Ethereum unter Druck: ETF-Abflüsse treffen auf technische Fortschritte und KI-Warnungen
Autor: Blockchain-Hero Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Ethereum steht wegen ETF-Abflüssen und makroökonomischem Druck unter 2.500 Dollar, während das Glamsterdam-Upgrade die Skalierbarkeit erhöht. Zudem warnt Justin Drake vor möglichen KI-Angriffen auf ECDSA.
Ethereum gerät zwischen Kapitalabflüsse, technische Meilensteine und neue Sicherheitsrisiken: Während ETF-Abflüsse und makroökonomischer Druck den Kurs belasten, verspricht das Glamsterdam-Upgrade deutlich mehr Skalierbarkeit. Zugleich warnt ein Ethereum-Forscher vor möglichen KI-Angriffen auf etablierte Signaturverfahren. Der Pressespiegel beleuchtet die wichtigsten Marktbewegungen, technischen Entwicklungen und Gefahren für Anleger.
Ethereum unter Druck: ETF-Abflüsse und technische Fortschritte prägen den Kryptomarkt
Ethereum steht laut Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de im Oktober 2026 unter erheblichem Verkaufsdruck. Während der ETH-Kurs unter die Marke von 2.500 Dollar fiel, sorgten Abflüsse aus Spot-ETFs, steigende Ölpreise und höhere US-Anleiherenditen für zusätzliche Belastungen.
Wallstreet Online berichtet, dass Ethereum am 8. Oktober bei 2.532 Dollar lag und am 9. Oktober laut Coinbase bei 2.480 Dollar gehandelt wurde. Die US-Spot-ETFs verzeichneten demnach sieben Tage in Folge Abflüsse von insgesamt 565 Millionen Dollar. Gleichzeitig stiegen die Exchange-Reserven seit Montag um 132.000 ETH, was laut Quelle auf wachsenden Verkaufsdruck hindeutet.
Auch die Entwicklung bei BitMine wird als möglicher Belastungsfaktor beschrieben. Das Unternehmen hält laut Wallstreet Online 6.016.414 ETH im Wert von 17,4 Milliarden Dollar und liegt nur noch 100.000 ETH unter seiner Kaufobergrenze von fünf Prozent des Gesamtangebots. Sollte BitMine seine Käufe einstellen, könnte ein bedeutender Nachfragetreiber wegfallen.
| Angabe | Wert |
| ETH-Kurs am 9. Oktober laut Coinbase | 2.480 Dollar |
| ETF-Abflüsse | 565 Millionen Dollar |
| Anstieg der Exchange-Reserven | 132.000 ETH |
| ETH-Bestand von BitMine | 6.016.414 ETH |
| Wert des BitMine-Bestands | 17,4 Milliarden Dollar |
| Citigroup-Kursziel | 3.028 Dollar |
Als weitere Belastungen nennt Wallstreet Online Brent-Rohöl von über 105 Dollar pro Barrel sowie eine US-Anleiherendite von 5,31 Prozent. Die Citigroup hob ihr ETH-Kursziel am 1. Oktober dennoch auf 3.028 Dollar an. Ausgehend von 2.480 Dollar müsste Ethereum laut Quelle rund 22 Prozent steigen, um dieses Ziel zu erreichen.
Zusammenfassung: Ethereum wird durch ETF-Abflüsse, steigende Reserven und ein mögliches Ende der BitMine-Käufe belastet. Dem stehen ein Citigroup-Kursziel von 3.028 Dollar und ein laut Quelle notwendiger Anstieg von rund 22 Prozent gegenüber.
Glamsterdam-Upgrade verdreifacht Blockkapazität auf dem Testnetz
FinanzNachrichten.de berichtet, dass Ethereum trotz technischer Fortschritte unter die Marke von 2.500 Dollar fiel. Am 7. Oktober erreichte ETH demnach ein Tagestief von 2.408 Dollar, obwohl das Glamsterdam-Upgrade drei Tage zuvor die Blockkapazität auf dem Testnetz verdreifacht hatte.
Das Upgrade ging laut Quelle am 6. Oktober auf dem Sepolia-Testnetz live. Laut KuCoin stieg die Blockkapazität auf fast 200 Millionen Gas pro Block und damit auf mehr als das Dreifache des bisherigen Werts. Das Upgrade gilt laut FinanzNachrichten.de als größter Protokollwechsel seit dem Merge von 2022.
Zu den technischen Bestandteilen zählen ePBS sowie Block-Level Access Lists. ePBS trennt Block-Proposer und Builder im Konsensprotokoll und soll die Vertrauensannahmen verringern. Block-Level Access Lists ermöglichen laut Quelle erstmals eine Parallelverarbeitung auf der Hauptkette und sollen die langfristige Skalierung verbessern.
| Technische und marktbezogene Angabe | Wert |
| Blockkapazität auf dem Sepolia-Testnetz | fast 200 Millionen Gas pro Block |
| ETH-Tagestief am 7. Oktober | 2.408 Dollar |
| ETH-Kurs am 9. Oktober laut Coinbase | rund 2.480 Dollar |
| Liquidierte ETH-Futures am 7. Oktober | rund 252 Millionen Dollar |
| Vermögenswerte der elf zugelassenen Fonds | rund 17,7 Milliarden Dollar |
| Unterstützung | 2.400 Dollar |
| Widerstand | 2.600 Dollar |
| Allzeithoch | 4.953 Dollar |
FinanzNachrichten.de zufolge verzeichneten die Spot-ETH-ETFs sechs Handelstage in Folge Nettoabflüsse. Am 7. Oktober wurden außerdem rund 252 Millionen Dollar an ETH-Futures-Positionen liquidiert. Die elf zugelassenen Fonds hielten zuletzt Vermögenswerte im Wert von rund 17,7 Milliarden Dollar.
Ethereum lag laut Quelle rund 50 Prozent unter seinem Allzeithoch von 4.953 Dollar. Das Mainnet-Upgrade wird für das vierte Quartal 2026 erwartet, während der Hoodi-Test voraussichtlich Ende Oktober folgen soll. Analysten sehen Unterstützung bei 2.400 Dollar und Widerstand bei 2.600 Dollar.
Zusammenfassung: Das Glamsterdam-Upgrade erhöht die Blockkapazität auf dem Testnetz auf fast 200 Millionen Gas pro Block. Der Markt reagierte dennoch mit fallenden Kursen, ETF-Abflüssen und Liquidierungen von rund 252 Millionen Dollar.
Bitcoin und Ethereum: Warnung vor möglichen KI-Angriffen auf Signaturverfahren
ingenieur.de berichtet über eine Warnung des Ethereum-Forschers Justin Drake vor möglichen Angriffen künstlicher Intelligenz auf die Verschlüsselung von Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen. Drake fordert die Blockchain-Branche auf, mit der Planung für einen „Bunker-Modus“ zu beginnen.
Nach Darstellung der Quelle könnten Fortschritte in der mathematischen Forschung durch künstliche Intelligenz die Sicherheit des Signaturverfahrens ECDSA infrage stellen. Dieses Verfahren schützt Bitcoin- und Ethereum-Guthaben und beruht auf elliptischen Kurven. Im schlimmsten Fall sei ein Bruch „in Monaten, nicht Jahren“ denkbar.
„Heute rufe ich die Blockchain-Branche dazu auf, in Ruhe mit der Planung für den ‚Bunker-Modus‘ zu beginnen“, schreibt Justin Drake laut ingenieur.de auf X.
ingenieur.de verweist darauf, dass OpenAI zuletzt 722 neue mathematische Ergebnisse veröffentlicht habe. Drake bezeichnete diese Entwicklung als „Mathematische Superintelligenz“. Sollte ein Angriff gelingen, könnte ein großer GPU-Cluster laut Quelle innerhalb einer Woche einen privaten Schlüssel rekonstruieren.
Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin nahm die Warnung ernst, riet jedoch von hektischen Maßnahmen ab. Er empfehle niemandem, „heute hektisch seine Gelder in neue Wallets zu verschieben“, weil er bei verpfuschten Migrationen mehr Geld verloren habe als bei allen Hacks zusammen.
Die Quelle beschreibt als vorbeugende Maßnahme die Nutzung einer neuen Adresse, von der bislang keine Transaktion signiert wurde. Bei Bitcoin wird der öffentliche Schlüssel einer Adresse erst sichtbar, wenn von dieser Adresse aus eine Transaktion signiert wird. Eine Ausnahme bilden Taproot-Adressen, die mit bc1p beginnen, da deren öffentlicher Schlüssel von Anfang an sichtbar ist.
- Ein neues Konto beziehungsweise eine neue Adresse erstellen, mit der noch nie etwas signiert wurde.
- Langfristig gehaltene Bestände dorthin senden.
- Die Adresse ausschließlich als Empfangs-Cold-Storage verwenden.
- Nichts senden, genehmigen, staken, tauschen oder signieren.
- Nach einer Signatur den verbleibenden Bestand auf eine frische Adresse übertragen.
Für aktive Handels- und DeFi-Aktivitäten empfiehlt die Quelle eine separate Adresse ohne langfristige Bestände. Wallets mit weniger als 50 BTC genießen laut Drake einen „teilweisen Schutz durch Satoshis Schild“. Die rund 20.000 offengelegten Adressen des Bitcoin-Erfinders mit je 50 BTC wären für Angreifer demnach lohnendere Ziele.
Zusammenfassung: Justin Drake warnt vor möglichen KI-beschleunigten Angriffen auf ECDSA. Vitalik Buterin rät von überstürzten Migrationen ab; als vorbeugende Maßnahme wird die Nutzung frischer, noch nicht signierender Adressen genannt.
Bitcoin, Ether und weitere Kryptowährungen am Freitagmittag
Finanzen.net meldete am Freitagmittag steigende Kurse bei Bitcoin, Ethereum und mehreren weiteren Kryptowährungen. Bitcoin legte um 1,17 Prozent auf 82.614,37 US-Dollar zu, nachdem der Kurs am Vortag bei 81.661,81 US-Dollar gelegen hatte.
Ethereum notierte um 12:31 Uhr 1,00 Prozent höher bei 2.497,02 US-Dollar. Am Vortag wurde ein Kurs von 2.472,23 US-Dollar gemeldet. Litecoin stieg um 1,25 Prozent auf 64,14 US-Dollar, verglichen mit 63,34 US-Dollar am Vortag.
| Kryptowährung | Kurs | Veränderung | Vortag |
| Bitcoin | 82.614,37 US-Dollar | +1,17 Prozent | 81.661,81 US-Dollar |
| Ethereum | 2.497,02 US-Dollar | +1,00 Prozent | 2.472,23 US-Dollar |
| Litecoin | 64,14 US-Dollar | +1,25 Prozent | 63,34 US-Dollar |
| Bitcoin Cash | 277,20 US-Dollar | -1,79 Prozent | 282,26 US-Dollar |
| Ripple | 1,398 US-Dollar | +1,14 Prozent | 1,383 US-Dollar |
| Monero | 539,79 US-Dollar | -0,06 Prozent | 540,11 US-Dollar |
| Cardano | 0,2389 US-Dollar | +2,35 Prozent | 0,2334 US-Dollar |
| Stellar | 0,1938 US-Dollar | 0,1928 US-Dollar | |
| Tron | 0,3320 US-Dollar | 0,3326 US-Dollar | |
| Binancecoin | 742,60 US-Dollar | +0,74 Prozent | 737,14 US-Dollar |
| Dogecoin | 0,0849 US-Dollar | 0,0844 US-Dollar | |
| Solana | 110,24 US-Dollar | +0,37 Prozent | 109,84 US-Dollar |
| Avalanche | 10,39 US-Dollar | +2,58 Prozent | 10,13 US-Dollar |
| Chainlink | 12,87 US-Dollar | +0,84 Prozent | 12,76 US-Dollar |
| Sui | 1,069 US-Dollar | +2,19 Prozent | 1,046 US-Dollar |
Unter den weiteren großen Kryptowährungen zeigte sich Bitcoin Cash schwächer und fiel um 1,79 Prozent auf 277,20 US-Dollar. Ripple stieg um 1,14 Prozent auf 1,398 US-Dollar, während Monero um 0,06 Prozent auf 539,79 US-Dollar nachgab.
Cardano verzeichnete einen Anstieg von 2,35 Prozent auf 0,2389 US-Dollar. Binancecoin legte um 0,74 Prozent auf 742,60 US-Dollar zu. Solana stieg um 0,37 Prozent auf 110,24 US-Dollar, Avalanche um 2,58 Prozent auf 10,39 US-Dollar.
Chainlink gewann 0,84 Prozent und notierte bei 12,87 US-Dollar. Sui legte um 2,19 Prozent auf 1,069 US-Dollar zu. Stellar, Tron und Dogecoin bewegten sich laut Finanzen.net nur wenig gegenüber den jeweiligen Vortageswerten.
Der von Finanzen.net erwähnte Top 10 Crypto-ETP gewann 1,6 Prozent. Seit dem Start im September 2024 wurde eine Veränderung von 19,9 Prozent angegeben.
Zusammenfassung: Am Freitagmittag lagen Bitcoin und Ethereum mit Kursgewinnen von 1,17 Prozent beziehungsweise 1,00 Prozent im Plus. Die stärksten genannten Zuwächse verzeichneten Avalanche mit 2,58 Prozent, Cardano mit 2,35 Prozent und Sui mit 2,19 Prozent.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Schwäche liegt derzeit nicht in Ethereums technischer Entwicklung, sondern in der fehlenden Nachfrage. Solange ETF-Abflüsse, steigende Börsenreserven und ein potenziell nachlassender institutioneller Käuferdruck anhalten, dürften technische Fortschritte allein kaum für eine nachhaltige Trendwende sorgen.
Das Glamsterdam-Upgrade stärkt zwar die langfristige Skalierbarkeit und die technologische Substanz des Netzwerks. Kurzfristig bleibt Ethereum jedoch stark von Liquidität, Makrobedingungen und Anlegervertrauen abhängig. Das Risiko eines Rückgangs bis zur Unterstützung bei 2.400 Dollar ist daher real; ein nachhaltiger Anstieg über den Widerstand bei 2.600 Dollar wäre das wichtigere Signal für eine Stabilisierung.
Die Warnung vor möglichen KI-Angriffen ist strategisch relevant, rechtfertigt aber keine hektischen Umschichtungen. Entscheidend sind frühzeitige, standardisierte Sicherheitsmigrationen und eine klare Trennung zwischen langfristiger Verwahrung und aktiver Nutzung.
Infobox: Kurzfristig überwiegen Verkaufsdruck und Unsicherheit. Langfristig bleiben die technischen Fortschritte bedeutsam, ihre Wirkung hängt jedoch von ausreichender Nachfrage und einer glaubwürdigen Sicherheitsstrategie ab.
Quellen:
- Ethereum News: Warum 565 Millionen Dollar aus ETH-ETFs abfließen und welcher Einstieg jetzt zählt
- Ethereum Prognose Oktober 2026: Glamsterdam verdreifacht die Blockkapazität, doch der Kurs fällt unter 2.500 Dollar
- Krypto-Forscher warnt: Knackt KI in wenigen Monaten die Bitcoin-Verschlüsselung?
- Bitcoin, Ether & Co: So schlagen sich die Kryptowährungen am Mittag
- Ethereum Prognose: ETH fällt auf 2.474 Dollar, doch Glamsterdam und der Golden Cross zielen auf 3.000 Dollar
- KW 41 am Kryptomarkt: So haben Bitcoin, Ether & Co. in der vergangenen Woche performt