Ethereum Tutorial: In 5 Schritten zum eigenen ETH Token

Ethereum Tutorial – In 5 Schritten zum eigenen ETH Token

ETH Tutorial

Wir sind am Sprung in eine Blockchain-Ökonomie. Auch wenn es einige Kritiker nicht wahrhaben wollen, die Zukunft unserer Wirtschaft ist dezentral. Bitcoin hat bereits bewiesen, dass der digitale Geldfluss ohne zentrale Finanzinstitute funktioniert.

Nun zeigt das Ethereum Netzwerk, dass auch der Handel auf Konzernzentralen verzichten kann. Im ETH-Netzwerk kann heute jeder sein eigenes dezentrales Business starten und sich eine eigene Kryptowährung schaffen.

Auch wenn nicht jeder Lust auf ein eigenes dezentrales Unternehmen hat, wird es auch für Ethereum Trading immer wichtiger, die Technik dahinter zu durchschauen. In diesem Tutorial kläre ich zuerst die wichtigsten Ethereum Infos und zeige dir dann, wie du in 5 einfachen Schritten deinen eigenen Token über einen ICO anbietest.

Was ist das Ethereum Netzwerk?

„WTF is Ethereum“ ist ein häufiger Suchterm auf Google und offen gestanden, auch wenn Kraftausdrücke nicht meine Sache sind, kann ich die Emotionen verstehen. Das Netzwerk ist eine völlig neue Technologie, die einiges an Know-how aus den Bereichen Mathematik, Ökonomie, Software- und Organisationsentwicklung voraussetzt.

Vitalik Buterin hat offensichtlich die nötigen Voraussetzungen. Der Blockchainer der ersten Stunde hatte bereits einige Artikel im Bitcoin Magazine veröffentlicht, bevor er 2013 in einem Whitepaper die einfache Grundidee skizzierte:

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Die Blockchain kann nicht nur für dezentrales Mining genutzt werden, sie kann auch eine globale Plattform für die Entwicklung von eigener Software sein. Die Plattform hat mittlerweile einen Markenwert von mehreren Milliarden US-Dollar.

Die technische Seite des Ether-Netzwerkes, die in uns in diesem Tutorial interessiert, lässt sich vereinfacht durch diese vier Bereiche beschreiben:

  • Ethereum Virtual Machine (EVM)
  • Smart Contracts
  • Decentralized Apps (dApps)
  • Ether und Gas

Wie funktioniert EVM?

Das Ethereum-Netzwerk funktioniert auf der Basis tausender verteilter Rechenmaschinen, den sogenannten Nodes (meist private PCs). Sie speichern die Transaktionen des Netzwerkes und erledigen die Verschlüsselung (Mining). Der Code von Ethereum beinhaltet aber nicht nur die Blockchain, sondern auch eine eigene Virtual Machine – die EVM.

Virtual Machines gibt es schon sehr lange und sie können am besten als abgespeckte Betriebssysteme verstanden werden, die innerhalb eines vollen Betriebssystems wie Windows, MacOS oder Linux arbeiten. Sie ermöglichen es, dass Software, die von der VM verstanden wird, auf jedem beliebigen System laufen kann.

Die EVM ist nach diesem Grundprinzip designt und kann aus jedem Rechner einen Node für das ETH-Netzwerk machen. Ihre Rolle ist es, Anweisungen von sogenannten SmartContracts umzusetzen. Teil des Systems ist schließlich auch eine eigens entwickelte Programmiersprache: Solidity.

Dadurch ist es möglich Software zu entwickeln, die jede beliebige Aufgabe erledigen kann und die durch die Verschlüsselung gesichert ist.

Auch der Bitcoin Kern beinhaltet Scripte, die einfache Berechnungen erlauben, um z. B. Mining zu betreiben. EVM und Solidity sind aber im Unterschied zu Bitcoin Touring complete . Touring-vollständig ist in der Informatik ein System, wenn es jede Aufgabe lösen kann, die berechenbar ist. Damit kann jede beliebige Software, egal ob Spiel oder Buchhaltungsprogramm, Teil des Netzwerkes werden.

Bevor wir im Tutorial die anderen Bereiche näher ansehen, hier die wichtigsten Unterschiede zu Bitcoin zusammengefasst:

Bitcoin Ethereum
Konzept Digitales Geld dezentraler, globaler Computer
Gründung Satoshi Nakamoto 2009 Vitalik Buterin & Team 2015
Programmierbarkeit Turing Incomplete Turing Complete
Block Time 10 Minuten 12 – 15 Sekunden
Zweck Alternative zu traditionellem Geld Peer to Peer Vereinbarungen

Wie funktioniert ein Smart Contract?

Ein Vertrag in unserem Alltag ist grundsätzlich eine Vereinbarung zwischen zwei Partnern. Er kann eingehalten werden oder auch nicht, man kann ihn möglicherweise neu interpretieren und man muss ihn verwalten und kontrollieren. Wenn Uneinigkeit zwischen den Partnern besteht, werden auch noch Gerichte oder Schiedsinstanzen notwendig, um Klarheit zu schaffen.

Ein SmartContract spart dagegen Zeit und Nerven: Die Bedingungen sind fest programmiert und die Umsetzung erfolgt automatisch durch die Software. Zugegeben, diese Art von Verträgen gibt es nicht erst seit Ethereum.

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Video-Link: https://youtu.be/58yeu6HtzpM

 

Im Kern sind es einfache „Wenn-Dann“-Verknüpfungen: Wenn die Coins überwiesen werden, dann wird eine Leistung freigegeben, dann wird ein Stimmrecht gewährt oder ganz einfach eine Geldanweisung autorisiert. Das können Computer und Internet, müssen wir in diesem Tutorial eingestehen, schon seit Jahrzehnten; zwei Punkte sind allerdings neu:

  • Die Regeln des Vertrags und seine Umsetzung sind fix in den Blöcken der Kette gespeichert, sie sind damit unveränderbar und Unklarheiten sind von vornherein ausgeschlossen.
  • Durch die EVM und Solidity können einfache aber auch umfangreiche Abläufe Bestandteil des Vertrages sein und eröffnen damit ein riesiges Anwendungsfeld.

Die Blockchain behandelt SmartContracts grundsätzlich wie Accounts: Du kannst mit ihnen, wie mit jedem anderen Account, im Rahmen der festgelegten Bedingungen beliebig kommunizieren. Der Unterschied ist, dass sie nicht über den Private Key, sondern den programmierten Code gesteuert werden. Sie werden daher oft auch als autonomous agents bezeichnet.

Das Zusammenwirken von Zuverlässigkeit (sichere Verschlüsselung und Unveränderbarkeit) und Flexibilität machen dieses Instrument so attraktiv. Smart Contracts können ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen und komplexe Software-Anwendungen managen.

Was sind dApps und wie funktionieren sie?

Wir haben in diesem Tutorial bisher gesehen, dass die eigene Virtual Machine und die Programmiersprache von Ethereum auf elegante Weise die Blockchain aufwerten, um intelligente Verträge möglich zu machen. Interessant wird es, wenn SmartContracts die Ausführung con Code steuern und umfangreiche Anwendungen ermöglichen: decentralized Applications, kurz dApps.

DApps sind im Grunde vernetzte intelligente Verträge. Dadurch ist es möglich, dass Anbieter und Nutzer direkt miteinander kommunizieren – ohne Mittelsmänner. Stell dir einfach vor, du vermietest ein Auto oder eine Wohnung, ohne dass Plattformen wie Uber bzw. Airbnb mitkassieren und wenn du schon einmal ein Spiel oder eine Software auf den App Stores von Apple und Google veröffentlicht hast, weißt du welche Einsparung dadurch möglich ist.

Am besten lässt sich die Funktion der dApps an einem Beispiel beschreiben. Golem ist ein P2P-Netzwerk, das Cloud Computing ganz im Geist der neuen Sharing-Ökonomie anbietet. Jeder kann als Provider die Rechenleistung seines PCs im Ether-Netzwerk zur Verfügung stellen (zum Beispiel Gamer in den Spielpausen).

  • Forschungseinrichtungen, meteorologische Dienste und andere, die Rechenleistung benötigen, können diese als Requestor nutzen und bezahlen mit GolemNetworkTokens.

Die Sicherheit der Blockchain schützt vor Manipulationen und der Tausch wird dank intelligenter Verträge direkt zwischen Anbietern und Nutzern abgewickelt. Golems dApp hat auf Basis des Ethereum-Netzwerkes damit das Potenzial eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Amazons AWS, Microsofts Azure oder der Google Cloud zu werden.

Welche Lösungen mit Smart Contracts und dApps noch möglich sind, ist derzeit noch nicht absehbar. Hier nur einige wenige Beispiele:

  • Sie können den Verleih von Autos im Carsharing-Ring managen
  • Sie können ein Crowdfunding-Instrument sein, bei dem alle Unterstützer automatisch ihre Einlage zurückbekommen, wenn die Mindestmenge nicht erreicht wird
  • Sie können auch einfache Vereinbarungen wie einen Einkauf in einem online Store auch ohne PayPal managen
  • Schließlich können sie auch als Währung dienen: Ether selbst funktioniert als SmartContract

Wozu benötige ich Ether und Gas und was kostet ein Smart Contract?

Eine letzte Sache bleibt im Zuge dieses Tutorials noch zu klären, bevor wir unseren eigenen Kryptotoken erstellen. Ethereum Mining funktioniert grundsätzlich wie bei allen Kryptowährungen: Miner verschlüsseln auf Basis des Algorithmus Ethash alle Transaktionen des ETH-Netzwerkes in der Blocktime von rd. 10 Sekunden. Sie werden dafür mit Ether entlohnt.

Zusätzlich gibt es aber auch eine Belohnung für alle, die ihren Rechner als Full-Node im Netzwerk betreiben. Bei jedem SmartContract wird bei der Erstellung festgelegt, wie hoch der Aufwand für die Berechnung und Speicherung der Daten ist. Dieser Aufwand wird mit „Gas“ (englisch für Treibstoff) gemessen.

Jeder Ersteller eines intelligenten Vertrages legt im Vorfeld das „Gas Limit“ fest, das für die Verarbeitung zur Verfügung steht. Jeder Operation, die in Solitidy programmiert ist, ist eine bestimmte Menge zugeordnet und lässt sich leicht errechnen, z. B.:

Operation Gas Kosten Leistung
step 1 Ein Ausführungsschritt des Programmes
sha3 20 Eine SHA3 Verschlüsselung
sstore 100 Eine einfache Datenspeicherung
transaction 500 Eine vollständige Transaktion

 

Bei einer gelungenen Verarbeitung des intelligenten Vertrages wird dieses Gas auf die Accounts des Ethereum-Netzwerkes verteilt. Wenn dem Smart Contract zu wenig Gas zugeordnet ist, kommt es einfach zum Abbruch und der Vertrag wird nicht ausgeführt. Wird zu viel veranschlagt, wird das verbleibende Gas dem Ersteller rückerstattet.

  • Das Gas wird wiederum mit Ether bezahlt. Das ist die netzwerkeigene Währung, die das ganze System am Laufen hält aber auch als Kryptowährung funktioniert. Der Gaspreis schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

Ein SmartContract kann weniger als einen Cent kosten oder auch mit einigen Euros zu Buche schlagen. Ausschlaggebend dafür ist aber nicht nur, wie viel Rechenleistung nötig ist, sondern auch die Zeit. Je schneller ein Vertrag umgesetzt werden soll desto höher sind die Kosten.

Nun haben wir alle Basics, um zum spannenden Teil dieses Tutorials zu kommen.

Ethereum Token Tutorial: In 5 Schritten zum eigenen ICO

Das Ether-Netzwerk ist angetreten, um einen globalen Computer zu schaffen, der den direkten Austausch zwischen Usern ermöglichen soll. Entsprechend einfach ist es mittlerweile, die Vorteile des Ether-Netzwerkes zu nutzen. In diesem Tutorial werden wir jetzt in 5 einfachen Steps einen eigenen Token auf einem Testnetzwerk schaffen.

Es gibt mittlerweile einige Seiten, die es dir einfach machen, deinen eigenen Coin auf Basis von Ethereum zu schaffen: TokenFactory, Waves, Bitshares, … Wir halten uns in diesem Tutorial an CoinLaunch, da es ein übersichtliches Menü bietet und den ERC-20 Standard einhält.

Ether-Tutorial

Schritt 1: Die Vorbereitung

An dieser Stelle sollte es grundsätzlich um das Projekt, die Geschäftsidee oder dein Vorhaben gehen. Ein Token an sich hat keinen Wert und der Ethereum Kurs wird nicht von der Ästhetik seiner Währung beeinflusst. Der Erfolg des Ethers wird von der Leistungsfähigkeit der Plattform getragen.

Für uns zählt im Moment aber nur die technische Seite und hier solltest du diese fünf Entscheidungen treffen bevor du startest:

  • Name: Der Name muss nicht einzigartig sein aber sobald er in der Blockchain ist, ist er unveränderlich. Wir nennen ihn einfach mal „MyFirstCryptoAsset“.
  • Symbol: Das Symbol ist das Gesicht des Coins – es ist das erste was deine Investoren sehen.
  • Geldmenge: Bei realen Geschäftsideen ist das eine zentrale Entscheidung: Damit legst du den Spielraum fest, den du in Zukunft hast.
  • Dezimalstellen: Wenn auch kleine Transaktionen möglich sein sollen, solltest du MyFirstCryptoAsset viele Kommastellen gönnen. Ein Bitcoin kann in 100 Millionen Satoshi geteilt werden, damit ist die Währung zukunftssicher auch für kleine Beträge.
  • Preis: Den Preis legst du in Ether fest und er ist an dieser Stelle für den Marktstart wichtig: Er kann später verändert werden, sofern keine Smart Contracts dagegen sprechen.

Schritt 2: Mit dem Netzwerk verbinden

Wenn dein Projekt geplant ist, das Konzept deiner Idee steht und du die wichtigsten Entscheidungen in der Vorbereitung getroffen hast, ist es Zeit dich einzuloggen. Du brauchst natürlich einen Account im Netzwerk, wenn du MyFirstCryptoAsset erstellen willst. Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten, wie du dich mit dem ETH-Netzwerk verbinden kannst:

  • Du kannst einen Full Node installieren und deinen Rechner dem Netzwerk zur Verfügung stellen.
  • Du kannst einen Light Node verwenden, mit dem du deinen Account verwaltest, zum Beispiel das Ethereum Wallet.
  • Schließlich kannst du dich bequem vom Browser deiner Wahl ins Ether-Netzwerk einklinken, wenn du das entsprechende Plugin, wie zum Beispiel Metamask, installiert hast.

Metamask ist mittlerweile eine der beliebtesten Möglichkeiten, einen Account im ETH-Netzwerk zu verwalten und wir können es für dieses Tutorial empfehlen. Ursprünglich als Chrome Plugin entwickelt, ist es mittlerweile auch für Firefox und andere Browser verfügbar.

An diesem Punkt im Tutorial möchte ich auf Achtsamkeit hinweisen. Alles, was du im Mainnet freischaltest, ist unwiderruflich in den Blöcken der Kette gespeichert. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von Testnetzwerken, wie z. B. Ropsten, Kovan oder Rinkeby, auf denen du dich mit den grundlegenden Abläufen vertraut machen kannst. Das ist für die ersten Schritte im Kryptonetzwerk auf alle Fälle ratsam.

Schritt 3: Den Token schaffen

Der schwierigste Teil des Tutorials ist damit eigentlich schon hinter uns. Auf CoinLaunch startest du den CoinCreator, der dich Step für Step durch die Erstellung deiner ersten Kryptowährung führt. Solltest du zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Netzwerk sein, wird dir hier der Download und die Konfiguration von Metamask vorgeschlagen.

Im Setup vom CoinCreator findest du auch die Eingabefelder für die fünf Entscheidungen, auf die wir in der Vorbereitung eingegangen sind: Name, Symbol, Supply, Decimals and Price. Solltest du keinen Crowdsale deiner Währung planen, wähle die “Apply Token Only Contract” Option. Wenn dein Coin als Event-Ticket oder für eine andere Utility Funktion vorgesehen hast, ist ein öffentlicher Verkauf wenig hilfreich.

An dieser Stelle solltest du dich noch einmal versichern, dass du im Testnetzwerk bist. CoinLaunch verlangt zwar keine Gebühren für die Leistungen, der nächste Step verursacht im Live-Betrieb Prozesskosten, wie wir sie oben unter „Ether und Gas“ kennengelernt haben.

Schritt 4: In der Blockchain veröffentlichen

Mit dem Button “Deploy Token Only” vom Contract Actions Menü schickst du schließlich MyFirstCryptoAsset in die Welt und er wird Teil der Blockchain. Im Mainnet wäre er damit Teil des Netzwerkes, ohne dass du noch etwas daran ändern könntest. Diese Sicherheit macht das Netzwerk so attraktiv, ist aber andererseits auch ein Grund, deine ersten Erfahrungen auf einem Testnetzwerk zu machen.

Ether Blockchain

Auf CoinLaunch werden alle digitalen Assets kompatibel zum ERC-20 Standard erstellt. Damit ist sichergestellt, dass ein Coin auch auf Online Börsen gelistet werden kann – natürlich nur, wenn er auch als Währung zum Handeln gedacht ist.

Im Live-Betrieb bietet CoinLaunch auch noch die Möglichkeit, einen realen Token auf Etherscan zu exportieren. Auf dieser Seite findest du nahezu alle Assets des Netzwerkes: Aktuell sind rund 140.000 ERC-20-Token gelistet.

Schritt 5: Der ICO

Ein Initial Coin Offering (ICO) ist mit einem Initial Public Offering (IPO) traditioneller Börsen vergleichbar. Dabei werden Anteile (oder Coins) erstmalig öffentlich handelbar. Der Vorteil liegt darin, eine entsprechende Aufmerksamkeit zu erreichen.

Der wesentliche Punkt ist, dass du im Setup die Exchange Contracts anlegst und freigibst. Dadurch ist der automatische und direkte Kauf bzw. Transfer von Utility und Security Token möglich.

  • Um ein Beispiel zu geben: 1 MyFirstCryptoAsset soll 0,001 Ether wert sein und wird von dir im Contract entsprechend erstellt. Jeder, der dir 1 Ether überweist, bekommt 1000 MyFirstCryptoAssets zurück.

Damit ist das Tutorial auch schon am Ende und du hast deinen ersten Crypto erstellt. Auf Plattformen wie CoinLaunch ist die Schaffung umfangreicherer SmartContracts und dApps nicht möglich. Dazu sind weitergehende Programmierkenntnisse nötig, weswegen wir es im Rahmen dieses Tutorials nur kurz anreißen wollen.

Code your Token

Erfolgreiche Kryptowährungen setzen natürlich eine spannende Idee voraus, was wir in diesem Tutorial ja außen vor gelassen haben. Wenn du das richtige Konzept für den nächsten Filecoin oder Tezos hast, solltest du dich auf alle Fälle mit Programmierung beschäftigen oder einen kompetenten Entwickler ins Boot holen.

EVM und Solidity eröffnen, wie schon mehrfach erwähnt, zahlreiche Möglichkeiten für erfolgreiche Blockchain-Projekte. Die Programmiersprache ist JavaScript sehr ähnlich. Wenn du bereits programmieren kannst oder Erfahrung als Webentwickler hast, ist die Einarbeitung nicht besonders schwierig.

Für einen produktiven Start benötigst du im Grunde nur drei Tools:

  • Truffle Framework ist eine Entwicklungsumgebung und Testframework für die EVM. Das Paket kommt mit allen nötigen Libraries, um Solidity laufen zu lassen.
  • Ganache ermöglicht dir eine lokale Blockchain zu installieren, um deinen Code ausführlich testen zu können.
  • Schließlich wirst du auch deinen bevorzugten Code Editor nachrüsten müssen, da keiner (soweit mir bekannt ist) Syntax Highlighting für Solidity als Standard installiert hat.

Fazit Ethereum Tutorial: Was bringt die Zukunft?

Das Ether-Netzwerk ist zu Recht die Nummer 2 in der Blockchain-Welt. Das innovative Konzept ist bestechend und hat schon Einige auf die Idee gebracht, Ethereum kaufen zu wollen. Es befindet sich aber noch in der early adopterPhase.

Wie auch bei Bitcoin, sind im Ether-Netz noch einige Aufgaben zu lösen, um mainstream tauglich zu sein. Dazu zählen vor allem:

  • Skalierbarkeit: Die Anzahl der Transaktionen, die pro Sekunde verarbeitet werden können, ist limitiert.
  • Geschwindigkeit: Transaktionen werden daher auch unterschiedlich schnell verarbeitet und wer eine rasche Erledigung benötigt, muss mit hohen Kosten rechnen.

Ethereum ist aber noch nicht in der letzten Entwicklungsphase Serenity angekommen, die beim Start der Plattform 2015 definiert wurde. Vor allem mit dem Wechsel vom Proof-of-Work-Algorithmus zum Proof-of-Stake-Algorithmus beim Mining wird ein großer Schritt nach vorne gemacht werden.

Das ETH- Netzwerk hat eine große Chance, zum Branchenriesen zu werden. Nicht zuletzt durch IoT, das Internet of Things und die EEA, Enterprise Ethereum Alliance, in der große Banken und Technologiekonzerne tätig sind, wird die Entwicklung weiter vorangetrieben. Es wundert daher auch nicht, dass immer mehr einschlägige Kurse auf Unis angeboten werden und immer mehr Blockchain-Entwickler auf den Jobbörsen nachgefragt sind.

Die Blockchain-Ökonomie ist auf jeden Fall am Wachsen. Aber nicht nur Techniker sondern auch User sind aufgefordert, mit der raschen Entwicklung Schritt zu halten. In unseren Tutorials und im Webinar findest du das nötige Grundwissen, um am Ball zu bleiben.

 

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