Ethereum zwischen ETF-Zuflüssen, Upgrade-Verzögerung und Kursdruck

Ethereum zwischen ETF-Zuflüssen, Upgrade-Verzögerung und Kursdruck

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Ethereum profitiert von ETF-Zuflüssen, institutionellem Interesse und technischen Erholungssignalen, bleibt jedoch wegen Upgrade-Verzögerung, Verlustquartalen und großem Abstand zum Allzeithoch riskant.

Ethereum steht im Sommer 2026 zwischen überraschend starken ETF-Zuflüssen, institutioneller Unterstützung und einer möglichen technischen Erholung – zugleich sorgen die Verzögerung des Glamsterdam-Upgrades, historische Verlustquartale und der große Abstand zum Allzeithoch für Unsicherheit. Der Pressespiegel zeigt, welche Signale derzeit für eine Trendwende sprechen und wo die größten Risiken liegen.

Ethereum zwischen ETF-Zuflüssen, Upgrade-Verzögerung und institutionellem Interesse

Die Ethereum-Prognose wird in mehreren aktuellen Marktberichten unterschiedlich bewertet. Während ETF-Zuflüsse, technische Erholungssignale und institutionelles Interesse für eine Stabilisierung sprechen, belasten die Glamsterdam-Verzögerung, historische Verlustquartale und die deutliche Distanz zum bisherigen Allzeithoch den Ausblick.

ETF-Zuflüsse übertreffen Bitcoin-Produkte

Spot-ETH-ETFs verzeichneten laut Wallstreet Online in der Woche vom 13. bis 17. Juli 2026 Nettozuflüsse von 105,44 Millionen Dollar. Damit lagen sie erstmals über den Bitcoin-ETFs, die im selben Zeitraum 75,67 Millionen Dollar verbuchten.

BlackRocks ETHA führte die Zuflüsse mit 135,31 Millionen Dollar an, während FETH von Fidelity Abflüsse von 21,56 Millionen Dollar meldete. Es war laut Quelle die zweite positive Woche in Folge, nachdem der Markt zuvor eine acht Wochen lange Abflussphase erlebt hatte. Der Gesamtwert aller Spot-ETH-ETFs wurde mit rund 10,4 Milliarden Dollar angegeben; die kumulierten Nettozuflüsse seit der Auflegung überschritten 11 Milliarden Dollar.

Wallstreet Online berichtete außerdem, dass ETH innerhalb von sieben Tagen um 11 Prozent gestiegen sei und bei rund 1.860 Dollar gehandelt habe. Der Kurs lag damit weiterhin 62 Prozent unter dem Allzeithoch von 4.950 Dollar aus dem August 2025.

AngabeWert
Spot-ETH-ETF-Zuflüsse vom 13. bis 17. Juli 2026105,44 Millionen Dollar
Bitcoin-ETF-Zuflüsse im selben Zeitraum75,67 Millionen Dollar
Zuflüsse von BlackRocks ETHA135,31 Millionen Dollar
Abflüsse von Fidelitys FETH21,56 Millionen Dollar
Gesamtwert der Spot-ETH-ETFsrund 10,4 Milliarden Dollar
ETH-Kurs laut Wallstreet Onlinerund 1.860 Dollar
Abstand zum Allzeithoch62 Prozent

Zusammenfassung: Die ETF-Nachfrage drehte laut Wallstreet Online ins Positive und übertraf erstmals die entsprechenden Bitcoin-Zuflüsse. Der ETH-Kurs erholte sich, blieb jedoch deutlich unter dem Allzeithoch.

Technische Erholung und Glamsterdam als mögliche Kurstreiber

Nach Analyse von Cryptopolitan, die in Wallstreet Online wiedergegeben wird, zeigte Ethereum seit dem Juni-Tief bei 1.450 Dollar eine Serie höherer Tiefs. Dies wurde als stärkste bullische Struktur des gesamten Jahres beschrieben. Zusätzlich würden Wale das Angebot an den Börsen reduzieren und ETH in langfristige Positionen verschieben.

Der RSI lag laut Quelle bei 59 und signalisierte damit neutrales bis bullisches Terrain. Als weiterer möglicher Kurstreiber wurde das Glamsterdam-Hard-Fork genannt, das für das dritte Quartal 2026 geplant sei und die Kapazität der Basisschicht verdreifachen solle.

Standard Chartered hielt laut Wallstreet Online am Jahresziel von 4.000 Dollar fest. Gleichzeitig verwies der Bericht auf gegenläufige Entwicklungen: Die Zahl aktiver Adressen sei seit Februar um 46 Prozent auf rund 420.000 gefallen, während die Ethereum Foundation ihr Budget um 40 Prozent gekürzt habe.

  • Juni-Tief: 1.450 Dollar
  • ETH-Kurs im Bericht: rund 1.860 Dollar
  • RSI: 59
  • Jahresziel von Standard Chartered: 4.000 Dollar
  • Aktive Adressen: rund 420.000
  • Rückgang der aktiven Adressen seit Februar: 46 Prozent
  • Geplante Glamsterdam-Kapazität: Verdreifachung der Basisschicht

Infobox: Die technische Struktur und die erwartete Netzwerkerweiterung sprechen laut Quelle für Erholungspotenzial. Sinkende Aktivität und Budgetkürzungen der Ethereum Foundation bleiben jedoch Belastungsfaktoren.

Glamsterdam verschoben und drei Verlustquartale in Folge

FinanzNachrichten.de berichtete, dass ETH am 21. Juli 2026 bei rund 1.870 Dollar notierte und 62 Prozent unter dem Allzeithoch von 4.953 Dollar aus dem August 2025 lag. Die Ethereum Foundation habe das Glamsterdam-Upgrade offiziell auf das dritte Quartal verschoben, nachdem der ursprüngliche Juni-Termin nicht gehalten werden konnte.

Nach Angaben der Quelle schlossen erstmals in der Geschichte von Ethereum drei Quartale hintereinander im Minus. Das vierte Quartal 2025 endete mit minus 28 Prozent, das erste Quartal 2026 mit minus 29 Prozent und das zweite Quartal 2026 mit minus 25 Prozent.

QuartalEntwicklung
Viertes Quartal 2025minus 28 Prozent
Erstes Quartal 2026minus 29 Prozent
Zweites Quartal 2026minus 25 Prozent

Das neue Gas-Limit-Ziel des Upgrades soll laut FinanzNachrichten.de bei 200 Millionen liegen, verglichen mit einem aktuellen Limit von rund 60 Millionen. EIP-7732 und EIP-7928 wurden als Hauptbestandteile genannt; sie sollen eine parallele Transaktionsverarbeitung ermöglichen.

Auch die Kursziele wurden im Bericht angepasst. Citi senkte die Ethereum-Prognose am 1. Juli von 3.175 auf 2.240 Dollar. Changelly prognostizierte ein Jahresende bei 2.518 Dollar. Der RSI wurde mit 63 angegeben, während der 50-Tage-EMA bei 1.806 Dollar als erste Unterstützung und der 100-Tage-EMA bei 1.944 Dollar als zentraler Widerstand genannt wurden.

Zusammenfassung: FinanzNachrichten.de beschreibt ein gemischtes Bild aus technischer Erholung und strukturellen Belastungen. Die Upgrade-Verzögerung, drei Verlustquartale und gesenkte Kursziele stehen positiven ETF-Daten und einer möglichen Akkumulation gegenüber.

ETF-Abflüsse im Juni und zunehmende Akkumulation

Spot-ETH-ETFs verloren laut FinanzNachrichten.de allein im Juni 529 Millionen Dollar an Kapital. In der Woche bis zum 11. Juli drehten die Zuflüsse jedoch erstmals seit acht Wochen ins Positive und erreichten 84 Millionen Dollar, wie die Quelle unter Berufung auf wallstreet-online berichtete.

Parallel dazu startete am 1. Juli die Organisation Ethereum Institutional mit Unterstützung von Mitgründer Joe Lubin und über 500 bestehenden Bankbeziehungen. Vitalik Buterin veröffentlichte am 4. Juli den Lean Ethereum Masterplan, der einen drei bis vier Jahre dauernden Umbau vorsieht.

Bitmine hielt laut Quelle mittlerweile 5,78 Millionen ETH und näherte sich damit 5 Prozent des gesamten Umlaufangebots. Außerdem verließen im Juni rund 475.000 ETH die Börsen. FinanzNachrichten.de wertete dies als Hinweis auf eine mögliche Akkumulationsphase.

MarktdatenWert
ETF-Abflüsse im Juni529 Millionen Dollar
ETF-Zuflüsse bis zum 11. Juli84 Millionen Dollar
ETH-Bestand von Bitmine5,78 Millionen ETH
Anteil am gesamten Umlaufangebotnahe 5 Prozent
Im Juni von Börsen abgeflossene ETHrund 475.000 ETH
Zeitraum des Lean Ethereum Masterplansdrei bis vier Jahre

Infobox: Die Kapitalbewegungen verliefen im Juni zunächst negativ, verbesserten sich anschließend jedoch. Der Abfluss von rund 475.000 ETH von Börsen und der Bestand von Bitmine wurden als mögliche Akkumulationssignale dargestellt.

Kryptokurse am Mittag: Ethereum steigt um 2,12 Prozent

Finanzen.net meldete um 12:26 einen Bitcoin-Kurs von 66.325,55 US-Dollar. Gegenüber dem Vortag entsprach dies einem Anstieg von 1,72 Prozent.

Ethereum legte laut Finanzen.net um 2,12 Prozent auf 1.942,13 US-Dollar zu. Am Vortag hatte der Wert bei 1.901,85 US-Dollar gelegen. Auch mehrere weitere Kryptowährungen verzeichneten Gewinne, während sich Cardano, Stellar, Tron und Dogecoin kaum bewegten.

KryptowährungAktueller KursVeränderungVortagskurs
Bitcoin66.325,55 US-Dollar1,72 Prozent66.325,55 US-Dollar
Ethereum1.942,13 US-Dollar2,12 Prozent1.901,85 US-Dollar
Litecoin47,42 US-Dollar0,25 Prozent47,30 US-Dollar
Bitcoin Cash224,17 US-Dollar1,83 Prozent220,14 US-Dollar
Ripple1,132 US-Dollar1,85 Prozent1,112 US-Dollar
Monero345,96 US-Dollar2,44 Prozent337,71 US-Dollar
Cardano0,1747 US-Dollarkeine Angabe0,1698 US-Dollar
Stellar0,1925 US-Dollarkeine Veränderung0,1925 US-Dollar
Tron0,3265 US-Dollarkeine Angabe0,3266 US-Dollar
Binancecoin578,19 US-Dollar1,37 Prozent570,36 US-Dollar
Dogecoin0,0735 US-Dollarkeine Veränderung0,0735 US-Dollar
Solana78,30 US-Dollar0,81 Prozent77,68 US-Dollar
Avalanche6,648 US-Dollar1,15 Prozent6,573 US-Dollar
Chainlink8,717 US-Dollar1,68 Prozent8,573 US-Dollar
Sui0,7724 US-Dollar1,21 Prozent0,7632 US-Dollar

Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP notierte laut Quelle bei 0,4 Prozent. Bei einem Kurs von 8,69 EUR betrug die Performance seit Auflage -5,7 Prozent. Finanzen.net wies darauf hin, dass die finanzen.net GmbH für die Vermarktung dieses Finanzprodukts von dritter Seite vergütet wird und die Vergütung mit dem Volumen der investierten Gelder steigt.

Zusammenfassung: Finanzen.net meldete zur Mittagszeit breit angelegte Kursgewinne bei mehreren großen Kryptowährungen. Ethereum gehörte mit einem Plus von 2,12 Prozent zu den stärkeren Werten.

Investing.com bewertet die Marktstimmung als „orange“

Investing.com Deutsch stellte die Marktstimmung unter dem Titel „Marktampel Orange!“ dar und betrachtete die weitere Entwicklung von Bitcoin, Ethereum, Nasdaq und Gold. Konkrete Kursdaten oder weiterführende Zahlen zu diesen Märkten enthielt der bereitgestellte Artikeltext nicht.

Die Quelle kennzeichnete die Veröffentlichung ausdrücklich als keine Anlageberatung. Die bereitgestellten Informationen dienten laut Investing.com Deutsch ausschließlich allgemeinen Informationszwecken.

„Keine Anlageberatung! Die auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar.“

Infobox: Investing.com Deutsch ordnete die Marktlage als „orange“ ein. Der Bericht enthielt im vorliegenden Inhalt keine nutzbaren zusätzlichen Zahlen zu Bitcoin, Ethereum, Nasdaq oder Gold.

Tom Lee sieht eine Verschiebung von KI-Kapital in Richtung Ethereum

BeInCrypto berichtete über eine Analyse von Tom Lee, nach der Ethereum den Roundhill Memory ETF in diesem Monat um 72 Prozent übertroffen habe. ETH sei in dem von Lee betrachteten Zeitraum um 24 Prozent gestiegen, während der Memory-Fonds um 38 Prozent gefallen sei.

Die 72 Prozent beziehen sich laut Quelle auf einen Verhältnis-Chart, der BlackRocks iShares Ethereum Trust ETF ETHA durch den Memory-Fonds teilt. Das Verhältnis sei vom 25. Juni bis zum 21. Juli von 100 auf 172 gestiegen.

„Die relative Performance von ‚AI downstream‘ wird weiter stärker, ETH gegenüber DRAM hat im vergangenen Monat 7.200 Basispunkte zugelegt, das sind 72 Prozentpunkte. ETH plus 24%, DRAM ETF minus 38%“

Tom Lee habe das Analyseunternehmen Fundstrat mitgegründet und leite nun BitMine, einen der größten ETH-Halter. BeInCrypto stellte Lees Interpretation als mögliche Verlagerung von Investitionen aus Speicher-Hardware in nachgelagerte Anwendungen wie Ethereum dar.

VergleichEntwicklung
Ethereumplus 24 Prozent
Roundhill Memory ETFminus 38 Prozent
Verhältnis-Chart vom 25. Juni bis 21. Julivon 100 auf 172
ETH-Performance im Verhältnis-Chart72 Prozent

Der Roundhill Memory ETF wurde laut BeInCrypto im April als erster Fonds ausschließlich für Speicherchip-Hersteller aufgelegt. SK Hynix und Samsung machten zusammen etwa 41% des Fonds aus. Der Fonds sammelte 6,5 Milliarden USD in 27 Handelstagen und erreichte einen Höchststand von 81,34 USD, bevor er zurückging.

BeInCrypto gab den ETH-Kurs mit nahe 1.921 USD an, etwa 1,5% mehr als am Vortag. Über 30 Tage sei ETH um 10,9% gestiegen. Zugleich lag Ethereum weiterhin 61% unter dem Höchststand von 4.946 USD aus dem August 2025.

Lee verwies außerdem auf BlackRocks tokenisierten BUIDL-Fonds und die Robinhood Blockchain, die Gebühren in ETH erhebe. Beide Beispiele wurden als Argumente für eine institutionelle bullische Perspektive auf Ethereum genannt.

Zusammenfassung: BeInCrypto beschreibt eine mögliche Verschiebung des KI-Handels von Speicher-Hardware hin zu Ethereum. Tom Lees Vergleich basiert auf einem Zeitraum vom 25. Juni bis zum 21. Juli und stellt eine ETH-Entwicklung von plus 24 Prozent einem Rückgang des Memory-ETF von 38 Prozent gegenüber.

Pepeto als spekulativer Gegenpol in den Quellen

Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de stellten Pepeto als Presale-Projekt mit einem Risk Scorer, einer gebührenfreien Börse beziehungsweise einer Cross-Chain Bridge und einem SolidProof-Audit dar. In den Beiträgen wurde angegeben, dass mehr als 10 Millionen Dollar in den Presale geflossen seien und das Token-Angebot 420 Billionen Token umfasse.

Wallstreet Online nannte einen Presale-Preis von 0,000000188 Dollar. Die Berichte verwiesen außerdem auf Analystenprognosen von 100x bis 300x nach einem bevorstehenden Binance-Listing sowie auf eine Rechnung von 150x beim Erreichen des Kurses des originalen Pepe Coins. Diese Angaben wurden in den Quellen als Projektionen beziehungsweise Vergleiche dargestellt, nicht als realisierte Kursentwicklung.

Die Berichte führten SolidProof als unabhängige Prüfstelle an und erklärten, dass das gesamte Vertragswerk vor Beginn des Presales untersucht worden sei. Außerdem wurde ein ehemaliger Binance-Experte im Entwicklerteam erwähnt. Die Aussagen zu Pepeto waren in beiden Beiträgen Bestandteil werblicher Inhalte.

  • Presale-Zuflüsse: mehr als 10 Millionen Dollar
  • Token-Angebot: 420 Billionen Token
  • Presale-Preis: 0,000000188 Dollar
  • Genannte Analystenprojektionen: 100x bis 300x
  • Genannter Vergleichswert: 150x
  • Audit: SolidProof

Infobox: Die Quellen präsentierten Pepeto als spekulative Alternative mit technischen Funktionen und angekündigtem Binance-Listing. Die genannten Renditeangaben sind Projektionen aus den Quellen und keine bestätigten Ergebnisse.

Einschätzung der Redaktion

Ethereum befindet sich in einer entscheidenden Übergangsphase: Institutionelle Nachfrage und mögliche technologische Fortschritte stärken die langfristige Perspektive, reichen aber noch nicht für eine belastbare Trendwende aus. Die Upgrade-Verzögerung, rückläufige Netzwerkaktivität und die schwache Kursentwicklung zeigen, dass Vertrauen und tatsächliche Nutzung weiterhin die zentralen Prüfsteine sind. Kurzfristig bleibt Ethereum daher anfällig für Rückschläge; langfristig besitzt das Netzwerk dennoch erhebliches Erholungspotenzial, sofern die geplanten Verbesserungen zuverlässig umgesetzt werden.

Kernaussage: Das Chancen-Risiko-Verhältnis verbessert sich, eine nachhaltige Erholung ist jedoch noch nicht bestätigt.

Quellen: