Die Horrorwoche für Krypto-Börsen, Vorfälle häufen sich

Die Horrorwoche für Krypto-Börsen, Vorfälle häufen sich

Diese Woche scheint für einige Krypto-Börsen eine wahre Horrorwoche zu sein. Es kam bis zu Schließungen, millionenschweren Hacks und heftigen Klagen. 

Horrorwoche für Krypto-Börsen

Vergangene Woche kam es zu mehreren Vorfällen bei verschiedenen Krypto-Börsen. Dies beweist wieder einmal, dass auch im Jahr 2019 der Handel mit Kryptowährungen nach wie vor mit unvorhergesehenen Risiken verbunden ist. Börsen zählen als der Hotspot für den Handel von Kryptowährungen. Und gerade jetzt kam es auf einigen davon zu groben Problemen. Letzte Woche kam es zu weitaus mehr als nur einem E-Mail-Datenleck bei BitMex, bei dem mehrere Tausend E-Mail-Adressen veröffentlicht wurden.

Letzte Woche haben einige Märkte das Handtuch geworfen. Zu geringe Handelsvolumen bei Altcoins, strengere Vorschriften und eine Konzentration von Fonds auf größere Märkte führten zu Tod so mancher kleinerer Märkte.

DX.Exchange wird ordnungsgemäß geschlossen und bietet eine First, bis wann Gelder abgehoben werden können. Grund für die Schließung waren steigende Betriebskosten im Zusammenhang mit Sicherheit und rechtlicher Transparenz. Die Krypto-Börse sucht nun einen Partner, der sie aufkauft, um das Geschäft so eventuell zu retten.

Für die in Simbabwe ansässige Krypto-Börse Golix hat es auch schwer getroffen. Der Eigentümer der Börse hat bekannt gegeben, die Passwörter für die Cold-Wallets verloren zu haben, wodurch die gesamte Börse lahmgelegt ist. Zum Glück betrug der Verlust nur 33 Bitcoin. Natürlich wird dabei gleich von einem Exit-Scam gesprochen.

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Die Ausrede das Passwort verloren zu haben sieht aus, wie beim Fall QuadrigaCX, der inzwischen nicht mehr existierenden Krypto-Börse, die Tausende von Bitcoin verloren hat, nachdem der CEO auf mysteriöse Weise verstorben ist.

Und dann kam noch die Einstein Börse dazu, deren Gründer, Michael Gokturk vermisst wird. Die Benutzer der Börse klagen bereits über Schwierigkeiten, an ihre Gelder heranzukommen. Die Börse wurde von der British Columbia Börsenaufsicht beschlagnahmt und der Fall wurde einem vorübergehenden Aufseher übergeben. Seltsamerweise hatte die kanadische Börse monatelang einen schlechten Ruf, obwohl sie nach QuadrigaCX noch ein weiteres Jahr überlebt hat.

Durch die seltsamen Verhaltensweisen so mancher Börsen wurden Benutzer gezwungen, andere Wege zu bestreiten. Ein Kryptohändler fiel zum Opfer einer SIM-Swap-Attacke, worauf er beschlossen hat, Bittrex für 1 Million US-Dollar zu verklagen. Wir haben heute darüber berichtet. Der Kläger Gregg Bennett verklagt die Börse wegen des Verlusts von 100 Bitcoin, da die Börse gegen Sicherheitsstandards verstoßen und eine Abhebung genehmigt hat.

Die Börse FTX, einer kleinen Derivate-Plattform, steht ebenfalls ein Prozess bevor, da der Plattform vorgeworfen wird, den Kryptomarkt manipuliert zu haben und sie auch versucht hat, Liquidationen an der Binance-Futures-Börse herbeizuführen. Alameda Research, die Muttergesellschaft von FTX, behauptete, die Klage sei leichtfertig und unbegründet. Zu diesem Fall haben wir gestern einen Artikel geschrieben.

Einige Börsen stehen regulatorischen Problemen gegenüber, weshalb sie ihre Geschäfte lokalen Partnern übergeben. Darunter ist Binance, die bereits damit begonnen haben und diesen Schritt im Oktober abgeschlossen haben. Huobi Global hat US-Händler vorgewarnt, ihre Positionen zu schließen und ihre Gelder bis spätestens 13. November 2019 abzuheben. Poloniex und Bittrex organisieren ihre Geschäfte neu, um Regionen mit kryptofreundlicheren Vorschriften zu bedienen. Die strengeren Vorschriften bedeuten, dass Liquidität und Risikobereitschaft begrenzt sind und es kleinere und weniger beliebte Altcoins immer schwerer haben werden.

Börsen wechseln ständig ihre Aktivitäten. Nachdem der Altcoin-Boom vorbei war, mussten sich viele Marktteilnehmer andere Einnahmequellen überlegen. Seit dem sind auf Krypto basierte Lending-Plattformen, Staking-Plattformen und Future-Märkte gewachsen. Für kleinere Märkte wird es allerdings zunehmend schwerer, weshalb Händler oftmals einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, dass sie ihre Coins und Token nie wieder sehen werden.

Quellenangaben: Bitcoinist
Bildquelle: Pixabay

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