der Daten den Schutz von 100 % des Datensatzes bewirken, während 90 % der Rechenlast eingespart würden.
RLNC könne auf jeder Ebene des Web3-Stacks eingesetzt werden. Auf Anwendungsebene lasse sich die Mathematik in der Software-Schicht anwenden und lokal verwalten. Auf Infrastrukturebene habe das MIT eine Synthese von RLNC in Hardware-Chips entwickelt, die eine Skalierung bis hinunter zu Silizium und in den Kern von Blockchain-Knoten zeige.
Als weitere Möglichkeit wird eine quantensichere Speicherschicht für Blockchains beschrieben. Datenverbreitung, Speicherung und das Schreiben auf die Chain könnten dadurch quantensichere Eigenschaften erhalten, ohne jede Transaktion Ende-zu-Ende verschlüsseln zu müssen.
Zusammenfassung: Der Coin Kurier beschreibt mathematische Verfahren als möglichen Weg zu quantenresistenten Blockchains. Bei RLNC soll die Verschlüsselung von 10 % der Daten den Schutz von 100 % des Datensatzes ermöglichen und 90 % der Rechenlast einsparen.
OST-Forscher veröffentlichen Fachbuch zu DeFi, Krypto-Assets und Tokenisierung
Der Coin Kurier berichtet über ein englischsprachiges Fachbuch der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Pascal Egloff, Ernesto Turnes und Stefan Neumann behandeln darin die technologischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Grundlagen digitaler Finanzmärkte.
„Navigating Decentralized Finance: From Blockchain to Crypto Assets and Tokenization“ ist bei Academic Press (Elsevier) erschienen und richtet sich an Studenten, Fachpersonen und Entscheidungsträger. Das Werk umfasst 398 Seiten und verbindet Grundlagen der Blockchain-Technologie mit Anwendungen digitaler Finanzmärkte.
Zu den behandelten Themen gehören verteilte Datenbanksysteme, Distributed-Ledger-Technologien und die Infrastruktur digitaler Finanzmärkte. Außerdem geht es um die Ökonomie von Krypto-Assets, Stablecoins, digitale Zentralbankwährungen, Smart Contracts und NFTs.
Ein Schwerpunkt liegt auf dezentralen Finanzsystemen. DeFi ermöglicht Finanzdienstleistungen ohne klassische Banken als Vermittler. Blockchain-Netzwerke bilden dabei die Grundlage für den direkten Austausch digitaler Vermögenswerte.
Das Buch behandelt ebenfalls die Tokenisierung von Wertschriften, Immobilien und Kunstwerken. Darüber hinaus greifen die Autoren Fragen der Finanzkriminalität und Compliance auf. Mehr als 120 Abbildungen, Fallstudien und Beispiele aus der internationalen Finanzwirtschaft ergänzen die Ausführungen.
Das Fachbuch ist für das Selbststudium und die Hochschullehre konzipiert. Dozenten erhalten über eine ergänzende Website Zugang zu Vorlesungsfolien für Bachelor-, Master- und Weiterbildungsprogramme.
Zusammenfassung: Der Coin Kurier stellt ein 398 Seiten umfassendes Fachbuch der OST zu DeFi, Blockchain, Krypto-Assets und Tokenisierung vor. Das Werk behandelt neben technischen Grundlagen auch wirtschaftliche, regulatorische und praktische Fragestellungen und enthält mehr als 120 Abbildungen.
XRP-ETFs verbuchen zehn Handelstage mit Nettozuflüssen
Laut Coin Kurier und Börse Express verzeichneten XRP-ETFs in den USA zehn Handelstage in Folge Nettozuflüsse. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der Ripple größere Mengen XRP aus dem Treuhandverwahr freigegeben hat.
Anfang September gab Ripple in drei Transaktionen insgesamt eine Milliarde XRP aus dem Escrow frei. Die Tranchen umfassten 500, 400 und 100 Millionen Token. Nach der jüngsten Freigabe verblieb Medienberichten zufolge ein gesperrter Bestand von rund 31,28 Milliarden XRP im Escrow.
Am 8. September kamen laut den Berichten nahezu sechs Millionen US-Dollar hinzu. Franklins Produkt XRPZ vereinte davon einen Tagesbetrag von 1,55 Millionen US-Dollar auf sich. Für den laufenden Monat wurde ein kumulierter Zufluss von knapp 14,86 Millionen US-Dollar berichtet.
Börse Express ordnet die stetigen, aber überschaubaren Beträge als vorsichtigen und kontinuierlichen Kapitalzufluss institutioneller Anleger ein. Parallel rückte die technische Entwicklung des XRP Ledger in den Mittelpunkt. Der Verbesserungsvorschlag fixCleanup3_3_0 befand sich am 11. September in seinem zweiwöchigen Aktivierungsfenster und bewegte sich auf eine mögliche Aktivierung im Hauptnetz zu, vorbehaltlich der Zustimmung der Validatoren.
Der XRP-Kurs notierte laut Börse Express bei 1,37 US-Dollar. Damit lag er rund 12 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,22 US-Dollar. Zum bisherigen Jahreshoch von 3,18 US-Dollar, das Mitte September des Vorjahres erreicht wurde, fehlte XRP weiterhin deutlich mehr als die Hälfte.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Nettozuflüsse | Zehn Handelstage in Folge |
| XRP-Freigabe Anfang September | Eine Milliarde XRP |
| Escrow-Bestand | Rund 31,28 Milliarden XRP |
| Zufluss am 8. September | Nahezu sechs Millionen US-Dollar |
| Tagesbetrag von XRPZ | 1,55 Millionen US-Dollar |
| Kumulierte Monatszuflüsse | Knapp 14,86 Millionen US-Dollar |
| XRP-Kurs | 1,37 US-Dollar |
| 50-Tage-Durchschnitt | 1,22 US-Dollar |
| Jahreshoch | 3,18 US-Dollar |
Zusammenfassung: XRP-ETFs verzeichneten zehn Handelstage mit Nettozuflüssen, während Ripple eine Milliarde XRP aus dem Escrow freigab. Der kumulierte Monatszufluss wurde mit knapp 14,86 Millionen US-Dollar angegeben, der XRP-Kurs mit 1,37 US-Dollar.
Riot Platforms übernimmt Block Mining für 92,5 Millionen US-Dollar
Riot Platforms übernimmt Block Mining laut Coin Kurier und Börse Express für insgesamt 92,5 Millionen US-Dollar. Mit der Transaktion sichert sich der Krypto-Miner zusätzliche Standorte in Kentucky und erweitert seine Rechenleistung zunächst um 60 Megawatt.
Das Gesamtpotenzial der neuen Standorte wird auf 155 MW beziffert. Von der bereits operativen Leistung entfallen 23 MW auf Eigen-Mining und 18 MW auf Hosting-Dienste. Für drei verschiedene Standorte wird außerdem eine Pipeline von über 300 MW in Aussicht gestellt.
Finanziert wird die Transaktion mit 18,5 Millionen US-Dollar in bar und 74 Millionen US-Dollar in Aktien. Der Schritt folgt laut Börse Express auf die vor gut drei Wochen kommunizierte strategische Transformation zu KI-Rechenzentren.
Die neuen Kapazitäten ergänzen den Rockdale-Campus, für den vor rund einem Monat ein langfristiges Abkommen geschlossen wurde. Die Expansion in Kentucky soll die Abhängigkeit von einzelnen Standorten verringern und die operative Schlagkraft erhöhen.
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres steigerte Riot seine Hashrate auf 42,5 Exahashes pro Sekunde. Das entspricht einem Zuwachs von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In diesem Zeitraum produzierte das Unternehmen 1.473 Bitcoin und hielt insgesamt 15.680 Bitcoin.
Für das zweite Quartal meldete Riot Platforms einen Umsatzanstieg um 14 Prozent auf 174,2 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig weitete sich der Verlust je Aktie auf 0,68 US-Dollar aus, während Beobachter laut Börse Express mit einem Minus von 0,33 US-Dollar gerechnet hatten.
Im Bereich Data Center stammten rund 23,2 Millionen US-Dollar der Erlöse aus Leasing-Verträgen und dem Ausbau von Infrastruktur. Unterstützt wird die Expansion durch eine Kreditfazilität von Morgan Stanley, die vor gut drei Wochen vereinbart wurde.
Das institutionelle Interesse an der Aktie bleibt laut Börse Express gemischt. Der Hedgefonds Third Point von Dan Loeb stockte im zweiten Quartal Positionen beim Wettbewerber Hut 8 auf, hielt bei Riot Platforms jedoch keine Aktienpositionen, sondern lediglich Schuldtitel im Wert von rund 7,03 Millionen US-Dollar.
Das Leerverkaufsinteresse liegt laut Börse Express bei 14,47 Prozent der frei handelbaren Aktien. Die Mining-Difficulty stieg zuletzt am Samstag auf 127,45 Billionen (T). Der Bitcoin-Preis konsolidierte sich nach dem Sprung über 80.000 Dollar vor rund zwei Wochen und notierte am Vortag bei etwa 77.000 Dollar.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Übernahmepreis | 92,5 Millionen US-Dollar |
| Sofortige Kapazitätserweiterung | 60 MW |
| Gesamtpotenzial der neuen Standorte | 155 MW |
| Pipeline für drei Standorte | Über 300 MW |
| Barzahlung | 18,5 Millionen US-Dollar |
| Aktienanteil der Finanzierung | 74 Millionen US-Dollar |
| Hashrate | 42,5 Exahashes pro Sekunde |
| Produzierte Bitcoin | 1.473 Bitcoin |
| Bitcoin-Bestand | 15.680 Bitcoin |
| Umsatz im zweiten Quartal | 174,2 Millionen US-Dollar |
| Verlust je Aktie | 0,68 US-Dollar |
| Leerverkaufsinteresse | 14,47 Prozent |
Zusammenfassung: Riot Platforms übernimmt Block Mining für 92,5 Millionen US-Dollar und erhält zunächst 60 MW zusätzliche Kapazität. Das Unternehmen meldete außerdem 42,5 Exahashes pro Sekunde Hashrate, 1.473 produzierte Bitcoin und einen Umsatz von 174,2 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Entwicklung ist die zunehmende Professionalisierung der Blockchain-Infrastruktur: Banken, Zahlungsunternehmen und Rechenzentrumsbetreiber investieren parallel in regulierte Stablecoins, tokenisierte Finanzmärkte, sichere Netzwerke und skalierbare Rechenkapazitäten. Das stärkt die institutionelle Relevanz digitaler Vermögenswerte deutlich.
Gleichzeitig bleibt die Umsetzung anspruchsvoll. Die größten Risiken liegen weniger in der technischen Machbarkeit als in Regulierung, wirtschaftlicher Skalierung, Cybersecurity, Energiebedarf und der Trennung zwischen nachhaltiger Nutzung und kurzfristiger Spekulation. Besonders bei Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten dürfte sich langfristig durchsetzen, wer verlässliche Abwicklung, Liquidität und regulatorische Sicherheit verbindet.
Infobox: Der Markt bewegt sich von experimentellen Einzelprojekten zu institutioneller Infrastruktur. Der langfristige Erfolg hängt jedoch von realer Nutzung und belastbaren Geschäftsmodellen ab, nicht von anfänglicher Marktbegeisterung.
Quellen: