Ethereum plant technischen Umbau, während ETF-Abflüsse den Ether-Kurs belasten

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Ethereum plant bis 2030 tiefgreifende technische Upgrades, während ETF-Abflüsse den Kurs belasten, Citigroup jedoch 3.028 Dollar erwartet und RLUSD im Ethereum-DeFi stark wächst.

Ethereum steht vor einem technologischen Großumbau, während ETF-Abflüsse und neue Kursziele den Markt zwischen Skepsis und Hoffnung schwanken lassen. Gleichzeitig gewinnt Ripples Stablecoin RLUSD an Bedeutung im Ethereum-DeFi-Ökosystem, und Experten diskutieren bereits das Potenzial einer möglichen Krypto-Rallye. Der Pressespiegel beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen und ihre möglichen Folgen für den Kryptomarkt.

Ethereum vor dem Umbau zum „cryptographic world computer“

Vitalik Buterin hat laut finanzen.net am 27. September seine langfristige Vision für die technische Entwicklung von Ethereum vorgestellt. Bis 2030 soll sich das Netzwerk von einer klassischen Blockchain zu einem „cryptographic world computer“ weiterentwickeln.

Im Mittelpunkt stehen ein stärker optimierter Proof-of-Stake-Mechanismus, verschiedene Formen der Blockerstellung durch mehrere Beteiligte sowie eine größere Rolle von Zero-Knowledge-Beweisen direkt auf der Basisschicht. Für die Verifizierung sollen PeerDAS und kryptografische Beweise ermöglichen, Daten effizienter zu prüfen, ohne sämtliche Daten herunterzuladen und Berechnungen erneut auszuführen.

Ethereum soll dabei Blockchain-Technologie mit kryptografischen Verfahren für Privatsphäre und Verifizierung sowie leistungsfähigen dezentralen Komponenten außerhalb der eigentlichen Blockchain verbinden. Als technische Herausforderungen nennt Buterin ausreichend effiziente und sichere Zero-Knowledge-Beweise sowie die Verwaltung und parallele Verarbeitung sehr großer Zustandsmengen.

Auf der Roadmap steht zunächst das Glamsterdam-Upgrade, das für das vierte Quartal 2026 vorgesehen ist. Geplant sind eine im Protokoll verankerte Trennung von Blockerstellung und Blockvorschlag sowie Block-Level Access Lists, die Abhängigkeiten vorab erfassen und dadurch unter anderem parallele Ausführung und schnellere Datenzugriffe ermöglichen sollen.

Für 2027 ist Hegotá vorgesehen. Das Upgrade soll unter anderem Fork-choice Enforced Inclusion Lists, kurz FOCIL, und Frame Transactions umfassen. FOCIL soll mehreren Validatoren Einfluss darauf geben, welche gültigen Transaktionen in einen Block aufgenommen werden müssen. Bei Frame Transactions entscheidet das jeweilige Konto selbst, unter welchen Bedingungen eine Transaktion gültig ist.

Buterin bezeichnet Hegotá als voraussichtlich letzten „normalen“ Fork, dessen Technologien für Entwickler aus den Anfangsjahren von Ethereum noch weitgehend vertraut wären. Danach sollen rekursive STARKs, automatisierte formale Verifizierung, stärker optimierte Konsensverfahren und quantensichere Technologien eine größere Rolle spielen.

Auch die Vorbereitung auf mögliche Quantencomputer-Bedrohungen ist Teil der langfristigen Planung. Die Ethereum Foundation gründete im Januar 2026 ein eigenes Post-Quantum-Security-Team. Angepasst werden müssten langfristig unter anderem Signaturen von Validatoren und Konten sowie kryptografische Verfahren für Datenverfügbarkeit und Zero-Knowledge-Beweise.

Als möglichen technischen Baustein nennt der Bericht EIP-8288, der im Juni 2026 von Vitalik Buterin und Thomas Coratger eingereicht wurde und sich noch im Entwurfsstadium befindet. Der Vorschlag sieht vor, kryptografische Signaturen und STARK-Beweise außerhalb der Blockchain zusammenzufassen und anschließend über einen einzelnen rekursiven STARK zu verifizieren.

„Cryptographic world computer“

Infobox – finanzen.net: Ethereum soll bis 2030 technisch grundlegend umgebaut werden. Glamsterdam ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen, Hegotá für 2027; konkrete Umfänge und Zeitpläne können sich noch ändern.

ETF-Abflüsse setzen den Ethereum-Kurs unter Druck

Der Ethereum-Kurs ist laut Wallstreet Online holprig in das vierte Quartal gestartet. Aus den US-Spot-ETFs für ETH flossen am 30. September rund 59,6 Millionen Dollar ab.

Den größten Anteil verzeichnete Fidelitys FETH mit 26,6 Millionen Dollar. Es folgte der Mini Trust von Grayscale mit 25,5 Millionen Dollar. Gleichzeitig stiegen die Reserven auf den Börsen, während die ETF-Nachfrage nachließ.

ETH kostete am Donnerstagnachmittag laut dem Bericht rund 2.684 Dollar und kam nicht über die Widerstandszone zwischen 2.710 und 2.720 Dollar hinaus. Als weiterer Widerstand wird die Marke von 2.750 bis 2.800 Dollar genannt. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg in Richtung 2.900 Dollar öffnen.

Als Belastungsfaktoren nennt der Bericht hohe Renditen bei US-Staatsanleihen sowie neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Bleibt ein Ausbruch über die genannten Widerstände aus, könnte ETH seitwärts laufen, bis neue US-Daten zu Inflation und Arbeitsmarkt vorliegen.

Der Bericht stellt außerdem fest, dass Anleger zwischen Fonds, Börsen und Netzwerken umschichten. Die zugrunde liegenden Informationen enthalten jedoch keine konkreten Aussagen dazu, welche Auswirkungen die beschriebenen Entwicklungen auf den Kurs von Ether haben.

Infobox – Wallstreet Online: Am 30. September verzeichneten die US-Spot-ETFs für Ethereum Abflüsse von rund 59,6 Millionen Dollar. ETH notierte am Donnerstagnachmittag bei rund 2.684 Dollar und blieb unter 2.710 bis 2.720 Dollar.

Citigroup hebt Ether-Kursziel auf 3.028 Dollar an

FinanzNachrichten.de berichtet, dass Citigroup ihr Kursziel für Ether auf Sicht von zwölf Monaten von 2.240 auf 3.028 Dollar angehoben hat. Die Bank verweist auf mehr Handel, ein freundlicheres Zinsumfeld und wieder steigende ETF-Zuflüsse.

Ether startete laut Yahoo Finance bei 2.684 Dollar in den Handel und stieg am Vormittag auf rund 2.695 Dollar. Das neue Citigroup-Ziel von 3.028 Dollar entspricht laut Bericht einem Plus von gut zwölf Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs.

Für die kurzfristige Entwicklung sieht UseTheBitcoin Ether in einer Spanne zwischen 2.620 und 2.825 Dollar. Erst ein klarer Ausbruch über 2.825 Dollar würde den Weg in Richtung 3.000 bis 3.050 Dollar freimachen. Fällt der Kurs unter 2.620 Dollar, rücken 2.500 Dollar und der 200-Tage-Durchschnitt bei 2.272 Dollar in den Fokus.

Am Terminmarkt fielen die offenen Positionen am 30. September auf 12,49 Millionen ETH. Laut dem Bericht war dies der tiefste Wert seit März. Die US-Spot-ETFs verloren am 29. September 2,81 Millionen Dollar, nachdem im September Zuflüsse von 892 Millionen Dollar verzeichnet worden waren.

Der Bericht stellt die mögliche Kursentwicklung von Ether außerdem der Marktkapitalisierung des Coins gegenüber. Eine Verdopplung würde Ether über das Rekordhoch von 4.953 Dollar hinaus auf mehr als 5.400 Dollar heben.

Infobox – FinanzNachrichten.de: Citigroup sieht Ether in zwölf Monaten bei 3.028 Dollar. Kurzfristig gelten 2.825 Dollar als wichtige Schwelle; unter 2.620 Dollar werden 2.500 Dollar und 2.272 Dollar genannt.

Ripple-Stablecoin RLUSD wächst auf 2,33 Milliarden Token

Der von Ripple ausgegebene Stablecoin RLUSD ist laut BTC-ECHO im August deutlich gewachsen. Ende Juli befanden sich 1,46 Milliarden RLUSD im Umlauf, einen Monat später waren es 2,33 Milliarden.

Das entspricht einem Wachstum von knapp 59 Prozent. Von den 862 Millionen neuen Token kamen 563 Millionen erst in den letzten beiden August-Wochen hinzu.

Zum 24. September wies Ripple ein Umlaufvermögen von 2,41 Milliarden RLUSD aus. Gegenüber Ende August entsprach das einem Anstieg von 3,6 Prozent und damit einem deutlich langsameren Wachstum.

Ethereum bleibt für RLUSD das wichtigste Netzwerk. Mit 1,39 Milliarden US-Dollar befinden sich knapp 58 Prozent des gesamten RLUSD-Bestandes auf Ethereum, obwohl Ripple mit dem XRP Ledger eine eigene Infrastruktur für Zahlungen und die Ausgabe digitaler Vermögenswerte betreibt.

Als Grund für die Bedeutung Ethereums nennt der Bericht das größere DeFi-Ökosystem. Stablecoins können dort als Sicherheit für Kredite hinterlegt oder in Liquiditätspools eingesetzt werden. Bei RLUSD waren inzwischen 454 Millionen US-Dollar in entsprechenden DeFi-Protokollen gebunden.

Damit lag fast jeder fünfte ausgegebene Ripple-Stablecoin in DeFi-Anwendungen. Die Entwicklung zeigt laut Bericht, dass Ethereum trotz der eigenen Infrastruktur von Ripple eine zentrale Rolle für die Nutzung von RLUSD einnimmt.

RLUSD Ende Juli1,46 Milliarden
RLUSD Ende August2,33 Milliarden
Neue Token im August862 Millionen
Davon in den letzten beiden August-Wochen563 Millionen
RLUSD am 24. September2,41 Milliarden
RLUSD auf Ethereum1,39 Milliarden US-Dollar
RLUSD in DeFi-Protokollen454 Millionen US-Dollar

Infobox – BTC-ECHO: RLUSD wuchs im August von 1,46 Milliarden auf 2,33 Milliarden Token. Knapp 58 Prozent des Bestandes liegen auf Ethereum, während 454 Millionen US-Dollar in DeFi-Protokollen gebunden sind.

Experte sieht mögliche Krypto-Rallye im Umfeld einer KI-Kreditkrise

Investing.com Deutsch berichtet über die Einschätzung eines Experten, wonach eine KI-Kreditkrise als möglicher Zünder für eine 1.000%-Rallye bei Bitcoin, Ethereum und Solana dienen könnte. Konkrete aktuelle Kurswerte oder Zeitangaben für eine solche Rallye werden in den vorliegenden Inhalten nicht genannt.

Der Bericht ordnet das Szenario in den Zusammenhang von Künstlicher Intelligenz, Kreditmärkten und Kryptowährungen ein. Im Mittelpunkt steht die These, dass eine Krise im KI-Kreditbereich Kapitalbewegungen auslösen und dadurch auch den Kryptomarkt beeinflussen könnte.

Die Meldung nennt Bitcoin, Ethereum und Solana als die Kryptowährungen, auf die sich das beschriebene Szenario beziehen könnte. Eine konkrete Prognose, wann eine solche Entwicklung eintreten würde, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Infobox – Investing.com Deutsch: Ein Experte sieht eine mögliche KI-Kreditkrise als Auslöser für eine 1.000%-Rallye bei Bitcoin, Ethereum und Solana. Weitere konkrete Zahlen oder Zeitangaben für das Szenario werden nicht genannt.

Einschätzung der Redaktion

Ethereum steht vor einem strategisch bedeutenden, aber technisch äußerst anspruchsvollen Entwicklungspfad. Die geplante stärkere Nutzung von Zero-Knowledge-Beweisen, paralleler Verarbeitung und quantensicheren Verfahren könnte die Grundlage für mehr Skalierbarkeit, Privatsphäre und institutionelle Nutzbarkeit schaffen. Gleichzeitig erhöhen die Komplexität der Architektur und die langfristigen Zeit horizons das Risiko von Verzögerungen, Sicherheitsproblemen und schwer vorhersehbaren Folgewirkungen.

Die kurzfristige Kursschwäche steht dabei im Kontrast zur langfristig wachsenden infrastrukturellen Bedeutung des Netzwerks. Die Nutzung durch Stablecoins und DeFi spricht für eine robuste Nachfrage nach Ethereum als Abwicklungsebene, während ETF-Abflüsse, offene Positionen und makroökonomische Belastungen die hohe Abhängigkeit von Kapitalströmen und Marktstimmung zeigen. Kursziele und extreme Rallye-Szenarien sind daher mit erheblicher Unsicherheit verbunden und sollten nicht mit technologischem Fortschritt gleichgesetzt werden.

Zusammenfassung: Langfristig stärkt der technologische Umbau Ethereums strategische Relevanz; kurzfristig bleiben Bewertung, Liquidität und Marktstimmung die entscheidenden Unsicherheitsfaktoren.

Quellen: